Darkness von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel The Wheel of Darkness, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Droemer.

  • London: Orion, 2007 unter dem Titel The Wheel of Darkness. ISBN: 978-0752891484. 389 Seiten.
  • New York: Warner, 2007. ISBN: 978-0446580281. 388 Seiten.
  • München: Droemer, 2009. Übersetzt von Michael Benthack. 499 Seiten.
  • München: Knaur, 2009. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-50031-6. 496 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009. Gesprochen von Detlef Bierstedt. ISBN: 3-7857-3738-6. 6 CDs.

'Darkness' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Nach dem Tod seines Bruders will Aloysius Pendergast in einem tibetischen Kloster endlich Frieden finden. Doch auch hier kommt der Special Agent nicht zur Ruhe: Den Mönchen ist eine geheimnisvolle Reliquie gestohlen worden, die in den falschen Händen zu einer gefährlichen Waffe werden kann …Pendergasts Ermittlungen führen ihn nach London. Dort liegt die Britannia vor Anker, das luxuriöseste Kreuzfahrtschiff der Welt. Über 2.500 Passagiere wollen sich auf der Jungfernfahrt von London nach New York verwöhnen lassen. Was niemand ahnt: Schon kurz nach dem Auslaufen wird aus dem dekadenten Urlaub ein wahrer Höllentrip, denn an Bord befindet sich ein Wahnsinniger, der die uralte Macht der Reliquie nutzen will, um Tod und Verzweiflung über die Menschheit zu bringen. Im letzten Moment gelangt auch Aloysius Pendergast auf die Britannia. Es beginnt ein atemloser Wettlauf mit der Zeit – wird es ihm gelingen, die tödliche Gefahr aufzuhalten?

Das meint Krimi-Couch.de: »Hohe Berge, tiefe Meere, flache Handlung« 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Nachdem er im mörderischen Kampf mit seinem wahnsinnigen Bruder an Leib und Seele Schaden nahm (vgl. die Trilogie Burn Case, Dark Secret und Maniac), zieht sich FBI-Agent Aloysius Pendergast – begleitet von seinem jungen Mündel Constance Green – für eine Weile in das abgelegene tibetanische Kloster Gsahrig Chongg zurück. Lama Thubten bittet ihn dort um seine Unterstützung: Aus der Schatzkammer des Klosters wurde das Agozyen gestohlen. Worum es sich bei dem uralten Artefakt handelt, ist den Mönchen nicht bekannt; der Überlieferung zufolge soll es dereinst die sündige Menschheit von dieser Welt tilgen.

Der Täter, ein englischer Bergsteiger, kann sich seiner Beute nicht lange erfreuen. Pendergast findet Jordan Ambrose brutal ermordet in einem Londoner Hotelzimmer. Das Agozyen ist verschwunden. Die Spur führt an Bord der »Britannic«. Das brandneue Linienschiff – es ist das größte der Welt – steht vor seiner Jungfernfahrt. 2700 betuchte und einflussreiche Passagiere werden während der siebentägigen Seereise von Southampton nach New York von 1600 Besatzungsmitgliedern betreut. Der Mörder hat sich mit dem Agozyen unter sie gemischt.

Auch Pendergast und Constance schiffen sich ein. Möglichst unauffällig beginnen sie die in Frage kommenden Passagiere zu überprüfen. Eile ist geboten, denn Mitreisende beginnen spurlos zu verschwinden. Wenig später tauchen grässlich verstümmelte Leichen auf. Zu allem Überfluss beginnt ein leibhaftiger Dämon unter Deck umzugehen. Auf der »Britannic« macht sich Panik breit, Meuterei liegt in der Luft. Die Schiffsführung wird von der Situation überrumpelt. Eine bösartige Macht übernimmt buchstäblich das Steuer. Mit Höchstgeschwindigkeit steuert die »Britannic« auf die mörderischen Klippen der Carrion Rocks zu. Nur Pendergast könnte dem Einhalt gebieten, doch der steht längst im Bann des Agozyen …

