Undank ist der Väter Lohn von Elizabeth George

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel In Pursuit of the Proper Sinner, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Blanvalet.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 10 der Thomas-Lynley-und-Barbara-Havers-Serie.

  • New York: Bantam, 1999 unter dem Titel In Pursuit of the Proper Sinner. ISBN: 0553102354. 596 Seiten.
  • München: Blanvalet, 1999. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-7645-0009-3. 728 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-44982-0. 728 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-05494-X. 728 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-45495-6. 728 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: BMG Wort, 2000. Gesprochen von Karl Menrad. ISBN: 3898300706. 5 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2006. Gesprochen von Karl Menrad. ISBN: 3866042191. 5 CDs.

'Undank ist der Väter Lohn' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der Selbstmord eines berühmten Londoner Komponisten und die Leichen zweier junger Menschen in einem Moor in Derbyshire sind eine harte Nuss für Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers. Zumal ihre Zusammenarbeit nicht gerade problemlos verläuft. Wegen Befehlsmissachtung degradiert, stürzt Havers in eine berufliche und menschliche Krise. Sie ermittelt auf eigene Faust, liefert einen Mörder und mehr als einen Schuldigen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Prickelnde Spannung« 81°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Am Abend seines großen Triumphes, der Uraufführung seines neuesten Musicals, erschießt sich David King-Ryder scheinbar grundlos.

Unabhängig davon werden einige Zeit später in einem Moor in Derbyshire die Leichen zweier ermordeter junger Menschen gefunden. Ein junger Mann und Nicola Maiden, die Tochter von Andy Maiden, der lange Jahre verdeckter Ermittler bei Scotland Yard war. Er bittet darum, dass Thomas Lynley die Untersuchungen übernehmen soll.

Lynley bricht sofort auf, jedoch ohne seine übliche Partnerin Barbara Heavers, die wegen der Vorfälle im vorigen Roman degradiert wurde. Stärker als diese Tatsache belastet Barbara jedoch das gestörte Vertrauen zu Lynley, von dem sie Verständnis erwartet hatte. Sie erhält später die Möglichkeit, von London aus an dem Fall mitzuarbeiten, wobei sie jedoch wieder eigenmächtig handelt.

Lynley glaubt an einen Racheakt an Andy Maiden. Sergeant Heavers jedoch ermittelt auf eigene Faust in eine andere Richtung. Nach und nach findet das Ermittlerteam heraus, dass Nicola in London auch noch ein anderes Leben geführt haben muß. Und Barbara stösst schließlich bei ihren Ermittlungen auch auf den Namen King-Ryder.

Und am Ende steht für alle die bittere Erkenntnis, dass Worte mindestens ein Leben hätten retten können …

Elizabeth George fesselt ihre Leser nicht nur durch prickelnde Spannung, ebenso faszinierend sind ihre einfühlsamen detaillierten Charakterbeschreibungen der einzelnen Figuren. Dadurch werden die unterschiedlichsten Beweggründe der handelnden Personen in diesem raffiniertem Kriminalfall verdeutlicht und nachvollziehbar gemacht. Elizabeth George schafft es, das volle Interesse der Leser bis zur Auflösung der drei Morde wachzuhalten.

Aber neben dem spannend geschriebenen Kriminalfall ist es auch ein Buch über Freundschaft – und über Pflichtbewußtsein und die Befolgung von Dienstvorschriften. Es gab eine ganze Menge Menschen, die ein Motiv für den Mord hatten. Jeder hat etwas zu verbergen, zeigt nach und nach seine dunklen Seiten. Und jedes dieser Motive wird ausführlich geschildert.

Wie so oft arbeiten die deutschen Verleger bei den Romanen von Elizabeth George mit dem Trick, durch eine Titeländerung Verkaufserfolge zu erzielen. Entgegen den englischen Titeln, bei denen das nur teilweise zutrifft, stammen alle deutschen Titel aus der Bibel oder sind daran angelehnt.

Und wer das Genre des in sich abgeschlossenen Fortsetzungs-Kriminalromans liebt, dem seien außer den Lynley-Romanen die Wallander-Bücher von Henning Mankell empfohlen.

