Closer von Donn Cortez

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel The Closer, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Knaur.

  • New York: Pocket Star, 2004 unter dem Titel The Closer. 399 Seiten.
  • München: Knaur, 2008. Übersetzt von Friedrich Pflüger. ISBN: 978-3-426-63703-6. 399 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2008. Gesprochen von Martin Kessler. gekürzt. ISBN: 3866105487. 5 CDs.

'Closer' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Jack war ein aufstrebender Künstler – aber seit seine Familie einem brutalen Mord zum Opfer fiel, kennt er nur noch ein Ziel: Gerechtigkeit für alle, denen ein geliebter Mensch genommen wurde! Jack und seine Partnerin Nikki haben sich darauf spezialisiert, Killer aufzuspüren und sie zu einem Geständnis zu zwingen. Nikki übernimmt die Rolle des Lockvogels, Jack führt die Verhöre. Durch eins seiner Opfer erfährt er von einer geheimen Serienmörder-Community im Internet. Jack schleust sich dort ein, um ein Mitglied nach dem anderen auszuschalten. So stößt er auch auf einen Killer, der sich The Patron nennt – und kein anderer ist als der Mörder seiner Familie! Jack versucht, ruhig zu bleiben. Es geht ihm um Gerechtigkeit, nicht um Rache. Doch wer zu lange Bestien jagt, läuft Gefahr, selbst eine zu werden …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Monster jagt Monster« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Vor drei Jahren hat ein Serienkiller die gesamte Familie des Kunstmalers Jack Salter auf grausamste Weise ausgelöscht. Der ist daraufhin zum unerbittlichen Rächer mutiert. Er sucht den Unhold, doch in dem Wissen, dass noch viele andere Mörder ihr Unwesen treiben, hat Jack seinen Rachefeldzug auf alle in den USA und Kanada aktiven Psychopathen ausgeweitet. Er jagt sie systematisch, lockt sie in die Falle und sperrt sie in seinen privaten Folterkeller. Dort müssen sie ihm ihre Untaten gestehen. Mit der Leiche des schließlich getöteten Mörders werden die dabei entstehenden Tonaufnahmen der Polizei zugespielt.

Die Medien, die Gesetzeshüter und die Angehörigen der Mordopfer haben Jack längst ins Herz geschlossen, da er die Monster auslöscht, die man auf legale Weise oft kaum dingfest machen kann. Mann nennt ihn den »Closer«, denn Jack sorgt dafür, dass die Akten der Mörder geschlossen werden können.

Jack »arbeitet« auch deshalb so effektiv, weil er sich auf die Unterstützung der Prostituierten Nikki verlassen kann, der er einst das Leben rettete. Gemeinsam haben sie bereits diverse Serienkiller gestellt und ausgeschaltet. Jetzt steht Jack vor seiner größten Herausforderung: Er konnte die geheime »Jagdrevier«-Website infiltrieren, die Webmaster »Dschinn-X« als Netzwerk für Serienmörder eingerichtet hat. Hier können sie als »Rudel« miteinander kommunizieren, mit ihren Gräueltaten prahlen und »Jagdtipps« austauschen.

Wenn Jack die Nicknames der Teilnehmer entschlüsselt, kann er auf einen Schlag ein halbes Dutzend äußerst erfolgreicher Killer eliminieren. Darunter ist auch der »Patron«, in dem Jack den Mörder seiner Familie erkennt. Er gibt sich als »Dschinn-X« aus und versucht seine Gegner zu täuschen und auszuspionieren. Doch die sind misstrauisch und sehr gewieft, wenn es um ihre Sicherheit geht. Nikki macht sich zudem Gedanken über Jacks psychische Verfassung. Die grausamen Folterverhöre haben ihre Spuren hinterlassen. Ist Jack noch der objektive Rächer, oder hat er das Lager gewechselt und ist selbst zum Lustmörder geworden ...?

