Das Kindermädchen von Elisabeth Herrmann

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 bei Rotbuch.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1990 - 2009.
Folge 1 der Joachim-Vernau-Serie.

  • Hamburg: Rotbuch, 2005. ISBN: 3-434-53138-6. 432 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. ISBN: 978-3-442-46455-5. 440 Seiten.
  • München: Goldmann, 2012. ISBN: 978-3-442-47545-2. 440 Seiten.

'Das Kindermädchen' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Joachim Vernau ist ganz oben in der Berliner Gesellschaft angekommen. Er steht kurz davor, in die wohlhabende und einflussreiche Familie der von Zernikows einzuheiraten, nicht ahnend, dass ihre Ehrbarkeit nicht viel mehr als Fassade ist. Als eine ukrainische Frau auftaucht und behauptet, die von Zernikows hätten im Zweiten Weltkrieg eine Zwangsarbeiterin beschäftigt, lässt das Familienoberhaupt sie kurzerhand hinaus werfen. Wenig später wird sie tot aus dem Landwehrkanal geborgen. Vernau beginnt unangenehme Fragen zu stellen und kommt nicht nur der Identität der Frau sondern auch dem lukrativen Geschäft mit enteigneter Kunst auf die Spur ... 

Ihre Meinung zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen«

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trafik zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 26.09.2017
Es ist der erste Krimi einer Reihe um einen Anwalt in Berlin. Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen.
Die Geschichte ging in den 2. Weltkrieg zurück und man wurde ein wenig nachdenklich über die Ereignisse dieser Zeit. Nicht einfach zu lesen und vorallem zu verdauen.
Elisabeth Herrmann verstand es aber sehr gut um diese ernste Geschichte eine spannende Handlung zu machen.
Freue mich schon auf den zweiten Krimi dieser Reihe.
Henriette H. zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 26.07.2016
Spannender, gut geschriebener Krimi mit ernstem Hintergrund. Das Schicksal der Zwangsarbeiter im dritten Reich kann gar nicht oft genug thematisiert werden, und der Fall Gurlitt zeigt doch die Aktualität der Kunstdiebstähle während der Nazizeit. Sicher war der Schluss sehr spektakulär, aber wen stört das? Schließlich handelt es sich hier um Unterhaltungsliteratur, und unterhaltsam ist dieser Krimi, ohne unnötige Brutalität.
arndt zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 01.12.2015
Als Hörbuch gehört. Fühlte mich während der Autofahrt gut, spannend und humorvoll unterhalten. Ob es jetzt Räuberpistolen sind oder es sich um ernstzunehmende Hintergrundthemen handelt, ist mir egal. Das was ich als Hörer wollte, hat das Buch geschafft. Schließlich ist es ein Roman, eine erdachte Geschichte, keine Dokumentation und deshalb sollte man es mit dem Hintergrund in dem Buch nicht so genau nehmen.
Justus Kabuff zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 21.07.2014
Klischeebeladen und am Rande des Erträglichen.

