Der wandernde Spielzeugladen von Edmund Crispin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

deutsche Ausgabe erstmals 1946 .
Ort & Zeit der Handlung: , 1930 - 1949.
Folge 3 der Gervase-Fen-Serie.

  • London: Victor Gollancz, 1946 The Moving Toyshop. Übersetzt von Eva Sobottka. 150 Seiten.
  • München: Heyne, 1974 Mord im 1. Stock. Übersetzt von Leni Sobez. ISBN: 3-453-10205-3. 159 Seiten.
  • Zürich: Haffmanns, 1993. Übersetzt von Andreas Vollstädt. ISBN: 3-251-30011-3. 270 Seiten.
  • München: Heyne, 1993. Übersetzt von Andreas Vollstädt. ISBN: 3-453-06483-6. 270 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2003. Übersetzt von Eva Sobottka. ISBN: 3832183108. 256 Seiten.

'Der wandernde Spielzeugladen' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch E-Book

In Kürze:

Richard Cadogan, Dichter in der Midlife-Krise, fährt nach Oxford. Bei seinem nächtlichen Eintreffen entdeckt er in einem Spielzeugladen die Leiche einer Frau. Es kommt, wie es immer kommt: Als die Polizei eintrifft, ist nicht nur die Leiche verschwunden, sondern gleich der ganze Laden. Nur Literaturprofessor Gervase Fen glaubt die Geschichte – er weiß, dass die Wirklichkeit manchmal seltsamer ist als die Fiktion. Mit allerlei seltsamen Gehilfen gelingt es Fen, einen Fall voller Slapstick aufzudecken.

Das meint Krimi-Couch.de: »Überschäumend witziger und spannender Krimi-Klassiker« 100°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Nicht in exotische Fernen, sondern in die friedliche englische Universitätsstadt Oxford, Ort jugendlich-akademischer Abenteuer, zieht es den ausgelaugten Schriftsteller Richard Cardogan in diesem Herbst des Jahres 1938. Statt dessen verschlägt es ihn schon bei der Ankunft in einsamer Nacht in einen scheinbar verlassenen Spielzeugladen. Dort bleibt ihm gerade die Zeit, die Leiche einer älteren Frau zu entdecken – dann trifft ihn der Hieb ihres offensichtlichen Mörders. Am Morgen erwacht und entweicht Cardogan dem gruseligen Ort und kehrt mit der Polizei zurück. Das Haus findet er, doch es ist kein Spielzeugladen, ist offenkundig nie einer gewesen – und eine Leiche gibt es selbstverständlich auch nicht.

Die Polizeibeamten tippen sich vielsagend an die Stirn und setzen den offensichtlichen Spinner an die frische Luft. Verzweifelt wendet sich Cardogan an einen alten Freund: Gervase Fen ist Professor für Englische Literatur an einem der zahlreichen Colleges der Universitätsstadt. Außerdem ist Fen ein bekannter Amateur-Detektiv – und ein großer Exzentriker mit einem übergroßen Selbstwertgefühl, der die Welt ungern über sein Genie im Ungewissen lässt und vertrackte Fälle liebt.

Gern nimmt sich Fen daher des Falls an. Die Identität der verschwundenen Toten ist bald geklärt. Emilia Tardy war als Erbin ihrer jüngst bei einem Unfall verschiedenen Tante, der verschrobenen Millionärin Elizabeth Snaith, aus dem Ausland nach England gerufen worden. Den undurchsichtigen Rechtsanwalt Rosseter hatte sie mit der Testamentsvollstreckung betraut. Fen und Cardogan finden deutliche Hinweise darauf, dass er sich statt dessen des Snaithschen Vermögens bemächtigen will und mit seinen Helfershelfern lästige Konkurrenten aus dem Weg räumt. Das beschauliche Oxford verwandelt sich in einen Hexenkessel, als Fen und Cardogan den Schurken das Handwerk legen wollen, während stets im Hintergrund das große Rätsel bleibt: Wie – und warum – wandert ein Spielzeugladen durch die Stadt ...?