Wenn schon, denn schon …

Verkaufsbewährte Namen und grell angepriesene Unbekannte dominieren den deutschen Krimi-Buchmarkt. Gemeinsamer Nenner ist viel zu oft die mittelmäßige Qualität dieser Elaborate. Man muss wirklich entschlossen sein und über die Fähigkeit verfügen, Enttäuschungen gleich im Salventakt an der Leserseele abprallen zu lassen, will man in diesem Einheitsbrei nicht nur rühren, sondern etwas wirklich Lohnendes gleich Lesenswertes finden.

Wobei »lesenswert« ja nicht unbedingt »neu« oder gar »originell« bedeuten muss. Beide Attribute kann Donn Cortez für Closer sicher nicht beanspruchen. Das lässt sich aber selten so gut verschmerzen wie in diesem Fall. Closer ist Handwerk pur und fern jeder klassischen Qualität, wie das diejenigen, die zwischen Schund und Literatur zu differenzieren pflegen, nur zu gern und angewidert bestätigen werden. Aber Closer macht Spaß. Selten liest man einen Thriller, der nicht nur als Pageturner konzipiert wurde, sondern diesen Anspruch auch erfüllen kann. Dabei hat Donn Cortez im Grunde nur zwei bewährte Regeln beherzigt: Beherrsche deinen Job – das Schreiben – und gib dort Gas, wo die Wankelmütigen zaudern.

Der Vigilant mit seinem Drang zur Selbstjustiz gehört nicht nur in den USA zum festen Inventar der Unterhaltungsmedien. Zu verlockend ist der Gedanke, auf dem Weg zum »gerechten« Urteil eine Abkürzung zu nehmen, das scheinbar notorisch liberale und auch dem überführten Übeltäter schützenden Gesetz zu umgehen und die Strafe als Rache zu zelebrieren: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Selten wird dieses Prinzip so kompromisslos durchgespielt wie in Closer. Cortez arbeitet wie der Regisseur eines Horror-B-Movies mit intensiven Splatter-Einlagen. Zwar schwelgt er nicht in Blut & Gedärmen, doch er beschränkt sich nicht auf Andeutungen: Wenn Jack und das »Rudel« foltern, dann erfahren wir, was sie ihren Opfern antun.

Unter Blut und Schweiß kaum auseinanderzuhalten

Das geschieht nicht (nur) als Service für die Fans des aktuell beliebten Folter-Pornos à la Saw oder Hostel. Tatsächlich beschreibt Cortez »nur« den entsetzlichen »Bind-Torture-Kill«-Alltag realer Serienkiller und lässt diese zusätzlich darüber reflektieren. Wenn die plakativen Sitzungen ausführlicher Foltersitzungen auszuufern drohen, ersetzt Cortez sie lieber durch fiktive ´Essays´, in denen »Dschinn-X«, »Gourmet«, »Patron« oder »Road-Rage« über ihren »Job« philosophieren. Das Entsetzen speist sich aus dem sachlichen Tonfall, in dem sie über schauerlichste Gräuel diskutieren.

Auf einer zweiten Handlungsebene ist Closer die mindestens ebenso dramatische Höllenfahrt eines Mannes, der dem folgenschweren Irrtum unterliegt, er könne seinen inneren Frieden wiederfinden, indem er die Welt von ihren Dämonen befreit. »Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.« Dieser berühmte, fast schon zur Plattitüde verkommene Aphorismus Friedrich Nietzsches (Nr. 146; Jenseits von Gut und Böse, 1886) trifft den Nagel auf den Kopf. Jack hat die Grenze womöglich überschritten. Diese Frage stellt sich stellvertretend für den Leser Nikki, die nicht nur Jacks Partnerin bei der ´Jagd´ ist, sondern auch die Stimme der Vernunft verkörpert, für die Jack taub geworden ist. Wenn er foltert, dann wendet er die Methoden seiner Gegner an. Dabei bedient er sich der gleichen ´Argumente´ wie seine Gefangenen, wenn diese ihre Taten rechtfertigen. Kein Wunder, dass Nikki Schwierigkeiten hat, zwischen dem gleichermaßen mit Blut bespritzten Täter und seinen Opfer zu unterscheiden, wenn sie in Jacks Folterkeller schaut.

