Blondes Gift von Duane Louis

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel The Blonde, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Heyne.

  • New York: St. Martin´s Minotaur, 2006 unter dem Titel The Blonde. Geschrieben als Duane Swierczynski. 352 Seiten.
  • München: Heyne, 2007. Übersetzt von Frank Dabrock. Unter dem Pseudonym Duane Louis. ISBN: 978-3-453-43265-9. 352 Seiten.

'Blondes Gift' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ich habe Ihren Drink vergiftet …und in zehn Stunden sind Sie tot." Aus einem scheinbar harmlosen Flirt mit einer attraktiven Blondine wird für den eher biederen Reporter Jack plötzlich bitterer Ernst. Es beginnt eine atemlose Reise durch die Nacht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Der schrägste Pageturner 2007« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Der Journalist Jack Eisley ist in Philadelphia gelandet, wo ihn am nächsten Morgen einen Termin mit dem Scheidungsanwalt seiner Frau hat. Nun relaxt er noch ein bisschen an der Flughafenbar und hält Smalltalk mit einer Blondine (Kelly), die ihm plötzlich eröffnet, sie habe seinen Drink vergiftet. Natürlich hält Jack dies für einen makabren Scherz, glaubt zunächst an einen Betrugsversuch oder eine plumpe Form der Anmache. Kelly versucht ihn jedoch zu überzeugen und weist ihn darauf hin, dass er binnen zehn Stunden sterben wird, wenn er kein Gegengift erhalte. Erste Brechreizanfälle würden sich hingegen schon innerhalb der nächsten Stunde ergeben.

Jack lässt die Frau sitzen und fährt zu seinem Hotel, wo er nach kaum einer Stunde bereits wiederholt die Toilette aufsuchen muss. Kurz entschlossen fährt er zurück zum Flughafen, wo ihn Kelly offenbar erwartet hat, wenn auch in Begleitung eines fremden Mannes. Dieser wird kurzerhand abserviert und die beiden fahren in Jacks Hotel, wo ihm Kelly eröffnet, dass sich ein Ortungssystem, sog. Nanomaschinen, auch Mary Kates genannt, in ihrer Blutbahn befindet. Diese können nicht nur wie der Aids-Erreger weitergegeben werden, sondern haben zusätzlich noch eine besonders drastische Nebenwirkung: Befindet sich kein anderer Mensch in einem Umkreis von drei Metern in der Nähe der infizierten Person stirbt diese binnen zehn Sekunden. Daher soll Jack mit ihr die Nacht verbringen, zum Ausgleich würde er am nächsten Morgen das Gegengift erhalten. Jack ist von Kelly gleichermaßen fasziniert wie entsetzt und obwohl er sie weiterhin für eine durchgeknallte Irre hält begeht er den Fehler, sie zu küssen.

Ein tödlicher Fehler wie er bald feststellen soll, denn als kurz darauf ein Profikiller in sein Hotelzimmer stürzt, beginnt für ihn die schlimmste Nacht seines Lebens …

»Ich habe Ihren Drink vergiftet!«

Mit diesen Worten beginnt einer der interessantesten Romane des Jahres 2007. Eine grandiose Achterbahnfahrt mit atemberaubenden Schnitten und einer gelungenen Mischung aus Action und Humor. Die Story beginnt um 21:13 Uhr und endet am frühen Morgen des nächsten Tages. Die einzelnen Kapitel wechseln mitunter im Sekundentakt.

Ein Profikiller geht seinen eigenen Weg

Wir begleiten einerseits die grotesk anmutende Entwicklung zwischen Jack und Kelly, andererseits die Aktionen des Profikillers Mike Kowalski. Dieser befindet sich eigentlich auf einem privaten Rachefeldzug gegen die Cosa Nostra in Philadelphia, da diese für den Tod seiner schwangeren Freundin verantwortlich ist, arbeitet jedoch auch hauptberuflich als Killer für eine geheime Unterabteilung des Ministeriums für Heimatschutz. Am Flughafen von Philadelphia wird er auf Kelly angesetzt, doch als diese den (oben erwähnten) fremden Mann einfach stehen lässt, wird dieser zur neuen Zielperson erklärt.