Mord in Oxford, der Stadt der Weisen & Wirrköpfe: Kann ein englischer Krimi noch klassischer sein? Eine nette alte Damen wird erdrosselt, ein schurkischer Rechtsverdreher im Augenblick des Geständnisses durch das Fenster erschossen; ein schockierter Zeugen stiehlt Lebensmittelkonserven und wird dafür hartnäckig von der Polizei verfolgt, die gleichzeitig ignoriert, dass man sich auf den Straßen der Stadt groteske Verfolgungsjagden liefert – schon diese Schlaglichter machen deutlich, dass »Der wandernde Spielzeugladen« nicht unbedingt ein lupenreiner Thriller ist.

Zwar stimmen die Zutaten. Sie werden von einem ambitionierten Meister seines Fachs spielerisch so gemischt, dass aus dem Krimi eine Komödie wird – ohne dadurch die Spannung zu verlieren. Wieder macht sich Crispin ständig geistvoll lustig über das Genre. Gervase Fen weiß ganz genau, dass er nur die Figur in einem Kriminalroman ist. Das erklärt auch seine absolute Gleichgültigkeit sämtlichen Konventionen gegenüber; er lebt mit den übrigen Darstellern in einer Traumwelt und hat es nicht nötig, sich mit realistischen Alltagsproblemen abzugeben. So sehen wir Fen nur einmal und dann ansatzweise seinen angeblichen Job ausüben; statt dessen gibt es offenbar keine Schwierigkeiten, wenn er sich statt dessen zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Verbrecherjagd begibt. Dabei werfen er und seine Mitstreiter sich Zitate aus alten Romanen, Gedichten, Liedern zu, die heute in der Regel per Anhang zu erläutern sind, vom zeitgenössischen Leser aber offensichtlich entschlüsselt werden konnten: Crispin schrieb »literarische« Krimis, in denen der Stil über die Story triumphiert.

Der Plot belegt diese These eindrucksvoll, denn der Plan, einen Laden wandern zu lassen, ist so überkompliziert, dass er nur in Crispins Oxford (fast) aufgehen kann. Erbschleicherei als Motiv ist dem klassischen britischen »Whodunit« eines der liebsten; für Crispin ein guter Grund, die damit einhergehenden Klischees aufzuweichen und auf seine spezielle Weise zu variieren.

Und anscheinend wusste Crispin auch die Größten zu beeindrucken: Das dramatische Finale, in dem sich Fen und der Mörder auf einem Amok laufen Karussell einen Kampf auf Leben und Tod liefern, finden wir fünf Jahre später fast originalgetreu übernommen von Alfred Hitchcock in »Strangers on a Train« (1951, dt. »Der Fremde im Zug«) …

In seinem dritten Abenteuer treffen wir einen Gervase Fen auf der Höhe seiner Tatkraft – eine unwiderstehliche Mischung aus Genie, Chaot und purer Lebensfreude. Edmond Crispin hat sichtlich an schriftstellerischem Geschick gewonnen und krönt seine turbulente Geschichte mit liebenswerten, karikiert überzeichneten Figuren.

Der Schauplatz bietet sich natürlich geradezu an. Geflügelt ist das Wort vom zerstreuten Professor, und Oxford ist das Nest, in dem sie aus dem Ei schlüpfen. In fernab der schnöden Alltagswelt beheimateten Elfenbeintürmen gehen sie hoch geehrt und gut bezahlt ihren Forschungen nach und bilden die zukünftige Elite ihres Landes aus – wahrlich eine versunkene Welt, die in der kulturfeindlichen Gegenwart noch fremdartiger anmutet.

Käuze hocken hier in jedem Collegefenster. Crispin stellt uns eine repräsentative Auswahl vor, während er seine Hauptfiguren kreuz und quer durch Oxford hetzt. Unter diesen sticht der uralte, stocktaube, aber immer noch lebenslustige Ex-Professor Wilkes hervor. Aber auch die nichtakademischen Bürger treten gelinde gesagt exaltiert auf; die Umgebung färbt wohl ab. Da gibt es beispielsweise wie selbstverständlich literaturbeflissene Lastwagenfahrer, die sich bereitwillig für eine Verfolgungsjagd zur Verfügung stellen. Die weibliche Hauptrolle ist keine College-Frau, sondern ein Mädchen aus dem Volke – frank und frei im Denken und Reden, mit beiden hübschen Beinen fest im Leben stehend.

