Bedenke, was du tust von Elizabeth George

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 unter dem Titel A Banquet of Consequences: A Lynley Novel , deutsche Ausgabe erstmals 2015 bei Goldmann.
Folge 19 der Thomas-Lynley-und-Barbara-Havers-Serie.

  • New York: Viking, 2015 unter dem Titel A Banquet of Consequences: A Lynley Novel . 704 Seiten.
  • München: Goldmann, 2015. Übersetzt von Charlotte Breuer, Norbert Möllemann und Marion Matheis. ISBN: 978-3-442-31372-3. 704 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2015. Gesprochen von Stefan Wilkening. ungekürzte Lesung. ISBN: 384451922X. 3 CDs.

'Bedenke, was du tust' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Inspector Lynley und Barbara Havers auf der Spureines mysteriösen Giftmords …Barbara Havers folgt am liebsten ihrem Instinkt, Regeln und Vorschriften interessieren sie wenig. Nach ihren letzten Alleingängen hat sie aber keinen guten Stand bei ihrer Chefin Isabelle Ardery. Ein falscher Schritt und sie könnte strafversetzt werden. Mit Unterstützung von DI Thomas Lynley will sie ihrer Chefin beweisen, dass sie ein guter Detective ist. Da kommt es ihr gerade gelegen, dass sich in Cambridge ein mysteriöser Todesfall ereignet hat: Die Bestsellerautorin Clare Abbott wurde tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Aber war es überhaupt ein Mord? Clares Freundin und Lektorin Rory Statham glaubt jedenfalls nicht an einen natürlichen Tod. Auch Barbara hat das Gefühl, dass es im Verborgenen einen Gegenspieler gibt, der einem perfiden Plan folgt – ein Gefühl, das bestätigt wird, als sie Rory kurz darauf mit dem Tod ringend in ihrer Wohnung auffindet …

Das meint Krimi-Couch.de: »Tolstoi hatte recht...« 91°Treffer

Krimi-Rezension von Almut Oetjen

Die Feministin und Bestsellerautorin Clare Abbott wird nach einem Diskussionsabend und einer Signierstunde tot in ihrem Hotelzimmer in Cambridge aufgefunden. Die örtliche Polizei glaubt an eine natürliche Todesursache: Herzinfarkt aufgrund von Herzrhythmusstörungen. Doch ihre Lektorin und Freundin Rory Statham weiß, dass Clare gesund war. Sie ist überzeugt, dass die Todesursache eine andere ist. Da ihr die Polizei von Cambridge nicht glaubt, kontaktiert sie Sergeant Barbara Havers, die sie zufällig bei einer Lesung in London kennengelernt hat.

Havers hat nach ihrem letzten Alleingang (Nur eine böse Tat) einen ganz schlechten Stand bei ihrer Chefin. Superintendent Isabelle Ardery überwacht jeden ihrer Schritte und lauert auf den kleinsten Fehler, um sie in das englische Provinznest Berwick-upon-Tweed versetzen zu können. Havers will beweisen, dass sie eine gute Ermittlerin ist und einen Fall unter Einhaltung des Polizeiprotokolls klären kann. DI Lynley lässt eine neue Untersuchung durch seinen Freund, den Forensiker Simon St. James, vornehmen. Der entdeckt, dass Clare vergiftet wurde.

Havers will Rory informieren und findet sie mit Vergiftungserscheinungen in ihrer Wohnung in London. Rory wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie mit dem Tode ringt. Havers ist sicher, dass dies kein Zufall ist. Auf ihr Drängen hin überredet Lynley seine Chefin, ihm den Fall zu übergeben. Während er in London die Ermittlungen aufnimmt, fahren Havers und Sergeant Winston Nkata nach Shaftesbury, Dorset, wo Clare Abbott lebte.

In den Fokus der Ermittlungen gerät Clares Assistentin und ständige Begleiterin Caroline Goldacre, die die Tote fand. Die unsympathische Frau ist Havers’ Hauptverdächtige. Daran ändert sich auch nichts, als sich herausstellt, dass das Gift in der Zahnpasta war, die Caroline ihrer Arbeitgeberin geliehen hatte.

...jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich

Die Chronologie der Ereignisse beginnt drei Jahre und drei Monate vor dem Tod der Schriftstellerin. Eine junge Frau in London will ihren Geliebten mit einem Wochenendtrip überraschen. William, so heißt der junge Mann, erscheint nicht pünktlich zu Hause, sie verpassen den Flug. Lily ist enttäuscht und wütend, vor allem darüber, dass er mit seinen Problemen zuerst zu seiner Mutter geht und zu ihr nach Dorset ziehen will, um einen Neustart zu versuchen. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass Will große psychische Probleme hat und sein Verhältnis zu seiner Mutter nicht ganz normal ist. Zwei Jahre und einen Monat vor dem Mord bekommt Lily einen überraschenden Anruf von Will, der es anscheinend geschafft hat, sich ein neues Leben in Dorset aufzubauen. Er lädt sie zu einem Campingurlaub an der Küste ein. Alles scheint gut zu laufen, bis ein Ereignis zu einer Tragödie führt. Will stürzt sich von der Klippe in den Tod.

Auf ungefähr zweihundert Seiten entfaltet sich eine Geschichte, die anscheinend nichts mit dem Giftmord zu tun hat. George bildet das Porträt einer Familie aus der middle class ab, die unauffällig wirkt und nach außen hin intakt scheint. Doch die Beziehungen sind vergiftet: im Zentrum steht eine Frau, Caroline Goldacre, die in zweiter Ehe verheiratet ist und ihre zwei erwachsenen Söhne abgöttisch liebt, sich für sie aufopfert und exzessiv trauert, als der jüngere Sohn Selbstmord begeht. Caroline gibt Lily die Schuld an Wills Tod, Lily wiederum zeigt mit dem Finger auf Caroline, und der älteste Sohn Charlie sucht die Schuld bei sich, weil er als Psychotherapeut hätte helfen müssen. Er wird depressiv, verliert Patienten, seine Frau India trennt sich von ihm.

George zeigt, wie durch den Selbstmord eine Familie zerstört wird, die sich vorher schon in einem Prozess des Zerfalls befand. Je mehr Geheimnisse Lynley und Havers über die Familie bloßlegen, desto mehr Verdächtige sammeln sie. Die Lage wird nicht einfacher, als sich herausstellt, dass Caroline und Claire sich anscheinend gegenseitig erpressten. Verdächtig sind unter anderem Lily und Caroline, Carolines zweiter Mann Alastair und seine Geliebte Sharon.

Dem Roman vorangestellt sind Zitate von Jeanette Winterson und Nancy Horan über die Macht der Vergangenheit über unsere Gegenwart und die Folgen unseres Handelns, denen wir nicht entgehen. Passend dazu lautet der Originaltitel, »A Banquet of Consequences«.

Der Roman ist weit mehr als ein mystery. Es geht um Schuld, Sühne, Gerechtigkeit über die engen Grenzen der Justiz hinaus, um gesellschaftliche Tabus, mütterliche Liebe und Tyrannei. Am Ende verhaften Lynley und Havers aufgrund erdrückender Indizien und eines Geständnisses einen Täter.
Doch ein Roman ist erst zu Ende, wenn er zu Ende ist.

Wie es weitergeht mit Lynley und Havers

Bedenke, was du tust ist der 19. Roman um die ungleichen Ermittler Detective Inspector Thomas Lynley und Detective Sergeant Barbara Havers von New Scotland Yard und knüpft direkt an den Vorgänger, Nur eine böse Tat, an. George entwickelt die Geschichte von Lynley und Havers weiter. Lynley, achter Earl of Asherton, ebenso gut aussehend wie gebildet, allerdings blond, nicht dunkelhaarig wie in der TV-Serie, trifft sich elf Monate nach der Ermordung seiner schwangeren Frau Helen regelmäßig mit der Tierärztin Daidre Trahair (Doch die Sünde ist scharlachrot). Sie hat sich in der Nähe ihres neuen Arbeitsplatzes, dem Londoner Zoo, eine heruntergekommene Wohnung in Belsize Park gekauft, deren Renovierung sich stärker hinzieht, als Lynley lieb ist. Die frühere Affäre mit seiner Chefin, Superintendent Isabelle Ardery, betrachtet er mittlerweile als Dummheit – was dem Leser von vornherein klar war.