Es handelt sich um Ed Hunter, der wenig später zu Hause stirbt (zuvor hatte ihm Kelly zum Abschied am Flughafen einen Kuss gegeben). Kowalski soll den Kopf des Mannes sicherstellen, was diesem auch mit einigen Komplikationen gelingt. Danach soll er Kelly finden, wird jedoch wenig später von dem Fall abgezogen. Dies ist ihm, dem »South-Philly-Killer«, noch nie passiert und so will er die Sache auf seine Weise erledigen. Immer dabei auf seiner Jagd durch die Nacht, der abgetrennte Kopf von Ed Hunter …

Wie übersteht man eine Nacht in einer fremden Stadt, wenn man binnen zehn Sekunden stirbt, sofern kein anderer Mensch in der direkten Nähe ist?

Währenddessen hat Jack ein weitaus schlimmeres Problem, denn nachdem er Kelly geküsst hat, läuft nicht nur der Countdown hinsichtlich des injizierten Giftstoffes, sondern gleichzeitig hat er nun auch noch die Mary Kates in seinem Körper. Somit heißt es auch für ihn immer schön den Kontakt zu seinen Mitmenschen halten, denn bei weniger als drei Metern …Dies ist jedoch nachts ohne große Geldvorräte alles andere als einfach, zumal er Kelly recht früh aus den Augen verliert und so führt ihn seine nächtliche Tour u. a. in ein recht eigenwilliges Nachtlokal …

Sex & Crime & Splash und aberwitzige Dialoge

Vielmehr soll hier nicht vorweggenommen werden. Wer keinen allzu anspruchsvollen, dafür aber herrlich schrägen Thriller lesen möchte, wird hier bestens bedient. Sex & Crime & Splash, die TV-Serie 24 trifft auf Pulp Fiction und mitten drin Kowalski. Was will man mehr? Eine abgefahrene Handlung, aberwitzige Dialoge und am Ende wird alles noch »vernünftig« (was im vorliegenden Fall sehr relativ zu verstehen ist) aufgelöst, wobei es vor allem die Schlusspointe in sich hat. Ein sehr kurzweiliger Pageturner, dessen knapp 340 Seiten problemlos an einem Tag zu bewältigen sind. Gehirn aus, Popkorn rein – hier funktioniert diese einfache Formel prächtig.

Jörg Kijanski, Februar 2008

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Snice zu »Duane Louis: Blondes Gift« 31.12.2011
Super spannendes Buch - extrem Aktionreich! Konnte es nicht mehr aus den Händen legen! Unbedingt lesen, wenn man auf aktion und etwas derberen Humor steht! :) Ich als eig. nichtleser habe dieses Buch in nur 2 Tagen durchgelesen. Einfach klasse! :) Sehr mitreißende Geschichte. Verstehe nicht, wie man das Buch langweilg finden kann.
nobi zu »Duane Louis: Blondes Gift« 30.10.2011
Für mich eins der schlechtesten u. langweiligsten Bücher die ich je gelesen habe, nach der Hälfte hab ich gedacht, hoffentlich ist der Schmarrn bald am Ende.
Hab irgendwie nie einen Bezug zu dieser abstrusen story bekommen. Das einzig positive waren die kurzen Kapitel, sonst hätt ichs wohl gleich zur Seite gelegt.
Hab mir auf jeden Fall mehr erwartet.
Werds auch gleich auf ebay wieder verscherbeln.
Von mir höchstens 20°
Liz60 zu »Duane Louis: Blondes Gift« 07.07.2011
Also, ich kann diese extrem negativen Bewertungen überhaupt nicht nachvollziehen.
Zugegeben, die Story ist etwas schräg, aber wer weiß denn schon, was in den Schubläden diverser Institute schon so lagert.
"Blondes Gift" ist ein spannendes, unterhaltsames Buch. Ich konnte es schon nach 10 Seiten kaum noch aus der Hand legen. Bei dem rasanten Erzähltempo bleibt einem manchmal fast die Luft weg.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
klein_Nici zu »Duane Louis: Blondes Gift« 19.04.2011
Ich muss mich der Mehrheit anschließen.
Das Buch ist nicht dolle.