Mystery-Action, die den Bauch erfreut

Zum achten Mal gerät Aloysius Pendergast, der für das FBI tätig ist (das aber dieses Mal nie in Erscheinung tritt bzw. keine Einwände gegen einen Beamten hat, der viele Monate in einem tibetanischen Kloster meditiert, sich von einem Bergmönch als Reliquienjäger anheuern lässt sowie auf eigene Faust einen Serienkiller jagt), in ein Abenteuer, das weder dem gesunden Menschenverstand noch den Naturgesetzen, sondern ausschließlich den Regeln der Unterhaltung verpflichtet ist. Darkness – Wettlauf mit der Zeit klingt zwar nach einem dieser sinnfreien deutschen Titel, die übersetzten Thrillern gern übergestülpt werden, doch in diesem Fall trifft zu, was angedeutet wird: Ein düsteres Geheimnis muss gelüftet werden, damit eine Doppel-Katastrophe – der Untergang eines gigantischen Schiffes, gefolgt vom Untergang der Welt – ausbleibt.

Nach dem monumentalen, sich über drei Bände hin- und herziehenden Duell der Brüder Aloysius und Diogenes Pendergast kehrt das Autorenduo Preston & Child zu einer deutlich simpler gestrickten Handlung zurück. Wie Perlen auf einer Kettenschnur reihen sich mehr oder weniger spektakuläre Ereignisse. Die Chronologie bleibt gewahrt, es gibt keine Rückblenden oder Zeitsprünge. Auch topografisch geht es von Ort A nach B, dann nach C und so weiter. Für den Anschein von Dynamik sorgt eine Flut von Cliffhangern; die Handlung bricht im entscheidenden Moment ab, um zum nächsten Krisenpunkt zu springen.

Nicht so hanebüchen wie üblich

Die einfache Dramaturgie ist der Story angemessen. Darkness funktioniert deutlich besser als die künstlich aufgeblähte Vorgänger-Trilogie. Preston & Child spinnen ein recht dünnes Garn, dem der Verzicht auf allzu übertriebene und dadurch ins Lächerliche abgleitende Knalleffekte guttut. Der Plot ist bewährt; schließlich bedient sich das Autorenduo seiner schon seit vielen Jahren. Darkness ist wieder ein Remake von Relic (dt. Das Relikt), dem ersten und mit Abstand besten Band der Pendergast-Serie. Das »American Museum of Natural History« wird durch die »Britannic« ersetzt, in deren Stahlrumpf es ebenso verwinkelt und unübersichtlich zugeht. Die Führung des Schiffes ist untereinander uneins, es wird gemobbt und gemauschelt. Ein Monster schleicht durch die Gänge, bis sich die feine Gesellschaft in einen tobenden Mob verwandelt, der sich selbst effektiver meuchelt als jede Bestie. Darüber schwebt mehr als ein Hauch von Titanic in der Seeluft, was Preston & Child gar nicht leugnen, sondern selbst mehrfach ansprechen; er sorgt für zusätzliche Gänsehaut, die nicht eigens heraufbeschworen werden muss.

Von außen ist keine Hilfe zu erwarten, der Ort des Geschehens ist isoliert, denn ein Schiff auf hoher See bleibt ein auf sich gestellter Mikrokosmos, was es zu einem klassischen und immer wieder gern genutzten Schauplatz macht. Die »Britannic« ist zu allem Überfluss so gut gegen (terroristische) Attacken aller Art geschützt, dass sie sich partout nicht lahmlegen lässt, als der Wahnsinn auf der Kommandobrücke regiert.

Bis es soweit ist, gilt es für den Leser manche Flaute zu überstehen. Um auf die vertraglich vereinbarte Seitenzahl zu kommen, scheinen die Autoren tüchtig Stroh dreschen zu müssen. Absolut ohne Belang für das eigentliche Geschehen ist u. a. eine endlos ausgewalzte Episode, die sich um die Entlarvung an Bord aktiver Falschspieler dreht. Viel zu viel Zeit investieren Preston & Child außerdem in die Biografien von Figuren, die nur Futter für das Monster sind.

