Der Canyon von Douglas Preston

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Tyrannosaur Canyon, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Knaur.
Folge 1 der Wymon-Ford-Serie.

  • New York: Forge, 2005 unter dem Titel Tyrannosaur Canyon. 551 Seiten.
  • München: Knaur, 2007. Übersetzt von Katharina Volk. 551 Seiten.

'Der Canyon' ist erschienen als

In Kürze:

Ein Schuss zerreißt die Stille des Canyons. Wenig später findet der Abenteurer Tom Broadbent einen tödlich verwundeten Archäologen. Mit letzter Kraft vertraut ihm dieser ein Notizbuch an, das mit verschlüsselten Informationen gefüllt ist. Doch wer wäre bereit, dafür über Leichen zu gehen? Tom bleibt nicht viel Zeit, um die Antwort auf diese Frage zu finden – denn die Polizei hält ihn für den Mörder. Als er mit Hilfe eines Kryptologen endlich den Code entschlüsseln kann, wird klar, dass der Canyon seit Jahrhunderten ein unglaubliches Geheimnis hütet …

Das meint Krimi-Couch.de: »Unterhaltung der einfachsten, besten Sorte« 70°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Wieder ein Mal fragt man sich schon beim Studium der ersten Innenseiten, warum der Knaur-Verlag aus dem Tyrannosaur Canyon von Douglas Preston in der Übersetzung von Katharina Volk nur mehr ein schlichtes Der Canyon werden ließ, denn tatsächlich gäbe der Originaltitel wesentlich deutlicher wieder, worum es auf den 550 Seiten wirklich geht.

Stem Weathers hat irgendwo in der Mesa de los Viejos einen Saurier gefunden. Bei den Preisen, die heutzutage für ein vollständig intaktes Gerippe des Urtiers gezahlt werden, wäre er ein gemachter Mann, wenn da nicht auch noch der Schurke Dr. Corvus wäre, der ihm unter allen Umständen seine Entdeckung abjagen möchte. Dafür bedient er sich des Oberschurken Maddox, der nicht nur die Unterlagen be- sondern auch Weathers entsorgen soll. Stem bekommt also eine Kugel in den Rücken, aber Maddox kommt nicht dazu, ihm sein Tagebuch abzunehmen, denn da taucht Tom Broadbent auf, kümmert sich um den Sterbenden, der ihm mit dem letzten Atemzug das Schriftstück als Vermächtnis für seine Tochter anvertraut.

Broadbent ist natürlich ein Ehrenmann und lebt als Viehdoktor mit seiner Frau Sally auf einer Ranch in der Umgebung. Mit den Aufzeichnungen, die offensichtlich chiffriert sind, kommt er nicht weiter und wendet sich an einen Mönch im Bergkloster, der früher beim Geheimdienst als Kryptologe angestellt war. Wyman Ford, der übrigens auch im 2008 erschienenen Thriller Blasphemie die Heldenrolle spielt, ist aus der CIA ausgestiegen um im Kloster zu meditieren, aber der Reiz der Verschlüsselung jagt auch ihn zwischen die Canyons. 

Maddox will den leichteren Weg gehen. Er kidnappt Broadbents Frau, um diesem die Unterlagen abzupressen und den Saurier zu finden, aber so schnell geben die Guten in diesem Thriller nicht auf &

Wo Preston drauf steht, da ist auch Preston drin. Nicht mehr und nicht weniger. Schreiberisch beherrscht der Autor sein Handwerk und wie man einen Plot ordentlich aufbaut, hat er im Duett mit Lincoln Child seit Attic zur Genüge bewiesen. Nach einigen eher schwachen Durchhängern kommt bei Der Canyon wieder ordentlich (Schwarz-Weiß) Stimmung auf. Die klare Abgrenzung von Gut und Böse und der gekonnte Einsatz populärwissenschaftlicher Elemente, die er am Besten in den Tafelbergen (Mesas) von New Mexico bis Arizona ansiedelt, sind stilsichere Elemente des ehemaligen Mitarbeiters des Naturhistorischen Museums von New York, der als Kenner der Anasazi-Kultur auch davon schon in etlichen Büchern sein Wissen eingebracht hat.

Preston macht Unterhaltungsliteratur der einfachsten und besten Sorte. Hintergründige psychologische Erkenntnisse bleiben dem Leser erspart, dafür gibt es anschauliches Actionkino im Kopf, das den Leser auch am Feierabend nicht überfordert. Gelegentliche Zeitsprünge und der Wechsel der Sichtweise von Täter und Opfer geben dem Stoff einen zusätzlichen Lesereiz, aber der Autor übertreibt diese Sprünge nicht, wie es heute oftmals üblich ist. 

Der Canyon und sein Geheimnis überraschen während der gesamten Handlung  nur wenig und zieht die Spannung fast ausschließlich aus der Jagd nach den Unterlagen des Saurierforschers. Und damit ist es dem Autor gelungen, ohne großen literarischen Anspruch ansprechende Freizeitlektüre auf den Markt zu bringen, die in dieser Form nur Clive Cussler in den Ozeanen der Meere schafft oder das Duo Gear & Gear mit seinen Wissenschaftsthrillern veröffentlicht.

Wolfgang Weninger, September 2009

Ihre Meinung zu »Douglas Preston: Der Canyon«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

wendelin zu »Douglas Preston: Der Canyon« 06.08.2012
Unterhaltung vom Feinsten

Ein Schuss zerreißt die Stille des Canyons. Wenig später findet der Tierarzt Tom Broadbent einen tödlich verwundeten Archäologen. Mit letzter Kraft vertraut ihm dieser ein Notizbuch an, das mit verschlüsselten Informationen gefüllt ist.

