Relic (Das Relikt) von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1994
unter dem Titel Relic,
deutsche Ausgabe erstmals 1995
bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - 2009.
- New York: Forge, 1994 unter dem Titel Relic. 382 Seiten.
-
München: Droemer Knaur, 1997.
Übersetzt von Thomas A. Merk.
ISBN:
3-426-60358-6. 558 Seiten. -
Augsburg: Weltbild, 2007.
Übersetzt von Thomas A. Merk.
ISBN:
978-3898977869. 558 Seiten.
-
[Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007.
Gesprochen von Thomas Piper.
ISBN:
3-404-77232-6. 6 CDs.
'Relic (Das Relikt)' ist erschienen als
![]()
In Kürze:
Im Museum of Natural History in New York findet man zwei grausam zugerichtete Leichen. Da man kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung steht, will die Museumsleitung nicht viel Aufhebens um die beiden Toten machen. Doch dann werden weitere verstümmelte Leichen entdeckt, die immer von einem seltsamen Gestank begleitet werden.
Das meint Krimi-Couch.de: »Der Geschmack eines Hollywood-Happy-Ends«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Die Reinkarnation der brasilianischen Gottheit Kothoga gerät auf Umwegen nach New York. Eigentlich ernährt sie sich von den Blättern einer geheimnisvollen Pflanze, deren Bestandteile im Füllmaterial von Kisten mit diversen Sammlerstücken des Forschers John Whittlesey an das Naturkundemuseum in New York enthalten sind. Aber diese Pflanzenfasern sind bald aufgebraucht und die Bestie braucht die lebenserhaltenden Stoffe, die außer in dieser Pflanze auch in geringen Mengen in der Nebenhirnrinde des menschlichen Gehirns enthalten ist, dem Hypotalamus. Und so geht es in den unterirdischen Gängen des Museums auf die Suche nach dem Lebenselixier. Zwei aufgeweckte Jungen stromern durch das Museum und werden prompt Opfer des Monsters, das ihnen den Schädel einschlägt, um überleben zu können.
Doch die Führung des Museums kann gerade jetzt kein Aufsehen brauchen, denn man bereitet sich auf eine fulminante Ausstellung vor, die für das finanzielle Überleben des Museums von eminenter Bedeutung ist. Folglich ermittelt der Leiter der Mordkommission Lieutenant Vincent d´Agosta mehr schlecht als recht im Verborgenen, obwohl er am Liebsten das Museum für jeden Besucher sperren möchte. Ihm zur Seite steht die attraktive Biologin Margo Green, die Schlimmeres hinter diesen Morden vermutet, als es die Museumsleitung wahr haben will.
Zur Eröffnung des Ausstellungsspektakels ist die gesamte Prominenz von New York angetreten inklusive Bürgermeister und Gattin. Und genau in diesem Augenblick schlägt das Monster wieder zu, doch die Alarmanlage verschließt das Museum und keiner kann nach draußen. Unter Einsatz ihres Lebens beginnen die Polizeibeamten und Green einen Ausweg aus der Misere zu finden.
Douglas Preston und Lincoln Child haben mit ihrem ersten Thriller, der als »Das Relikt (The Relic)« 1997 mit Penelope Ann Green als Margo Green und Tom Sizemore als Lt. D´Agosta verfilmt wurde, den Grundstein für ihren momentanen Status als Top-Thriller-Autoren von heute gelegt. Das Geheimnis steckt sicherlich in der populärwissenschaftlichen Verpackung von Umweltthemen, gepaart mit brutalem Verbrechen und sympathischen Aufklärern. Der Schreibstil ist reißerisch und erinnert an filmische Actionsequenzen im Steven-Spielberg-Stil, der in der Übersetzung von Thomas A. Merk an Flüssigkeit (gegenüber der amerikanischen Original) durchaus noch gewinnen kann. Im Gegensatz zur Leinwandversion punktet das schriftliche Original ohnehin um Längen, wobei man sogar dem Film die atemlose Spannung nicht absprechen kann.
Wer von den Herren Preston und Child schon das eine oder andere Thrillerwerk gelesen hat, der kennt die Schwarz-Weiß-Malerei rund um die handelnden Personen und auch auf den 558 Seiten »Relic« ist dies (wie im Nachfolgeschmöker Attic) keine Ausnahme. Aber beim packenden Lesevergnügen, welches »Das Relikt« bietet, spielen Plattitüden keinerlei Rolle, denn das Buch kann man erst aus der Hand legen, bis man auf der letzten Seite angelangt ist. Dass es bislang in allen Preston/Child-Thrillern trotz der zahlreichen Leichen irgendwie immer nach Hollywood-Happyend schmeckt, zeugt nur davon, dass die Autoren ihre Stories ordentlich durchdacht haben und keine offenen Handlungsspielräume zulassen. Hier macht auch »Relic« keine Ausnahme und das ist gut so.
»Relic« ist Spannungslesestoff vom Feinsten. Im Segment der tödlichen Wissenschaftsthriller gibt es zur Zeit offensichtlich keine Konkurrenten, die ihnen das Wasser reichen können und obwohl Preston und Child leichte Qualitätsschwankungen bei der Bearbeitung ihrer Stoffe haben, sind sie noch immer das Nonplusultra des modernen Spannungsromans. »Relic« gehört, obwohl es ein Erstling ist, zu den besten Büchern des Autorenduos, das seit 1994 praktisch jährlich einen Verkaufshit unter dem Weihnachtsbaum präsentiert. Und damit garantiert der Verlag Droemer-Knaur bzw. Knaur TB alljährlich Thrillerniveau für Fans des Genres.
Ihre Meinung zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic«
Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!
| Mc. Fly zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 04.07.2011 |
|---|---|
| Alexandra zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 07.10.2010 |
| tassieteufel zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 14.07.2010 |
| rosentot zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 16.09.2009 |
| Chris brauns zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 07.07.2009 |
| pescheg zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 11.04.2009 |
| sahlmann zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 07.04.2009 |
| Biene20 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 30.03.2009 |
| Didischatzi zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 17.02.2009 |
| Anna zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Relic« | 22.12.2008 |
Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 44.
» alle Kommentare anzeigen


