Nachruf auf eine Rose von Elizabeth Corley

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Fatal Legacy, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 2 der Inspector-Fenwwick-Serie.

  • London: Headline, 2000 unter dem Titel Fatal Legacy. 432 Seiten.
  • New York: Thomas Dunne Books, 2001. 432 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 2002. Übersetzt von Anja Jonuleit- Schreiner. ISBN: 3-502-10142-6. 432 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2003. Übersetzt von Anja Jonuleit- Schreiner. ISBN: 3-502-51938-2. 431 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2004. Übersetzt von Anja Jonuleit- Schreiner. Limitierte Sonderausgabe. ISBN: 3-596-50736-7. 431 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2006. Übersetzt von Anja Jonuleit- Schreiner. ISBN: 978-3-596-16986-3. 431 Seiten.

'Nachruf auf eine Rose' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Als Chief Inspector Fenwick in einem angeblichen Selbstmord und einer undurchsichtigen Erbschaft ermittelt, ahnt er nicht, dass weit Perfideres dahinter steckt: Jemand macht ein Opfer zum Täter. Und bringt Inspector Fenwicks kleine Tochter in Gefahr …

Das meint Krimi-Couch.de: »Rosige Zeiten für Krimi-Fans« 80°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

In Elizabeth Corleys Reihe um Chief Inspector Andrew Fenwick ist Nachruf auf eine Rose der zweite Band. Da sie den Leser mit den Gegebenheiten kurz vertraut macht, ist es kein Problem, ihn unabhängig vom Vorgänger zu lesen.

Fenwick ist ein Familienmensch, der allerdings seine beiden Kinder viel zu oft bei seinem zuverlässigen Kindermädchen Wendy lassen muss, da seine Arbeit einen großen Raum in seinem Leben einnimmt. Seine Frau liegt seit einem Selbstmordversuch im Koma. Er kämpft wie viele seiner Kollegen in der Bücherlandschaft mit einem ungerechten Vorgesetzten, hier der Chef seines Chefs, der sich jedoch permanent einmischt. Nur zu gern sähe es dieser, wenn der Chief Inspector einen beruflichen Fehltritt begehen würde.

Ein alter Fall wird aufgerollt

Aus diesem Grund werden ihm auch die neuerlichen Ermittlungen in einem bereits zwei Monate zurückliegenden Fall übertragen, der damals als Selbstmord eingestuft wurde. Die Leiche des schwerreichen Alan Wainwright wurde in seinem Auto gefunden, er war erstickt an den Autoabgasen seines Wagens. Sein Testament sieht vor, dass die eine Hälfte des Vermögens an seinen Sohn Graham geht, die andere Hälfte inklusive der Firmenleitung von Wainwright Enterprises jedoch an seinen eher ungeliebten Neffen Alexander, den Sohn seiner Lieblingsschwester, und dessen Frau Sally. Fingerspitzengefühl ist also gefragt, doch eigentlich kann man nur verlieren.

Als dann auch die Leiche des Leiters der Buchhaltung von Wainwright Enterprises, Arthur Fish, in einem Zug gefunden wird, glaubt Fenwick nicht mehr an einen Zufall. Der mutmaßliche Mörder ist schnell gefunden: ein Kleinkrimineller – nun ebenfalls tot. Der Chief Inspector setzt die Fortführung der Ermittlungen durch, gegen den Willen des Assistant Chief Constables Harper-Brown, der seine Golf-Club-Freunde aus dem Umkreis des Unternehmens lieber unbehelligt sähe.

Es war Mord

Elizabeth Corley versorgt den Leser von Beginn an mit mehr Informationen als den Inspector. Man erhält einen recht tiefen Einblick in die Familienstruktur der Wainwrights und ihre Streitereien um das Erbe. Schnell merkt man, dass hier etwas im Busch ist, außerdem weiß man von Anfang an, dass Alan Wainwright von einer ihm bekannten Person ermordet wurde, allerdings nicht von wem. Oft wird aus Sicht von Sally Wainwright-Smith erzählt, eine der Nutznießerinnen des Erbes; ihre verworrene Persönlichkeit und ihre mysteriöse Vergangenheit verleiten dazu, dass sie schnell unter Verdacht gerät. Auch aus Sicht von Graham Wainwright oder dem Familienanwalt Jeremy Kemp darf man die Szenerie beobachten.

