Dark Secret von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Dance of Death, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Droemer.

  • New York: Warner, 2005 unter dem Titel Dance of Death. 672 Seiten.
  • München: Droemer, 2006. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-19722-6. 672 Seiten.
  • München: Knaur, 2007. Übersetzt von Michael Benthack. ISBN: 978-3-426-63640-4. 672 Seiten.

'Dark Secret' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Vor den Augen seiner entsetzten Studenten stirbt ein Literaturprofessor einen grausamen Tod. In seinem Blut findet man ein seltenes Spinnengift. Nur ein Mann könnte so ein Verbrechen aufklären: Special Agent Aloysius Pendergast. Aber der ist bei einem Einsatz in Italien ums Leben gekommen. Oder ...? Ein gnadenloser Killer tötet ein Opfer nach dem anderen. Ihre Gemeinsamkeit: Sie waren Freunde von Aloysius Pendergast. Doch wer könnte ein Interesse daran haben, sie auszuschalten? Vincent D’Agosta beginnt zu ermitteln und stößt auf ein dunkles Geheimnis: Aloysius hat einen Bruder, Diogenes. Dieser plant seit langer Zeit im Verborgenen das perfekte Verbrechen. Er will Luzifers Herz stehlen, den größten Diamanten der Welt. Kann D’Agosta das verhindern? Bei seinen Ermittlungen erhält er unerwartete Hilfe – von Pendergast! Der hat seinen Tod nur vorgetäuscht, um den Bruder in Sicherheit zu wiegen. Gemeinsam müssen sich die beiden Männer auf einen Wettlauf mit der Zeit einlassen, denn Diogenes geht buchstäblich über Leichen, um seine Pläne zu verwirklichen. Aber tut er das wirklich? Ein Profiler entwickelt eine kühne Theorie: Existiert Diogenes wirklich – oder ist er nichts anderes als ein Ausgeburt der seelischen Abgründe von Aloysius Pendergast?

Das meint Krimi-Couch.de: »Action-Dienst nach Verschrift und Schema F« 50°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Ein berühmter Literaturprofessor kommt vor den Augen seiner entsetzten Studenten spektakulär zu Tode. Er bleibt nicht der einzige Forscher oder Feingeist, den dieses Schicksal trifft. Den Opfern gemeinsam ist ihre Freundschaft zu einem FBI-Spezialagenten namens Aloysius Pendergast, der sich einen gewissen Namen als Ermittler in Fällen erworben hat, die TV-kundige Leser als »X-Akten« bezeichnen würden.

Pendergast wäre selbstverständlich als Ermittler die erste Wahl für diesen Fall, doch er ist nach einem missglückten Einsatz in Italien verschollen und gilt inzwischen als tot. Allerdings scheint er geahnt zu haben, dass es ihm übel ergehen würde, denn er hat einem Freund, dem Polizisten D’Agosta, einen Brief hinterlassen, in dem er ein düsteres Familiengeheimnis enthüllt: Aloysius hat einen Bruder namens Diogenes, der zwar ebenso intelligent ist wie er, jedoch von Größenwahn und der puren Lust am Bösen getrieben wird.

In der Tat ist es Diogenes, der hinter den infernalischen Schurkentücken steckt. Im grenzenlosen Hass auf Aloysius hat er diesen gerettet und geheilt, um ihm anschließend umso tückischer mitspielen zu können. Verzweifelt taucht Pendergast in den Untergrund ab und versucht Diogenes zu stoppen. Doch dieser ahnt jeden Schachzug des Bruders und setzt ihn matt, indem er weiter mordet und sich schließlich sogar an Aloysius’ heimlicher Liebe vergreift.

Die wahre Dimension des diogenialen Ränkespiels bleibt freilich unbekannt, bis es zu spät ist. In einem furiosen Finale enthüllt Diogenes, wonach ihm wirklich der Sinn steht. Der Kampf zwischen den beiden Brüdern nimmt endgültig biblisches Ausmaß an, und sogar Diogenes muss letztlich begreifen, dass es in diesem Streit nur Verlierer geben kann …

Die Druckereien & der Rubel müssen rollen …

Inzwischen läuft es wie am Fließband: Einmal pro Jahr liefert das perfekt eingespielte Autorenteam Preston & Child einen neuen Bestseller ab, verknüpft Neuerungen diverser Naturwissenschaften mit Rätseln der Vergangenheit und strickt daraus einen rasanten Actionthriller – so muss diese Werke wohl nennen, denn längst vorbei sind die Tage, da Preston & Child dabei wenigstens ansatzweise Realitätsnähe walten ließen. Völlig losgelöst basteln sie inzwischen Plots, die bei näherer Überlegung an Wahnwitz (oder Schwachsinn) kaum zu überbieten sind. Weil die Überraschung bleibt, wie weit & toll sie es denn dieses Mal treiben werden, und Preston & Child zwar nicht über literarische Finesse aber handwerkliches Geschick verfügen, lässt man sich in der Regel gern zu ihren Popkorn-Reißern verführen.

