Das Ritual von Eliot Pattison

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Bone Rattler, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Rütten & Loening.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 1701 - 1800.

  • Berkeley: Counterpoint, 2007 unter dem Titel Bone Rattler. 460 Seiten.
  • Berlin: Rütten & Loening, 2008. Übersetzt von Thomas Haufschild. ISBN: 978-3352007545. 532 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2009. Übersetzt von Thomas Haufschild. ISBN: 978-3-7466-2521-8. 543 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2009. Gesprochen von Alexander Bandilla. ISBN: 383680459X. 16 CDs.

'Das Ritual' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Duncan ist von den Engländern wegen Hochverrats zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nun soll er in den neuen Kolonien seine Strafe verbüßen. Schon die Überfahrt ist voller Rätsel und Gefahren. Zwei Morde geschehen, rituelle Zeichen tauchen auf, und immer wieder ist von Stony Run die Rede, einem Ort, wo es angeblich einen geheimnisvollen Kampf gegen die Indianer gegeben hat. In New York hofft Duncan seinen Bruder wiederzusehen, der bei der englischen Armee dient. Doch Jamie ist zu den Indianern übergelaufen. Duncan ahnt, dass man ihn nur als Lockvogel in die Kolonien geholt hat. In Stony Run soll er seinen Bruder wiederfinden – und die Wahrheit über sich selbst und den Kampf der Weißen erfahren.

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muprl zu »Eliot Pattison: Das Ritual« 18.02.2009
Dieser Krimi mit dem Schauplatz "wilder Westen" ist großartig. Aber Achtung: Er ist auch sehr anspruchsvoll. Der Schreibstil und die recht komplizierte Handlung lesen sich nicht einfach weg - es bedarf ein wenig Anstrengung und Aufmerksamkeit um voran zu kommen. Auch dauert es eine ganze Weile, bis wirklich Spannung aufkommt, denn die Handlungsfäden werden langsam und sorgfältig aufgenommen und erst nach und nach durch dezente Hinweise kunstvoll miteinander verknüpft. Es ist kein "klarer Fall" nach dem Schema: Leiche --> Mörder suchen. Nein, es ergibt sich erst im Laufe des Romans ein "Fall" und ein Geheimnis - nein, sogar mehrere.
Durch diese besondere Bauweise entwickelt der Roman eine größere Komplexität und auch Folgerichtigkeit als viele andere, doch muss man sich diese wirklich erarbeiten.
Erst im letzten Drittel versteht man, was dieser Roman eigentlich leistet - und ich zumindest war begeistert und beeindruckt von der Darstellung dieses Gesellschaftsbildes, was mit so wenig Klischees und so wenig Verurteilung auskommt, wie kaum ein anderes. Auch sprachlich enttäuscht dre Autor nicht.
Fazit: Ein Buch für Krimi-Fans, die gerne etwas neues probieren, fernab der ausgetretenen Pfade, und die Herausforderung nicht scheuen. Von mir 97°
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