Wie es sich für ein Krimi-Märchen gehört, sind die Schurken so demonstrativ böse, dass man sie keinen Augenblick Ernst nehmen kann. »Rechtsanwalt« Rosseter gibt sich zwar große Mühe als skrupelloser Schuft und Mörder zu überzeugen, aber er vergisst dabei keine Sekunde seine Manieren. Seine Helfershelfer mimen ebenfalls gern den verkommenen Strolch, stellen sich aber bei jeglichem kriminellen Tun so ungeschickt an, dass man sie nicht gerade als Bedrohung betrachtet.

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SukRam zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 22.02.2011
Ein Lesevergnügen mit liebevollen Charakteren, die einem ans Herz wachsen! Ein Rätselkrimi mit Thriller-Elementen und einem Humor, der auch aus einer aktuellen Sitcom entsprungen sein könnte.
Wenn Crispin sich über Professoren und Literaturkritiker lustig macht, tut er das mit einer kein bisschen angestaubt wirkenden Sprache.
Wer in diesem Denk-Spiel am Ende eigentlich der Mörder ist, tritt in den Hintergrund. Es ist Gervase Fen, der in typischer Krimi-Manier die Schlüsse zieht, auch wenn er in seiner Verwegenheit viel witziger erscheint als viele seiner trockenen britischen Kollegen!

Meine Wertung: 83°
Samoa zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 16.07.2010
Ein rasanter, aberwitziger "Ein-Tages-Echtzeit-Krimi", in dem sich kurios-skurrile Ereignisse geradezu atemlos überstürzen.

Der Schreibstil, aufgrund des Entstehungsjahres 1938, liebenswert antiquiert-verschroben, die Figuren hemmungslos überzeichnet, das Wer-war-der-Mörder-Puzzle am Ende kunstvoll zusammengefügt, beständig eingebettet in diesen unnachahmlichen und unwiderstehlichen British Humour.

Ein Lesevergnügen, das ohne exzessives Blutvergießen auskommt und somit fast schon ruhig-beschaulich wirkt - wenn man nicht gerade lachen muss… 80°
Stefan83 zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 08.03.2010
Wenn man selbst genug von der dunklen Jahreszeit hat und die weiße Pracht des Schnees so langsam zum eisigen Ärgernis wird, ist es vielleicht nur wenig klug, sich ausgerechnet einen klassischen Krimi des Golden Age als Lektüre auszuwählen, denn. diese sind bekanntlich von gemächlichem Tempo und nicht selten durchsetzt von einer finsteren bis gruseligen Kulisse. Wie gut, dass es Ausnahmen von der Regel gibt. Edmund Crispin, Pseudonym des britischen Autors Bruce Montgomery, ist eine davon. Wer zuvor stets behauptet hat, den Vertretern der Rätsel-Krimi-Fraktion mangele es an Geschwindigkeit, sieht sich hier äußerst eindringlich und geistreich eines Besseren belehrt. Gervase Fens drittes Abenteuer hat mich nicht nur endgültig zum Fan dieser Serie, sondern streckenweise auch an den Rand eines Lachkrampfs gebracht. Die Geschichte sei schnell angerissen:

England im sonnigen Herbst des Jahres 1938. Der Dichter und Schriftsteller Richard Cardogan hat genug von der Schreiberei und sehnt sich nach Abwechslung und Abenteuer. Nachdem er seinem zerknirschten Verleger fünfzig Pfund Reisegeld aus der Tasche geleiert hat, reist er noch am selben Abend los – sein Ziel: Oxford. Er kann zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass mit seiner Ankunft, die sonst so idyllische englische Universitätsstadt zum Schauplatz hektischster Aktivitäten werden wird. Angelockt von der Neugier und angetrieben von schier unerschöpflichem Tatendrang betritt er die offene Eingangstür eines Spielzeugsladens, um dort im oberen Stockwerk die erdrosselte Leiche einer älteren Frau zu entdecken. Bevor ihm die Zeit bleibt irgendetwas zu unternehmen, schickt ihn ein Hieb in die schmerzvolle Dunkelheit. Erst Stunden später, am nächsten Morgen, erwacht Cardogan, und begibt sich, nachdem er seinen Magen ausgiebig im Hinterhof des Hauses entleert hat, zur Polizei, um diese zum Tatort zu führen. Zu seiner Überraschung findet sich unter dieser Adresse jedoch kein Spielzeug-, sondern ein Lebensmitteladen. Und von der Leiche fehlt natürlich ebenfalls jede Spur.