Die Jagd nach dem "Schatz" kann beginnen und hält den Leser - dank extrem kurzer Kapitel und häufiger Perspektivwechsel - atemlos auf Trab. Denn der Canyon hütet seit Jahrhunderten ein erschütterndes Geheimnis …

Dieses Buch hat alles, was mich gut unterhält: Spannung, Action und eine abenteuerliche Story.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Roygrace zu »Douglas Preston: Der Canyon« 15.05.2012
Hallo

also ich ahbe den Canyon gelesen ich fand es toll geschrieben tolles Kopfkino
Ich kann jetzt nichts negatives über das Buch sagen wobei es mein erstes Buch des autors war und ich eben nicht mit Codex gelesen habe. Leider ist es oft so das leser immer ein anderes Buch eines Autors vergleichen ich fand es gut. Es war mal ein anderer wink mit dem Zaunpfahl als immer nur Jurassic Park.
Ich fand es ein tolles Buch ich kann jedem nur raten es als Urlaubslektüre nutzen.
mase zu »Douglas Preston: Der Canyon« 24.05.2009
Sehr solide unaufgeregte Handwerkskunst. „Canyon“ ist wie auch die meisten Leser bemerkten nichts besonderes, aber ich habe es gerne gelesen. Es ist ein Buch, das nicht vom Hocker haut, aber es kann wohl auch niemand sagen, dass es schlecht oder langweilig ist. Ich glaube mit einem Preston kann man nicht viel falsch machen.

Kurze Kapitel, jedes mit einem Cliffhanger am Ende, sorgen für flüssiges Lesen und für einen Wissenschaftsthriller ist „Canyon“ auch jederzeit verständlich und nachvollziebar. Oft ist der Plot voraussehbar, aber das hat mich hier nicht gestört, sondern gab mir mehr eine Bestätigung.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde. Aus der des Protagonisten, seiner Frau, dem Bösewicht, dessen Auftraggeber, sowie jeder anderen auftretenden Person.

„Canyon“ ist eine leichte Lektüre zum weglesen.
Traubenwolf zu »Douglas Preston: Der Canyon« 08.01.2009
Ich fand das Buch sehr spannend und nicht vorhersehbar wie manche behaupten. Der Vorgänger war zwar deutlich besser aber das ist ja auch Ansichtssache. Ich gebe 89%! Das neue Buch "Credo" ist hoffe ich genau so kurzweilig wie die vorangegangenen Werke. Werde auch weiterhin alles lesen was Preston und Child schreiben!

Ich freue mich schon auf "Darkness"!
zugroaster zu »Douglas Preston: Der Canyon« 28.12.2008
Ein gutes Abenteuerbuch mit kurzen Kapiteln und spannender Geschichte.
Flüssig geschrieben und sehr unterhaltsam.
Kino im Kopf kann ich jetzt nicht behaupten aber auf jeden Fall lesenswert. Wie alles von Douglas Preston, was ich bis jetzt von ihm gelesen habe.

Habs innerhalb von 3 Tagen weggelesen. Echt empfehlenswert.
Herbert S. zu »Douglas Preston: Der Canyon« 10.04.2008
Ich lese im Zug und am Strand. Wenn ich lese will ich Kino im Kopf - Ich muss das Popcorn förmlich riechen können.
Für einen wie mich ist "Der Canyon" ein geniales Buch: Spannend bis zur letzte Seite, sehr leicht und schnell zu lesen, coole Cliffhanger allüberall.
Mir hat das Buch riesenspaß gemacht !!
.
Wie übrigens alles von Preston und / oder Child
frolleinvomamt zu »Douglas Preston: Der Canyon« 12.11.2007
Wie viele Kaninchen kann man aus einem Hut zaubern?
Herr Preston bemüht sich redlich, in absolut übersichtlichen Kapiteln von nur wenigen Seiten, Cliffhanger und immer neue Kaninchen hervorzuzaubern.
Und da werden alle Versatzstücke reingemischt: Ich mag sie nicht alle aufzählen, kein Akteur ohne Klischee.
Aber es funktioniert einigermaßen, ist spannend und schnell gelesen.
Was für die Hängematte.
Günter Zech zu »Douglas Preston: Der Canyon« 07.11.2007
Da ich -Der Canyon- gelesen habe ohne zu wissen das -Der Codex- schon ein Vorläufer war-kann ich für mich nur sagen das ich ihn recht spannend fand.
Mir gefiel der Schreibstiel sehr gut und die Handlung fand ich überhaupt nicht vorhersehbar.
Ich werde mir den -Codex-nun auch besorgen und sehen ob der wirklich noch besser ist.
Frank zu »Douglas Preston: Der Canyon« 07.10.2007
Der Codex war als Vorgänger sicherlich der bessere Roman.Vor allem bedeutend vielschichtiger.
"Canyon" krankt an seinen doch sehr limitierten Schauplätzen + an einer zu aufgeblähten Handlung.Nicht wirklich schlecht,für ein paar unterhaltsame Stunden hat es gereicht.70%.
killercat zu »Douglas Preston: Der Canyon« 07.10.2007
Díe ersten seiten haben sich noch ganz vielversprechend angehört. Doch das wahhre Grauen ergreift einen wenn mann weilerliest. Alles Punkt genau vorhersehbar. da maxjt das lesen soch kein spass mehr

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 13.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Der Canyon

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: