Der Bote von Dieter Paul Rudolph

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Conte.

  • Saarbrücken: Conte, 2012. 182 Seiten.

'Der Bote' ist erschienen als

In Kürze:

Es ist das Jahr 2168 in Zeiten von Postkutschen und rationiertem Wasser. Im Weiler Bannkies findet man die Leiche eines Unbekannten. Ein Kriminalrichter reist an, um den Fall zu untersuchen. Merkwürdiges geschieht, die Zeit fließt schneller. Ein Strudel, der alles und jeden erfasst. Unter einem Schafstall summen Computer. Unter Ruinen liegen Relikte einer merkwürdigen Vergangenheit.

Ihre Meinung zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote«

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Warringtonkater zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote« 09.06.2013
Ich habe mich zuerst ziemlich schwer getan. Stil und Story, entsprach nicht unbedingt meinem Beuteschema. Dann lag das Buch ein halbes Jahr brach und nun habe ich es in ein paar Stunden gebannt ausgelesen. Keine Ahnung, nach dem ersten Drittel hat es zwischen uns gefunkt. Ich mag Konzepte, die die Zeit durcheinanderbringen und/oder die Menschen in ihr gefangen halten. Sehr netter kurzweiliger SF-Roman, der erfrischend unmainstreamig daherkommt.
ingrida zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote« 03.07.2012
Ich stimme mit 95 zu, weil die Idee und die wortgewandte Ausführung perfekt gelungen sind. Wenn ich nicht zuviel verraten will, möchte ich nur märchenhaft die Geschichte anführen: Es war einmal ein Mann, der hatte sieben Söhne...
PS: Ganz besonders beeindruckend finde ich, dass der Autor immer wieder überrascht, einen neuen Stil präsentiert und nicht die endlosen Serienhelden-Geschichten vorhält.
Danke, das war spannende Unterhaltung.
Stefan83 zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote« 24.04.2012
Mein erstes Buch aus der Feder des geschätzten Krimi-Couch Kollegen Dieter Paul Rudolph und - soviel kann man jetzt schon sagen - sicher nicht mein letztes von ihm. Auch weil sich das Buch in eine gänzlich andere Richtung entwickelt hat, als der Klappentext zuvor noch andeutete. So erwartet den Leser hier kein schräges Steampunk-Abenteuer mit viel Witz, sondern eine sehr nüchterne, kalte Dystopie, welche mich in Inhalt und Grundton der Geschichte doch stark an H. G. Wells Werke erinnert hat. Und auch wenn ein Vergleich vielleicht vermessen klingt - Rudolphs Werk braucht diesen nicht zu scheuen bzw. kann bei einer Gegenüberstellung durchaus bestehen. Die Idee einer Zukunft, welche (aus unbekannten Gründen) in Technik, Kultur und Denken wieder ins 19. Jahrhundert zurückgefallen ist, hat etwas erschreckend Reelles, spielt geschickt mit den Ängsten, die schon Albert Einstein aus gutem Grund geschürt hat: "Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen."

Das mit letzteren hier im Jahre 2168 geworfen und gemordet wird, passt da gut ins Bild. Wie überhaupt der Kriminalfall, der stark am klassischen Whodunit angelegt ist, erstaunlich problemlos mit der düsteren Zukunftsvision harmoniert. Und trotz des sehr hoffnungslosen Tons liest sich Rudolphs Buch jedoch erstaunlich leichtfüßig, immer wieder aufgelockert von modernen Märchen, die augenzwinkernd Bezug auf das vergangene 21. Jahrhundert nehmen.

Ein lohnenswertes und irgendwie nachdenklich stimmendes kleines Buch, dessen ruhige Erzählweise dem derzeitigen Trend von Tempo, Action und blutigen Gedärm zuwiderläuft - und dafür sei Rudolph ausdrücklich gedankt!
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Claudia_Junger zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote« 22.04.2012
Ein Science-Fiction Krimi? Das klingt interessant und in der Tat ist es das Buch auch. Der Schreibstil ist rasant, die Sätze sind kurz und knapp. Über die Story möchte ich nicht zu viel verraten, nur soviel: sie ist außer- und ungewöhnlich. Der Autor versteht sein Handwerk. Ich habe das Buch mit Vergnügen und ohne Pause gelesen, es ist ein Muss für Fans anspruchsvoller Unterhaltung. Aber Vorsicht: es handelt sich nicht um einen Krimi im klassischen Sinne, der Leser muss sich schon auf Science-Fiction einlassen können. Und gerade die ist ganz anders, als man sie erwarten würde...

Fazit: Sehr spannender und ungewöhnlicher Krimi, weitab vom Mainstream. Ich bin begeistert.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
d.p.r. zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote« 02.04.2012
Ach, Sofie, dieser dumme Mensch macht das ständig, wenn was Neues von mir erscheint. Einfach ignorieren und was Positives und Kritisches schreiben... 85% klingt doch schon mal positiv, die restlichen 15 hole ich mir dann mit dem nächsten ab... boah ich brauch noch 57 Zeichen!!! hab ich die jetzt endlich?
sofie zu »Dieter Paul Rudolph: Der Bote« 01.04.2012
Lieber d.p.r.,
eigentlich wollte ich ja etwas Positives und Kritisches zum Boten schreiben.
Aber irgendein dummer Mensch hat ja hier eine 1° Wertung abgegeben. Die wütende Empörung darüber hat mein Hirn irgendwie leergefegt...
Meine 85° Wertung kann dies natürlich nicht auffangen.
Trotz allem hoffe ich, dass ich baldigst :-D einen neuen Rudolphschen Krimi lesen kann.

Mit sehr freundlichen Grüßen
Sofie
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