Mörderwald von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1999
unter dem Titel El interior del bosque,
deutsche Ausgabe erstmals 2002
bei Klett-Cotta.
Ort & Zeit der Handlung: Spanien / Madrid & Spanien / Süden, 1990 - 2009.
Folge 1 der Ricardo-Cupido-Serie.
- Barcelona: Alba, 1999 unter dem Titel El interior del bosque. 415 Seiten.
-
Stuttgart: Klett-Cotta, 2002.
Übersetzt von Svenja Becker.
ISBN:
3-608-93211-9. 415 Seiten. -
München: dtv, 2004.
Übersetzt von Svenja Becker.
ungekürzte Taschenbuchausgabe.
ISBN:
3423207183. 366 Seiten.
'Mörderwald' ist erschienen als
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In Kürze:
An einem frühen Morgen wird im südspanischen Nationalpark Paternóster nahe der Kleinstadt Breda die junge, schöne Madrider Malerin Gloria García Carvajal auf brutale Weise umgebracht. Um diesen grauenvollen Mord aufzuklären, engagiert Glorias Verlobter, ein Madrider Anwalt, den Privatdetektiv Ricardo Cupido. Auch er steht vor einem Rätsel. Er befragt die Menschen, die Gloria kannten, spürt ihrem Leben nach, doch erst als er ihr Tagebuch findet, kommt ihm ein fürchterlicher Verdacht. Dann geschieht ein weiterer Mord im Wald. Das beschauliche Breda und Madrid sind die Schauplätze dieses raffiniert erzählten Kriminalromans, dessen eigentlicher Held der melancholische Detektiv Cupido ist: ein einsamer Wolf, der nicht aufgibt.
Das meint Krimi-Couch.de:»Literarisch absolut hochwertig, wunderbar zu lesen«
Krimi-Rezension von Wolfgang Reuter überspringen
»Mörderwald« – ein Titel wie aus einem Märchen. Der Wald als Hintergrund für diesen spanischen Krimi, im Nationalpark Paternoster.
» …und vielleicht bewahrt der Wald deshalb seine Einsamkeit und sein Mysterium, weil er wie ein blutrünstiger alter Gott von Zeit zu Zeit seinen Blutzoll fordert.
Hin und wieder ein Toter, das ist der Tribut, der ihm zu zahlen ist, damit die Kinder weiter von ihm träumen können als dem Ort, an dem die Ungeheuer hausen.«
Der Wald als Opfer des Menschen, die Flora zertrampelt durch Touristenströme, die Fauna geschlachtet von profitgierigen Jägern. Doch hinter der romantischen Kulisse lauert der Tod, das Entsetzen. Aus der Treibjagd auf Hirsche wird eine Menschenjagd, das Jägerlatein verstummt, Angst breitet sich aus.
Eine junge Frau wird im Wald grausam ermordet, ihr Lebensgefährte beauftragt den Privatdetektiven Ricardo Cupido mit der Aufklärung des Falles. Der durchleuchtet das Umfeld der Frau, Anwälte, Künstler, Bauern, auf die die Tote eine starke Faszination ausgeübt hat.
Da geschieht ein zweiter Mord, das Opfer hatte keinerlei Verbindung zum ersten Fall. Und Cupido muss davon ausgehen, dass es sich um einen wahnsinnigen Serienmörder handelt.
Ein dritter Mord macht die Verwirrung perfekt, aber Ricardo Cupido kann in seiner ruhigen, intuitiven, überlegten Art, niemals aufzugeben und der kleinsten Spur zu folgen, den Fall schließlich aufklären …
Eugenio Fuentes ist ein spanischer Autor der jüngeren Generation, der seinen Krimi von der Struktur her eher konservativ angeht, in Form eines typischen »Whodunnit«, mit eingehender Beschreibung aller Beteiligten, die naturgemäß allesamt verdächtig sind, und einem Schlussresumeé mit der Auflösung.
Das Besondere aber ist seine Sprache, literarisch absolut hochwertig, wunderbar zu lesen, mit einem Hang zur Poesie einerseits, aber auch der Fähigkeit, das Schreckliche mit einer eiskalten Distanz und einer brutalen Genauigkeit zu schildern. Diesbezüglich dürfen sich zarter besaitete Gemüter vom Anfang nicht abschrecken lassen, es lohnt sich, bis zum Schluss zu lesen.
Fuentes entwickelt seine Figuren mit einem bemerkenswerten psychologischen Einfühlungsvermögen, ganz natürlich und lebendig, er legt seine Spuren und versteht es, bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu halten. Er bleibt nie an der Oberfläche, manches ist sehr eindringlich und tiefgehend erzählt, wie etwa das Schicksal der alten Dona Viktoria.
Ricardo Cupido ist als Ermittler eine recht interessante Figur, mit kleinkrimineller Vergangenheit, Hang zum schönen Geschlecht und zum einsamen Wolf. Ein genauer Beobachter und unbestechlicher Analytiker.
Fazit: Ein sehr guter, spannender, sprachlich absolut hochwertiger Krimi aus Spanien.
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| Alexandra zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 19.09.2009 |
|---|---|
| JaneM. zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 12.05.2008 |
| Rolf.P zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 24.02.2008 |
| Patricia Garcia Huertas zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 08.05.2007 |
| Diego zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 29.09.2006 |
| Bea zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 17.01.2005 |
| BETTINA zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 10.01.2005 |
| Florian zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 27.12.2004 |
| Anja S. zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 28.10.2004 |
| Ulrich zu »Eugenio Fuentes: Mörderwald« | 31.05.2004 |

