Mit dem letzten Atemzug von Elizabeth Becka

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Trace evidence, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Diana.

  • London: Orion, 2005 unter dem Titel Trace evidence. 367 Seiten.
  • New York: Hyperion, 2005. 367 Seiten.
  • München: Diana, 2005. Übersetzt von Ingeborg Ebel. ISBN: 3-453-26516-5. 367 Seiten.
  • München: Diana, 2006. Übersetzt von Ingeborg Ebel. ISBN: 978-3-453-35133-2. 367 Seiten.

'Mit dem letzten Atemzug' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Evelyn James von der forensischen Spurensicherung in Cleveland wird an den Tatort eines brutalen Verbrechens gerufen. Aus dem Fluss wird die Leiche einer jungen Frau geborgen. Ihre Füße stecken in einem schweren Zementeimer, der Körper ist mit Ketten gefesselt. Die Obduktion ergibt, dass die Frau lebend ins Wasser geworfen wurde und bis zum letzten Atemzug gekämpft haben muss. Vom Bürgermeister unter Druck gesetzt, ermitteln die Detectives Riley und Milaski in alle Richtungen, während Evelyn unerlaubterweise einer ganz anderen Spur folgt. Einer Spur, durch die sie in die Fänge des Mörders gerät ... 

Das meint Krimi-Couch.de: »Keine Konkurrenz für Kathy Reichs und Co.« 65°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

In dem Fluss Cuyahoga, der durch die Cleveland Metroparks verläuft, findet ein Taucher die Leiche einer jungen Frau. Ihr Körper ist mit mehreren Ketten gefesselt, ihre Beine stecken 20 cm tief in einem Zementeimer. Evelyn James, Spurensicherungsexpertin des Gerichtsmedizinischen Instituts, nimmt zusammen mit den Polizisten Bruce Riley und David Milaski die Ermittlungen auf. Unerwünschte Unterstützung erhalten sie dabei von Bürgermeister Daryl Pierson, der zu College-Zeiten ein Verhältnis mit Evelyn hatte. Angesichts der »Zementschuhe« vermutet Pierson, dass womöglich die örtliche Mafia mit dem Verbrechen zu tun haben könnte und so gerät einmal mehr der Mafiaboss und Baumogul Mario Ashworth in das Visier der Ermittler. Dieser war ein Jugendfreund des Bürgermeisters bevor sich deren Karrierewege trennten.

Nur einen Tag später wird erneut eine junge Frau entdeckt, die unter fast identischen Umständen ums Leben kam. Während die Identität des ersten Opfers zunächst unklar bleibt, steht sie hier sofort fest. Es handelt sich um Destiny, die Tochter des Bürgermeisters. Wenig später wissen die Ermittler auch, wer das andere Opfer war, eine Mitarbeiterin von Mario Ashworth …

Routiniert erzählter 08/15-Mainstream

Auch wenn Evelyn James, die Protagonistin von Elizabeth Beckas Debüt, keine Pathologin ist, so lassen hier die erfolgreichen Kolleginnen Reichs, Cornwell und wie sie mittlerweile alle heißen, herzlich grüßen. Genau hier liegt aber Beckas Problem, denn auf einen weiteren Roman dieser Bauart hat man nicht wirklich gewartet. Anders ausgedrückt, warum die »Kopie« lesen, wenn man die »Originale« haben kann?

»Hast du je in einen Neoprenanzug gepinkelt?«
»Ich habe gehört, es soll warm halten.« 

Betrachtet man Mit dem letzten Atemzug für sich, so findet man einen kurzweiligen Zeitvertreib für ein bis zwei Tage, dessen Story routiniert und schnörkellos herunter erzählt wird. So kann man hier durchaus zugreifen, zumal wenn man Fan der o. g. Autorinnen ist und derartige Geschichten mag. Allerdings merkt man des Öfteren, es hier mit einem Debüt zu tun zu haben. Mehrere Blindspuren werden all zu sehr aufgebauscht, als dass diese tatsächlich mit der Lösung des Falles in Verbindung stehen könnten.

Viel zu viele Sorgen macht sich Evelyn auch um ihre Tochter, die im gleichen Alter wie die ermordeten Mädchen ist. Natürlich sind ihre Sorgen mehr als verständlich, doch wenn seitenlang suggeriert wird, dass ihre Tochter die nächste sein könnte, kann man sich denken, wie dieser Erzählstrang in Wirklichkeit ausgeht.

Letztendlich ist Mit dem letzten Atemzug alles andere als genrerelevant, wirklich vermisst hat dieses Buch sicher kaum jemand. Wer den Roman liest findet einen 08/15-Mainstream-Plot der Marke Baukasten, in dem einmal mehr nicht alle Handlungsstränge zu Ende geführt werden. Bleibt der Autorin zu wünschen, dass es mit dem nächsten Fall besser läuft.

