Der Codex von Douglas Preston

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel The Codex, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Knaur.

  • New York: Forge, 2004 unter dem Titel The Codex. ISBN: 0765307006. 396 Seiten.
  • München: Knaur, 2006. Übersetzt von Ronald M. Hahn. ISBN: 978-3-426-62806-5. 480 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2009. Übersetzt von Ronald M. Hahn. 475 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 2012. Übersetzt von Ronald M. Hahn. ISBN: 978-3-426-51104-6. 480 Seiten.

'Der Codex' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Als eine letzte große Herausforderung für seine drei Söhne hat sich der berüchtigte Kunsträuber Maxwell Broadbent mitsamt seien Schätzen im Dschungel von Honduras begraben lassen. In einer Grabkammer wie einst die alten Pharaonen. Wollen seine Söhne ihr Erbe erhalten, müssen sie den geheimen Ort im Urwald finden. Ein gefährlicher Wettlauf beginnt, denn unter den Schätzen ist auch »Der Codex« – ein altes Maya-Buch von unermesslichem Wert. Dem »Codex« auf der Spur sind nicht nur die drei Brüder …

Das meint Krimi-Couch.de: »Kino im Kopf amerikanischer Prägung« 81°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Maxwell Broadbent scheint ein ziemlich arrogantes Arschloch gewesen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass er in einer riesigen Villa wohnt, geschmückt mit gestohlenen Kunstschätzen im Wert von fünfhunderttausend Dollar und nichts davon versichert. Seine Söhne hält er für Armleuchter, denn aus seiner Sicht haben sie es zu nichts gebracht. Einer ist Kunsthistoriker, der andere Tierarzt und der dritte hängst seinen philosophischen Hippiefantasien nach.

Maxwell Broadbent hat Krebs und noch sechs Monate zu leben. Aber eine letzte Gemeinheit zieht er noch durch. Er packt alle seine Kunstschätze und haut ab in den Dschungel von Honduras, um sich dort mit seinen wertvollen Utensilien in den Grabkammern einer geheimnisvollen Maya-Stadt begraben zu lassen. Mittels einer Videobotschaft, die er in der leergeräumten Villa zurück lässt, verkündet er seinen Nachfahren, dass nur derjenige das Erbe bekommen wird, der ihm folgt und sein Grab findet.

Miteinander können die drei Brüder nicht. Also macht sich jeder einzeln auf den Weg in die grüne Hölle. Der Kunsthistoriker sucht sich als Begleiter den ehemaligen Räubergefährten seines Vaters aus, der als Privatdetektiv arbeitet und jetzt die Gelegenheit sieht, sich seinerseits die gestohlenen Gegenstände unter den Nagel zu reißen.

Der Tierarzt wird von einer hübschen Pharmakologin überredet, auf die Suche zu gehen, denn sie braucht den »Codex«. Die darin enthaltenen Aufzeichnungen wären auf dem Pharmamarkt Gold wert.

Der Dritte im Bunde wird von seinem Sensai, dem Meister, dem er folgt, kurzerhand ins Dschungellabyrinth gedrängt, denn ohne Geld lässt es sich auch in einem Hippiecamp nicht leicht leben.

Also brechen die unterschiedlichsten Expeditionsgruppen auf, um im Dschungel von Honduras den Gefahren zu trotzen, die bereits massenhaft auf sie warten …

Douglas Preston serviert seinen alljährlichen Reißer zum Weihnachtsfest, der diesmal 479 Seiten umfasst und ohne seinen Schreibkollegen Lincoln Child aus der Feder geflossen ist.

Preston zeigt auch bei »Der Codex«, dass er genau weiß, in welchem Ambiente seine Leser gerne zuhause sind. Vom Schreibstil her hat sich die Handschrift nicht geändert, das ist tadelloses schreiberisches Handwerk, ohne jeden Anspruch auf große Literatur, und somit genau die Art zu schreiben, die von seinen Fans verlangt wird.

Der Roman lebt eher vom exotischen Ambiente des Dschungels und seiner Gefahren. Von Moskitos über Piranhas bis zum Jaguar plagen sämtliche tierische Unbilden unsere Romanhelden und auch die Hinterhältigkeit korrupter Beamter und hinterwäldlerischer Indianer baut ein Szenario auf, das frappant an Ähnliches aus dem Bereich »India-Jones & Co« erinnert.