Auch dass ein Handlungsstrang in Tibet spielt, lässt Unbehagen aufkommen. In der Tat kommen uns Preston & Child einmal mehr mit dem Langbart-Klischee der übermenschlichen Weisheit meditierender Himalaya-Mönche. Mit exotischen Ritualen lassen sich Seiten füllen, und es klingt bedeutsam, wenn die Autoren einige tibetische Sprachbrocken einfließen lassen. Faktisch langweilen solche Luftnummern, alldieweil Konsequenzen stets ausbleiben. Die Mönche von Gsahrig Chongg wirken nicht wirklich weise – geschickt fassen sie Binsenweisheiten in möglichst kryptische Worte. Selbst das vorgeblich allmächtige Agozyen begnügt sich damit, einen Ozeanliner zu verwüsten. Das Ende der Welt bleibt wieder einmal aus.

Agent auf neuen Pfaden?

Agent Pendergast war im Konflikt mit seinem Bruder Diogenes (der in Darkness einen Gastauftritt hat; in der Mystery-Märchenwelt von Preston & Child gilt der Tod als reversibler Faktor ...) vom exzentrischen und eigenwilligen Ermittler zum tragischen Übermenschen mutiert: aufdringlich geheimnisvoll, ausgestattet mit überragenden geistigen Fähigkeiten, die ihn zur Konstruktion eines virtuellen »Gedächtnis-Palastes« befähigen, geschlagen mit einer bizarren Familiengeschichte, die beinahe außerirdisch anmutet, unermesslich reich und fähig, mit immer neuen Talenten und Fähigkeiten aufzuwarten. In Darkness schalten Preston & Child einen Gang zurück. Die Figur Pendergast bekommt wieder Bodenkontakt, was ihr gut bekommt. Weiterhin schüttelt Aloysius Genialitäten aus den Ärmeln seines feintuchigen Anzugs, doch er ist nicht mehr seine eigene Karikatur.

An seine Seite tritt zum ersten Mal mehr oder weniger selbstständig Constance Green, bisher eher lästig als lebendiger Schatten der Vergangenheit und später Jungfrau in Not, die von Diogenes Pendergast primär deshalb gepiesackt wurde, weil er damit seinem Bruder eins auswischen konnte.

Als ausgezeichnete Entscheidung erweist sich der Verzicht auf ausgelaugte Figuren wie den Knurr-Cop Vincent D’Agosta oder den rasenden Reporter Bill Smithback. Preston & Child lieben ausgiebige Querverweise zwischen ihren Werken und kombinieren gern ihre Hauptfiguren neu. In Darkness werfen sie diesen Ballast ab. Pendergast und Green bleiben unter sich.

Darkness wird als Roman seine Leserschaft spalten. Was die eine Seite im Bruderkampf zu spektakulär im Sinne von übertrieben fand, wird die andere dieses Mal vermutlich vermissen. Klammert man den direkten Vergleich aus, kann man Darkness unterhaltsam genug finden, um dem Autorenduo das fortgesetzte Breittreten bekannter Elemente zu verzeihen.

