Endstation Venedig von Donna Leon

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 unter dem Titel Death in a Strange Country, deutsche Ausgabe erstmals 1995 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Venedig, 1990 - 2009.
Folge 2 der Guido-Brunetti-Serie.

  • New York: HarperCollins, 1993 unter dem Titel Death in a Strange Country. 290 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1995. Übersetzt von Monika Elwenspoek. 395 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1996. Übersetzt von Monika Elwenspoek. 395 Seiten.
  • [Hörbuch] Schwäbisch Hall: Steinbach, 2003. Gesprochen von Christoph Lindert. 8 CDs.

'Endstation Venedig' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Die aufgedunsene Leiche eines jungen Mannes schwimmt in einem stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär, und der italienische Machtapparat sind gleichermaßen verwickelt. Eine harte Nuss für Commissario Brunetti, der sich nicht unterkriegen lässt: Venedig durchstreifend und seine Connections nutzend, ermittelt er ebenso sympatisch wie unkonventionell.

Das meint Krimi-Couch.de: »Nur den härtesten Fans zu empfehlen« 36°

Krimi-Rezension von Thomas Kürten

Nach dem Erfolg ihres ersten Romans um den venezianischen Ermittler Commissario Guido Brunetti schien für Donna Leon recht bald festzustehen, dass sie einen weiteren Fall nachliefern müsse. Vielleicht war es auch der Verlag, der möglichst schnell ein Nachfolgerbuch auf den Markt bringen wollte, um an die guten Verkaufszahlen des ersten Romans anzuknüpfen. Endstation Venedig hinterlässt an vielen Stellen einen Eindruck von Versatzstücken, die aus Verlegenheit geboren im Roman platziert wurden.

Donna Leon veröffentlicht ihre Romane nicht in Italien, weil sie mit ihrer Beschreibung Venedigs und Italiens keinen gebürtigen Italiener in seinen Empfindungen verletzen will. Ihre Unsicherheit diesbezüglich findet man in diesem Roman wohl am deutlichsten, da sie es vermeidet, sich in zu genauen und detaillierten Schilderungen der Szenerie Venedigs hinzugeben. Die Stimmung, die sie hier am besten von der Stadt wiederzugeben weiß, ist die morgendliche Sonnenaufgangsstimmung an den stinkenden, einsamen Kanälen, auf denen sich zu dieser Zeit noch niemand herumtreibt. Ansonsten verlegt sie die Handlung auf einen amerikanischen Truppenstützpunkt in der Nähe von Vicenza. Hier dürfte sich die Schriftstellerin auskennen, denn im wahren Leben arbeitet sie hier.

Bevor ich zuviel herummeckere ein paar Bemerkungen zur Handlung: Die Leiche eines jungen Mannes schwimmt in einem Kanal und verschlimmert dort den ohnehin schon üblen Geruch. Seine Zahnfüllungen enttarnen ihn als Amerikaner. In dessen Wohnung auf dem Truppenstützpunkt Vicenza findet Brunetti ein Kilo Kokain, dass dort offensichtlich mit düsterer Absicht platziert wurde. Von wem und mit welchem Interesse?

Brunetti soll auf Anordnung seines Vorgesetzten den Mordfall zurückstellen und lieber einen Einbrecher namens Ruffolo suchen, der vermutlich drei Gemälde aus einem Palazzo gestohlen hat. Auch dies weckt sein Misstrauen. Als dann auch noch eine Ärztin, offenbar die Geliebte des Toten aus dem Canale, an einer Überdosis stirbt, nimmt Guido wieder die Fährte auf. Nicht zuletzt durch die Hilfe seines Schwiegervaters, der viele gesellschaftliche Kontakte pflegt, kommt er darauf, dass es in der Tat um die Verschleierung illegaler Müllentsorgung geht. Brunetti entdeckt eine illegale Deponie, entlarvt ihre Hintermänner und letztlich kann er doch nichts dagegen tun. Die Mordfälle werden so gebogen, dass es der Polizei letztlich doch möglich ist, einen Täter zu präsentieren und die Akten zu schließen.