Jörg Kijanski, September 2007

Ihre Meinung zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug«

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Schnippi zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 24.10.2010
Es gibt mit Sicherheit Bücher, die spannender sind und die die Nerven mehr kitzeln. Trotzdem hat es mir gefallen. Den Täter erkennt man nicht nach den ersten Seiten, wer das behauptet, der muss wahrlich ein Hellseher sein... oder hat das Buch nicht bis zum Ende gelesen. Die grobe Richtung, in der man suchen kann, die wird zwar von Anfang an vorgegeben... trotzdem ist der wirkliche Täter nicht so schnell zu finden, wie hier einige behaupten. Die Geschichte ist trotz allem flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen... und der Leser bleibt bei der Stange, um das Ende zu erfahren.
Von mir 70°
Marietta zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 24.09.2010
Das Buch ist absolut 08/15, genau wie in der Kritik beschrieben. Und dann noch dazu Grammatikfehler, z. B., wenn die Autorin "die slip" beschreibt. Mir sträubten sich die Haare. Allerdings dürfte das vielleicht eher eine unfähige Übersetzerin verbrochen haben.

Werde mir auf alle Fälle kein Buch mehr von Elisabeth Becka zulegen, wie schon gesagt, warum sich eine Kopie zulegen, wenn man Originale haben kann.
Monica zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 07.09.2009
Also ich verstehe nicht warum es euch nicht gefällt!
Ich find es ist ein super buch,dass einen zum nachdenken anregt, vorallem wenn man selbst kinder in diesem alter hat.
Mich hat dieses Buch sehr gefesselt. Einzigster Kritikpunkt ist, es ist manchmal sehr in die länger gezogen.

Aber ansonsten ein tolles Buch !!!
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Steve zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 13.01.2009
Hab das Buch geschenkt bekommen. Der Anreißer auf der Rückseite ließ einiges erwarten.Ich muß sagen, daß ich dem Herrn Kijanski soweit zustimmen kann. Dennoch muß ich sagen, hab ich schon weitaus langatmigere Titel durch, die hier eine höhere Wertung erhalten haben. Und die Stimmen einiger Leser kann ich wirklich nicht verstehen. Den Mörder an sich erkennt man nicht nach den ersten Seiten, vielleicht hat ein Hellseher sich das Buch geschnappt?Es ist auf keinen Fall die große Spannungsliteratur mit vielen Nervenkitzeleffekten, und auch die Beschreibungen der Gedanken der Opfer, die gerade vom Mörder malträtiert werden, ist unrealistisch. Auch das Motiv des Mörders fand ich ein wenig wirr, aber man muß einfach mal in die Geschichte schauen und die Motive einiger Serienmörder suchen, da sieht es oft ähnlich aus.Trotzdem liest man sich schnell durch das Buch, Langeweile kommt kaum bis gar nicht auf. Man ist durch die ganzen Hinweise und Indizien selbst sichtlich bemüht, zu erfahren, wer denn der Mörder sein könnte.Von mir knappe 75°.
Heaven23 zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 03.03.2008
Das Buch hat sich bei mir verirrt, im wahrsten Sinne des Wortes ! Es ist ein Buch, das man durchaus lesen kann, um sich die Zeit zu vertreiben, aber wenn man richtig Spannung sucht, dann ist man mit dem Buch deutlich an der falschen Adresse. Vielversprechend geklungen, leider gar nicht erfüllt. 10 Grad leider nur von mir
sabrina zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 24.02.2008
Ich fand eig. das buch gut (wahrscheinlich lag es daran das es mein einziges vernüftiges buch seit langem ist) deshalb nimm ich auch das buch für eine präsentation in Deutsch:-P
Phillip zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 23.09.2007
Dieses Buch ist ein Zeitvertreib, den man sich gönnen kann, wenn man nix, aber auch gar nix mit seiner Zeit anfangen kann. Diese Buch sollte man lesen, wenn alle Bücher gelesen sind und wirklich gar nichts anderes mehr zum Lesen da ist. Banal, lächerlich wie Becka bei anderen guten Autoren klaut. Seichte Unterhaltung ohne jeden Tiefgang. Der Mörder wird schon nach wenigen Seiten erkennbar... Mir fällt dazu wirklich nichts mehr ein. Vielleicht gefällt es Fans von K11 oder Niedrig und Kuhnt ;)
Anja S. zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 09.09.2007
Mir hat dieses Buch auch überhaupt nicht gefallen. Die Auflösung bzw. das Motiv für die Morde ist denkbar dumm und fürchterlich an den Haaren herbei gezogen. Das Buch ist auch nicht besonders spannend.
25 Grad
JaneDoe zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 08.09.2007
Ich fands auch nicht berauschend, so ab der Hälfte eigentlich nur noch nervig. Bei einem Debüt sieht man über kleine Schnitzer ja schon mal hinweg, aber selbst das fällt hier schwer.
clare1512 zu »Elizabeth Becka: Mit dem letzten Atemzug« 07.09.2007
Seichte Unterhaltung, Spannung mäßig, hat mich nicht vom Hocker gehauen.
Kann ehrlich gesagt auch folgende Aussage nicht nachvollziehen:

«Das ist Spannung, die einem die Kehle zuschnürt. Elizabeth Becka erobert die forensische Thriller-Szene mit scharfen Geschützen.»
Tess Gerritsen

Hallo Tess,
wolltest Du nur nett sein, bzw. hast Du das Buch überhaupt gelesen?
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