Michael Drewniok, April 2009

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kjz zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 03.03.2011
Der Band gehört nicht zu den Stärksten in der Pendergast-Reihe. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Autoren halt per Vertrag jedes Jahr einen neuen Thriller mit mindestens xxx Seiten abliefern müssen und deshalb auch manches strecken, um die Seiten zu füllen. Trotzdem (oder gerade wegen) dieser 'Verzögerungstaktik' bleibt der Spannungsbogen erhalten, da haben Preston/Child als Autoren viel Erfahrung. Das Ende kam mir etwas abrupt, so als ob der Roman dann noch ganz schnell zum nächsten Publikationstermin fertiggestellt werden musste.
Alexandra zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 12.12.2010
Bis zu diesem achten Band habe ich die Romane von Preston/Child in einem Stück gelesen.
In allen Büchern tauchen "Klassiker" auf, hier das Thema der "Titanic" und auch "Der Untergang der Poseidon".
Als LeserIn erlebt man geradezu die Kreuzfahrt der "Britannia" mit, wunderbar der Einstieg und das Ende des Romans in Tibet.
Wie auch immer man die Geschichten von Preston/Child beurteilen mag, es wird NIE
langweilig!
authorhans zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 23.09.2010
Wenn ihr mich fragt, so glaube ich, hat das Autoren-Duo Preston-Child sein Pulver schon vor Jahren verschossen. DARKNESS ist sicherlich spannend und kurzweilig, doch hebt es sich nicht mehr vom "Durchschnitts- thriller" hervor wie ältere Werke wie RIPTIDE, MOUNT DRAGON oder auch RELIC. Was man den beiden aber nicht abstreiten kann ist, dass sie ihre Stories stets bis ins Detail recherchieren; so sind die Thriller von Preston-Child stets etwas für Lernwillig.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Netha zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 24.02.2010
Aufmerksam auf dieses Buch bin ich durch das schlichte aber für mich interessante Cover geworden. Eine Schiffsschraube auf dunklem Hintergrund. Ebenso durch Mundpropaganda von Freunden und Bekannten, die meinten, dass die beiden Schriftsteller einen sehr guten Schreibstil haben.
Und ich bin nicht enttäuscht worden.

Der Diebstahl eines Kultgegenstands aus einem tibetischen Kloster ist der Auslöser für einen neuen Fall von FBI-Special Agent Aloysius Pendergast.
Unterstützt wird der Serienheld von seinem Mündel Constance Greene. Hauptschauplatz der actionreichen Story ist der Luxusliner "Britannia", auf dem Passagiere und Besatzung im wahrsten Sinne dem Untergang geweiht sind. Hier kommen die Helden nämlich dem gestohlenen Gegenstand - einem mystisch-religiösen "Mandala" - auf die Spur und müssen ihr Leben riskieren, um nicht nur das Schiff, sondern gleich die ganze Welt vor dem Untergang zu retten.

Abgesehen von einer überflüssigen und in die Länge gezogenen Nebenhandlung um die Entlarvung von sogenannten "Kartenzählern" beim Blackjack, wird die Spannung Kapitel für Kapitel erhöht und der Leser in eine fesselnde Story gezogen. Die Protagonisten wurden mir sehr gut vorgestellt, sodass ich sie vor meinem inneren Auge sehen konnte. Bei den Orten war dies zwar nicht so der Fall, aber das hat mich nicht weiter gestört. Auch wenn am Ende nicht alle Fragen restlos geklärt werden, bleibt der Leser keineswegs enttäuscht zurück, ich habe mich sehr gut unterhalten mit diesem Werk.

Es kann nicht schaden, den Vorgänger "Maniac" zu kennen, wird an einigen Stellen in "Darkness" doch Bezug auf diesen Roman genommen. Unbedingt erforderlich ist es jedoch nicht.

Ein spannender, flüssig zu lesender Thriller.

Dieses Buch bekommt von mir vier von fünf Sternen.
Kom_Ombo zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 25.01.2010
Der Anfang des Buches ist sehr spannend geschrieben und man muss immer weiter lesen, weil man glaubt, nur so schnellstmöglich zu erfahren, was es mit allem auf sich hat.

Leider aber endete meine Lust auf dieses Buch kurz nach der Hälfte ... es zog sich irgendwie in die Länge und wurde viel zu merkwürdig, um glaubwürdig zu sein.