Ihre Meinung zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn«

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Klaus zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 04.11.2012
Zack, das war mein 2.Urlaubsbuch.Und das war das bessere :-) Endlich ein schnörkeloser, ganz "normaler" Kriminalfall, der gut durchdacht und detailliert geschrieben wurde. Ich bin Erstleser dieser Reihe, und das stört überhaupt nicht. Man braucht Lynley und Havers nicht zu kennen um mit diesem Roman zurecht zu kommen. Bis zum Schluss irrt der Inspector auf Irrwegen, während seine in Ungnade gefallene Gehilfin den Fall (fast) im Alleingang aufklärt.Das könnte der Start für mich gewesen sein, weitere Romane dieser Reihe zu lesen. Und nur für Frauen sind diese Bücher wohl auch nicht gedacht. Mir hat´s gefallen :-)
hades01 zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 30.06.2011
Anfangs hatte ich etwas Bedenken, dass der Titel des Buches den Täter verraten würde, aber dem war nicht gerechtfertigt. Eher wird man auf eine falsche Spur geführt. Verschiedenen Geschichten, die sich am Ende zu einem Ganzen fügen. Was mir besonders gefallen hat, war der Alleingang von Barbara Havers, die durch die Unterdrückung von Lynley nur noch symphatischer erscheint. Eines der besseren Bücher von George.
sabrina13582 zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 09.04.2009
Der zehnte Fall von Inspector Lynley. Ein Meisterwerk ist dieses Buch zwar nicht aber es ist trotzdem lesenswert. Die Spannung ebt leider ab circa der Mitte etwas ab, aber bis dahin ist es echt sehr spannend geschrieben. Wie man es von Elizabeth George schon kennt werden alle Personen sehr ausführlich und gut charakterisiert. Auch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Lynley und Havers werden mehr als ausführlich beschrieben. Fast jeder wird hier Verdächtigt und wenn man meint, aha jetzt weiß ich genau wer der Mörder ist, kommt wieder eine neue Erkenntnis und man zweifelt wieder!!! Das mag ich so sehr an Elizabeth George, diese Überraschungen und dieses Im Kreis drehen bei der Mördersuche!!!
Bl4ck-Widow zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 26.02.2009
Ein Selbsmord und zwei Morde! ... Wie hängt das zusammen? Ein Rätsel vor dem auch Inspector Lynley steht, vor allem dadurch das seine Zusammenarbeit mit seiner Kollegin Barbara Havers nicht mehr ganz so optimal verläuft. Im Prinzip ermitteln beide in ihre eigenen Richtungen und beide haben auf beruflicher Ebene wie auf privater Ebene eine schwere Nuss zu knacken. Elizabeth George liefert viele Opfer, die auch Täter sein können und erst nach und nach kristalisiert sich heraus was sich wirklich zugetragen hat. Barbara Havers ist es die mit Hilfe ihrer unkonventionellen Methoden dem Mörder dichter auf die Spur rückt und doch bleibt die Frage offen: Hätte man durch mehr Kommunikation ein weiteren Mord verhindern können ?

Viele Protagonisten spielen in dem Buch eine Rolle, mal mehr mal weniger wichtig, doch E.G. spielt gekonnt mit ihnen mal sind es Opfer, mal sind es Täter, doch der richtig Dreck am Stecken hat auf dem kommt man nicht so schnell. Wünsche Viel Spaß beim Lesen.
Bibi Heckel zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 03.09.2008
Mein erster Elisabeth George-Roman. Ich bin total begeistert; hab ihn fast in einem Zug durchgelesen. Jetzt werd ich mir noch die anderen "Teile" besorgen, um Lynley & Havers weiter beizustehen.

Ich kann mich den Vorschreibern nicht anschliessen, die diese Buch schlecht fanden. Gut, ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen George-Romanen, aber da ich fast ausschließlich Krimis/Thriller, kann ich mir doch ein Urteil bilden. Also ich war jedenfalls hin und weg - Spannung pur, und auf den Mörder wär ich nicht gekommen.
ChrissiW zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 22.04.2008
Der beste Elizabeth George-Roman von allen! Ich war regelrecht süchtig nach dem Buch und richtig traurig, als es zu Ende war. Wahnsinn, was sich die Autorin so einfallen lässt und vorallem, wie sie es erzählt!

