Und ruhe in Frieden von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1995
unter dem Titel Leave the grave green,
deutsche Ausgabe erstmals 1996
bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / London, 1990 - 2009.
Folge 3 der Duncan-Kincaid-Serie.
- New York: Scribner, 1995 unter dem Titel Leave the grave green. 253 Seiten.
-
München: Goldmann, 1996.
Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti.
ISBN:
3-442-43209-X. 320 Seiten. -
München: Goldmann, 1997.
Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti.
ISBN:
3-442-05945-3. 311 Seiten. -
Augsburg: Bechtermünz, 1999.
Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti.
ISBN:
3828966586. 311 Seiten. -
München: Goldmann, 2008.
Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti.
ISBN:
978-3-442-46968-0. 311 Seiten.
'Und ruhe in Frieden' ist erschienen als
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In Kürze:
Inspector Kincaid und seine Kollegin Sergeant Gemma James, auch privat ein Gespann, stehen vor einem neuen Fall. An einer Kanalschleuse der Themse wird Connor Swann, Schwiegersohn von Sir Gerald Asherton, einem berühmten Dirigenten, und der Sängerin Dame Caroline Stowe, tot aus dem Wasser gezogen. Obwohl ein Unfall nicht ganz auszuschließen ist, deuten die Umstände eher auf Mord. Connors Frau Julia scheint über den Tod ihres Gatten nicht gerade unglücklich zu sein und avanciert schnell zur Hauptverdächtigen, obwohl ein Motiv nicht zu erkennen ist. Als Kincaid und James allerdings tiefer in die Geschichte der Ashertons eindringen, zeigt sich, dass bei dieser angesehenen Familie manches im dunkeln liegt – nicht zuletzt ein früherer Fall von Tod durch Ertrinken.
Das meint Krimi-Couch.de: »Amerikanische Autorin mit grundsolider britischer Krimikost«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James werden zu einem mysteriösen Todesfall in die Chiltern Hills berufen. An einer Kanalschleuse wurde die Leiche von Connor Swann entdeckt. Swann hatte einen eher zweifelhaften Ruf, neigte zu Trink- und Spielsucht und gab nicht selten den Casanova gegenüber fremden Frauen. Dabei war er mit Julia Asherton verheiratet, die aus bestem Elternhaus stammt. Ihr Vater, Sir Gerald Asherton, ist ein angesehener Dirigent und Dame Caroline, Lady Asherton, war einst eine gefeierte Opernsängerin. Doch der Tod von Swann gibt den Ermittlern viele Rätsel auf, denn die Todesursache bleibt zunächst völlig unklar. Er könnte betrunken in den Fluss gefallen und anschließend ertrunken sein, einige Würgemale am Hals deuten jedoch eher auf ein Fremdverschulden hin. Aber selbst die Autopsie kann keine eindeutige Antwort geben.
Kincaid und James finden schnell heraus, dass die schöne Familienidylle der Ashertons nur aufgesetzt ist. Julia wollte sich von ihrem Mann scheiden lassen, da dieser ständig mit anderen Frauen anbändelte und zudem hohe Spielschulden hatte. So gerät neben Julia auch der zwielichtige Schuldeneintreiber Kenneth Hicks in den Verdacht der Polizisten, aber ebenso mehrere andere Personen, die ein Motiv gehabt haben könnten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und erst spät erkennt Kincaid, dass die Lösung des Falles in der Vergangenheit liegt. Vor vielen Jahren starb Julias damals 12-jähriger Bruder Matthew als er in einen Fluss stürzte und ertrank.
Wer eine Vorliebe für englische Kriminalromane »konventioneller« Machart hat, also gerne Autorinnen wie Martha Grimes, Minette Walters, Elizabeth Georges und so weiter und so weiter liest, der ist auch bei den Romanen der amerikanischen Autorin Deborah Crombie bestens aufgehoben. Ein Mord geschieht, die Polizei ermittelt, es gibt zahlreiche Blindspuren und am Ende folgt die »überraschende« Auflösung. Völlig blutleer geht es zur Sache, Action in irgendeiner Weise darf man hier nicht erwarten. Dafür werden die Landschaften ausführlich und bildhaft dargestellt, zudem regnet es gerne und ständig gilt der alte Spruch »It never rains in a pub.« Hier ein Bier und da ein Bier, typisch britisch eben und deswegen ist Und ruhe in Frieden grundsolide 08/15-Krimikost im positiven Sinne.
Der Fall selbst ist höchst undurchsichtig, da sogar die Autopsie eher Verwirrung stiftet denn Lösungen anbietet. Die wenigen Verdächtigen reden sich um Kopf und Kragen und sorgen so für die nötige Irritation beim Leser. Hierdurch kommt es allerdings am Ende des Romans zu einer nicht ganz überraschenden Lösung; zumindest nicht für »geübte« Krimifans. Stichwort: Ausschlussverfahren.
Wie so oft bei derartig routiniert herunter geschriebenen Plots bleiben die Charaktere ein wenig auf der Strecke. Ein bisschen mehr Tiefgang hätte man gerne gesehen, wenngleich die Protagonisten Kincaid und James durchaus zu überzeugen vermögen. Deren Privatleben bildet für Fans der Serie sicher eine entscheidende Grundlage, um deren Fälle weiterhin zu verfolgen und so bietet der vorliegende Roman diesbezüglich durchaus eine Schlüsselszene. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass für Fans der oben beispielhaft genannten Autorinnen Deborah Crombie eine wohltuende Alternative darstellt. Zwar – wie gesagt – alles 08/15, aber eben auch »typisch britisch«. Es gibt wahrlich Schlimmeres.
Jörg Kijanski, Mai 2010
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| jeanette1958 zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 28.06.2009 |
|---|---|
| sabrina13582 zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 27.05.2009 |
| Emamju zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 24.03.2008 |
| CharlyDD zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 07.03.2008 |
| Luca zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 04.12.2006 |
| Katja zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 21.05.2006 |
| Nicole Porten zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 19.04.2006 |
| lenara28 zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 12.01.2006 |
| Carola zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 16.02.2005 |
| Jana zu »Deborah Crombie: Und ruhe in Frieden« | 22.12.2004 |
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