Ice Ship von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel The Ice Limit, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Droemer.

  • New York: Warner, 2002 unter dem Titel The Ice Limit. 449 Seiten.
  • München: Droemer, 2002. Übersetzt von Klaus Fröba. ISBN: 3-426-19569-0. 527 Seiten.
  • München: Knaur, 2004. Übersetzt von Klaus Fröba. ISBN: 3-426-62540-7. 527 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008. Gesprochen von Thomas Piper. ISBN: 3-404-77278-4. 6 CDs.

'Ice Ship' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Er ist größer und schwerer als alle seine Vorgänger – und härter als Diamant: Ein geheimnisvoller Riesenmeteorit soll hinter dem Rücken der chilenischen Behörden auf einer Insel im südlichen Eismeer geborgen und dann abtransportiert werden. Dass der Kapitän des speziell ausgerüsteten Schiffes eine Frau ist, mindert die zunehmenden Spannungen bei der gefahrvollen Expedition nicht. Bald erweist sich die in alten Mythen prophezeite Warnung, der Stein bringe Unheil, als nur zu wahr. Nach grässlichen Unglücksfällen und der Verfolgung durch einen Zerstörer der chilenischen Marine, dessen Kommandant gute Gründe hatte, den Gringos zu misstrauen, treiben nur wenige Überlebende in Rettungsbooten auf hoher, eisiger See …

Das meint Krimi-Couch.de:

Seit es menschliche Wesen gibt, erforschen sie den Himmel. Und immer weiter bewegt sich der menschliche Forscherdrang, hinaus in die weiten Fernen unendlicher Galaxien. Doch gelegentlich fällt auch ein Stück aus den unendlichen Weiten des Alls zur Erde, durchdringt als Feuerball die Atmosphäre und trifft mit unendlicher Wucht unseren schönen Planeten. Und dies seit Millionen von Jahren.

Viele Plätze solcher Naturereignisse hat der Mensch schon entdeckt und erforscht, sei es in der eisigen Kälte der sibirischen Tundra oder viel naheliegender im Nördlinger Ries. Doch der neue Thriller »Ice Ship« von Douglas Preston und Lincoln Child entführt uns in eine abgelegene und unwirtliche Gegend vor die Küste Feuerlands, auf die (fiktive) Insel Desolatión, nahe des 60. Südlichen Breitengrates zwischen Feuerland und der Antarktis. Dort sucht Nestor Masangkay, seines Zeichens Meteoritenjäger, nach den Spuren eines Meteoriten, der auch in den uralten Erzählungen der hiesigen Ureinwohner seinen legendären Platz hat. Und Nestor findet diesen geheimnisvollen Eindringling aus dem All, aber er büßt dafür mit seinem Leben.

Schauplatzwechsel. Kalahari-Wüste.

Auch hier ist ein Meteoritenjäger auf der Suche. Sam McFarlane, der einstige Partner Nestor Masangkays, will mit seinen angeheuerten Buschmännern gerade zu einer gefährlichen Expedition aufbrechen, als ein Hubschrauber zur Landung ansetzt, dem einer der reichsten Männer der Welt entsteigt. Palmer Lloyd ist Sammler. Aber nicht irgendeiner. Er beabsichtigt das spektakulärste Museum der Welt zu errichten. Und er hat durch seine Scouts von der Entdeckung Masangkays erfahren. Diesen Meteoriten muss er haben, koste es, was es wolle und dazu benötigt er die Hilfe von Sam McFarlane.

Gemeinsam mit einer Firma, die für viel Geld Unmögliches möglich machen soll, beginnt eine Expedition, wie es sie noch nie gegeben hat. Top Secret ist die Vorbereitung, um ein Schiff zu bauen, das unter widrigsten Wetterbedingungen heimlich einen Meteoriten bergen soll, dessen Dichte mehrfach höher ist, als jedes uns bisher bekannte chemische Element und der damit so schwer ist, dass ihn nur spezielle Vorrichtungen je von seinem Platz unter der Erdoberfläche entfernen können.