Die Ambivalenz des Mannes Jack, der im Grunde als Sympathiefigur dargestellt ist, wird von Cortez vorbildlich in den Dienst seiner Geschichte gestellt. Die Sprache ist nüchtern, kein Zeigefinger wird erhoben, keine Kompromisse werden gemacht; es wird erklärt aber nicht gewertet. Eine literarische Verfremdung der grausigen Fakten findet nicht statt. Dem Leser wird kein Hintertürchen gelassen.

Prompt und vom Verfasser natürlich methodisch geweckt stellt sich Unbehagen ein. Man wird zum Voyeur gemacht und muss Stellung beziehen: Ist es nicht »richtig«, dass eingefleischte Psychopathen, die dem Gesetz und seinen Hütern viel zu oft durch die Finger schlüpfen, schlicht ausgerottet werden? Cortez verdeutlicht den Preis der Selbstjustiz, und das macht er besser als jeder predigende Gutmensch.

Mit dem Bleifuß auf dem Spannungspedal

Im Vordergrund steht für Cortez die Geschichte. Die ist beispielhaft geplottet, weil stringent, rasant und dabei doch voller Überraschungen. Wenn Jack sich gleich mit mehreren Serienkillern anlegt, hat er, den Cortez erfolgreich als extrem organisierten und deshalb so erfolgreichen »Closer« dargestellt hat, sich eindeutig übernommen. Das Schiefgehen eines ausgeklügelten Racheplans ist Klischee, aber so geschickt wie hier variiert beschert er einem Roman zuverlässig zusätzliche Spannungsschübe. Cortez wird im Finale möglicherweise zu theatralisch mit »Patrons« Rechtfertigung seiner Schandtaten als Katalysator einer monströsen und buchstäblichen l´art pour l´art; hier orientiert sich Cortez unnötig am genialischen Metzel-Vorbild Hannibal Lecter.

Die Idee einer Website für Serienkiller ist so »logisch«, dass sich tatsächlich die Frage stellt, wieso oder ob es so etwas nicht schon gibt. Schon erwähnt wurde, dass Cortez auch hier die ´richtigen´, d. h. erschreckenden Worte findet, wenn er seine Psychopathen chatten, über das Für und Wider verschiedener Mordmethoden beraten oder über frustrierende ´Betriebsunfälle´ klagen lässt. Dieser Wahnsinn hat Methode. Das lässt ihn sehr real wirken.

Closer ist trotz der Geschwindigkeit, mit der die Ereignisse ablaufen, durchaus keine Hetzjagd von Mord zu Mord. Es gibt Ruhephasen, die vor allem der Erläuterung und Informationsvermittlung dienen. Sie sind sorgfältig in den Erzählfluss eingebettet. Nicht selten sprengen sie dessen Chronologie. Nicht einmal die Einleitung bleibt ohne Zeitsprünge. Was dort geschieht, wer Jack und Nikki sind und wer wen jagt, bleibt zunächst unklar. Nicht nur unsere beiden Hauptfiguren, sondern auch ihre Gegner lernen wir erst ´bei der Arbeit´ kennen.

Im letzten Drittel rückt Jacks Erkenntnisprozess in den Vordergrund. Er stellt sich endlich der Frage, ob »Closer« womöglich der Spitzname eines weiteren Serienkillers geworden ist. Die Antwort fällt erneut anders aus als erwartet. Im Anschluss demonstriert Cortez, wie man den Leser mit einer ganzen Kette infam eingefädelter Schlusstwists von einer Verwirrung in die nächste stürzt: Die wahre Identität des »Patrons« wird erfolgreich so spät wie möglich gelüftet.

Diese Tour-de-Force leitet gleichzeitig ein Happy-end ein, das man nur tragisch aber nochmals konsequent nennen kann. Es komplettiert einen Thriller, dessen Ökonomie vorbildlich ist. 400 Seiten benötigt Cortez für seine Geschichte. Sie werden mit einer Geschwindigkeit umgeblättert, die sogar den erfahrenen Leser überraschen dürfte …