Dazu noch eine hübsche Frau, ein wenig Liebe, Sex und blöde Witzchen und die Mischung ist fertig für einen Spannungscocktail, dem es an nichts mangelt.

Natürlich weiß der Leser von vorneherein, was ihn erwartet und genau so passiert es auch, aber das zeichnet die Thriller von Preston aus. Sie ähneln einem ausgebauten Drehbuch von Stephen Spielberg, mit dem Vorteil dem Kopf noch Raum für eigene Interpretationen zu lassen. Kino im Kopf von der besten Fließbandsorte amerikanischer Prägung ist weiterhin das Erfolgsrezept von Douglas Preston. Auch wenn »Der Codex« nicht ganz an seine Vorgänger heran zu kommen scheint, ist er für Liebhaber dieses Genres ein absoluter Lesegenuss, Preston-Fans werden ohnehin zuschlagen, so ferne sie nicht mittlerweile zur Konkurrenz mit Dan Brown und Co gewechselt sind.

Ihre Meinung zu »Douglas Preston: Der Codex«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

olaf peter kuckuck zu »Douglas Preston: Der Codex« 07.01.2011
super buch mit allem was zu einem guten buch gehört : actio, dramatik,sex, tote, überlebenskampf. bis jetzt das beste buch, dass ich jeh gelesen habe!! es ist einfach spitzenmäßg. die spannung ist hammer und man kann nicht mehr aufhören mit lesen. ein bombastisches, supergeiles, vieles umfassendes,für alle altersklassen geeignetes buch!!super gut!
Buboter zu »Douglas Preston: Der Codex« 14.07.2010
Als sein Tod kurz bevorsteht versteckt sich ein verschrobener Kunstsammler mit seinen ganzen Kunstschätzen im Dschungel von Honduras. Wenn seine drei Söhne das Erbe für sich beanspruchen wollen, müssen sie ihn und die Schätze finden. Um das zu tun, müssen die Söhne, die sich nicht besonders gut verstehen, zusammenarbeiten. Unter den Schätzen befindet sich auch ein Medizin-Codex der Mayas. Nicht nur die Söhne, sondern auch ein Pharmakonzern, der ehemalige Partner des Kunstsammlers und eine Ethnopharmazeutin sind auf der Suche nach dem Codex. Die Söhne machen sich zunächst getrennt auf die Suche nach ihrem Vater. Nach einigen Abenteuern wird die Reise aber gemeinsam fortgesetzt.

Und da liegt auch schon das Problem des Buches. Es reiht sich ein Abenteuer an das nächste. Ein einfacher Pferdedoktor aus Utah ringt hier mit einer Anaconda, fängt während des Kampfes eine, ihm zugeworfene Machete und besiegt das Ter, nur um ein paar Seiten weiter einen Jaguar zu bekämpfen. Wenn die mitreisende Dame nicht gerade aus allen Pflanzen des Dschungels Heilsalben herstellt, zickt sie rum. Preston lässt kein Klischee eines Abenteuer-Romans aus und packt so viele Abenteuer in die knapp 500 Seiten, dass es Quatermain und Indiana Jones gemeinsam himmelangst werden würden.

In fast allen vorherigen Rezensionen wird das davon gesprochen, das Buch wäre wie ein Film. Genau das ist der Punkt, der dem Roman bei mir den großen Abzug einbringt. Es ist nämlich kein Film! Deshalb sollte es sich auch nicht wie ein solcher lesen. Wenn ich das Buch beschreiben müsste, würde ich es als anstrengend bezeichnen. Spannend ist leider kein Wort, das mir hier in den Sinn kommt. Entgegen der doch ziemlich hohen Bewertung hier auf der Couch, reichts bei mir leider nur zu 30 °.
florian-brun zu »Douglas Preston: Der Codex« 15.12.2008
Das Buch war absolut spannend! Wenn man die verschiedenen Handlungsstränge versteht ist und war der Roman wirklich toll. Ich fand die Jagd im Jungel sehr gut. Es war wie in einem Film. Ich konnte das Buch kaum weglegen und habe die Zeit vergessen:-) Das Ende war nicht so klar, aber Jedermann/frau kann sich ein Ende individuell gestalten. Es braucht natürlich schon Fantasie.

Die Szenen mit dem kleinen Knilch fand ich sehr gut. Wenn man die Natur liebt, ist das das richtige Buch.

Ich würde es gerne Weiterempfehlen!