Aber es sind nicht nur technische Probleme, die sich Sam McFarlane und der Crew entgegenstellen. Politik und persönliche Ressentiments, Zweifel und menschliche Unzulänglichkeiten sind weitere Punkte mit denen der Leser konfrontiert wird, bis .. …nun ja, das Ende wird natürlich nicht verraten.

Und dieses Ende ist von Dougles Preston und Lincoln Child so angelegt, dass man sich durchaus eine Fortsetzung vorstellen kann, wie es beim Vorgänger»Attic« war, der zwar eine eigenständige Handlung hatte, aber doch an den Technothriller »Relic« anknüpfte. Verglichen mit diesen beiden Büchern gehen Preston und Child diesmal einen gewaltigen Schritt in eine neue Richtung, die nicht mehr von Polizeiarbeit mit wissenschaftlichem Touch geprägt ist, sondern die Charaktere der Handlung von Anfang an zu sehr zweifelhaftem Tun drängt, hart an der Grenze der Legalität. Keiner der Personen handelt aus hehren Motiven, jeder hat irgendwie Dreck am Stecken oder macht als dies nur, um Geld oder Ansehen zu gewinnen. Und wer nicht will, wird kurzerhand erpresst oder gekidnappt.

Es wäre kein Thriller der beiden Starautoren, würden sich nicht zahlreiche Leichen über die 527 Buchseiten wälzen, aber das Grauen der Vorgänger wird dabei nicht erreicht. Und das ist gut so, denn dadurch gewinnt dieser Lesestoff, trotzdem er Fiktion ist, deutlich an Glaubhaftigkeit. Und gerade weil man sich jede Einzelheit als gegeben vorstellen kann, baut sich in diesem Buch eine gewaltige Spannung auf, die dazu zwingt, das Buch erst nach der letzten Seite aus der Hand zu legen. Der Schluss lässt einige Fragen offen, aber vielleicht, weil hier die Fortsetzung bereits eingeplant ist.

Allemal muss man diesem hervorragendem Buch aus dem Droemer-Verlag, das Klaus Fröba aus dem Amerikanischen übersetzt hat, ein »sehr empfehlenswert« verpassen und die 22,90 Euro, das es etwa bei amazon.de kostet, sind für alle, die nicht auf die Taschenbuchausgabe warten wollen, durchaus gut investiert. Sicherlich erwirbt man damit ein Buch, das man mehr als einmal lesen mag.

Ihre Meinung zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship«

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Hein Mück zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 30.08.2011
Kurz: Langweilig!

Als Palmer Lloyd auf dem Meteoriten springt und nicht geröstet wird, war der Zusammenhang zum Salz deutlich.

Eli Glinn der große Planer, der jeden Menschen an seinem Augenzwinkern durchschauen kann, versäumt es sich über die Mannschaft des Commandante zu informieren, den er sehr wohl als Gefahrenfaktor erkannt hat.

Das Ende ist gaga und damit meine ich nicht den Gemütszustand des Hauptprotagonisten. Nicht zu Ende gebracht: der Leser bleibt im nassen Ölzeug stehen.
Lukman Abataev zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 04.03.2011
An Leute die gerne Bücher Lesen in denen man nicht von unspannent ausgehen kann.

