Liebe Leserinnen und Leser,
Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.
Entweder das, oder ein gutes Buch stellt den perfekten Weggenossen in die dunklere und kältere Jahreszeit. Vielleicht mal wieder einen »Noir« ausgraben oder auf eine neuzeitliche Entdeckungsreise ans Ende der Nacht gehen.
Dieter Paul Rudolph liefert in seiner Kolumne den Leitfaden dazu.
Aber auch abseits des nachtschattigen Genrezweigs bietet die Septemberausgabe Bücher unterschiedlichster Form, Farbe und Ausrichtung.
Ein großer Stapel deutschsprachiger Kriminalromane (und –geschichten) hat sich aufgetürmt. Nicht jeder überzeugt, doch Highlights lassen sich natürlich auch hier finden.
Ebenso bei den Büchern aus aller Welt, wobei in den nächsten Monaten Südamerika, speziell Argentinien, in den Focus der Bücherwelt rücken wird.
Wir warten gleichermaßen gelassen wie gespannt ab und müssen nur feststellen, dass ein »Atomkrimi« fehlt. Aber den liefern im Moment ja auch Bundesregierung und Atom-/Stromwirtschaft im Verbund ab. Allerdings in einer jämmerlichen Variante.
Da halten wir es lieber mit den richtigen Autoren und erneut Georg Trakl, der seinen »Verklärten Herbst« dem Titel entsprechend ausklingen lässt:
Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht -
Das geht in Ruh und Schweigen unter.
Ergriffen schweigend und zu Thomas Willmanns Das finstere Tal greifend (ein kommender (Voll)treffer?), Ihr
Jochen König

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