Michael Drewniok, November 2008

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Thrillerfan zu »Donn Cortez: Closer« 21.06.2016
Zum Inhalt aus Klappentext, denn darin wird das Grundgeschehen gut erklärt.
Sie dachten, sie wären allmächtig. Doch dann kam er: eiskalt, gnadenlos, tödlich für all seine Opfer. Und bei diesen handelt es sich um...Serienmörder!
Seit der Künstler Jack seine Familie durch die Hand eines grausamen Killers verlor, hat er sich einer neuen Kunst verschrieben: Er findet Verbracher, nach denen die Polizei vergeblich sucht. Er sorgt dafür, dass sie ihre Untaten gestehen - und lässt sie dafür büßen. Für die einen ist er ein dunkler Held; für das gesetz eine Gefahrenquelle, die ausgeschaltet werden muss. Denn wie lange kann ein Mann Monster jagen, bevor er selbst zu einem wird?

Die Handlung des Buches wird über verschiedene Stränge erzählt, die z. T. auch Rückblicke beinhalten.
Brutale Mörder deren Handlungen auch "schön" beschrieben werde. Diese Mörder werden von Jack verfolgt und dann auch nicht "zart" umgebracht und natürlich wird dies auch "schön" genau beschrieben. Das ganze Buch ist auch noch etwas verwirrend aufgebaut und da man ja im Bilde ist, wer was tut bleibt nur noch etwas Spannung welche Personen die Mörder angetrieben haben. Und das war auch alles.
Gut, Thriller sind keine Liebsromene, aber so blutig und ohne absolute Spannungshandlung muss nicht sein.
Von mir aus gesehen ist das Buch absolut keine Empfehlung für Leser die einen guten Thriller in der Hand haben wollen = sparen Sie sich das Geld für bessere Bücher.
Stefan83 zu »Donn Cortez: Closer« 22.09.2013
Als „Handwerk pur“ bezeichnet Krimi-Couch-Kollege Dr. Michael Drewniok Donn Cortez' Thriller „Closer“ und vergibt in seiner Rezension vollkommen überzeugt glatte 90°. Eine beachtliche Wertung, die mich letztlich zum Kauf dieses Werks bewogen hat, das mit dem martialisch-metallisch anmutenden Cover eher nicht in mein übliches Beuteschema fällt. Vom nicht gerade aussagekräftigen und nach fadem Mainstream müffelnden Klappentext ganz zu schweigen. Nach Beendigung der Lektüre muss ich Drewniok zumindest in einem Punkt recht geben: Handwerk pur bietet „Closer“ wirklich, allerdings weniger auf das des Schriftstellers bezogen, als vielmehr auf die Tätigkeit eines Metzgers, bedient Cortez doch vor allem die Gelüste der Freunde von „Hostel“, „Saw“ und Co. „Unterhaltend“, wie in der Besprechung hervorgehoben, ist daran jedoch nichts, denn wer hier einen Kitzel empfindet, kriegt wohl bereits vor der Fleischertheke eine Gänsehaut.

„Closer“ steht genau für die eingeschlagene Richtung des Krimi-Genres, welche mir jetzt seit Jahren immer mehr auf den Wecker geht. Blut, noch einen Eimer Blut, ach, was, ich hol gleich einen Betonmischer mit Gedärm, damit der Leser merkt, dass ich es ernst meine. Und Serienkiller. Wir brauchen Serienkiller. Was, einen? Nein, ein Rudel. Ein Rudel voller Soziopathen, die sich per Internet über das Abschlachten, Ausnehmen, Foltern und Zubereiten von Menschen austauschen. Und wer lebt im Rudel? Genau: Wölfe. Ich nenne sie Wölfe. Hach, Donnie, du Fuchs. Großartige Idee. Jetzt brauch in noch einen Gegenspieler. Ein Polizist? Ein Detektiv? Nein, das wär ja langweilig. Wir wäre es denn miiit … Ja, auch ein Serienkiller. Aber, natürlich ein guter, der lediglich die Bösen jagt und sie in aller Stille zu Tode foltert. Da haben wir dann auch gleich eine Identifikationsfigur für die Rednecks im Süden. Und wenn ich die Perversen und über 40-jährigen notgedrungenen Sex-Abstinenzler auch ins Boot holen will, packe ich am besten gleich noch eine Nutte mit in die Handlung. Natürlich eine noble und gütige Nutte. Nicht das der Plot noch zu düster wird.