Wobei diese Lektürekost in unserem Fall leider arg muffig schmeckt. »Dark Secret« ist ein Kommerzprodukt im schlimmen Sinn des Wortes – ein lieblos aus Versatzstücken diverser Thrillergenres montierter, künstlich aufgeblähter Schnellschuss, der als Blindgänger über allzu weite Passagen für Langeweile und Verdruss sorgt. Seit Preston & Child nicht nur gemeinsam schreiben, sondern Solo-Karrieren eingeschlagen haben, leidet die Qualität ihrer Werke sichtlich unter dem selbst auferlegten Arbeitstempo.

»Dark Secret« ist ein Roman ohne echte Handlung. Die ungleichen Brüder versuchen einander in die Pfanne zu hauen, Diogenes tückt und meuchelt, Aloysius tüftelt und ergeht sich in dunklen Andeutungen, zwischendurch gibt es endlose Verfolgungsjagden, geniale Verbrechen und monumentale Todesfallen, die sämtlich so hastig in Szene gesetzt werden, dass die Unlust der Autoren nur zu deutlich wird.

Schlimmer noch: Preston & Child kannibalisieren noch stärker als sonst das eigene Werk. Aus »Relic/Das Relikt« und »Attic« treten Anthropologin Margo Green und Reporter Bill Smithback auf, der zusammen mit einer weiteren alten Bekannten, der Archäologin Nora Kelly, auch in »Thunderhead« oder »Ice Ship« Abenteuer erlebt; Profiler Eli Glinn kommt gleichfalls vom »Ice Ship«. Solche »Reunions« kennt man schon, doch dieses Mal recyceln die Autoren sogar alte Schauplätze. Schon wieder geht es in dem ausgedehnten Höhlensystem unter Pendergasts Stadthaus um (»Formula«), schon wieder geschieht Unheimliches in den Gewölben und Fluren des Museum of Natural History (»Relic/Das Relikt«), schon wieder treibt es die Helden in den verseuchten Untergrund von New York (»Attic«). (Wer solche Vernetzungsspielereien liebt, sei auf der Website http://www.prestonchild.com auf den – etwas versteckt über »Contact & FAQ« anzusteuernden – Menüpunkt »Pangea – A Cyclopedia of the Cross-Correlations in the Preston-Child Universe« hingewiesen.)

Ärgerlich ist die Seitenschinderei, die das Autorenduo ganz unverhohlen treibt. (Es wird unterstützt in der deutschen Ausgabe, deren Schriftgröße auch dem unsterblichen Mr. Magoo keine Schwierigkeiten bereiten dürfte...) Da will Bill Smithback aus einem Sanatorium entfliehen, in das ihn Pendergast zum eigenen Schutz verbannte. Viele, viele, viel zu viele Seiten vergehen mit Ausbruchsversuchen, die immer wieder scheitern. Diese Episode hat rein gar nicht mit der eigentlichen Handlung zu tun; man führt uns in Sackgasse, irritiert und langweilt. Mit solcher Buchstabenwatte polstern Preston & Child ihren Instant-Bestseller noch öfter aus. Oftmals hat man gar den Eindruck, sie ersetzen der Einfachheit halber Ideen und Handlung durch die 1 : 1 wiedergegebenen Ergebnisse sprunghaft wirkender Hintergrundrecherchen.

Wer ist Kain, wer ist Abel?

»Dark Secret« ist wieder einer dieser »denglischen« Titel, die atemlos Spannedes suggerieren sollen, doch an Schwachsinn nicht zu überbieten sind; »Tanz des Todes« beschreibt wesentlich präziser, was im Mittelpunkt der Handlung steht. Es ist nicht wie zu erwarten die vordergründige Jagd auf den mörderischen Diogenes, obwohl ihr so viele Seiten gewidmet werden. Vielmehr geht es um die erbitterte Auseinandersetzung zweier Brüder, die die ganze Welt um sich vergessen bzw. für ihre private Fehde instrumentalisieren. Diogenes und Aloysius – das sind einerseits natürlich Kain und Abel aus dem Alten Testament, andererseits – dem Genre entsprechend – aber wohl auch Mycroft und Sherlock Holmes.

