Der Mann, der alles wusste von Edgar Wallace

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1919 unter dem Titel The man who knew, deutsche Ausgabe erstmals 1932 bei Goldmann.

  • London: George Newnes, 1919 unter dem Titel The man who knew. 252 Seiten.
  • Leipzig: Goldmann, 1932 Zwischen zwei Männern. Übersetzt von Ravi Ravendro. 229 Seiten.
  • München: Goldmann, 1953. Übersetzt von Ravi Ravendro. 204 Seiten.
  • München: Goldmann, 1956. Übersetzt von Ravi Ravendro. 185 Seiten.
  • München: Goldmann, 1971. Übersetzt von Ravi Ravendro. ISBN: 3-442-00086-6. 162 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1993. Übersetzt von Edith Walter. ISBN: 3-502-51398-8. 176 Seiten.

'Der Mann, der alles wusste' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Vom Goldschürfer in Afrika zum Bankier und Millionär – die Karriere des John Minute ist nicht nur mit guten Taten gepflastert. Das kostet Minute Schweigegelder – aber wenn er den Forderungen der Erpresser nicht mehr nachkommt, muss er mit dem Leben bezahlen.

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Ktrd zu »Edgar Wallace: Der Mann, der alles wusste« 18.09.2012
 Edgar Wallace (1918): The man who knew von


Um mit der Tür ins Haus zu fallen: ich fand den Krimi ausgesprochen spannend!

Die Frage ist nur warum?

Ich habe das Buch in der gemeinfreien, digitalisiereten Ausgabe von Small, Maynard & Company, Boston (1918) gelesen.
Obwohl ungeübt in English Books ging die Leserei ganz flüssig. Wallace hat das Buch in sehr einfacher Sprache geschrieben und gänzlich ohne "Längen".
Da ich vom Autor - aufgrund der spannenden Filme in meiner Jugend (der Hexer, der Zinker...) positiv voreingenommen war, bin ich seiner Geschichte mit viel Bereitschaft gefolgt und fand es spannend bis zum Schluss.
Denn tatsächlich war ich mir bis kurz vor Schluss nicht sicher, ob jetzt der eine, oder doch der andere...
Und ziemlich genau das, machte meine Spannung aus.
Aber auch nur das.
Jetzt, 2 Tage später, merke ich, das nicht so viel übrig blieb von diesem Krimi.
Insbesondere blieb nicht viel von den Charakteren: eigentlich waren alle ziemlich Klischeehafte Gebilde, die ihr künstliches Leben sofort aushauchen, wenn das Buch länger als 1 Stunde und 30 Minuten geschlossen ist.
Aber wenn man es altbacken mag, dann kommt man auf seine Kosten: Frauen sind überwiegend für die Gefühle zuständig - für was auch sonst noch, ist mir irgendwie nicht hängengeblieben. Männer machen Geschäfte und die Polizei ist grundsolide, wenn sich nicht grade ein Hallodri da reinschleicht. Und Millionäre - seinen wir ehrlich! - Millionäre haben sich ihr Vermögen da doch durch irgendwelche krummen Sachen (in Afrika oder) zusammengekratzt: knallharte Geschäfte (nix für Frauen) und sind am Ende doch um ihre Familien besorgt oder um ihre "Ziehtochter", jedenfalls auch doch nicht nur gewissenlos - aber manchmal müssen sie dran glauben.
Natürlich muss man dran denken, dass Edgar Wallace vor rund 80 Jahren lebte, eine Zeit anderen Charaktervorstellungen.
Dennoch, es bleibt der Eindruck, dass die Charaktere sehr klischeehaft und fix zusammengebastelt wurden und dann geht es nur noch um den Plot.
Kurz nach der Auflösung, hatte ich das Gefühl, Auweia, war das jetzt eigentlich eine Art Groschenroman?
Das konnte ich aber schnell verdrängen.
Denn wie gesagt, ich fand das Buch spannend und werde -  mit etwas Abstand bestimmt noch einen weiteren lesen,

wobei:..."Hier spricht Edgar Wallce... peng, peng, peng" war damals viel, viel spannender.
Ktrd zu »Edgar Wallace: Der Mann, der alles wusste« 30.08.2012
Edgar Wallace: The man who knew


Um mit der Tür ins Haus zu fallen: ich fand den Krimi ausgesprochen spannend!

Die Frage ist nur warum?

Ich habe das Buch in der gemeinfreien, digitalisierten Ausgabe von Small, Maynard & Company, Boston (1918) gelesen.
Obwohl ungeübt in „English Books“, ging die Leserei ganz flüssig. Wallace hat das Buch in sehr einfacher Sprache geschrieben und gänzlich ohne "Längen".
Da ich vom Autor - aufgrund der spannenden Filme in meiner Jugend (der Hexer, der Zinker...) positiv voreingenommen war, bin ich seiner Geschichte mit viel Bereitschaft gefolgt und fand es spannend bis zum Schluss.
Denn tatsächlich war ich mir bis kurz vor Schluss nicht sicher, ob jetzt der eine, oder doch der andere...
Und ziemlich genau das, machte meine Spannung aus.

Aber auch nur das.
Jetzt, 2 Tage später, merke ich, das nicht viel übrig blieb von diesem Krimi.
Insbesondere blieb nicht viel von den Charakteren: eigentlich waren alle ziemlich klischeehafte Gebilde, die ihr künstliches Leben sofort aushauchen, wenn das Buch länger als 1 Stunde und 30 Minuten geschlossen ist.

Wenn man es allerdings altbacken mag, dann kommt man auf seine Kosten: Frauen sind überwiegend für die Gefühle zuständig - für was auch sonst noch, ist mir irgendwie nicht hängen geblieben. Männer machen Geschäfte und die Polizei ist grundsolide, wenn sich nicht gerade ein Hallodri da einschleicht. Und Millionäre - seien wir ehrlich! - Millionäre haben sich ihr Vermögen doch durch irgendwelche krummen Sachen (in Afrika oder weißderTeufel wo ) zusammengekratzt: knallharte Geschäfte (nix für Frauen) und sind am Ende doch um ihre Familien besorgt oder um ihre "Ziehtochter", jedenfalls auch doch nicht nur gewissenlos

- aber manchmal müssen sie dran glauben.

Natürlich ist zu bedenken, dass Edgar Wallace vor über 80 Jahren lebte, einer Zeit mit anderen Wert- und Charaktervorstellungen – aber muss es gleich so klischeehaft sein: im freien Raum des Buches?

Mir bleibt jedenfalls der Eindruck, dass die Charaktere sowohl klischeehaft als auch fix zusammengebastelt wurden und dann geht es nur noch um den Plot.

Kurz nach der Auflösung (also wer jetzt...) , hatte ich das Gefühl, Auweia, war das jetzt eigentlich eine Art Groschenroman?
Das konnte ich aber ganz schnell verdrängen.
Denn wie gesagt, ich fand das Buch spannend und werde - mit etwas Abstand - bestimmt noch einen Weiteren lesen,

wobei:
..."Hier spricht Edgar Wallace... peng, peng, peng" war damals viel, viel spannender.


Gruß
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