Die Figur Guido Brunetti wirkt in diesem Roman wenig sympatisch, er ist einfach zu perfekt, wirkt dabei aber nachdenklich, zurückhaltend, introvertiert und ein wenig überheblich. Es bringt ihn einfach nichts aus der Ruhe, er ist souverän und jeder Zeit Herr der Lage. Egal, ob er mit Kollegen, Zeugen, Verdächtigen oder seinem Vorgesetzten redet, er weiß intuitiv sofort, wie er seinem jeweiligen Gegenüber begegnen muss. Zuhause ist alles Eitel Sonnenschein, seine Frau Paola liebt ihn, er liebt sie und gemeinsam lieben sie ihre Kinder, die ihnen natürlich keine Veranlassung zu irgendwelchen Sorgen geben. Die Schilderung der privaten Glückseligkeit hemmt mir zu oft den Fluss der Handlung. Ganze Kapitel widmen sich dem Familienglück des Commissarios, dessen größtes Problem zu sein scheint, Verwendung für einen Spielbankgewinn zu finden.

Die Ermittlungen im Kriminalfall plätschern schwunglos vor sich her und die Auflösung bietet vielleicht ein realistisches, aber keineswegs ein befriedigendes Ende. Die eigentliche Intention Leons scheint zu sein, die Aufmerksamkeit der Leser auf Umweltverbrechen und illegale Entsorgung hochtoxischer Substanzen zu lenken. Sie klagt die Ohnmächtigkeit der Behörden gegen die Umweltverbrecher an, da die Vergehen auf höchster politischer Ebene geduldet zu werden scheinen. Die Morde, die im Laufe des Buches geschehen, passieren ohne einen größeren Überraschungsmoment. Irgendwie kündigen sie sich stets einige Seiten zuvor zwischen den Zeilen an.

Der wohl bislang schwächste Roman um den venezianischen Commissario, der nur den härtesten Fans zu empfehlen ist. Einzig die geschilderte Stimmung der Lagunenstadt wirkt ungetrübt. Das Flair der Stadt kommt authentisch rüber. Allerdings, so hart es klingen mag, das ist das einzige, was an diesem Buch zu gefallen weiß und somit für einen guten Kriminalroman einfach zu wenig.

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Maria zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
In „Endstation Venedig“ (Verlag Diogenes), handelt es sich um einen Kriminalroman von Donna Leon. Im Jahr 1942 wurde sie in New Jersey geboren. Als sie 23 Jahre alt war, verliess sie ihren Geburtsort, um in Perugia und Siena studieren zu können. Danach folgten ein paar Jahre als Reiseleiterin in Rom, Werbetexterin in London und schliesslich auch als Lehrerin in verschiedenen Ländern. Nun wohnt und arbeitet sie seit 1981 in Venedig.
Auf knapp 400 Seiten beschreibt Donna Leon Commissario Brunettis zweiten Fall. Die Leiche eines Mannes vom amerikanischen Militärstützpunktes, wird im Kanal, am Ufer der Basilika SS. Giovanni e Paolo aufgefunden. Brunetti ermittelt und gerät von Zeit zu Zeit auf bemerkenswerte Hintergründe. Donna Leon greift geschickt in der Gegend Venedigs vorherrschende Probleme auf und macht das Buch ohne Zweifel lesenswert, wenn auch keine grosse Spannung vorhanden ist.
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Maria zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
Der Titel „Endstation Venedig“ gibt bereits einen kleinen Einblick in das Geschehen. Er ist schlicht und prägnant. Man kann sich selbst als Leser bereits jetzt viel Fragen stellen.

Das Buch beginnt mit einem Toten im Kanal. Brunetti macht sich, wie üblich, daran den $Täter zu finden. Diesen suchte er nicht nur in Venedig sondern auch auf dem amerikanischen Stützpunkt in Vicenza. Denn der Tote war ein amerikanischer Sergant, zuständig für das Gesundheitswesen der Haushalt. Bald wird klar, es ist nicht nur ein einfacher Raubmord, höhere Mächte sind im Spiel und wie hängen die mit einem Bilderraub im Palazzo Viscardis zusammen? Brunetti setzt alles daran den Fall zu lösen.

Hauptfigur ist, wie immer, der Commissario Brunetti. Unterstützt wird er von seiner Frau Paola die ihm das nötige, weibliche Feingefühl zwischenmenschliche Beziehung liefert, die er braucht um den Fall zu lösen und der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Sein Vorgesetzter Patta hingegen, ist nur daran interessiert den Fall zu lösen, egal ob der Schuldige gefunden wird oder nicht.