Unklar bleibt, wer tatsächlich der Gute, wer der Böse in diesem schaurigen Spiel ist. Zu den wenigen Überraschungen dieses Buches gehören die Andeutungen, dass diese Entscheidung so einfach gar nicht ist: Offenbar trägt Aloysius Verantwortung für das Ungeheuer, zu dem Diogenes geworden ist – ein Wissen, das er verdrängt hat und auf keinen Fall an die Oberfläche dringen lassen möchte. Ohnehin sind die Pendergasts eine wahrlich schreckliche, gar nicht nette Familie. Wahnsinnige und Mörder zieren jede Generation; glücklicherweise erkennt man sie an ihren absurden Namen …Preston & Child füllen manche Zeile mit Kurzviten besonders übergeschnappter Pendergasts.

Die gelingen ihnen besser als die handelnden Figuren. Sie wurden als Bausatz in Hollywood produziert und den Autoren ausgehändigt. Von Zeit zu Zeit kaufen sie neue Bauteile dazu: D’Agosta hat eine Freundin – wie wird er sein Privatleben dieses Mal versauen? Margo Green ist nun Wissenschaftsjournalistin und wälzt (vor den Augen der erstaunten Leser) das handlungsirrelevante Problem des Verbleibs von Museumsstücken zweifelhafter Herkunft hin und her und her und hin und hin und her …Die zeitlose Constanze irrt erneut durch endlose Kellergewölbe und ringt mit Erinnerungen und aufkeimendem Wahnsinn.

Auch Trash-Kult will gepflegt werden!

Es soll an Beispielen genug sein. Völlig vergessen können wir das übrige Figurenpersonal. Stereotyp und groß gezeichnete Klischeegestalten, immer wieder versehen mit in dieser Ausführlichkeit absolut überflüssigen Kurzbiografien, wechseln sich ab: Dummdreist-vernagelte FBI-Unsympathlinge, karikaturhaft überzeichnete Wissenschaftler (entweder schleimige Karrieretypen oder verkrustete Sonderlinge), Kanonenfutter für Diogenes’ infantile Rachegespinste …Auch hier könnte die Aufzählung ermüdend einfach fortgesetzt werden.

Nein, das ist sowohl subjektiv (aus der Sicht des Lesers/Rezensenten) als auch objektiv ein inhaltlich wie formal unzufrieden stimmendes Werk, das Preston & Child hier vorlegen. In den USA soll es das erfolgreichste Buch des Autorenduos sein. Das ist entweder ein Mirakel oder ein Beleg dafür, wie dreist die Werbung inzwischen lügt.

»Dark Secret« leidet zudem darunter, nur das »Mittelstück« einer Romantrilogie zu sein. Die mörderische Auseinandersetzung zwischen den gar nicht so ungleichen Brüdern Aloysius und Diogenes war für die ideensparsamen Autoren noch für eine weitere Fortsetzung gut, die in den USA inzwischen unter dem Titel »The Book of the Dead« erschienen ist. Die Handlung von »Dark Secret« bleibt im Finale in der Luft hängen. Der Höhepunkt wird durch Versprechungen und Ungewissheiten ersetzt, der die Leser vor allem zum Kauf der Fortsetzung anregen soll. Ich will ehrlich sein: Die Erwartung, dass noch einmal der breit getretene, aufgewärmte Diogenes-Quark eigenständige Mystery-Action ersetzen soll, lässt in mir keine Ungeduld vor dem Erscheinen des nächsten Preston/Child-Reißers aufkommen …

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Marv zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 29.01.2010
Mehrere Freunde von Special Agent Aloysius Pendergast werden auf aussergewöhnliche Art und Weise ermordet. Sein Bruder Diogenes steckt hinter den Verbrechen. Pendergast versucht zusammen mit Detective D‘Agosta weitere Morde zu verhindern und seinen Bruder zu stellen.

