Im Tal der Sphinx von Elizabeth Peters

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1986 unter dem Titel Lion in the Valley, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Ägypten, 1890 - 1909.

  • New York: Atheneum, 1986 unter dem Titel Lion in the Valley. 291 Seiten.
  • München: Heyne, 1989 Entführung aus Leidenschaft. Übersetzt von Ingeborg Salm-Beckgerd. ISBN: 3-453-03053-2. 429 Seiten.
  • München: Econ & List, 1998. Übersetzt von Beate Darius. ISBN: 3-612-27567-4. 399 Seiten.
  • München: Ullstein, 2000. Übersetzt von Beate Darius. ISBN: 3-548-24957-4. 429 Seiten.

'Im Tal der Sphinx' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Im Tal der Sphinx treibt der berüchtigte Dämon Sethos sein Unwesen. Auch Amelia Peabody, Archäologin und überaus abebteuerlustige Hobbydetektivin, befindet sich mit ihrer Familie gerade in Ägypten auf Ausgrabungstour. Als jedoch ihr kleiner Sohn Ramses in letzter Minute vor grausamen Kidnappern gerettet werden kann, gilt Amelias Interesse nur noch ihrer eigenen Sicherheit. Steht etwa der mysteriöse Sethos, der schon bald als Kopf eines Antiquitätenschmugglerrings enttarnt wird, hinter der Entführung ihres Sohnes? Ein weiters, höchst spannendes und erfrischendes Abenteuer aus dem Ägypten des 19. Jahrhunderts von der Meisterin des historischen Kriminalromans.

Das meint Krimi-Couch.de: »Viel guter Wille vor interessanter Kulisse« 25°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Ägypten im Herbst des Jahres 1895. Unter den vielen ausländischen Ärchäologen, die das uralte Land der Pharaonen erforschen (oder heimsuchen), finden wir das Ehepaar Radcliffe und Amelia (Peabody) Emerson. Sie zieht es ins Gräberfeld von Dahschur, wo vor mehr als 4500 Jahren der König Snofru zwei Pyramiden errichten ließ. Schon im Vorjahr war das Ehepaar im benachbarten Mazghuna aktiv gewesen und dabei auf die kriminellen Machenschaften eines Mannes gestoßen, der die Grabanlagen systematisch plündern ließ. Die Emersons hatten dem nur als »Sethos« bekannten Räuberhauptmann dessen Beute abjagen können; er selbst war unter bitteren Racheschwüren entkommen. Fast wäre es ihm noch gelungen, seine Bezwinger in eine tödliche Falle zu locken, aus der sie erst in letzter Sekunde Walter, der damals siebenjährige, von aller Welt nur »Ramses« gerufene Sohn der Emersons, befreien konnte (vgl. »The Mummy Case«, dt. »Der Mumienschrein«).

Amelia, die sich auch als Amateur-Detektivin betätigt, ist auf der Hut, als nun die neue Grabungssaison beginnt. Ihr Misstrauen scheint berechtigt, als die Emersons noch in Kairo den Gauner Kalenischeff treffen, der im Vorjahr Sethos als rechte Hand diente, sich später allerdings lieber aus dem Staub machte, als dessen Verbrecherimperium zu wanken begann. Nun nennt er sich »Prinz Kalenischeff« und bemüht sich als Reisebegleiter um die junge Enid Debenham, die einzige Tochter des just verstorbenen Barons Piccadilly. Natürlich hat er es auf ihr Millionenerbe abgesehen, wie ihm Amelia auf den Kopf zusagt. Als kurz darauf ein Versuch knapp scheitert, Sohn Ramses zu entführen, weist sie die Schuld allerdings dem neuerlich aktiven Sethos zu. Ihre Überzeugung wächst, als Kalenischeff erdolcht in Miss Debenhams Hotelzimmer gefunden wird; offenbar hat sich sein Meister gerächt. Die Polizei verdächtigt allerdings Enid, zumal diese spurlos verschwunden ist.

