Kreuzfahrt ins Ungewisse von Elizabeth Peters

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 unter dem Titel Night train to Memphis, deutsche Ausgabe erstmals 1996 bei Econ.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / München, 1970 - 1989.

  • New York: Warner Books, 1994 unter dem Titel Night train to Memphis. ISBN: 0446515868. 353 Seiten.
  • Düsseldorf: Econ, 1996. Übersetzt von Karin Dufner. ISBN: 3-612-27226-8. 407 Seiten.
  • München: Ullstein, 2003. Übersetzt von Karin Dufner. ISBN: 3-548-25767-4. 407 Seiten.

'Kreuzfahrt ins Ungewisse' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Vicky Bliss, stellvertretende Direktorin am bayrischen Nationalmuseum, wird mit einem ungewöhnlichen Auftrag betraut. Ein alter Bekannter der Münchner Polizei bittet sie um ihre Hilfe bei der Überführung eines Kunstdiebes. Der Mann, dessen Identität unbekannt ist, soll auf dem Weg zu dem vermeintlichen Einbruch an einer Kreuzfahrt auf dem Nil teilnehmen. Ohne zu zögern macht sich Vicky Bliss zu der Traumreise nach Ägypten auf, doch schon bald ahnt sie, daß sie sich auf ein höchst gefährliches Abenteuer eingealssen hat. Ein Mitglied der Schiffscrew wird brutal ermordet und der Mann den die Polizei verdächtigt, scheint ein berüchtigter Meisterdieb zu sein – mit dem Vicky eine Affäre hatte.

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tassieteufel zu »Elizabeth Peters: Kreuzfahrt ins Ungewisse« 25.08.2010
Vicky Bliss bekommt mal wieder einen ungewöhnlichen Auftrag, auf einer luxuriösen Nilkreuzfahrt soll sie bei der Überführung eines Kunstdiebes helfen, der plant, das Kairoer Nationalmuseum auszurauben. Durch frühere Aktivitäten ist Vicky mit einigen einschlägigen Ganoven bekannt, so daß die Polizei davon ausgeht, daß Vicky den potenziellen Dieb ausfindig machen
kann. Vicky Bliss macht sich zunächst nur wiederwillig auf den Weg, soll sie sich doch an Bord als Expertin für islamische Kunst ausgeben. Doch auf dem Schiff erwartet sie eine weitere unangenehme Überraschung, ihr Freund John, der schon einige Zeit nichts von sich hören ließ, ist ebenfalls an Bord, in Begleitung seiner frisch angetrauten Braut. Dann taucht auch noch ihr liebenswerter, doch auch sehr nervtötender Chef Anton Schmidt auf und als ein Mord geschieht, ist Vicky mal wieder mitten drin im Geschehen krimineller Machenschaften.

Nach dem wirklich enttäuschenden Vorgänger glänzt nun der 5. Teil der Vicky Bliss Reihe wieder durch gewohnte Qualität (ich bin jetzt wirklich zu dem Schluß gekommen, das "Der versunkene Schatz" einfach grottenschlecht und lieblos übersetzt und gnadenlos gekürzt wurde, denn auch in diesem Buch wird ab und an auf Ereignisse aus dem Vorgänger verwiesen, die in der deutschen Fassung des versunkenen Schatzes gar nicht vorkommen). Elizabeth Peters Schreibstil ist witzig und humorvoll und viele Szenen bringen einen zum Schmunzeln. Besonders die Dialoge und Wortwechsel zwischen Vicky und John sind teilweise urkomisch u. auch Vickys romantisch veranlagter Chef Anton Schmidt, der sich für einen Superspion hält und eine Vorliebe für bizarre Verkleidungen hat, strapziert die Lachmuskeln.
Die Geschichte ist durchweg spannend und geschickt konstruiert, nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und es gibt genug Wendungen um dem Geschehen immer wieder ein neue
Richtung zu geben. So ganz logisch ist es zwar nicht, warum ausgerechnet Vicky den Kunstdieb entlarven soll, aber irgendwie muß sie ja auf das Schiff und als Aufhänger für die folgenden kriminellen und amurösen Verwicklungen kann man da durchaus ein Auge zudrücken.

Fazit: bis jetzt der beste Teil der Vicky Bliss Reihe, witzig geschrieben mit viel Situationskomik und locker-leichten Dialogen, bietet das Buch volles Lesevergnügen. Der Plot ist geschickt konstruiert und spannend, nichts ist so wie es zuerst erscheint und das Ende ist auch eine runde Sache!
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