Im Grunde genommen ist dies der gesamte Plot des Romans, der auf 593 Seiten niedergeschrieben wurde. Jede der vorhergehenden Kritiken kann nur zugestimmt werden, das Buch wurde durch Grossschrift und Füllseiten aufgepumpt, es handelt sich um eine Fließbandarbeit, Themen aus Vorproduktionen (bspw. Personen, Orte,) werden recycelt, einzelne Elemente sind haarsträubend fiktiv (bspw. die Familienhistorie der Pendergasts, Aloysius Diamantendiebstahl), die Motive des Hasses von Diogenes bleiben im Dunkel etc...
Hinzu kommt, und dass liegt an meinem ‚blinden‘ Griff in die Restpostenkiste, habe ich den 2. Band einer Trilogie erwischt, der wohl tatsächlich hauptsächlich die Motivation hat, Band 3 zu kaufen (lag glücklicherweise (?) ebenfalls in besagter Kiste).
Dennoch, trotz der berechtigen Kritik und des Charakters einer standardisierten Serienproduktion bedient Dark Secret eine Funktion, und die nicht schlecht: Eine unterhaltsame und spannende Begleitung der täglich Fahrt zum Büro, die jederzeit unterbrochen und wieder aufgenommen werden kann. Insofern werde ich auch noch den erworbenen 3. Teil lesen, aber dann ist Schluss mit Preston/Child.
sapere zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 06.12.2009
Einfach Klasse! Zum Glück sind nicht alle Geschmäcker gleich, sonst gäbe es nichts zu kritisieren.

Ich bin ein großer Fan von Pendergast und habe alle Bücher innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Eine gewisse Reihenfolge ist einzuhalten, die Triologie ist spitze. Auf jeden Fall lesenswert und interessante Querverweise sind auch dabei.
Didischatzi zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 17.02.2009
Ich bin gestern mit Dark Secret fertig geworden und kann ner Kritik oben überhaupt nicht zustimmen...
Okey, ich muss schon zugeben dass das Buch mit Relic oder Formula nicht mithalten kann, aber so schlecht wie oben dargestellt ist es auf keinen fall.
Ich freue mich jetzt schon auf Maniac und gehe jetzte wieder lesen...
Ciao
marco zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 10.02.2009
im ergebnis stimmt die kritik der krimi-couch. ich würde jedoch das fazit nicht ganz so schlecht ziehen. der roman war schon unterhaltsam, und wenn man die triologie lesen möchte, kommt man ohnehin nicht um den (schwächeren) 2. teil rum. ein ganz dickes minus waren aber in der tat die ständigen verweise auf andere romane. da gab es ja in jedem kapitel einen...
neben dem 1. teil "burn case", sollte man auch (aber nicht zwingend nötig) "relic" und "formula" gelesen haben um damit klar zu kommen.
"dark sekret" ist also bestimmt kein einsteigerroman.
Malu zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 04.02.2009
Dark Secret ( Mörderische Jagd) ist mein erstes Buch was ich von Preston und Child gelesen habe, aber bestimmt nicht mein Letztes. Ich musste mich ein wenig an die schreibweise gewöhnen. Fand erst etwas schwer rein, konnte aber später dann das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich fand das sehr spannend geschreiben.
Freu mich auf noch mehr Fälle mit Special Agent Aloysius Pentergast.
Schrodo zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 04.02.2009
Ich habe jetzt schon einige frühere Werke der Herren Preston und Child gelesen, aber irgendwie waren mir diese viel spannender und schlüssiger in Erinnerung.
Einige Bekannte des als tot vermuteten Agent Pendergast werden von einem genialen Mörder dahin gerafft. Der böse Bube ist Diogenes, der Bruder des Agenten. Detective DÁgosta versucht die Rätsel aufzuklären, kommt aber irgendwie nicht weiter (ist ja klar, wenn der Mörder genial ist). Da taucht plötzlich und unerwartet der tot geglaubte, natürlich ebenso geniale, Herr Pendergast wieder auf und hilft bei der Jagd nach seinem Bruder (viele Herren eilen ja bekanntlich ihrem Bruder hinterher). Wer am Ende gewinnt wird natürlich nicht verraten.
Das Buch ist, wie immer bei den Beiden, sehr gut zu lesen. Auch, oder gerade weil man schon von Anfang an den Mörder kennt. Der rote Faden durch die Geschichte ist durchaus vorhanden, wobei mir doch einige Unstimmigkeiten aufgefallen sind. So z.B. warum müssen alle diese Morde sein, wenn es doch nur um einen Raub geht? Das haben die beiden Herren zumindest mir nicht schlüssig rüberbringen können (Vielleicht lag´s ja an der Übersetzung *lach*). Trotzdem angenehmes Lesevergnügen ohne dass man den Kopf sehr anstrengen muss.
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Biene20 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 18.12.2008
Leider konnte ich das Buch nicht so schnell lesen wie ich es sonst bei den Büchern von dem Autoren-Dou getan habe,da es meine Arbeit nicht zugelassen hat.
Aber ich habe morgens den längeren Weg zur Arbeit genommen,damit ich in Bus und Bahn lesen konnte.