Natürlich musste die arme Russin geschichtsträchtig ertrinken, nämlich dort, wo es Rosa Luxemburg schon weiland gerissen hatte - im Landwehrkanal. Alte Nazikämpen, die nichts dazugelernt hatten und späte Einsichten, geklaute Kunstwerke, die am Ende in Flammen aufgehen. Alles schon mal gehört, aber in der Massierung ein bisschen zuviel davon. Sehr viel. Viel zu viel.
sunny-girl zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 29.06.2013
Friedrich Scheer, auch wenn ihnen das Buch nicht gefallen hat, sollten sie nicht andere Leser verunglimpfen, denen das Buch gefallen hat.
Ich finde es gut, dass das Thema aus der Versenkung geholt wird. Frau Herrmann hat mit ihren Buch auch Leser angesprochen, die sich sonst nicht damit beschäftigt haben. Klar ist das Buch unrealistisch, aber ich möchte unterhalten und nicht von einen Sachbuch gelangweilt werden. Und für gute Unterhaltung hat sie gesorgt. Ich werde die anderen Bücher von ihr auch noch lesen.
Friedrich Scheer zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 29.03.2013
Friedrich Scheer
Ich lese im Jahr ca. 150 Bücher.- kein Fersehen. zuvor las ich von der Autorin `Zeugin der Toten ` und schließe mich `Krimitante` und `Juergen Vogler an. Habe auf Seite 274 aufgehört und Elisabeth Herrmann auf meine Liste der nicht lesenswerten Autoren gesetzt.
Da sollten Leser wie Christiane34 mal Autoren wie: Helga Glaener, Petra Oelker, Sabine Prilop, Eva Rossmann usw lesen.
0 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimitante zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 21.07.2012
"räuberpistole" ist das erste was mir nach der lektüre dieses buches eingefallen ist. eine ganz unterhaltsame, teilweise auch spannende, zwar, mit einem ernst zu nehmendem thema, aber ganz und gar ausgedacht und total unglaubwürdig umgesetzt. herrmann überdehnt das geschehen mit total unrealistischen szenen, die in einem grotesken, abstrusem, weit jenseits der realität angesiedeltem showdown enden. da wird aus einem ernsten thema eine klamotte gemacht. fazit deshalb: thema verschenkt. und: wer einen wirklich guten krimi lesen will sollte von diesem buch die finger lassen. mein exemplar landet bei oxfam.
eva zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 05.06.2012
Genialer Roman mit politischem Anspruch und Vergangehneitsbewältigung.
Überraschend der lakonische Humor, so echt Berlinerisch. Die Spannung ist ganz gut, aber nichts zum Zittern oder gegen Ende hin, ja. Überzogen die Sache mit der Fähre. Besonders gut gefällt mir der gepflegte intelligente Schreibstil.
Hüthchen die pflegmatischste Haushälterin wird mir für imer im Gedächtnis bleiben. Hat seinen Krimipreis zu recht bekommen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Juergen Voelger zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 14.02.2010
Das Buch "Das Kindermädchen" baut zunächst sehr gut die Konfliktlinien auf: einerseits den Konflikt von Joachim Vernau mit der Familie Zernikow, als er in der Sache "Kindermädchen im Dritten Reich hartnäckig bleibt, andererseits den Konflikt von Joachim zu seiner "Zukünftigen" (die Sigrun auch bleiben wird) - in der Beziehung "stimmt es nicht". das allerdings wohl schon länger. Nach etwa Zweidritteln des Buches - in etwa beginnend mit dem Eindringen in die ehemalige Villa der Lehnfelds nach nächtlichem Schwimmen - artet das Ganze aber in eine Räuberpistole übelster Art aus: eine Fähre wird entführt; es wird geschossen, was das Zeug hält; der allmächtige Gegner weiß aus unerfindlichen Gründen immer, wo sich Vernau et al. befinden; ein Schläger wird aus dem familiären Umfeld rekrutiert (Walter) und das Ganze steuert auf einen großen Showdown mit dem Bösewicht (Aaron) zu, der zum Schluss noch ein paar üble Sprüche machen darf. Damit verschenkt Frau Herrmann ein wichtiges Thema; ein Roman, der es anders verdient hätte, endet unter Niveau. Schade!
0 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Juergen zu »Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen« 23.06.2009
Joachim Vernau steht kurz vor der Verlobung mit Sigrun Zernikow. Eine aufstrebende Politikerin aus alter, angesehener Berliner Familie. Seit Jahren verdient er sich die Sporen bei Sigruns Vater in dessen Kanzlei. Zwar werden ihm diese Familienbande manches Mal ein wenig eng - zumal da noch die Patriarchin und Großmutter von Sigrun ist, die ihn immer wieder daran erinnert, eigentlich nicht standesgemäß zu sein - doch im Prinzip ist er schon froh, dass er sich um schnöde Finanzen keine Gedanken mehr machen muss.
Eines Tages steht eine alte, russisch sprechende Dame im Büro von Joachim und verlangt eine Unterschrift von Utz.
Joachim hätte diesen Vorfall schnell vergessen, würde er nicht einige Tage später in der Zeitung vom Tod dieser Frau - einer ukrainischen Zwangsarbeiterin - erfahren.
Seine Nachforschungen, in die er seine alte Kollegin Marie-Louise einbindet, konfrontieren ihn mit der familiären Vergangenheit der Zernikows, die nicht nur eine Leiche im Keller zu haben scheinen.
Schnell spürt er, wie die Reihen sich vor ihm schließen und beginnt nun erst recht in diesem Sumpf herum zu stochern...

Elisabeth Herrmann schreibt absolut überzeugend!
Ihre Kriminalromane leben nicht nur durch die Ermittler wider Willen Joachim und Marie-Louise, sondern vor allem durch ihre mit Bedacht ausgewählten Handlungsstränge. Flott geschrieben entwickeln ihre Kriminalromane eine Dynamik, die dem Leser auch jeweils ein Thema nahebringen, die nicht unbedingt zum Standard-Repertoire der Kriminalliteratur gehören.
In diesem Kriminalroman verwebt sie Millieu-Studie, Geschichtsstunde und eine Reihe von lebendigen Charakteren zu einer lesenswerten und spannenden
Story!
Und sie nährt die Hoffnung auf ein literarisches Wiedersehen mit Joachim und Marie-Louise!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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