Am zehnten Tage von Ellery Queen

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1948 unter dem Titel Ten days´ Wonder, . ISBN-10: 3-7701-5329-4, ISBN-13: 978-3-7701-5329-9.

'Am zehnten Tage' ist erschienen als Taschenbuch

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SukRam zu »Ellery Queen: Am zehnten Tage« 31.08.2007
Ein Queen-Roman der anderen Art, gerade weil man bei Romanen des Autorenduos Dannay/ Lee mit mathematischen Lösungen konfrontiert wird und nicht immer auf die Psychologie achtet. Hier ist es anders: Hier entwickelt sich ein Roman, der erst später zum Krimi wird und den Leser während eines Pseudo-Endes erst einmal verschnaufen lässt. Die eigentliche Lösung ist jedoch ebenso genial mit viel Psychologie gespickt (die jedoch nicht unbedingt immer glaubhafter wird, je länger Ellery erklärt.) Interessant ist auch ein Trick, der ein paar Jahre später die ganze Grundlage eines Queen-Romans darstellt. Kriminalistisch muss dieses Buch also keinen der als ,,literarisch" bekannten Krimis nachstehen und kann technisch gesehen mit einem von Agatha Christies eindrucksvollsten Werken verglichen werden. - Und das, obwohl sich beide (oder drei?) Autoren auf gar keinen Fall der Ideen des jeweils anderen bedient haben können.
Meine Wertung: 95°
krimifan24 zu »Ellery Queen: Am zehnten Tage« 12.08.2007
Ein sehr ungewoehnlicher Queen-Roman: Es geht um die tragische Geschichte einer seltsamen "Familie" und deren komplexes
Beziehungsgeflecht, in das der Detektiv Ellery Queen ziemlich tief mit hineingezogen wird. Liest sich ueber weite Strecken nicht wie ein "richtiger" Kriminalroman. Lange Zeit schleppt sich die Handlung eher muehsam dahin, ehe es auf den letzten siebzig, achtzig Seiten richtig spannend wird und am Ende von Ellery Queen eine unglaubliche, faszinierende Loesung des Falles praesentiert wird, die einen erschauern laesst. Doch da dem Detektiv die richtige Loesung zu spaet einfaellt, ordnet er selbst den Fall als sein groesstes Versagen ein und meint, nie wieder einen Fall uebernehmen zu koennen - ein Vorsatz, an den sich sein Autorenduo dann doch nicht gehalten hat...
Insgesamt ein untypischer, aber sehr lesenswerter Krimi, der 1971 von Claude Chabrol mit Starbesetzung (Orson Welles, Anthony Perkins) verfilmt wurde.
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