Mal wieder ist das Buch ein echter knaller.Es hat sich zwar etwas mehr in die Länge gezogen als die letzten von Preston & Child,aber trotzden war es gut zu lesen.Ich liebe die Schreibweise der beiden und bin immer wieder beeindruckt über das Ende.
Habe alle Bücher von den beiden gelesen und immer kommt der Schluß anders als man denkt.Enfach genial die Beiden
Krimi-Tina zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 06.12.2008
Für dieses Buch habe ich eine Ewigkeit gebraucht. Und das lag nicht an den fast 600 Seiten.
Sondern daran, dass dieser 2. Band der Geschichte des Duells zwischen Aloysius Prendergast und seinem Bruder Diogenes mit Verlaub gesagt sterbenslangweilig ist. Zumindest auf den ersten 400 Seiten. Erst ganz am Schluss kommt ein wenig Spannung auf, aber so wirklich unterhaltsam wird es selbst da nicht.
Woran liegt's? Nun zum einen sicher daran, dass das Buch außer dem Wettrennen zwischen Diognenes und Aloysius kaum Handlung hat. Das führt u.a. dazu, dass all die bekannten Figuren, die wiederzusehen ich mich gefreut hatte, weitgehend irrelevant für den Fortgang der Story sind, und ziemlich losgelöst und mehr oder weniger verloren in der Gegend herumstehen.
Was passiert spielt sich fast ausschließlich zwischen Prendergast, D'Agosta und Diogenes ab.
Womit wir den zweiten Grund für die fehlende Spannung gefunden haben: Diogenes selbst.
Welcher der langweiligste und uninteressanteste Absolut Abgrundtief Böse Schurke ist, der mir seit langem untergekommen ist. Er hat anscheinend außer dem Hass auf seinen Bruder, der aber auch nirgends begründet wird, und der Tatsache, dass er eben grundsätzlich bösartig und unheimlich schurkisch ist, keine Motive für seine Taten. Das ist dann doch ziemlich banal. Und langweilig.
So holpert die Geschichte auf 2 Zylindern dahin und kommt ewig nicht richtig in Fahrt.
Erst gegen Schluss deutet sich an, dass es da vielleicht doch ein bisschen mehr Motivation gibt als nur die pure Bösartigkeit. Aber da endet das Buch auch schon mit einem mittelprächtigen Showdown und lässt sämtliche Fragen offen.
Und das ist schließlich der dritte Grund: das ganze Buch ist eigentlich nichts weiter als ein überlanger Cliffhanger für den dritten Band.
Auflösung und Beantwortung der Fragen wird wohl dann in Ebendiesem erfolgen. Mein Interesse am Fortgang der Geschichte ist allerdings so gesunken, dass ich mir den wohl sparen werde. Zumal der laut KC auch nicht besser ist.
Ich schließe mich dem Urteil von Herrn Drewniok an und vergebe 50°.
krimileser26 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 31.10.2008
Ich habe mir das Buch als Hörbuch vorlesen lassen. Das macht dann einige Längen weg, die immer mal wieder entstehen. Aber ansonsten ist das Ganze wirklich spannend und ich hab es in einem Rutsch hören müssen. Habe jede Gelegenheit (auch den 15 minütigen Autoweg zur Arbeit) genutzt. Also, wer solche Art von Krimis liebt, wird seine Freude dran haben.
Schnute zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Dark Secret« 25.08.2008
Ein absolutes Muss für P&C-Fans! Da muss man echt aufpassen, dass man nicht vergisst montags auf Arbeit zu gehen, weil man einfach nur an dem Buch klebt! Ich hätte nie gedacht, dass Bücher einen so fesseln können, aber die beiden Autoren schaffen das immer wieder!
Achtung! > Suchtgefahr! ;o)
Ich bin schon so süchtig, dass ich einfach aus Büchermangel (weil ich alle erschienenen Bücher schon durch hab) wieder anfange "das Relikt" zu lesen. Irre...
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