Liebe Leserinnen und Leser,
Nicht nur zum Start ins Neue Jahr gilt:
Die Themen für Kriminalromane liegen auf der Straße. Ob globale, wie Finanzkrisen, Klimawandel, Datenklau und Politiker, die sich über das Gesetz stellen; oder die alltäglichen Verbrechen zwischen Mobbing und Mord – Bücher lassen sich damit massenhaft füllen. Doch auch der kleine Eskapismus hat nicht ausgedient, mit seinen Rätseln, (pseudo)wissenschaftlichem Großaufgebot, den psychopathischen Superhirnen und dem mal herzigen, mal hinterlistigen Ausflug in die Provinz.
Der Januar hat ein wenig von all dem zu bieten: abgebrühte Klassiker (Richard Stark), das vielschichtige, generationsübergreifende Debüt von Jay Asher, fast alltägliche Stories (Ferdinand von Schirach), das teuflische Wien (Marcus Rafelsberger), den etwas anderen Schwedenkrimi (Jens Lapidus), dunkel funkelndes Südafrika (Richard Kunzmann); Ausflüge ins historische Venedig (Nicholas Remin) und ins Innere Deutschlands (z.B. Elke Schwab). Und einiges mehr.
Misslungenes, Mittelmäßiges, Überdurchschnittliches und einen Volltreffer, der für reichlich Gesprächsstoff sorgen dürfte. Der engagierte Pulp Master-Verlag hat ein kurzes, radikales, außergewöhnliches Buch aus Italien veröffentlicht. Ein wütender Skin als bizarrer privater Ermittler, in einem Sumpf aus Politik, Gewalt, Fanatismus und Computerkriminalität. Knapp, schnell, präzise und äußerst spannend erzählt von Angelo Petrella; wohlwollend besprochen von Dieter Paul Rudolph.
So kann es weitergehen …
Und wer Zeit und Lust dazu hat, kann Melanie Krüp bei ihrer »Umfrage zu Leserkommentaren auf der Krimi-Couch« unterstützen, die sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Fach Buchwissenschaft an der Ludwig-Maximilans-Universität München veranstaltet. Geht schnell und tut garantiert nicht weh.
Zu finden ist der kleine Fragebogen hier.
Herzlichen Dank im Voraus!
Das Team der Krimi-Couch wünscht ein wunderbar aufregendes 2010.
Oder, um mit Christian Morgenstern zu sprechen:
Laß die Moleküle rasen,
was sie auch zusammenknobeln!
Laß das Tüfteln, laß das Hobeln,
heilig halte die Ekstasen.
Ihr,
Jochen König

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