Das Buch selbst würde ich nicht als erste Wahl empfehlen, wenn es darum geht einen Krimi zu lesen. Die Handlung verläuft eher schleppend und träge. Es werden viele unnötige Details erwähnt, die meist gar nichts mit dem Fall zu tun haben und nur dazu da sind Zeilen zu füllen. Diese Information aber, hält der Leser zum Teil wichtig für den späteren Verlauf der Geschichte und versucht sich alles zu merken. Das wird schliesslich so viel, dass man völlig verwirrt vor dem Buch sitzt und nicht mehr weiss was man gerade gelesen hat.
Nach vielen Seiten ohne Spannung, versucht die Autorin Spannung aufzubauen. Aber man wird meist enttäuscht, denn immer wenn man denkt: „Jetzt passiert was!“ ist der Absatz wieder zu Ende und man befindet sich wieder im langweiligen Nichts.

Das Buch ist für die breite Masse nicht sonderlich spannend, es ist eher etwas für die eingefleischten Krimi-Fans.
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peter zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
In „Endstation Venedig“ (Verlag Diogenes), handelt es sich um einen Kriminalroman von Donna Leon. Im Jahr 1942 wurde sie in New Jersey geboren. Als sie 23 Jahre alt war, verliess sie ihren Geburtsort, um in Perugia und Siena studieren zu können. Danach folgten ein paar Jahre als Reiseleiterin in Rom, Werbetexterin in London und schliesslich auch als Lehrerin in verschiedenen Ländern. Nun wohnt und arbeitet sie seit 1981 in Venedig.
Auf knapp 400 Seiten beschreibt Donna Leon Commissario Brunettis zweiten Fall. Die Leiche eines Mannes vom amerikanischen Militärstützpunktes, wird im Kanal, am Ufer der Basilika SS. Giovanni e Paolo aufgefunden. Brunetti ermittelt und gerät von Zeit zu Zeit auf bemerkenswerte Hintergründe. Donna Leon greift geschickt in der Gegend Venedigs vorherrschende Probleme auf und macht das Buch ohne Zweifel lesenswert, wenn auch keine grosse Spannung vorhanden ist.
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JiJo zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
Buchempfehlung zu Donna Leons „Endstation Venedig“

Das Buch Endstation Venedig von Donna Leon ist ein Krimiroman, der rund 400 Seiten umfasst. Donna Leon wurde 1942 in New Jersey geboren. Sie verliess die Stadt mit 23 Jahren, um danach in Perugia und Siena weiter zu studieren. Seit 1981 wohnt und arbeitet die Amerikanerin in Venedig. Vor allem schreibt sie Kriminalromane. Eine berühmte Reihe davon sind Comissario Brunettis Fälle in Venedig. Das Buch wird von dem Verlag Diogenes gedruckt.
Endstation Venedig erzählt die Geschichte des zweiten Falles von Brunetti. Wie der Titel bereits sagt spielt das Buch vorwiegend in Venedig. Das Buch beginnt damit, dass eine Frau eine Leiche in einem Kanal entdeckt. Brunetti versucht diesen Fall nach und nach aufzuklären und er erfährt, dass es sich um mehr als nur einen einfachen Raubüberfall handelt.

Guido Brunetti ist ein Venezianer, der den Tourismus in Venedig verabscheut. Er geniesst es, deliziös zu Essen und ist ein Ehemann und Familienvater. Er ist mit Paola verheiratet, sie ist die Tochter eines bedeutenden Mann in Venedig.
Donna Leon geht in diesem Buch auch auf die Probleme Italiens und Venedigs ein, erzählt aber auch von der Prunk Venedigs und dem guten Essen.