Barbara Havers hält sich nach ihrem Toskana-Abenteuer unter dem Radar von Ardery, die jeden ihrer Schritte überprüft und damit droht, bei dem kleinsten eigenmächtigen Handeln das von Havers zwangsweise unterschriebene Versetzungsgesuch abzuschicken, um sie in ein englisches Provinznest zu verbannen. Lynley gefällt die neue Havers gar nicht, die nur noch übervorsichtig agiert und damit weit unter ihren Fähigkeiten bleibt. Havers hält tapfer den Mund, trägt Rock und Bluse, raucht aber weiterhin wie ein Schlot und ernährt sich ungesund. Heikel wird ihre Lage, als Arderys Sekretärin Dorothea Harriman sie zu verkuppeln versucht, sie zu einem Speed Dating schleppt, ihr einen neuen Stil verpassen will und sie zu Tanzstunden verdonnert – was erfahrungsgemäß ebenso gründlich schief geht wie ihr Versuch, ein genießbares Menü für Nkata und sich zu kochen. Am Ende meldet ein alter Bekannter aus ihrem Toskana-Abenteuer, Commissario Lo Bianco, seinen Besuch an.

Ein komplexer und mitreißender Roman über ein Tabuthema, der eine mysteriöse Kriminalgeschichte über einen Giftmord mit Georges Lieblingsthema, der Psychopathologie von Menschen und Familien, verbindet. George synchronisiert mit dramaturgischem Geschick und Gespür eine Vielzahl von Motiven, Figuren und Nebenhandlungen zu einer Geschichte, ringt sie auf die Matte (ihre Metapher), und trumpft mit einem überraschenden Ende auf.

Almut Oetjen, Dezember 2015

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Susanne Schragel zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 18.10.2016
Dieses Buch hat mir grundsätzlich besser gefallen,als die letzten drei.Die familiären Abhängigkeiten um die passiv - aggressive und manipulative Caroline Goldacre und die Schwierigkeit, der innerfamiliären Pathologie zu entkommen, sind psychologisch gut nachvollziehbar geschildert.Im Gegensatz zu den vorherigen Rezensenten fand ich das Buch von Anfang an spannend, auch ohne dass die bekannten Protagonisten auftreten. Letztere werden leider zunehmend austauschbar, Lynley ist nach Helens Tod ziemlich uninteressant geworden, dass er nach einem solchen Schicksalsschlag ( vor 17 Monaten, was in Anbetracht dessen,was seither passiert ist,auch kaum glaubhaft ist)nach der unseligen Geschichte mit Isabelle bereits das nächste Eisen im Feuer hat ist schwer nachvollziehbar, und dass Barbara Havers sich gegenüber Zeugen derart unsensibel benimmt, ist unnötig. Fazit: Story okay, (wenngleich die verschachtelten Handlunsstränge der ersten Romane schon abgehen)Linley und Havers zunehmend Randfiguren.
walli007 zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 11.06.2016
Familienschande

Caroline Goldcares jüngerer Sohn Will, der eigentlich die Versöhnung mit seiner Freundin Lily geplant hat, begeht völlig unerwartet Selbstmord. Ein schwerer Schlag, von dem sich seine Familie kaum erholen kann. Noch drei Jahre später ist nichts verarbeitet, die Wunde immer noch offen. Auch Charlie, der Ältere der beiden Brüder, kommt nich über Wills Tod hinweg. Erst die Trennung von seiner Frau India rüttelt ihn ein wenig auf. Caroline, die ihre manipulativen Finger immer mit im Spiel hat, tut das Ihrige, um ihre Welt wieder in ein gutes Licht zu rücken. Plötzlich jedoch stirbt Carolines Arbeitgeberin, die feministische Schriftstellerin Clare Abbott, an einem Herzinfarkt. Barbara Havers hatte während einer Lesung eine kurze Begegnung mit der Autorin und als deren Lektorin sie bittet, den Todesfall genauer unter die Lupe zu nehmen, nimmt Havers die Gelegenheit wahr, einen eigenen Fall zu lösen.