Damit hab ich so in etwa Fundament und Rahmen des Schlachthauses „Closer“ beschrieben, das sich tatsächlich damit rühmen darf, zum Dümmsten zu gehören, was ich jemals in den Händen hatte. Wo bereits Autoren wie Slaughter oder McFadyen Probleme haben, die auf unserer Erde herrschende Realität in ihren Büchern zu berücksichtigen, ignoriert Donn Cortez diese gleich von Anfang an völlig. „Closer“ hat die Substanz und den Tiefgang eines dünn-geschnittenen Knäckebrots und schmeckt in etwa genauso fade. Während oben genannte Autoren noch hart an der Lächerlichkeit vorbeischrammen, badet Cortez gerade zu in ihr, derart klischeehaft die Figuren, sowie der letztendliche Verlauf der, naja, nennen wir es mal der Einfachheit halber „Handlung“. Über gute 400 Seiten habe ich mir deshalb vor allem eine Frage immer wieder gestellt: „Meint der Autor das wirklich ernst oder sollte das eigentliche eine Parodie auf die blutigen Schlacht-Thriller der Moderne werden?“ Nun, Ansätze für Kritik am Trend zum hemmungslosen Gewaltgemetzel, das mittlerweile selbst vor Kindern nicht mehr halt macht, finden sich jedenfalls nirgends. Übrigens genauso wenig, wie nähere psychologische Betrachtungen der Täter. Die sind nun mal einfach alle abgrundtief böse. Und die Opfer. Nun ja, die sind halt tot. Also halten wir uns besser nicht allzu lange mit ihnen auf.

Trotz all der Kritikpunkte: „Closer“ wird in der Vergangenheit sicherlich einige Leser gefunden haben, darunter vielleicht sogar ein paar, die wie ich die Hoffnung hatten, etwas „Dexter“-ähnliches vorzufinden. Letzteren darf ich getrost dazu raten, sich das Geld zu sparen. Zwischen Lindsay und Cortez liegen dieselben Welten wie zwischen Tom Hanks und Dolph Lundgren. Wobei dies insofern ein schlechtes Beispiel ist, weil uns beide Schauspieler zumindest irgendwann mal irgendwo unterhalten haben. „Closer“ ist dazu schlichtweg nicht in der Lage.

Eine sinn- und moralfreie Aneinanderreihung überbordender Brutalitäten und sadistischer Phantasien, die mich weder verstört, noch angeekelt, noch in irgendeinem Maße berührt, aber vor allem eins – tierisch genervt hat. Jedem geistig halbwegs gesundem Mensch und Krimi-Freund sei daher geraten: Finger weg von „Closer“. Geht lieber zum Metzger und holt euch ein leckeres Mettbrötchen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Belial zu »Donn Cortez: Closer« 20.09.2012
Schlechter und Abklatsch von der Dexter-Story. Was an patologischer Finesse fehlt wird mit Bauerngewalt versucht wettzumachen. Ich habe Bücher mit weniger Gewaltbeschreibungen gelesen, die mich seelisch mehr angegriffen haben. Dazu verlaufen ein Großteil der Situationen so, wie sie sich "klein-Fritzchen" vorstellt. Revolverkugel von GPS-Sender aufgehalten? Klar doch!
Waldemar Da Rin zu »Donn Cortez: Closer« 26.06.2011
Guten Tag
Ich habe das Hörbuch an diesem Wochenende auf dem Weg nach Holland im Auto abgespielt, musste aber zwischendurch überspringen, weil mich die detailierten Folterszenen anwiederten. Zu pervers und sadistisch. In Holland angekommen habe ich die CD's in den Mülleimer geschmissen. Sorry Waldenheimer
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HeJe zu »Donn Cortez: Closer« 23.04.2011
Ein nettes Buch. Nett grausam, nette Unterhaltung, nett gemeint. Aber leider nicht wirklich mehr als das.

Die Schocker sind nicht schlecht. Der Schreibstil gefällt mir gar nicht: zu sprunghaft und undurchsichtig. Gegen Mitte des Buches wurden mir auch die Handlungszweige zu viel. Die Charaktere finde ich leider völlig misslungen: Wer kann schon Sympathien aufbringen für einen Mörder und eine Hure, die mitmordet?