Die Figuren gewinnen nur langsam an Gestalt, Constable Louise Nightingale und Sally Wainwright-Smith etwas früher als die anderen, was man als Stärke bei den Frauenfiguren deuten kann. Bei Fenwick dauert es eine Weile, auch weil er als unnahbar beschrieben wird, andere Ermittlerkollegen bleiben total blass, z.B. sein Chef-Chef oder sein Gegenspieler im Team, der darauf reduziert wird, Ermittlungsergebnisse direkt an diesen weiterzugeben oder sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Der Chief Inspector ist keine wirkliche Neuerfindung, er ist ein Abbild seiner Ermittlerkollegen, aber das stört eigentlich nicht.

Ein Buch für den Wunschzettel

Die Autorin spinnt den Handlungsfaden trotz der vielen Perspektivenwechsel recht stringent. Der Informationsvorsprung für den Leser verführt zwar zu glauben, dass alles ganz einfach wäre, dennoch kann man das Buch ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen. Psychologisch gesehen kann Frau Corley auf jeden Fall punkten, auch wenn sie die Zahl der Verdächtigen sehr reduziert.

Die Freunde britischer Polizeiromane sollten sich Elizabeth Corley unbedingt auf ihren Wunschzettel schreiben. Die Autorin hat die Geschichten um Chief Inspector Fenwick mit allem ausgestattet, was das Leserherz höher schlagen lässt und die Wartezeit zwischen den Büchern von Deborah Crombie, Elizabeth George, Ruth Rendell, Peter Robinson und Susan Kelly versüßt.

Ihre Meinung zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose«

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Myriam Steinbauer zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 15.05.2010
Nachdem ich von einer Freundin den ersten Band "Requiem für eine Sängerin" geschenkt bekommen habe war ich "infiziert" Kaum ausgelesen musste ich Fenwicks zweiten Fall "Nachruf auf eine Rose" auch lesen. Dieses Buch habe ich ebenso verschlungen, wie auch mittlerweile den 3. Band "Crescendo". Elizabeth Corley versteht es, den Leser an die erzählten Geschichten zu binden. Man entwickelt auch ein Interesse an den Protagonisten und ist auch hier sehr gespannt, wie es mit deren Leben weitergeht (insbesondere natürlich dem von Fenwick und Nightingale). Alle Bücher sind sehr spannend geschrieben und für alle Krimi-Fans zu empfehlen. Allerdings empfiehlt es sich, sie der Reihe nach zu lesen.
Gabi64 zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 21.02.2010
Ich bin angenehm überrascht.Nachdem ich vom ersten Buch der Reihe sehr entäuscht war, konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen. Ich liebe so verstrickte Fälle. Komplexe Handlungsstränge und überzeugende Haupt und Nebenfiguren machen aus diesem Buch einen kleinen Leckerbissen. Die Steigerung vom ersten Band ist kaum zu übersehen. Die Mischung Wirtschaftskrimi,englischem Krimi und Thriller ist sehr gut gelungen. Auch wenn man fast am Anfang schon weiß wer der Verdächtige ist, büßt die Handlung nicht an Spannung ein. Jede einzelne Figur wird hervorragend dargestellt. Eine sehr gute Leistung von Frau Corley. Auch die Ermittlungsarbeiten der Polizei waren detaliert und spannend geschrieben. Das häusliche und familiäre Umfeld um Fenwick wird immer wieder mit ins Hauptgeschehen einbezogen, aber nicht zu intensiv dargestellt, dass finde ich gut. Deshalb 85 % Macht Lust auf mehr
Krimi-Tina zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 07.03.2009
Der zweite Band um Chief Inspector Fenwick. In der Familie Wainwright kommen innerhalb kürzester Zeit gleich 2 Leute angeblich durch Selbstmord ums Leben. Was dem notorisch misstrauischen Fenwick seltsam vorkommt, insbesondere da auch noch der Chefbuchhalter des Familienunternehmens ermordet wird. .
Wie Requiem für eine Sängerin und Crescendo ist das Buch kein whodunit sondern die Darstellung der Jagd der Polizei, also Fenwick und seiner Leute, auf einen Täter. Der somit auch schon relativ früh bekannt ist.
An und für sich ein bewährtes Konzept, hier aber im Vergleich zu den genannten Büchern schwächer umgesetzt.
Zum einen ist hier der Mörder komplett psychotisch. Es wird zwar erklärt warum, aber das ist ein Konzept, das mir immer etwas sauer aufstößt. Es macht es dem Autor zu leicht, völlig irrationale Vorgehensweisen einzubauen. Nach dem Motto: ein Irrer braucht keinen Grund und schon gar keine Logik.
Leider ist genau das ist hier geschehen. Im letzten Teil des Buches sind die Handlungen des Täter für mich nicht mehr nachvollziehbar.
Zum anderen ist das die Darstellung des Katz- und Maus-Spiels zwischen Täter und Verfolger, eigentlich die Stärke Corleys, insgesamt ein wenig blass geraten. In den anderen Büchern war sehr viel schöner mit zu verfolgen wie sich das Netz langsam zuzieht.
Deswegen ist es kein schlechtes Buch aber es gibt bessere von ihr.75°
Rolf.P zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 18.05.2008
Der Leser weiß von Anfang an mehr als der Inspektor, wird aber auch über einige Dinge im Dunkeln gelassen. Vieles wird umständlich angedeutet, nur um dann doch wieder mit einer neuen Entwicklung zu überraschen.
Chief Inspektor Fenwick schleicht unmerklich durch die Geschichte, immer als 100%-Familienfreak! Dieser Inspektor ist überraschend sympathisch und menschlich. Er wird als alleinerziehender Vater zwischen Beruf und seinen zwei kleinen Kindern hin und her gerissen.
Das Buch besticht durch eine niveauvolle gut durchdachte Handlung, fein gesponnene subtile Spannungsfäden und psychologische Spitzfindigkeiten. Ein Schuss Lokalkolorit macht die Geschichte authentisch, die Charaktere sind glaubwürdig gezeichnet, und Fenwick ist ein Hauptdarsteller, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte.
HelgaR zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 28.11.2007
Ein sehr spannender Fall, den Chief Inspector Fenwick hier zu klären hat. Die Ermittlungen führt er wieder mit dem bereits vertrauten Team aus dem 1.Fall, Sergeant Cooper und Constable Nightingale, durch.