Es sind in diesem Buch alle gestorbenen Leute durch das zu bergen gegoltene Objekt getötet wurde.
Dieses Objekt wird als Meteorit dargestellt und ist nicht wirklich das was man von einem Meteoriten erwartet hat.
Er giert seit Milarden von Jahren nach einer Substanz die er in seinem ganzen darsein auf der Erde erhofft hat und erst auf dem >Ice Ship< erhalten hat.
Luhekue zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 02.02.2009
Die Bezeichnung "Spannung bis zur letzten Seite" erfüllt sich vollkommen, es wurde sehr gut auf die wissenschaftlichen Themen eingegangen. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, leider sind es nur knapp 500 Seiten :-). Einzelne Kapitel wurden ja fast brachial in Szene gesetzt, aber das Ende war ehr ernüchternd. Einfach zu kurz gehalten. Trotzdem ist das Buch ausgesprochen lesenswert. Ich hoffe genau wie viele andere im Blog das ein zweiter Teil erscheint oder eventuell über eine Verfilmung nachgedacht wird :-)
Blues Batcop zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 09.09.2008
Ja leider wirds da noch ne Fortsetzung geben. Ansonten fehlt mir noch ein Buch des Autorenteams, was ich aber sehr stark bezweifle.
Eli Glinn lebt und taucht in den 2 letzten Büchern wieder auf mit der IIS. Da wird er mit Pendergast arbeiten (dem, wie er selber sagt, bisher einzigen der es Intelektuell mit ihm aufnehmen kann) wobei er in diesen 2 Teilen dann im Rollstuhl sitzt. Über die Gründe seines Unfalls erfährt man dort nichts aber es wäre eigentlich unlogisch und ziemlich blöd, wenn die Sache mit Eli und dem Meteoriten nicht zuende geführt wird!
MFÜ zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 30.05.2008
Ein recht spannendes Buch.Die Systematik, beide Parteien ( Commandante/Zerstörer und Britton/Tanker) durch immer kürzer werdende Leseabschnitte aufeinander zu manövrieren und am ende es krachen zu lassen ist sehr gelungen. Die inneren Kämpfe aller Personen (Glinn/Britton/Lloyd/Farlane) ist sehr gut dargestellt. Das " richtige" Ende fand ich etwas überraschend und exotisch.Schade, dass es nur mit 1, 2 Sätzen ausgeführt wird. aber vllt gibts ja ne Fortsetzung :)
KrimiWolf zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 03.05.2008
Für mich das bisher beste Buch der Autoren Preston / Child. Äußerst spannend erzählte Geschichte. Habe lange schon nicht mehr so mit den beteiligten Personen in diesem Buch mitgefiebert. Sehr gut ausgewählte Charektere. Meine Lieblingsfiguren waren eindeutig Eli Glinn und Sally Britton.
Das Ende hätte ich mir allerdings ein wenig anders gewünscht.
Trotz alledem, ein hervorragendes Buch, das mich sehr gut unterhalten hat.
Dieses Buch würde sich auch ausgezeichnet als Filmvorlage eignen.
Meine persönliche Wertung.
92 Grad
Sandra Wypich zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 13.01.2008
Ich habe sehr lange gebraucht um es anzufangen, dass liegt allerdings daran das ich Probleme mit Wissenschaftsthrillern habe. Da ich aber ein absoluter Fan dieser Autoren bin und alle anderen Bücher auch schon gelesen habe, war dieses hier ein absolutes Muß für mich.
Es war nicht schlecht, denn ich liebe den Schreibstil, sowie den Aufbau der Charaktere, aber ich habe trotzdem kämpfen müssen, was aber in diesem Fall eindeutig nur an mir liegt. Also es ist auf jeden Fall lesenswert, wobei ich dass Ende nicht so ganz toll fand und auch etwas irritiert bin(wer Maniac oder Dark Secret gelesen hat, weiß auch warum!)
Arne zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 18.08.2007
Ich kann nur sagen: Ein Spannungskracher ersten Ranges. Sobald man in die Handlung eingetaucht ist, fällt es schwer das Buch auch nur für einen Moment nochmal aus der Hand zu legen. Die Spannung steigt schnell an und bleibt bis zum Schluß auf höchstem Niveau erhalten. Sehr empfehlenswert !
4ndi zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 14.02.2007
Ist mein 7. Preston/Child Buch und war ein bisschen enttäuscht. Wer einen knallharten Thriller alla "Relic" oder "Attic" erwartet, ist hier Fehl am Platz. IceShip ist eher ein Abenteuerroman alla "Der Codex" (Der Codex ist allerdings noch besser).
Swen Piper zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Ice Ship« 18.12.2006
Eine sehr konstruierte Story, aber professionell und spannend - teils aber auch unglaubwürdig - aufgearbeitet. Die Erzählweise und der Aufbau des Spannungsbogens erinnert stark an Riptide.

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