Die Polizei, welche Cardogan inzwischen für einen verrückten Spinner hält, speist ihn mit wohlmeinenden Platitüden ab und legt den Fall zu den Akten. In seiner Verzweiflung sucht dieser nun seinen alten Freund, den exzentrischen Englisch-Dozenten und Amateur-Detektiv, Gervase Fen auf. Dieser ist von der Aussicht auf ein wenig Abwechslung sehr begeistert und stürzt sich in der ihm eigenen Art und Weise auf den Fall. Und Cardogan, der jetzt an Fens Seite durch Oxford eilt, beginnt seinen Wunsch nach Abenteuer mit jeder Stunde mehr zu bereuen …

Was nun folgt ist eine aberwitzige Geschichte mit wortwörtlich durchgetretenem Gaspedal, welche mit allen Regeln des Golden Age Krimis aufs abenteuerlichste bricht. Wo sonst andere Vertreter des Genres lange am Tatort verweilen, um Motive, Indizien und Ideen in Gedanken zu umreißen, stürzt sich hier der Detektiv augenscheinlich ohne Sinn und Verstand in die Arbeit. Gervase Fen läuft in „Der wandernde Spielzeugladen“ absolut zur Hochform auf. Der selbstherrliche Chaot, dem natürlich klar ist, dass er nur eine Figur in einem Kriminalroman ist, wirft jede Konvention über Bord und schert sich dementsprechend auch wenig um irgendwelche Gesetze. Frei nach dem Motto: Wenn die Polizei zu behäbig ist, muss man die Sache selbst in die Hand nehmen und dabei auf jedwedes Hilfsmittel zurückgreifen. In diesem Fall ist das die angetrunkene Rudermannschaft des Colleges, welche, angelockt von der Belohnung durch noch mehr Alkohol, in den nächsten vierundzwanzig Stunden von Fen als Verbrechensbekämpfungseinheit rekrutiert wird. Die Folge ist eine Reihe grotesker Verfolgungsjagden, die beim Leser garantiert keine Auge trocken lassen.

Crispin schreibt amüsant, köstlich ironisch, und spickt seinen intelligenten Krimi mit einer Reihe literarischer Anspielungen, wie es sich halt auch für eine in Oxford spielende Handlung gehört. Wen störts da, dass die Figuren schon dermaßen überzeichnet sind, dass sie wie Karikaturen wirken? Vom D.H. Lawrence zitierenden Lastwagenfahrer über den rattengesichtigen Tatverdächtigen bis hin zur verschrobenen alte Dame. Crispin reizt das Spektrum der typischen Krimifiguren bis an die Grenzen aus und verwandelt Oxford in einen turbulenten Hexenkessel. Umso erstaunlicher ist es dann, dass aus diesem komödiantischen Kammerspiel keine komplett platte Komödie wird, denn der Autor, welcher „künstlich-kunstvolle“ Krimis schreiben wollte, schafft es trotz allem immer wieder die Spannung hoch und die Frage nach der Identität des Mörders offen zu halten. Was kann er schon dafür, dass bei all dieser Rasanz und Hektik dem Leser die Antwort darauf bald herzlich egal ist. Er gibt sie trotzdem und lässt das Buch in einem Showdown schließen, der für Vertreter des Golden Age eher unüblich ist und das ohnehin schon überstrapazierte Zwerchfell des Lesers noch ein letztes Mal auf die Probe stellt.