Ich mag die Schriftsteller und deren Hauptfigur "Agent Pendergast", aber alles bisher gelesenen Bücher von Preston & Child, haben mich mehr überzeugt, als dieses.
Dalei Ich zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 19.01.2010
An „Maniac“ kommt das Buch nicht heran. Vielschreiberei scheint sich auszubreiten. Das Thema ist top, doch ist die Umsetzung irgendwie nicht gelungen. Auch wenn man Constance Green und Agent Pendergast kennt, so hätte ich mir mehr persönliche Gespräche der beiden gewünscht. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Baby des Mündels weitergeht.
Todo zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 17.02.2009
Na ja!
Ich kann mich den beiden Vorschreibern nicht so ganz anschließen.
Ich habe bisher alle Pendergast-Romane gelesen und muss sagen, der neueste hat mich auch wieder nicht vom Hocker gerissen.
Der Grundgedanke klingt vielversprechend und beginnt mit dem fernöstlichen Kloster wirklich gut. Danach flacht das Ganze aber deutlich ab und auch das Szenario mit dem Luxusliner wirkt unrund. Pendergast bietet nicht wirklich Neues und die Verknüpfung der Handlungsstränge gelingt nur mäßig.
Das Buch ist nicht schlecht, aber mehr wie 65% würde ich nicht geben.
Von der Qualität der ersten Pendergastromane wie "Relikt" und "Formula" sind die beiden ein ganzes Stück entfernt.
Die beiden Autoren werden immer mehr zu Vielschreibern und vernachlässigen Qualität und Innovation.
Rinquinquin zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 24.01.2009
Dieses Buch habe ich regelrecht gefressen. Die eigentliche Handlung - die Jungfernfahrt auf einem Luxusliner nach New York - und natürlich die mörderischen Aktivitäten Einzelner sind so interessant beschrieben, ich konnte kaum aufhören zu lesen. Eins zog das andere nach sich und man ist ständig gespannt, was noch passieren wird. Selbstverständlich gehört es bei den Autoren dazu, auch im Mystischen zu fischen, es hätte mich auch gewundert, wenn es hier nicht so gewesen wäre. Doch das gehört einfach auch zu Pendergast. Das Buch war für mich ein Genuss.
Thomas71 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 31.12.2008
Pod von endergast ist zurück... und wie... nach den Geschehnissen, die zum Tod von Diogenes Pendergast geführt haben, haben sich Aloysius und sein Mündel Constance Green in ein tibetisches Kloster zurückgezogen, in dem kurz vorher ein geheimnisvolles Objekt entwendet wurde. Pendergast macht sich auf die Jagd nach dem Dieb, während Constance im Kloster weiterermittelt. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd, an deren Ende Pendergast die Leiche des Diebes, nicht aber das gestohlene Objekt, findet, treffen sich der FBI-Agent und sein Mündel in England wieder und schiffen sich auf dem größten Ozeankreuzer der Welt ein, weil der mutmassliche Mörder dieses Schiff als Fluchtmittel benutzt...
Wiedereinmal schafft es das amerikanische Autorenduo von der ersten Zeile an, seine Leserschaft zu fesseln. Die für Pendergast-Romane typische Mischung von Action, Spannung und Mystizismus zündet sofort. Besonders schön finde ich, dass die Rolle der Constance Greene im Vergleich zu den früheren Romanen deutlich ausgebaut wurde. Durch die weitgehende Eingrenzung der Handlung auf einen einzigen Schauplatz kommt es diesmal leider nicht zu Auftritten von liebgewonnenen Sidekicks wie Vincent D´Agosta und auch von den neu eingeführten Figuren hat leider keine das Format für einen weiteren Auftritt. Allerdings hat der tote Diogenes einen kleinen, aber wichtigen Gastauftritt in der Geschichte...
Wer Pendergast liebt, wird auch mit Darkness seine "helle" Freude haben, auch wenn das ein Widerspruch zu sein scheint. Neueinsteigern sei geraten, mit den früheren Abenteuern des eigenwilligen FBI-Agenten anzufangen...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sue82 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Darkness« 29.12.2008
Von der ersten bis zur letzten Seite ist dieses Buch spannend. Als Leser fühlt man sich mittendrin und das Buch lässt sich nur sehr schwer aus der Hand legen und verschlingt es in kürzester Zeit.

Pendergast ist zurück und wieder in Höchstform egal ob am Schauplatz eines Mordes oder an einem BlackJack Tisch im Casino eines Kreuzfahrtschiffes.

Den Autoren gelingt es eine Brücke zu schlagen zwischen dem mysterischen und dem abenteuerlichen. Das gelingt so gut, das es einen bis auf die letzte Seite fesselt und man voller Ungeduld auf den neuen Band wartet.

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