Havers, die sich während des letzten Falles heftig mit ihrer Chefin überworfen hat, ist praktisch nur noch zur Bewährung in London. Sie darf sich keinen Fehler mehr erlauben, sie ist so damit beschäftigt, keine Fehler zu machen, dass ihre eigentliche Tätigkeit kaum noch stattfindet. Lynley und die Polizeisekretärin Dorothea hecken einen Plan aus, wie sie Barbara auf die Sprünge helfen wollen.

Mit einer fast 200 Seiten langen Einleitung nimmt sich Elizabeth George viel Zeit, das Feld für ihre Geschichte zu bereiten. Dabei gelingt es ihr, das sich zusammenbrauende Gewitter herbei zu schreiben, ohne etwas über die geheimen Strukturen zwischen den handelnden Personen zu verraten. Wenn man sich auf diese langsame Erweckung der Neugier einlassen kann, wird man schließlich ein spannenden Psychogramm einer gestörten Familie entdecken, das einen schaudern lässt. Ob man diesen Roman noch als Kriminal bezeichnen kann, mag fraglich sein, denn die Untersuchung der Polizei bildet eigentlich eher einen Nebenschauplatz. Dennoch fesselt dieses Geflecht an offenen und unterschwelligen Beziehungen außerordentlich. Beinahe wie ein Korken, der so langsam immer mehr unter Spannung gerät und endlich aus dem Flaschenhals gesprengt wird. Doch jede Andeutung über die Ermittlung könnte schon zu viel verraten. Deshalb sei nur und das gerne gesagt, die Autorin hat vielleicht keinen typischen Kriminalroman aber ein herausragendes Stück Spannungsliteratur geliefert. Der geneigte Leser muss für die über 700 Seiten etwas Zeit mitbringen, Zeit, die ausgesprochen gut verwendet ist.
karin zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 14.05.2016
unter dem aspekt, ob man vor allem etwas über linley lesen will, versteh ich die kritiken. und den einstieg fand ich auch langatmig.

aber: die ausgiebige schilderung einer bordeline-persönlichkeit mit deren widersprüchlichem und manipulativem verhalten, sowie dessen auswirkungen aufs familiensystem fand ich als fallgeschichte geradezu genial.
Marianne Rogers zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 21.04.2016
Habe alle EG Romane verschlungen und schon immer voller Spannung auf die nächste Ausgabe gewartet. Leider ist dieses Buch recht enttäuschend wenn man den Maßstab der Vorgängebände anlegt. Ich mußte mich regelrecht durch die ersten über 200 Seiten kämpfen. Normalerweise legt man eine EG Krimi nicht aus der Hand und möchgte nonstop bis zum Ende durchlesen. Hier ging es mir seltsamerweise ganz anders und ich mußte mich fast zu, lesen zwingen. Einzig die Charaktere Lynley/Havers liessen mich durchhalten.
Schade.
Virginia zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 20.04.2016
Clare Abbott, eine berühmte Autorin, wird in ihrem Hotelzimmer tot aufgefunden. Die Polizei geht von Herzversagen aus, doch Rory Statham, die Lektorin von Abbott, ist davon überzeugt, dass eine andere Todesursache vorliegt.

Daraufhin kontaktiert sie Barbara Havers, die instinktiv spürt, dass Rory recht hat. Außerdem möchte Havers ihre Chefin Isabelle Ardery von ihrer Arbeit überzeugen, da sie von ihr unter Beobachtung steht.

Für Havers ist überaus schwierig, in diesem Fall Spuren zu verfolgen, da keine konkreten Verdachtsmomente gegen bestimmte Personen vorliegen. Dann wird allerdings Rory Statham mit einer lebensgefährlichen Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, und Barbara weiß nun, dass sie es mit einem Täter zu tun hat, der einen hinterlistigen Plan verfolgt, und beginnt zu ermitteln.