Insgesamt ist „Der wandernde Spielzeugladen“ der bis hierhin beste Band der Gervase-Fen-Reihe, dem eine höhere Bewertung nur aus folgenden Gründen versagt bleibt: Bei all der Slapstick und augenzwinkernden Ironie (Crispin macht sich mehr als einmal über das Genre lustig), wirkt der Humor doch an mancher Stelle etwas zu gewollt und übertrieben. Und auch Fen bleibt eine Figur, die man als handelnden Ermittler akzeptieren, allerdings ganz sicher nicht mögen kann. Ein kurzweiliger, erfrischender Thriller-Whodunit-Mischling aus der Nachkriegszeit, der zur Erheiterung besser taugt, als zum Miträtseln.
23 von 32 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Moni G. zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 25.02.2010
Aberwitzig, ironisch, literarisches Puzzle, geistreiche Dialoge und überdrehtes Tempo - nach der Lektüre von einigen düsteren Thrillern (trozdem gute Krimikost) war das Buch das reinste Vergnügen. Meine absolute Lieblingsszene: Die verrückte Jagd der Protagonisten zusammen mit angetrunkenen Oxford-Studenten auf den spindeldünnen Docktor - einfach köstlich. Ich werde jetzt noch mehr von Crispin lesen - und hoffentlich nicht enttäuscht werden.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Tina zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 29.03.2009
Und da sage noch einer, den Krimi-Klassikern fehle es an Tempo. Kaum ist die Szenerie aufgebaut, gibt es eine abenteuerliche Verfolgungsjagd nach der anderen. Die sich in ihrer Aberwitzigkeit auch noch steigern. Die einzige Verfolgungsjagd in einem klassischen Krimi, die das hier gebotene noch toppt, ist die Jagd der nackten Professoren bei Robert Robinson. Wobei die besagte Nacktbadeanstalt auch hier eine Rolle spielt. Scheint ein wahrhafte bekanntes Etablissement gewesen zu sein.
Rasant und komisch. Der bisher beste Gervase Fen Krimi den ich gelesen habe. 83°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Gaspar zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 25.02.2009
Edmund Crispin hat seinen eigenen, komödiantischen Stil, bei dem es dem Leser überlassen bleibt, ob er ihn wirklich lustig findet. Die Figuren der Geschichte sind so skurril wie ihre Namen, z.B. der Oxford-Professor für englische Literatur Gervase Fen, der als Amateur-Detektiv den Fall zusammen mit dem Lyriker Richard Cadogan löst. Die teilweise anspruchsvollen Dialoge sind gespickt mit Zitaten in allen möglichen Sprachen, für die es im Anhang Übersetzungshilfen gibt. Als reiner Krimi kann das Ganze nicht so überzeugen, da die Protagonisten einfach zu viel wagen und dann durch unglaubliche Zufälle (deus ex machina) gerettet werden. Auch bei der Ermittlung hilft der Zufall kräftig mit. Oxford ist eine Großstadt, wo man nicht so zufällig den passenden Leuten begegnen dürfte. Für mich war die Story eine Abwechslung, weitere Romane dieses Autors werde ich aber vermutlich nicht lesen.
Batti zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 15.03.2008
Witzig, rasant und keineswegs altbacken; Zeit der Handlung ist immerhin 1938!
Verfolgungsjagden, skurrile Figuren - alles herrlich beschrieben. Einfach eine mitreißende Geschichte, die zu keiner Zeit langatmig wird.
Ein Krimi vom Feinsten.
Elmar zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 22.03.2005
Witzig, aber nicht eigentlich ein Krimi. Der 'Fall' tritt im Laufe der Zeit immer mehr hinter den selbstzweckhaften Verwirrungen zurück. Fen ist mir nicht sympathisch, ich finde ihn (ohne das jetzt genau begründen zu können) irgendwie faschistoid, mit seiner zynischen Art. - Das Buch ist übrigens früher ebenfalls ungekürzt bei Haffmanns erschienen, da gibt es auch noch eine Skizze von den Zimmern am Tatort, die bei DuMont merkwürdigerweise fehlt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jules zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 23.11.2004
Ich bin dem Dumont-Verlag wirklich dankbar, dass er solche Schätze wie "Der wandernde Spielzeugladen" neu auflegt. Habe das Buch schon vor Jahren gelesen und bin immernoch begeistert. Was den Inhalt angeht, kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen: Eine wilde Jagd durch Oxford mit irren Wendungen.
svea zu »Edmund Crispin: Der wandernde Spielzeugladen« 26.08.2003
Eine irrsinnig komische Jagd nach einem Spielzeugladen, einer Leiche und dem Mörder quer durch Oxford, dazu jede Menge skurrile Typen und literarische Zitate.
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