Die Löwin aus Cinque Terre von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2006
bei Kindler.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Cinque Terre, 1990 - 2009.
Folge 3 der Laura-Gottberg-und-Angelo-Guerrini-Serie.
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Hamburg: Kindler, 2006.
ISBN:
978-3-463-40485-1. 410 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007.
ISBN:
978-3-499-24044-7. 410 Seiten. -
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2009.
Großdruck.
ISBN:
978-3-499-33273-9. 656 Seiten.
'Die Löwin aus Cinque Terre' ist erschienen als
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In Kürze:
In München ist es Frühling geworden. Für die achtzehnjährige Valeria Cabun, eine temperamentvolle Italienerin aus Cinque Terre, war es der letzte. Das Mädchen, das als Au-pair bei einem Schwabinger Ärztepaar arbeitete, wird im Hinterhof eines Mietshauses tot aufgefunden. Offenbar hat es sich aus dem Fenster in den Tod gestürzt. Aber war es wirklich Selbstmord? Kommissarin Laura Gottberg bezweifelt es. Zusammen mit Angelo Guerrini reist sie nach Riomaggiore, um mit den Angehörigen der Toten zu sprechen. Valerias Familie unterhält dort ein weit verzweigtes Unternehmen aus Zimmervermietung, Andenkenladen, Weingeschäft und Pizzeria. Laura und ihr italienischer Kollege werden alles andere als herzlich empfangen. Erst allmählich entsteht aus den Erzählungen über Valeria ein klares Bild von der jungen Frau. Ihre Familie hingegen scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten …
Das meint Krimi-Couch.de: »Zum dritten Mal von München nach Italien«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
Die Toskana-Fraktion war im ersten und zweiten Band dran, nun schickt Felicitas Mayall Laura Gottberg, die Hauptkommissarin aus München, auf einen Ausflug an die ligurische Küste, genauer gesagt nach Cinque Terre, eine Ansammlung von fünf kleinen Dörfern, die nur über eine Straße zu erreichen sind. Sicherlich haben sich schon Millionen von Touristen aufgrund des malerischen Anblicks dahin verirrt, doch Laura Gottberg ist im Dienst und dennoch ist ihre Reise nicht ganz offizieller Natur.
Bis dahin allerdings muss sie zunächst die Ermittlungen in München aufnehmen, wo eine junge Frau tot im Hof eines mehrstöckigen Mietshauses aufgefunden wird. Der Verdacht liegt nahe, dass sie sich aus dem offenen Fenster im obersten Stock des Treppenhauses gestürzt hat. Im Dachgeschoss darüber wurde eine luxuriöse Wohnung eingerichtet, die anscheinend nur sporadisch genutzt wird und deren Besitzer nur schwer zu erreichen ist.
Wo ist der Zusammenhang?
Die Vermisstenanzeige der Arztfamilie Denner gibt Aufschluss über ihre Identität; es handelt sich um Valeria Cabun, ein italienisches Aupairmädchen, die sich um die Kinder der Denners kümmert und seit dem Morgen vermisst wird. Doch welche Verbindung hatte Valeria zu dem Haus? Nähere Untersuchungen ergeben, dass ein Selbstmord unwahrscheinlich ist. Die beiden Ärzte scheinen keine gute Meinung von ihr zu haben und machen deutlich, dass für sie ihr Umgang im Allgemeinen und ihr schwarzer Freund im Besonderen Grund genug für den Tod des jungen Mädchens darstellt.
Die Kommissarin Laura Gottberg ist keine schillernde Persönlichkeit und auch keine besonders toughe Frau, die im Alleingang ermittelt, aber sie macht ihren Job gut, dem sie sich mit Haut und Haar verschrieben hat und kann dies auch halbwegs mit ihrem Status als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern vereinbaren, die zugegebenermaßen schon aus dem Gröbsten raus sind. Nachdem sie vor einiger Zeit einen netten Commissario aus Florenz kennengelernt hat und dieser nun seinen Besuch über Ostern ankündigt, ist sie gezwungen, ihren Kindern von ihrer neuen Liebe zu erzählen, was sie bisher erfolgreich vermieden hat.
Guter Durchschnitt in punkto Unterhaltung
Der Großteil der Handlung ist in München angesiedelt, doch wie in den beiden vorigen Büchern gibt es bald einen Grund, ins schöne Italien aufzubrechen, auch wenn es nicht unbedingt notwendig wäre. Die Handlung wird dadurch nicht sonderlich vorangetrieben, aber Laura versucht dadurch, die familiären Hintergründe Valerias zu verstehen und somit die Gründe für ihren Tod ein wenig mehr zu beleuchten. Zudem beschwört Felicitas Mayall damit eine ganz nette Atmosphäre herauf, die sicherlich einen Reiz des Buches ausmacht. Es werden sich insbesondere Leser angesprochen fühlen, die einem Drumherum um die Krimihandlung nicht abgeneigt sind, doch dies ufert niemals aus und die Nebengeschichten bleiben auf einem akzeptablen Niveau.
Die Stimmung ist weniger deprimierend als im Vorgängerroman, wo sich der Nebel nicht nur über die Stadt, sondern auch aufs Gemüt gelegt hat. Spannungsmäßig bewegt sich der Roman wie der zweite Band im Mittelfeld: Nach einem verhaltenen Start steigert sich die Spannung zwar nicht extrem, aber doch soweit, dass man gerne am Ball bleibt. Langeweile kommt nicht auf. Die Auflösung ist schlüssig, aber kaum überraschend, da stetig darauf hingearbeitet wird, und doch trifft die Autorin damit einen Nerv. Sie zeigt mit ihrer Geschichte sehr deutlich, wie sich Rassismus und Fremdenhass durch alle Gesellschaftsschichten zieht.
Alles in allem kommt die Unterhaltung nicht zu kurz und der Liebesgeschichte wird nicht allzu viel Gewicht beigemessen. Man kann gespannt sein kann, welche italienische Region im nächsten Roman aufs Korn genommen wird. Wie wäre es mit dem touristisch nicht ganz so überlaufenen Umbrien?
Sabine Reiss, April 2006
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| Helen Meyer zu »Felicitas Mayall: Die Löwin aus Cinque Terre« | 09.10.2010 |
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| Markus Matthias Eichenberger zu »Felicitas Mayall: Die Löwin aus Cinque Terre« | 17.03.2008 |
| Katrin zu »Felicitas Mayall: Die Löwin aus Cinque Terre« | 03.09.2007 |
| buecherord zu »Felicitas Mayall: Die Löwin aus Cinque Terre« | 04.04.2006 |