"Bedenke, was du tust" ist der mittlerweile 19. Band um DI Thomas Linley und Detective Barbara Havers.

Wie immer, ist auch dieser Kriminalroman von Elizabeth George sehr anspruchsvoll und durchdacht geschrieben, allerdings fehlt hier deutlich die Spannung, da über weite Strecken des Buches mehr Einführung in das Geschehen waren.

Ebenso hätte ich mir gewünscht, dass DI Thomas Linley mehr Raum einnehmen darf. In diesem Fall ist er eigentlich zu einer Randfigur geworden.
Basil zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 08.04.2016
Ich lese gerade diesen Krimi/Roman mit großem Vergnügen. Die Geschichte wird langsam aufgebaut, das "Personal" ist lebendig, das Wetter ist wechselhaft und ich stelle mir die ganze Zeit die Frage:"Wer war´s?"Nach "Die Sünde ist scharlachrot" und "Nur eine böse Tat" und der Leserbeleidigung mit der Namensgebung Bernhard & Bianca in "Wer der Lüge glaubt" - was ja vielleicht ungewollt (?) sublim war - ein erfrischendes Machwerk aus der Fabrik in Zeiten der Leihbibliotheken.
Annelie Haupt zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 27.03.2016
Als mitreissenden Roman wuerde ich diesen nicht beschreiben.Er ist stellenweise sehr langatmig und unergiebig. Bis Seite 321 bin ich nun gekommen und habe besclossen, diagonal weiterzulesen.Elizabeth George hat einmal zu meinen Lieblingsautoren im Krimibereich gehoert. Schade! Es muessen ja auchnicht unbedingt mehr als 600 Seiten sein. Weniger ist , wie man so schoen sagt, mehr.
Yolanda K. zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 20.02.2016
Dass der Inspektor immer noch in den 30 gern ist, ist mir ebenfalls aufgefallen. Schon seltsam, zu Beginn der Serie war er älter als ich und jetzt ist es plötzlich umgekehrt. Passt irgendwie nicht. Ich lese ihre Romane wegen der Hauptdarsteller immer noch gerne und den vorletzten fand ich besonders gelungen. Zum neusten Roman kann ich nur sagen, das Motiv geht ja gar nicht. Empfinde ich wirklich als an den Haaren herbeigezogen!
Sagota zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 01.02.2016
Gerade die Rezi von Andrea Heuser gelesen - dann werde ich wohl weiterhin auf Lynley verzichten müssen - denn ich pflichte ihr bei, dass es ab dem Band, als die Frau von Lynley erschossen wurde, immer sozialkritischer wurde - aber vom früheren Format keine Spur mehr. Studien der Sozialkritik, schade - die ersten 12 Bände fand ich absolut genial!!!
Andrea Heuser zu »Elizabeth George: Bedenke, was du tust« 24.01.2016
Leider muss ich mich bezüglich der Lynley-Havers Reihe dem Buchkritiker Dennis Scheck anschließen:
Mrs. George hat das Pferd zu Tode geritten! Von der ursprünglichen Persönlichkeit der Protagonisten ist (fast) nichts mehr übrig! Sogar die scheinbare Angepasstheit von Barbara Havers finde ich einfach fade. Ihr Charakter hat mir immer gut gefallen. Ich habe die beiden vom ersten Band begleitet, habe alle im Regal stehen. Auch die anderen Personen sind fade geworden.
Meiner Meinung nach fing der Abstieg ab dem Band an, als EG die Frau von Lynley sterben ließ. Der neue Band mag ja sehr subtil die gesellschaftlichen Zusammenhänge schildern; ich finde es zu langatmig und zu vielschichtig. Es hätten auch andere, unbekannte Polizisten, ermitteln können. Mit den vertrauten Personen hat das nichts mehr zu tun. Schade! Ich werde sie vermissen, aber ich kann die alten Bände ja wieder lesen . . .
Also Mrs. George: vielleicht sollten Sie wirklich von diesem Pferd absteigen!

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