Ich persönlich hätte das Buch nicht gelesen, wenn es nicht von der Schule vorgeschrieben worden wäre. Das Buch benötigt viel Durchhaltevermögen. Es hat uninteressante Szenen sowie Seiten auf denen der Leser auch mal schmunzeln muss, auch wird der Fall schlussendlich nicht ganz aufgelöst, was mich ein wenig enttäuscht hat.
Leo und Vladi zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
Unsere Kritik zum Buch „Endstation Venedig“ von Donna Leon

Das Buch „Endstation Venedig“ hat etwa 400 Seiten und wurde vom Diogenes Verlag gedruckt. Im Buch selbst geht es um einen Mord an einem amerikanischen Soldaten in Venedig, der vom Kommissar Brunetti gelöst werden muss. Wie geschrieben, findet die Geschichte in Venedig und Umgebung in Italien statt. Und nun noch ein Zitat von uns: „Die aufgedunsene Leiche eines jungen Mannes schwimmt in einem Stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinkt auch die Machenschaft, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und der italienische Machtapparat sind gleichermassen verwickelt.-Eine harte Nuss für Comissario Brunetti, der sich nicht unterkriegen lässt: Venedig durchstreifend und seine Connections nutzend, ermittelt er ebenso sympathisch wie unkonventionell.“ Wir persönlich haben keine Lieblingsstelle im Buch. Das Buch fand wir eigentlich spannend aber auch irgendwie kommt es uns vor, dass es kein Krimi ist, da am Ende der Mord nicht komplett gelöst worden ist und das Ende so gut wie weggelassen worden ist, was wir schade finde. Wir haben nur wenig vom Buch gelesen, da es uns schnell langweilig wurde und ich einfach keine Zeit hatten, um das Buch wirklich und intensiv zu lesen. Dieses Buch empfehlen wir nur Leuten, die viel Zeit zum Lesen haben, wobei hier eigentlich hauptsächlich Rentner hierzu gehören. Bitte verschont die jungen Leute, solche Bücher zu lesen, denn sie wollen richtige Hobbys haben. Aber den Film lohnt sich auf jedem Fall!
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Laura & Alisha zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
Der Titel „Endstation Venedig“ regt schon an sich die Geschichte vorzustellen, unter anderem kommt man bei de m Wort „Endstation“ auf einen Zug, Bahnhof oder wie am offensichtlichsten auf die Endstation des Lebens.

Eine Wasserleiche im Kanal und höchstwahrscheinlich ein amerikanischer Soldat; soviel steht fest, als Commissario Brunetti auf den Fall trifft. Brunetti beginnt zu ermitteln, in dem er nach Vicenza fährt und dort die Wohnung des Opfers durchsucht. Währenddessen wird im Palazzo von dem Kunstsammler Viscardi eingebrochen und Gemälde werden gestohlen. Gleichzeitig wird auch noch Giftmüll im Lago di Barcis gefunden. Brunetti weiss nicht, mit wem er es zu tun hat: Amerikanischem Militär, Kunstdieben oder der Mafia?

Brunetti begeistert wieder mit seiner witzigen und dennoch ersten Art. Mit dem Einbezug von Amerikanern wird es auch zu einem internationalen und politischen Abenteuer.

Im Deutschunterricht hat unsere Lehrerin das Buch ausgewählt, da sie ein begeisterter Fan der Krimiserie ist. Das Buch ist eher was für echte Fans. Mir persönlich hat es nicht so gefallen, da mir die Stilweise nicht so gefällt. Damit meine ich, dass es zu langsam geschrieben ist.
andrulie zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 02.07.2012
Der Krimi „Endstation Venedig“ wurde von Donna Leon geschrieben und 1996 vom Diogenes Verlag in Zürich veröffentlicht.
Donna Leon ist im Jahre 1942 in New Jersey geboren. Sie lebte ständig im Ausland, doch 1981 hat sie sich in Venedig niedergelassen.
In Commissario Brunettis zweitem Fall geht es um einen Mord an einem amerikanischen Soldaten. Kurz danach wird seine Vorgesetzte ermordet. Die Geschichte handelt von den Ermittlungen, es kommen jedoch noch andere dunkle Geschichten zum Vorschein. Brunetti wird sie über das ganze Buch begleiten und sie mit seinem humorvollen und sympathischen Charakter verzaubern.
Sie werden ausserdem den Stadtteil „Canale Grandes“ näher kennenlernen, da hauptsächlich in diesem Gebiet ermittelt wird. Es erwarten sie packende 396 Seiten.
Ich kam durch die Schule zu diesem Buch. Daher hatten wir die Möglichkeit, Meinungen in der Klasse auszutauschen und Stellungsnahmen zu diskutieren.
Das Buch war teilweise sehr packend. Manchmal jedoch konzentrierte sich die Autorin ein bisschen zu fest auf die Details, so wusste man nicht mehr genau, was jetzt wichtig für die Ermittlungen war.
Die Geschichte ist sehr interessant geschrieben, doch es passiert meiner Meinung nach ein wenig zu viel, so dass der erste und eigentlich wichtigste Mord in Vergessenheit geriet.
Susannah zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 13.03.2011
Venedig, Gegenwart. In Venedigs verschlungenen Gassen wird eine Leiche gefunden. Ohne Brieftasche, erstochen. Ein Raubmord? Daran glaubt Commissario Guido Brunetti nicht. Doch sein Vorgesetzter Patta wünscht einen raschen Abschluss des Falles - denn der Tode war Amerikaner. Welch ein Schlag für den Tourismus! Brunetti steht unter Zeitdruck - und die Spür führt auf den amerikanischen Militärstützpunkt bei Vicenza. Doch dort ist die Kooperationsbereitschaft gering. Und während Brunetti immer ratloser zu sein scheint, deutet sich an, dass der Mord Teil eines riesigen Komplotts ist