Ich wurde einfach nicht mitgerissen. Die ganze Szenerie war einfach zu abgefahren.
Ich vergebe daher wegen der Schocker 60 Grad.
Frank zu »Donn Cortez: Closer« 28.11.2010
Sein Name ist der "Closer". Er macht Serienmörder ausfindig, zwingt sie unter Folter zu Geständnissen - und tötet sie.
Das alles um den Familien der Opfer Antworten zu liefern.
Vor allem aber um den einen Mörder zu finden, der seine eigene Familie abgeschlachtet hat (im wahrsten Sinne des Wortes).
Als er über das Internet auf einen geheimnisvollen Bund an Serienkillern stösst, ist er näher an seinem Ziel als er denkt.
Doch der Preis für sein Wissen ist eventuell seine eigene Seele...

Zunächst mal schreibt Cortez durchaus spannend. Die Geschichte hat kaum mal einen Hänger, in 3 oder 4 Stunden legt man das Buch dann beendet zur Seite.
Doch irgendwie bleibt ein schales Gefühl.
Sicher, Gorehounds kommen bei all den Folterungen und Mordbeschreibungen auf ihre Kosten - meiner Meinung liegt aber genau da das "Problem" der Geschichte. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Cortez haut einem das so häufig um die Ohren, dass es irgendwann beliebig wirkt. Und auch das Finale wirkt etwas dahingeschludert - was sich aber ohne zu spoilern leider kaum erklären lässt.
Dennoch...für kurzweilige Unterhaltung (für weniger Zartbesaitete) ist der Roman durchaus zu gebrauchen.
Solide ist er allemal.
80% von mir.
sie-phyllis zu »Donn Cortez: Closer« 21.11.2010
Ein heftiges Buch, manche Seiten hab ich überspringen müssen, da die Ausführungen doch nicht so mein Ding sind und es mir auf den Magen schlug. Immerhin wurden die Folterungen nicht total ausführlich beschrieben, es reichte mir auch so schon völlig aus.
Nichts-desto-trotz ein sehr fesselnd beschriebener Kampf zwischen Serienmördern und Folterern, we ist das Opfer?/!
Das Buch hinterläßt einen schlechten Nachgeschmack und ist eindringlich geschrieben. Ein paar Ungereimtheiten, vor allem in der Auflösung und unlogisch bei den Internet-Beschreibungen, viel Spaß beim lesen.
Giftzahn zu »Donn Cortez: Closer« 26.07.2010
Ich find das Buch einfach supper ich habe versucht mehr über diesen Autor zu finden was aber ein wenig schwer war ,Ich war gefesselt von dem Buch und schlisse mich der Meinung an das es einfach in aller Ruhe gelesen werden muß das erste mal hab ich es schnell gelesen weil ich wissen wollte wie es weiter geht jetzt vor kurzem habe ich es noch mal gelesen und es war noch besser. Ich bin begeistert.
Koray zu »Donn Cortez: Closer« 11.04.2010
Das Buch ist spannend und sehr gut zu lesen. Darüberhinaus kann man nicht aufhören zu lesen, man möchte an die Hintergründe, es zwingt quasi das Buch weiterzulesen, einfach unbeschreiblich.
Tigger23 zu »Donn Cortez: Closer« 26.11.2009
Es ist noch kein Meister vom Schriftsteller-Himmel gefallen - Donn Cortez wird es nie tun, da er nie dort hinkommen wird, zumindest nicht mit diesem Buch. Die Story 'nett', die Spannung 'in Ordnung'. Es gibt in der Tat einen Punkt, da will man das Buch beenden, ich weiß aber nicht, ob es an der Spannung liegt oder an dem innigen Wunsch das Buch endlich wegzulegen. Bei mir war es letzteres - einfach weil alles etwas zu flach war, zu lau, zu 'schön'. Im letzten Drittel erahnt man wer der Täter ist, ab da hatte ich auch das Gefühl der Autor wolle das Buch einfach beenden. Schade, die Story bietet mehr für eine gute Mär.

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