Die einzigen, die mich in den meisten Büchern der Lynley-Reihe nerven sind Deborah und Helen. Diese Frauen sind wirklich unerträglich, da bin ich der gleichen Meinung wie manch anderer hier. Deborah, die sich ständig unnütz fühlt, nervt höllisch. Diese Frauenfigur ist für jede Frau, die fest im Leben steht, schier ein Albtraum! Aber, obwohl das fast nicht möglich ist, ist Helen noch nerviger mit ihrer ewigen Zweifelei und ihren "Problemchen". Die Idee, die Frauen in die Ermittlungen einzubeziehen, finde ich im Grunde gut. Leider sind diese zwei Frauenfiguren aber voll daneben geraten.

Dafür ist Havers absolut klasse. Vielleicht wird ihr von E.G. auch irgendwann mal wenigstens ein Flirt gegönnt. Wäre der Ärmsten ja mal vergönnt. ;-)
Paula zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 07.08.2007
Dieses Buch ist einfach Klasse!!!

Wer mich nervlich total geschafft hat, war Lynley in seiner rechthaberischen Art Barbara zurückzupfeifen, als wäre sie eine Anfängerin - aber es ist, wie ich es im Prinzip immer erwartet habe, im entscheidenen Fall ist Lynley der illoyalste Typ auf Erden - auch wenn Barbara vorher alles andere als illoyal war... -
Aber letztendlich ist es mal wieder Barbara die Recht behält...
Legende zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 04.06.2007
Elizabeth George schreibt nicht einfach Krimis, sie zelebriert gehobene Literatur. Das wird erst wieder deutlich, wenn man sich z.B. eine Mary Higgins Clark antut ( nur ein Beispiel). Literatur, Weltliteratur- dazu sind im Genre Kriminalroman E. Gs. Romane ohne Übertreibung zuzuordnen- lebt von der Breite, von der Tiefe der Charaktere, auch von Längen, nicht von hingeworfenen Leichen.
Ich jedenfalls genieße E.G. als zurzeit größte Kriminalautorin.
barbara zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 02.04.2007
Ich habe das Buch sehr genossen! Wie immer bei E.G. sind die Orte und die Atmosphäre, die dort herrscht, gut beschrieben.

Ich mache mir ein virtuelles Kaminfeuer im PC an und genieße das typlisch-englische Lebensgefühl und die interessanten Charaktere.

Über Linley habe ich mich waaaaahnsinnig aufgeregt, und natürlich habe ich mich mit meiner Namensvetterin gefreut, als sie doch Recht hatte.

Was mich nervt sind die "Anhängsel" Deborah (In "wer die Wahrheit sucht" wird sie un-er-träglich!) und Helen.
Emma zu »Elizabeth George: Undank ist der Väter Lohn« 05.01.2007
Nicht ihr bestes Buch. Eigentlich ist Barbara ziemlich schnell auf den Mörder gekommen. cih meine ihre Ermittlungsarbeit war sehr schnell. Helen hat mich etwas genervt. wenn sie mit ihren Entscheidungen nicht leben kann dann hat sie ein grundlegendes Problem. Ihre aussagein der szene als sie Denton zu Harrods geschickt hat, habe ich nicht verstanden. Am Anfang der Reihe hatte ich noch sympatien für sie aber jetzt hat sich das geändert. Diese Frau mit ihrem ewigen Hin und her.
Deborah habe ich immer merh ins Herz geschlossen. Am Anfang hatte ich keien sympatien für sie aber mitlerweile frue ich mich immer wenn sie auftritt.
Jetzt aber wieder zum eigenlochen Geschehen: Über Lynley habe ich mcih das ganze Buche nur geärgert. So ein Idiot... In "Im Angesicht des Feindes" hat er gemeckert weil -seiner Meinung nach- hellen, St.James und Deborah schuld am Tod der kleinen Charlotte waren. jetzt hat barbara das Kind gerettet und er ist damit auch nicht einverstanden. Er hat die Gefar übersehn in der Hadiyyah war. Er hat sich zu sehr von dem Ausgfang leiten lassen. Wenigstens hat er das noch eingesehn.
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