Lautloser Fluß von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001
unter dem Titel Stilla flyter ån,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Piper.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Sundsvall, 1990 - 2009.
- Stockholm: Alfabeta / Anamma, 2001 unter dem Titel Stilla flyter ån. 288 Seiten.
-
München; Zürich: Piper, 2003.
Übersetzt von Lotta Rüegger & Holger Wolandt.
ISBN:
3-492-23836-X. 288 Seiten.
'Lautloser Fluß' ist erschienen als
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In Kürze:
Als eine Frauenleiche im Selångerfluß gefunden wird, ist die Polizei in Sundsvall ratlos. War die junge Estin eine Prostituierte, die im neu eröffneten Kasino gearbeitet hat? Oder hat der Mord etwas mit der großen Kunstmesse zu tun, die Besucher aus dem ganzen Land anlockt? Ein Fall für die engagierte Journalistin Amanda Rönn, die sich für die Ereignisse hinter den Kulissen zu interessieren beginnt. Gibt es da eine Wahrheit, die nicht ans Tageslicht darf? Als wenig später ihre beste Freundin, die Künstlerin Sara, kurz vor der Eröffnung ihrer umstrittenen Ausstellung spurlos verschwindet, ahnt Amanda, dass jede Sekunde zählt …?
Das meint Krimi-Couch.de: »Zu viele Journalistinnen verderben das Buch«
Krimi-Rezension von Peter Kümmel überspringen
Gleich drei Journalistinnen haben sich zusammengetan, um Kriminalromane zu schreiben, die natürlich auch wieder eine Journalistin als Protagonistin haben. Diese heißt Amanda Rönn und ist in Sundsvall tätig, gegenüber den Orten, die uns bisher aus schwedischen Krimis bekannt sind, schon sehr weit im Norden liegend. Und sie ist bei einer Zeitung als Kulturredakteurin beschäftigt. Da mutet es schon etwas seltsam an, dass sie immer wieder in Kriminalfälle verwickelt wird, denn bereits fünf Romane um Amanda Rönn haben die drei Damen schon verfasst.
Erzählt werden die Ereignisse von insgesamt neun Tagen in der norrländischen Stadt und in ebenso viele Kapitel überschrieben mit dem entsprechenden Wochentag haben die Autorinnen das Buch eingeteilt. Der Roman beginnt mit »Montag«, dann folgt »Dienstag«, »Mittwoch« und »Donnerstag«. Jeder weitere Satz darüber ist eigentlich schon zuviel, denn es passiert nichts. Amanda wartet auf die Kunstausstellung, die in Sundsvall stattfinden soll, denn sie will darüber einen großen Bericht schreiben. Dann bekommt sie noch Besuch von ihren Freunden, Sara und Matts hießen sie glaube ich. Dann waren da noch Marco und Nicklas und Nina und noch ein paar Leute, aber jeder der Charaktere gesichtslos und stereotyp. Man liest die Namen und bekommt einfach kein Bild davon in den Kopf, denn anhand der flachen Charakterisierungen hat man schon Mühe, den Worten zu folgen. Mehr als ein wenig Smalltalk mit nichtssagenden Dialogen ist nicht.
Dann kommt der »Freitag« und die Inhaltsangabe darüber kann ich mir auch schenken, denn die steht bereits auf dem Klappentext (siehe oben: In Kürze). Vermutet man nun, dass endlich Leben in das Geschehen kommt, so hat man sich getäuscht. Nein, auch »Samstag« und »Sonntag« gehen relativ ereignislos vorüber und man muß noch »Montag« und schließlich »Dienstag« überstehen, bis man den Schlußsatz »Lautlos fließt der Fluß« erreicht hat, der symptomatisch für den Roman ist. So lautlos wie der Fluß fließt auch die Handlung im Buch ohne Höhepunkte vorbei.
Thema des Werkes ist übrigens Prostitution und die brutale Ausbeutung der Frauen durch Männer. Dargestellt anhand eines aus Videofilmen bestehenden »Kunstwerks«. Doch auch die Botschaft, die hier vermittelt werden sollte, ist nicht so richtig angekommen. Den »temporeichen und spannenden Journalistenkrimi«, den die »Vadstena Tidning« hier gesehen hat, habe ich vergeblich gesucht. Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Da bleibe ich doch lieber bei Liza Marklunds Annika-Bengtson-Krimis.
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| Susanne zu »Emma Vall: Lautloser Fluß« | 09.10.2006 |
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| Uli zu »Emma Vall: Lautloser Fluß« | 23.07.2004 |
| Gabrielle K zu »Emma Vall: Lautloser Fluß« | 11.12.2003 |