Alle Bücher von dem Autorenduo sind interessant. Der eine Autor schreibt wissenschaftlich und der Andere Autor macht die Spannungsbögen.

Wirklich empfehlenswert!
flo84pcpc zu »Douglas Preston: Der Codex« 07.09.2008
Das Buch war absolut spannend! Wenn man die verschiedenen Handlungsstränge versteht ist und war der Roman wirklich toll. Ich fand die Jagd im Jungel sehr gut. Es war wie in einem Film. Ich konnte das Buch kaum weglegen und habe die Zeit vergessen:-) Das Ende war nicht so klar, aber Jedermann/frau kann sich ein Ende individuell gestalten. Es braucht natürlich schon Fantasie.

Die Szenen mit dem kleinen Knilch fand ich sehr gut. Wenn man die Natur liebt, ist das das richtige Buch.

Ich würde es gerne Weiterempfehlen!

Alle Bücher von dem Autorenduo sind interessant. Der eine Autor schreibt wissenschaftlich und der Andere Autor macht die Spannungsbögen.

Wirklich empfehlenswert!
Atze zu »Douglas Preston: Der Codex« 20.05.2008
Der Canyon kommt leider nicht an den Codex ran!! Fand auch schade das "Knilch" nicht mehr vorkommt...

Konte den Codex nicht mehr aus der Hand legen...Einfach Spannend und Kopfkino
Günter zech zu »Douglas Preston: Der Codex« 30.03.2008
Der Canyon-war super so habe ich mir-Der Codex - auch zugelegt und nun durchgelesen.
Ich fand diese reise sehr langatmig und bin auch mit der Story nicht zufrieden-von mir in der Bewertung nur ein
-Ausreichend-. Knilch begleitet die -
Broadbents tagelang und dann findet er wieder Daheim keine Erwähnung mehr-irgentwie ein zusammengeschuster Roman-nicht empfehlenswert.
spawny zu »Douglas Preston: Der Codex« 08.07.2007
Der Codex ist das bisher schlechtes Buch was ich von Child und Preston, egal ob solo oder gemeinsam gelesen habe.
Ich bin nicht gerade der Logikfanatiker, aber an diesen Buch ist ja fast alles an den Haaren herbeigezogen. Und jedes Klischee wie sich ein U.S. Amerikaner und/oder Europäer den Dschungel halt so vorstellt wurde bedient (Von den blutrünstigen Piranhas über anmutige Dschungelkatzen, bis hin zu den schnell alles heilenden super Medizin-Pflanzen).
Ich habe das Ende mehr oder weniger schnell gelesen, deshalb kann es sein das es mir entgangen ist, aber kann mir jemand sagen was aus "Knilch" geworden ist :o).
frolleinvomamt zu »Douglas Preston: Der Codex« 30.04.2007
Indiana Jones marschiert wieder!
Das Niveau ist simpelst: Es gibt viele richtig Böse und dagegen auch viele richtig herzerwärmend Gute.
Ist ja schon klar, wer siegt ...
Spannend, aber mehr was für das Strandtuch im Urlaub. Denken ist nicht erforderlich.
Als intellektuelles Deckmäntelchen werden viele Details über den tropischen Regenwald eingestreut ... nur die Rezepte für die anscheinend schmackhaften Affen- und Eidechsengerichte fehlen ;-)
Bernd Moll zu »Douglas Preston: Der Codex« 16.04.2007
In der Tat. Das Buch liest sich locker flockig von Anfang an. Auf den logischen Aufbau der Handlung wollen wir mal nicht näher eingehen!
Preston versteht es, den Leser zu fesseln und beim Lesen zu halten. Man verzeiht denn auch so manches Klischee, das er benutzt, um seine Handlung fortzuspinnen.
Aber die letzten Seiten waren eindeutig zu dick aufgetragen. Das war "Superman"-Niveau und sollte einem derartigen Routinier nicht passieren.
nüggü zu »Douglas Preston: Der Codex« 11.04.2007
Huhu alle zusammen!
Auch ich habe das Buch an meinem 17. Geburtstag geschenkt bekommen. Als ich den Klappentext gelesen habe war ich nicht wirklich überzeugt, aber ich hab das Buch dann doch gelesen. Und ich bin froh darüber!!! Der Codex hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Story hat mich fasziniert und die Charaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen! Ich hab alles bildlich vor mir gesehen, als würde ich einen Film schauen.
Spannung und Unterhaltung garantiert!
Delicious! ^^
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 19.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Der Codex

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: