Die Angst reist mit von Eric Ambler

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1940 unter dem Titel Journey into Fear, deutsche Ausgabe erstmals 1975 bei Diogenes.

  • London: Hodder & Stoughton, 1940 unter dem Titel Journey into Fear. 318 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1975. Übersetzt von Walter Hertenstein. 252 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1996. Übersetzt von Matthias Fienbork. ISBN: 3-257-20181-8. 298 Seiten.

'Die Angst reist mit' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ein netter Mann. Er hat eine nette Frau, ein Haus, reizende Bekanntschaft und einen Job als Ingenieur. Er baut Schiffsgeschütze und berechnet die Flugbahnen von Kanonenkugeln. Im Auftrag seiner englischen Firma reist er in die Türkei, um dort die Umrüstung der türkischen Flotte auf Geschütze seines Hauses vorzubereiten. Als er abends in sein Hotelzimmer zurückkommt, wird auf ihn geschossen.

Das meinen andere:

»Eine Studie der Angst von hypnotischer Faszination. Wenn Sie dieser Mann wären, Sie hätten genauso Angst. Ambler hat den Spionageroman auf ein anspruchsvolles Niveau gehoben – aber so, dass jeder gefesselt wird. Amblers Werk ist einsame Spitze.« (Alfred Hitchcock)

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Nomadenseele zu »Eric Ambler: Die Angst reist mit« 09.05.2008
Graham hat eine nette Frau, ein Haus und einen Job als Ingenieur. Im Auftrag seiner englischen Firma reist er in die Türkei, um dort die Umrüstung der türkischen Flotte auf Geschütze seines Hauses vorzubereiten. Als er abends in sein Hotelzimmer zurückkommt, wird ohne ersichtlichen Grund auf ihn geschossen. Er erfährt, dass derjenige es nochmals versuchen wird. Eine faszinierende Studie der Angst.”Ein Autor, der mehr als nur eine Generation von Krimi- und Thrillerautoren geprägt hat.” (Tages-Anzeiger)
“Zwar eskaliert die Handlung im mörderischen Showdown, doch es sind die leiseren Töne, die den Leser gefangennehmen: die Schilderung der feinen Risse in Grahams Psyche. Ein Klassiker.” (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Wirklich spannend fand ich das Buch von Eric Ambler im Gegensatz zu anderen nicht. Sicherlich ist es eine Horrorvorstellung, wenn man in ein Hotelzimmer und aus dem Dunklen auf einen geschossen wird. Und wenn man auf einem Schiff in der Falle sitzt mit 2 Leuten, die den Mordauftrag zu Ende führen wollen. Aber die Figuren waren mir zu platt und romanhaft, wer der türkische Agent auf dem Schiff ist, war mir schon bei seinem Auftreten klar. Das Ende war arg James Bondhaft. Dafür enthält das Buch einer der intelligensten Reden zum Thema *Vaterland*:

In Friedenszeiten erheben nur fanatische Nationalisten die Forderung, man solle sich mit Haut und Haaren der Regierung seines Vaterlandes verschreiben. Im Kriege, wenn Soldaten fallen und die Atmosphäre gefühlsbeladen ist, lassen sich auch vernünftige Menschen hinreißen, wen der *patriotischen Pflicht* zu reden. Aber Sie sind in einer glücklichen Lage, denn Sie haben einen Beruf, in dem man diese Heldentümmelei als das erkennt, was sie ist: der Gefühlüberschwang der Dummen und Primitiven. *Vaterlandsliebe* - ein sonderbarer Begriff! Liebe zu einem bestimmten Fleckchen Erde? Setzen Sie mal einen Norddeutschen auf einen Acker in Nordfrakreich, und sagen Sie ihm es wäre Hannover, und er kann ihnen nicht widersprechen. Liebe zu den Landsleuten? Sicherlich nicht. Jeder Mensch liebt einige seiner Landsleute und haßt andere. Liebe zur Kultur des betreffenden Landes? Die Menschen, die von der Kultur ihres Landes am meisten wissen, sind in der Regel die intelligesten und die am wenigsten partiotischsten. Liebe zur Regierung eines Landes? Regierungen sind doch bei dem Volk, was sie regieren, unbeliebt. Wir sehen also, daß Vaterlandliebe nichts weiter ist, als ein mythischer Begriff, der auf Dummheit und Furcht beruht. Er ist natürlich ganz gut zu gebrauchen. Wenn die herrschende Klasse erreichen möchte, daß ein Volk tut, wozu es keine Lust hat, dann appelliert sie an den Patriotismus. Und das, wozu die Leute am wenigsten Lust haben, ist natürlich, sich umbringen zu lassen.

Sehr weise Worte, als ich das las, habe ich spontan daran denken müssen, wie verblendet die Amerikaner am Anfang des Irak-Krieges waren. Am meisten beeindruckt hat mich damals die Geschichte einer Familie, die ihren BMW verkauft hatten, weil es ihnen auf einmal peinlich war, in einem deutschen Auto gesehen zu
Peter zu »Eric Ambler: Die Angst reist mit« 21.08.2007
Mit diesem Buch fing es an...und jetzt stehen alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Ambler-Romane in meinem Schrank! Sehr gut als Ambler-Einstiegswerk geeignet! Faszinierend, welches unterkühlte Bild er von Istanbul zeichnet!
morus64 zu »Eric Ambler: Die Angst reist mit« 25.02.2005
Ambler ist einfach einer der Urväter des Politkrimis, und seine Werke sind selbst nach 65 Jahren immer noch von spannender Brisanz!
"Die Angst reist mit" liest sich flott und fesselnd weg, ohne auf literweises Blutvergießen zurückgreifen zu müssen. Und der einzige Mord ca. 15 Seiten vor Buchende ist wohl auch ein Krimiwelt-Novum.
Dieses Schwanken von Angst bis Schissertum (leicht gesagt als Außenstehender!) sowie logischem Kalkulieren bis Abgebrühtheit ist eine psychologisch beeindruckende Studie, bei der das Lesen Spaß macht. Und dann (wieder einmal) die großartig durchgezeichneten Beschreibungen der Akteure und deren Charaktere >>> großartig!
FAZIT: 82 GRAD !!
P.S.: als Nächstes (hoffentliches) Lesevergnügen Thrill aus Italien: "Der Kampfhund" v. C. Lucarelli. Mal sehen, wie's wird.
Vanessa cesta zu »Eric Ambler: Die Angst reist mit« 15.11.2003
das buch ist das beste Buch das ich je gelesen habe. einfach perfekt.
ich habe alle bücher von eric ambler durch gelesen.
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