...Brunettis zweiter Fall - meiner Meinung nach besser als der Erste! Mir hat die krimihandlung gut gefallen, ich fand es spannend und habe am Ende gehofft und gezittert, ob den die Schuldigen wirklich gefasst werden. Einen großen Anteil an der guten Bewertung hat die Figur des Commissario selbst: sympeathisch, bodenständig, irgendwie einfach normal, ermittelt auf eigene Art und Weise, nutzt Kontakte und Verbindungen und zeigt eine enorme Hartnäckigkeit. Venedig spielt die andere große Rolle - und wer auch nur einmal die Stadt im Wasser besucht hat, wird sich in vielem wiederfinden. Brunetti ermittelt - hoffentlich noch oft!
Linda zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 05.12.2010
Habe das Buch nicht gelesen, aber gestern den Film gesehen. Meine Frage an die Leser: Kann man dem Buch entnehmen, aus welcher Oper die Musik stammt, die Vice Questore Patta hört. Oder kann meine Frage jemand beantworten, der sie ohnehin kennt. Sie hat mir nämlich sehr gut gefallen, kommt mir auch bekannt vor. Ich weiss aber weder Komponist noch Titel der Oper.
Kevin zu »Donna Leon: Endstation Venedig« 18.02.2010
Der zweite Band, Endstation Venedig, ist das erste Buch, das ich von Donna Leon gelesen habe. Es beginnt vielversprechend mit einem Mord ganz zu Anfang der Geschichte, ein junger Amerikaner wird aus den stinkenden Kanälen Venedigs gezogen. Commissario Brunetti wird dem Fall zugeteilt.
Nach kurzen Nachforschungen wird klar, dass der junge Mann ein Soldat des amerikanischen Stützpunkt auf Vicenza war. Im Verlauf der Ermittlungen, bei denen er immer wieder nach Vicenza fahren muss, werden ihm immer wieder neue und falsche Fährten gelegt, sodass er nicht wirklich weiterkommt. Erst als er Unterlagen einer auf dem Stützpunkt stationierten Ärztin bekommt, wird klar, das es sich hierbei um etwas weit Grösseres geht. Im weiteren Verlauf des Buches, als er die Giftmüllkippe entdeckte, beginnt das Buch dann an Spannung zu verlieren und nur der andere von Patta aufgetragene Fall, bei dem Ruffolo, ein kleiner Strassenräuber aus Venedig, ein Haus überfällt, bringt noch ein bisschen Brisanz in die Geschichte. Schlussendlich stehen die beiden Fälle durch Viscardi, einen reichen Geschäftsmann aus Mailand , dem das ausgeraubte Haus gehörte und der auch die Giftmüllkippe dort anlegte, in Verbindung.
Die Geschichte beginnt spannend, doch diese Spannung nimmt durch zu viele und genaue Beschreibung ab. Nach dem Einbruch in Viscardis Haus herrscht Verwirrung und ein klein wenig Nervenkitzel, da jetzt alles passieren könnte. Die Schlussszenen sind dann wieder zu lange ausformuliert und darum schon lange ahnbar.

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