Die Emersons reisen nach Dahschur ab. Begleitet werden sie von dem geheimnisvollen jungen Mann, der die Entführung des Sohnes vereitelt hatte. »Nemo« nennt er sich und ist scheinbar ein seiner Stellung und Ehre verlustig gegangener, dem Opium verfallener Landsmann. Amelia fragt sich jedoch, ob sie es hier womöglich mit Sethos selbst in einer seiner vielen genialen Masken zu tun hat. In Dahschur taucht wenig später Enid Debenham auf, die sich hier vor der Polizei verbirgt. Amelia will ihr helfen und nimmt wieder in Kairo ihre Ermittlungen auf. Ein unerwarteter Verbündeter stellt sich ihr vor: Tobias Gregson, der englische Meisterdetektiv, will ebenfalls Sethos das Handwerk legen. Jede Hilfe ist willkommen, denn nun beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Mordanschlägen auf Enid, »Nemo«, Amelia und Ramses folgt die Entführung der Amateurdetektivin durch den schurkischen Sethos, der mit einer ganz besonders perfiden Überraschung aufwarten kann …

»Im Tal der Sphinx« ist ein märchenähnlicher Mystery-Thriller, der sich primär an ein weibliches Publikum richtet. Recht notdürftig als historischer Kriminalroman getarnt, kann er sein eigentliches Anliegen nicht verbergen: Erzählt wird vor allem eine (leidlich spannende) Geschichte aus dem Leben einer patenten Frau und frühen Feministin, die in ihrer Welt, bevölkert von romantischen, bösewichtigen, tölpelhaften und ulkigen Männern, den Durchblick behält und alle anstehenden Probleme mit Herz und Köpfchen – die Reihenfolge ist wichtig – löst. Diese bestehen meist aus zwischenmenschlichen Problemen, wie sie uns in den Tränendrüsendrücker-»Weltpremieren« des deutschen Privatfernsehens (»Wenn wir uns nur haben – Die Klofrau & der Kardinal«) präsentiert werden.

Elizabeth Peters, geboren 1927 in Canton im US-Staat Illinois, kennt sich im Herz- Schmerz-Sektor aus. Unter diversen Pseudonymen, von denen »Barbara Michaels« das bekannteste sein dürfte, produziert sie seit mehr als drei Jahrzehnten entsprechende Schwarten – mehr als fünfzig inzwischen – für ihre Leserinnen, denen sie auf unterhaltsame Weise vor Augen führt, dass es durchaus möglich ist, ein tolles Leben als Karrierefrau u n d begehrenswerte Geliebte u n d Mutter zu führen – auf dem Papier jedenfalls. Die Realität sieht meist etwas anders aus, was Peters/Michaels & Co. ein sicheres Auskommen sichert. Männer träumen von Abenteuer und Action, Frauen von milder Spannung und Romantik: Das ist die Prämisse, die den Mystery-Thriller prägt, der sich ansonsten einen feuchten Kehricht um die Gleichberechtigung schert. Für ein paar Stunden flieht auch die moderne Frau gern in eine Welt, in der Mr. Right sie buchstäblich auf Händen trägt und ansonsten tut, wie ihm von ihr geheißen wird.

Und so ist auch das Ägypten des 19. Jahrhunderts, das Elizabeth Peters scheinbar wiedererstehen lässt, nichts als die Projektionsfläche für eine Geschichte, die unentschlossen zwischen vordergründig großen Gefühlen und einer Krimi-Handlung auf Kamillentee-Niveau voranschlingert. Das ist schade, da Peters – die übrigens auch nicht Barbara Michaels, sondern Mertz heißt und studierte Ägyptologin mit entsprechendem Doktortitel ist – sichtlich Ahnung hat von der Welt, in die sie ihre Figuren platziert.

Die haben es allerdings in sich, denn ihr Denken, Tun und vor allem Reden lassen selbst die geduldigsten Leser rasch vor Frustration und Ärger aufstöhnen. Was Peters plante, ist ein Unterhaltungsroman mit nostalgischer Patina, der Spannung und Humor etwa wie in den beiden »Mumien«-Blockbustern, aber natürlich grusel- und gewaltfrei, mischt. Insofern ist eine gewisse Überzeichnung der Charaktere zulässig. Doch Peters ist keine wirklich gute, sondern nur eine schnelle Autorin. Das erklärt, wieso »Im Tal der Sphinx« (wie übrigens alle Amelia Peabody-Romane) ständig gnadenlos abrutscht in einen Sumpf klebrigen Klamauks, der die gesamte Darstellerriege nur als groteske Karikaturen entkommen lässt.

Amelia Peabody ist die Identifikationsfigur für die weiblichen Leser. Ihr inkohärentes Wesen verrät die Schwierigkeiten, die ihre Geburt begleiteten: Wie kann eine selbstständige, freigeistige Frauengestalt in einer historischen Epoche verankert werden, die ihre weiblichen Bürger nur als Ergänzung des Ehemanns oder Vaters zur Kenntnis nahm? Obwohl man die theatralischen Händering-Thriller der Anne Perry ansonsten tunlichst meiden sollte, vermitteln sie immerhin einen realistischeren Eindruck vom Alltag der viktorianischen Frau, der meilenweit entfernt ist vom fröhlichen Suffragettentum der Amelia Peabody. Da man den Leserinnen heute nicht mehr mit einer passiven Heldin kommen darf, muss Peters mit einigen Tricks arbeiten, um eine Figur zu konstruieren, die aktiv die Handlung bestimmt, auch wenn diese dadurch etwa so authentisch wie Schneewittchens Schwiegermutter wirkt.

Und wie macht man das? Richtig – indem man das intellektuelle Niveau der übrigen Mitspieler so weit absenkt, bis die Heldin sie endlich überragt. Folgerichtig sitzen zwar auch in Amelias Welt die Männer an den Schalthebeln der Macht, doch es sind die Frauen, die ihnen sagen, wann sie diese zu drücken haben. Amelias geliebter Emerson ist der ideale Vertreter seiner Art: Klug ist er und angesehen, dazu liebe- und rücksichtsvoll, der perfekte Liebhaber, Ehemann und Vater – und trotzdem nur ein ungehobelter Tropf, der ein armseliges, unerfülltes Leben führen musste, bis ihn besagte Amelia erhörte und ihm fürderhin sagte, wann er zu essen, sich zu waschen oder den guten Tweedanzug anzuziehen hatte. Auch das Denken übernimmt in dieser Ehe lieber die Frau, da Emerson bezüglich der praktischen und wirklich zählenden Dinge des Lebens – Kindererziehung, Hygiene, gesellschaftliche Etikette usw. – wie alle Männer auf dem Niveau seines achtjährigen Sohnes steckengeblieben ist. Daraus resultiert ein Weltbild, wie wir es aus dem Werbefernsehen kennen: Vor den grinsenden Kindern bemüht sich der vorgebliche Herr des Hauses mit komisch verzerrtem Gesicht, einen Staubsauger/ein Handy/einen Gurkenhobel in Gang zu setzen, bis endlich die Gattin nachsichtig-liebevoll lächelnd naht und mit wenigen Handgriffen das störrische Gerät in Gang setzt. So sieht denn auch der Traumprinz à la Peters aus: ein bisschen dumm, aber lieb, leicht zu kontrollieren und froh über eine lenkende Hand.

Schwierig ist die Beantwortung der Frage, wie Sohn Ramses in dieses brachialharmonische Gefüge passt. Er ist nämlich eine Heimsuchung, die jeden Leser zur Verzweiflung treiben müsste: ein unerträglich altkluges Wunderkind, das entweder die Handlung mit gänzlich unkomischen Streichen ins Stolpern bringt oder wider alle Wahrscheinlichkeit seine ihm in wahrhaftiger Affenliebe zugetanen Eltern aus allerlei bizarren Todesfallen rettet, die jeder altägyptische Pharao in seinen Grabkammern zu installieren pflegte, wie uns Hollywood gelehrt hat.

Während das kitschige Dreigestirn aus Mutter, Sohn und Vater (in dieser Reihenfolge) ausgiebig um sich selbst kreist und Autorin Peters viele, viele Seiten mit stets denselben Episoden eines gar erfrischend unorthodoxen, glücklichen Familienlebens füllt, bleibt die eigentliche Kriminalhandlung meist nur ein Versprechen. Es ist anzunehmen, dass Peters den Tonfall einschlägiger Abenteuerkomödien wie »Jäger des verlorenen Schatzes« treffen möchte. Die völlig überzogene Figur des kühnen »Meisterdiebes« oder die grotesk übertriebenen Gefühlsaufwallungen aller Beteiligten weisen in diese Richtung; sie beschwören gleichzeitig den naiven Charme der »Penny Dreadfuls« – der reißerischen Groschenhefte, die zur Zeit der Amelia Peabody in England ein Millionenpublikum fanden – oder des frühen Stummfilms herauf, gibt aber statt dessen die Geschichte endgültig der Lächerlichkeit preis, weil die Autorin sich nie zwischen Ernst und Parodie entscheiden kann und mit letzterer ohnehin überfordert ist. So kommt es, dass die schurkische Überlebensgröße des Meisterdiebes (offenbar eine Hommage an Arthur Conan Doyles Professor Moriarty) stets nur behauptet, aber von Peters nie unter Beweis gestellt wird, so dass man sich schon über ihn lustig macht, bevor er überhaupt auftritt und dann in seiner Rolle ebenso überzeugend wirkt wie Disneys Panzerknacker.

