Ein seltsamer Ort zum Sterben von Derek B. Miller

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 unter dem Titel Norwegian by night, deutsche Ausgabe erstmals 2013 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Norwegen / Oslo, 2010 - heute.

  • Boston: Houghton Mifflin Harcourt, 2013 unter dem Titel Norwegian by night. 292 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2013. Übersetzt von Olaf Roth. 397 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2013. Gesprochen von Peter Matic. gekürzt. 5 CDs.

'Ein seltsamer Ort zum Sterben' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Nach dem Tod seiner Frau ist Sheldon Horowitz mit 82 Jahren zu seiner Enkelin nach Oslo gezogen. In ein fremdes Land ohne Juden. Viel Zeit, um über die Vergangenheit nachzudenken. All die Erinnerungen. All die Toten. Eines Tages hört Sheldon aus dem Treppenhaus Krach: Er öffnet die Tür, und in seiner Wohnung steht eine Frau mit einem kleinen Jungen. Kurze Zeit später ist die Tür aufgebrochen, die Frau tot und Sheldon mit dem Kind auf der Flucht den Oslofjord hinauf. Was wollen die Verfolger von dem Jungen? Sheldon weiß es nicht. Aber er weiß: Sie werden ihn nicht kriegen.

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kritikaster zu »Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben« 25.07.2017
dieses buch wäre tatsächlich ein kleines meisterwerk, hätte der autor nicht nach dem rezept gehandelt: wenn ein gewürz gut ist, dann sind fünf besser.so schüttet er den korea-, den vietnamkrieg, die greuel der serben, einen vater-sohn-konflikt, eine lieblose mutter, monster und alte juden in einen großen mixer und macht ein pürree daraus und verlegt das ganze auch noch nach norwegen, in ein kleines friedliches land, wo grade mal so bei kleinem fünf jäger erschossen werden, um eines kleinen jungen habhaft zu werden. alles völlig abstrus und der schluss mit kochend heißer nadel zusammengestrickt.spannend wars, aber überhaupt nicht logisch.mal sehen, ob ers beim nächsten mal besser macht, der derek b. miller
Resi zu »Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben« 11.09.2016
Diese Buch beweist, dass Helden keine Altersgrenze haben. Man fühlt mit dem Protagonisten, Sheldon Horowitz, ein amerikanischer Jude, gestrandet in Norwegen. Der Autor zeichnet ein lebhaftes Bild über die Gefühlswelt eines jüdischen Mannes über 80, der viel gesehen und erlebt hat und sich und allen anderen ein letztes Mal beweisen möchte. Sehr spannend, zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen.
Paul Clemming zu »Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben« 27.11.2015
"Ich bin Amerikaner. Jude. Zweiundachtzig. Witwer in Rente. Ein ehemaliger Marine. Ein Uhrenreparateur. Ich brauche eine Stunde, um zu pinkeln."
So fangen gute Bücher an. Was Derek B. Miller seinen Protagonisten dann erzählen lässt ist gleichermassen fesselnd wie anspruchsvoll. Der verschrobene alte Mann ist auf der Flucht mit einem Jungen, den er um jeden Preis schützen will, und dazwischen die Erinnerungen auf sein Leben und seinen eigenen Sohn. Der Bogen spannt sich von Korea über Vietnam bis Kosovo, und erzählerisch ganz fantastisch eingebettet, aktuelle Handlung und Erinnerungen fliessen fein ineinander. So seltsam und verschroben der alte Mann Sheldon Horowitz auch sein mag, man kommt ihm näher, in seinem Scheitern und in seinem letzten heroischen Kampf, der schon groteske Züge trägt. Für mich ein kleines Meisterwerk. Auch das Hörbuch ist von Peter Matic excellent gesprochen.
Doreen zu »Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben« 18.04.2015
Das Buch beschreibt Norwegen aus der Sicht eines amerikanischen Juden, dem Land und Leute ein Rätsel sind, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat und vermutlich an Demenz leidet. Es nimmt Stellung zur Immigrationsproblematik des Landes und setzt sich mit dem Balkankonflikt der 1990er Jahre und den Konsequenzen auseinandern. Es ist sehr kurzweilig geschrieben. Ein - wie man so schön sagt - page turner. Als Krimi würde ich dieses Buch es jedoch nicht bezeichnen. Nur das Ende ist ein wenig "holprig".

Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.
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