Das schlimmste an dem Buch war, dass die Story vollkommen absurd und unrealistisch war.
Man vergiftet doch niemanden, damit er einem Gesellschaft leistet.
Ich hätte damit leben können, dass die Charaktere nicht sehr gut gezeichnet sind und sich teilweise extrem dämlich verhalten, aber die Story macht echt alles kaputt.
Vorallem weil sie durch das Unrealistische viel zu kostruiert wirkt.

Immerhin ließ sich das Buch schnell weglesen. Hab es an einem Tag geschafft. Lag wohl an den kurzen Kapiteln und am niedrigen Sprachniveau.

Wer Wissenschaftliche Thriller mag, könnte sich mit dem Buch anfreunden.
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jd zu »Duane Louis: Blondes Gift« 02.11.2009
Selten so einen Schrott gelesen! Das Buch ist die reinste Zeitverschwendung und eins der Bücher, das niemand braucht...
Und Gott sei Dank habe ich es für einen Euro gekauft, sonst hätte ich mich noch mehr aufgeregt... Und verschenken werde ich es garantiert nicht, das wäre mir einfach zu peinlich!!!
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willidani zu »Duane Louis: Blondes Gift« 21.07.2009
"Ich habe Ihren Drink vergiftet", der 1. Satz des Buches ist der Beste und dann gehts nur noch Bergab. Ist so ne Mischung zwischen Laurel und Hardy und Didi Hallervorden, der Schwachsinn nimmt kein Ende. Ganz am Schluss entlockt das Buch einem noch ein mattes Schmunzeln, aber dafür lohnt sich das Lesen auch wieder nicht.
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realsatiriker zu »Duane Louis: Blondes Gift« 17.07.2009
Vorweg: Mir zu abgespaced !!!

Da kann das Buch dann noch so gut geschrieben sein - und dies ist es wohl - eine wirklich hohe Note gibt es bei dem Plot nicht.

Die Personen im Buch sind, ganz im Gegensatz zu mir, scheinbar völlig problemlos in der Lage die abstrusen Bausteine des Rätsels zusammzusetzen. Ich wiederum gehöre eher zu den Menschen, die jedes Mal fasziniert sind, wenn ihr Navi wieder einmal eine Strecke in 30 Sekunden berechnet, die man selbst noch nie gefahren ist. Gut vielleicht prallen hier wirklich zwei Welten aufeinander.

Fazit: Kurzweilig, aber sehr nahe an der Science Fiction. Wer auf "reale" Them steht, sollte die Finger von dem Buch lassen.
sonja zu »Duane Louis: Blondes Gift« 01.06.2009
das Buch gehört meiner meinung nach auf jeden fall zu den realitätsfernsten büchern, die ich je gelesen habe...fesselte mich aber doch durch das ständige fragezeichen in meinem kopf was wohl am ende passieren wird. So hab ich es innerhalb von zwei tagen, natürlich mit pausen durchgelesen. und hätte mir dann doch noch ein ausführlicheres ende gewünscht, auch etwas mehr tiefgang bei den charakteren wäre schön gewesen. als fazit würde ich sagen, am besten lesen ohne viel nachzudenken und gar nicht daran denken, dass es so gar nich realität sein kann.
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circlesquare zu »Duane Louis: Blondes Gift« 31.05.2009
ich hab dieses buch auch einfach nur verschlungen.
wie schon oft erwähnt ist die story schon eher unglaubwürdig^^ aber dennoch so fesselnd. die spannung wird du die uhrzeitangaben nur noch mehr verschärft und das ultimatum, das zu beginn gestellt wird, ist die spitze der spannung.
ein paar fragen bleiben zwar offen und lassen sich auch nicht im nachhinein von slebst lösen jedoch kann man bei diesem buch gut über diese lücken hinwegsehen.
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koepper zu »Duane Louis: Blondes Gift« 08.04.2009
Duane Louis erzählt mit "Blondes Gift" eine abstruse Geschichte. Die Story ist wirklich behämmert. Aber er schlägt ein irres Tempo an, keine Seite ohne Action. Das Buch ist, weil es so schräg ist sehr unterhaltsam. Spannend ist es auch. Wer Tiefgründiges erwartet sollte Blondes Gift allerdings nicht lesen. Für Leute, die ein kurzweiliges Buch mal so schnell zwischendurch lesen wollen, ist Louis Krimi bestens geeignet.
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