Den gesichtslosen Hintergrundchor dieses Trauerspiels bildet nach bewährtem Muster die einheimische Bevölkerung, die in dankbarer Unterwürfigkeit ihren weißen Herren den Arsch hinterherträgt, solange man ihr manchmal den Kopf tätschelt, und ansonsten für Heiterkeit sorgt, wenn ihr kindlicher Aberglaube sie wieder einmal in wilder Flucht vor eingebildeten »bösen Geistern« davonstieben lässt.

Das Finale kommt abrupt, und es ist ebenso peinlich wie lächerlich, wo es wiederum witzig sein soll. Die Auflösung des verworrenen Plots wird an den Haaren herbeigezogen und lässt des Lesers Ärger über vergeudete Zeit und verschleudertes Geld in folgendem Fazit münden: »Im Tal der Sphinx« ist triviale, auf den größten gemeinsamen Nenner nivellierte, d. h. schamlos auf den Massengeschmack harmoniesüchtiger Leser(innen) zugeschnittene Unterhaltung; Pseudo-Krimis sind es also, die Barbara Mertz in ihren vielen Schriftsteller- Inkarnationen liefert – ein gewaltiger Markt, den sie zuverlässig mit immer neuen, doch formal wie inhaltlich auswechselbaren Titeln beschickt; kein Wunder, dass sie überaus erfolgreich ist, auch in Deutschland, wo ihre Titel stets neu aufgelegt werden. Dem wahren Krimifreund sei jedoch geraten, lieber noch einmal Agatha Christies Tod auf dem Nil zu lesen, der in jeder altmodischen Zeile mehr ägyptisches Flair verströmt als die allzu zahlreichen Abenteuer der Amelie Peabody.

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Isis87 zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 09.10.2010
Ich war beim lesen der Kritik sehr überrascht und auch ein wenig verärgert. Meiner Meinung nach sind die Amelia Peabody Romane sehr gut recherchiert und man kann sich in die damalige Zeit hineinversetzen. Gerade die Art von Amelia und ihrer ganzen Familie geben dieser Reihe die gewisse Würze. Ich habe mich bei fast allen Bänden der Reihe köstlich amüsiert und auch der "Fall der Woche" ist gut durchdacht. Natürlich muss man bei der ein oder andren Sache durchaus schmunzeln, hat das ganze doch etwas Unrealistisches an sich, aber trotzdem habe ich mich nie wirklich gelangweilt, wenn ich eins der Bücher gelesen habe.

Was den Meisterverbrecher anbelangt. Ich finde damit hat Elizabeth Peters eine Figur geschaffen, die unsere Hauptprotagonisten hervorragend als Gegenspieler ergänzt und mit seiner Art für einige sehr humorvolle Situationen verantwortlich ist. Wenn man die Reihe weiter verfolgt, erkennt man auch, dass sich die Autorin dabei durchaus was gedacht hat. Taucht er doch immer mal wieder auf und er trägt ein Geheimnis mit sich, das sich erst im Laufe der Romane abzeichnet.

Der hier kritisierte Roman muss auch mit einem Blick auf das Erscheinungsjahr gesehen werden. Er hat mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel. Das man die Darstellung der einzelnen Protagonisten vll nicht mit denen in den heutigen Krimis vergleichen kann ist ja wohl klar. Zieht man auch noch in Betracht, dass der erste Band der Reihe in den 70ern geschrieben wurde, kann man noch weniger die Maßstäbe der heutigen Romane ansetzen.

Ich persönlich kann nur sagen,dass ich sehnsüchtig auf die Taschenbuchausgabe der neusten Abenteuer von Amelia Peabody und der ganzen Emerson Familie warte. Mich unterhalten die Bücher immer wieder aufs neue und ich kann nur jedem raten sich selbst eine Meinung zu bilden.
Katya zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 14.06.2010
Ich habe obige Mängel als bewusste Ironie verstanden.
Entweder hat man denselben Humor oder nicht, die ersten Pratchett-Bücher sind für mich die schlechtesten, während einige Leute sie als die Besen und witzigsten empfinden.
That's life.