Es ist sehr flüssig geschrieben, die Spannung hält vom Anfang bis zum Ende, es gibt viel Verwirrung und obwohl es nicht unbedingt reißerisch ist, hat es mir sehr gut gefallen. Die Figuren sind sehr sympathisch und ich finde es gibt keine Leerläufe und kein Abschweifen vom Fall.
conninixekrimi zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 09.07.2007
Ich kann mich der Rezension von Sabine Reiss nur anschliessen.
Für mich war es der erste Krimi von Elisabeth Corley, ich fand ihn solala. Der Fall war ganz interessant, die Figuren allerdings, auch Fenwick, bleiben doch etwas blass, das kann noch besser werden.
Sonore zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 14.06.2005
Najaaaaa.... ehrlich gesagt habe ich mich beim Lesen ziemlich gelangweilt. Die Mischung zwischen Wirtschaftskrimi und Mordfall ist Geschmackssache, aber ich lasse mich nicht sonderlich gerne so offensichtlich an der Nase herumführen. Der Ausgang war nicht wirklich eine Überraschung.
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whitemouse/manu zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 24.12.2003
ein lesenswerter krimi!
spannender plot, sympathische charaktere. inspektor fenwick ermittelt wieder.....verknüpfung der beruflichern und privaten sphäre mit all ihren problemen...
der leser darf lange spekulieren, wie der fall sich löst......
der spannungsbogen verflacht leider etwas...ansonsten ein unterhaltsames buch.
Schöne Pfalz zu »Elizabeth Corley: Nachruf auf eine Rose« 12.09.2003
sehr intessant, spannend, leicht zu lesen, unterhaltsamer Krimi mit gut beschriebenen Charakteren. Der oder die *Täter* bleiben sehr lange im Dunkeln....die ganze Geschichte ist umrahmt von zahlreichen Nebenschauplätzen.
Allerdings keine sprachlichen Besonderheiten...
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