Der englische Titel "Lion in the Valley" passt besser als der deutsche, er kommt aus der Inschrift der Kadesh-Schlacht. Wie die in der Reihe folgenden Titel haben die englischen Originaltitel einen direkten Bezug zur ägyptischen Mythologie oder Geschichte.
E.C.rieser zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 02.02.2010
Wie das Leben so spielt. Die obige Kritik kann nur von einem Mann verfaßt worden sein. Für mich ist die komplette Buchreihe unterhaltsam, so ein wenig Miss Marple und Indiana Jones, gerade die richtige Entspannung vom Alltagsstress, mit viel Humor und Witz.
Ich bin jedenfalls froh, dass mir meine Zahnärztin die komplette Buchreihe empfohlen hat.
Und: Geschmäcker sind verschieden, aber hier habe ich eines meiner Leibgerichte endeckt;-)P.S.: Warte sehnsüchtig auf die Neuauflagen von Verloren in der Wüstenstadt, Der Ring der Pharaonin und Die Schlange, das Krokodil und der Tod, um meine Sammlung zu komplettieren
H. Poirot zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 18.09.2007
Dir Kritik vom Verfasser trifft in einigen Passagen druchaus zu. Ich möchte jedoch betonen, dass E. Peters Anliegen wahrscheinlich mittlerweile doch eher auf die familiendynamischen Beziehungen konzentriert, als auf einen hoch stilisierten, wohl durchdachten Kriminalroman mit den entsprechenden Finessen. Die Autorin ist eine Frau und als solche beschreibt und schreibt sie die Romane. Zudem muss man ihr einfach zugestehen, dass sie in einer vollkommen anderen Wechselbeziehung zu verschiedenen Sichtweisen, insebsondere der der, wie es H. Drewniok ausdrückte, klugen, aber dennoch vollkommen aufgeschmissenen Männer, steht, als das heute für Menschen jüngerer Jahrgänge nachvollziehbar ist. Wie anders hätte sie sich emanzipizieren sollen? Wenn nicht durch eine sanfte, aber bestimmende Darstellung eines Typus, der Mutter, Frau, Geliebte UND selbstbestimmte Frau vereint und keinerlei Widersprüche zulässt? Fürwahr eine Traumvorstellung, aber eine, von der man durchaus lernen kann!
Der Meisterdieb muss als überlebensgroßer Schurke dargestellt werden; immerhin ist E. Peters Amerikanerin. Die Serie brauchte einen eue Würze und die hatte sie (die Autorin) in dem Meisterdieb gefunden. Zudem hat E. Peters einen unverkennbaren Schreibstil entwickelt, der nicht zuletzt durch seine wunderbaren skurillen und herrlich chaotischen Charaktere geprägt wird.
Mein Fazit lautet, dass das Buch lesenwert ist. Es hat seine humoristischen, feministischen, kriminalistischen und romantischen Seiten. Und vielleicht sollten sich auch Männer einmal an das Buch herantrauen, möglicherweise lernten sie davon eine ganze Menge!
Emily306 zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 21.08.2007
Dafür, das er das Buch so schlecht findet, hat sich Herr Drewniok aber ganz schön ausgelassen .
Natürlich sind die Bücher von E. Peters keine intellektuelle Herausforderung, aber ich find sie goldig und unterhaltsam.
GraceKelly zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 18.06.2006
Eine solche Kritik haben weder die Serie noch Elizabeth Peters verdient. Darüber hinaus ist sie an manchen Punkten schlichweg falsch, da Amelia sich keineswegs als "Herrin" über eine Horde Figuren mit dem Intellekt unterentwickelter Geschöpfe stellt.
Über die Realität lässt sich streiten, dies trifft jedoch auf viele Romane zu und es war gerade der "hollywoodartige" Schurke, dessen Beschreibung mit Zeichnungen des Professor Moriarty nicht übereinstimmen, der in dieser Geschichte für Witz gesorgt hat (neben Ramses selbstverständlich, der die gesamte Besetzung wie immer nach Kräften aufmischt). Wie bei den anderen Büchern dieser Serie habe ich auch bei der Lektüre dieses Romans schmunzeln können. Ein gelungener, witziger Abenteuerkrimi mit spannendem Ende, der nicht zuletzt durch die Emersons herzerfrischend aufgelockert wird.
Janice Morgan zu »Elizabeth Peters: Im Tal der Sphinx« 26.12.2004
Als ich die obige Kritik gelesen hatte, war ich doch sehr verärgert. Dieses Buch hat mit Sicherheit keinen verworrenen Plot und ist auch kein bißchen langweilig. Die Charaktere sind einfach herrlich - besonders wenn man an den vorlauten 8-jährigen Ramses denkt - und die Handlung ist spannung und gut erzählt. Das Buch ist absolut empfelenswert und nicht nur für Ägypten-Fans ein Muss!
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