Der Rache kaltes Schwert von Deborah Crombie

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel And justice there is none, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 8 der Duncan-Kincaid-Serie.

  • New York: Bantam, 2002 unter dem Titel And justice there is none. 318 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Andreas Jäger. ISBN: 3-442-45308-9. 439 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Andreas Jäger. 439 Seiten.
  • München: Goldmann, 2004. Übersetzt von Andreas Jäger. 439 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. Übersetzt von Andreas Jäger. 439 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Andreas Jäger. 448 Seiten.

'Der Rache kaltes Schwert' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Als Kincaid und James zu einem Tatort gerufen werden, bietet sich ihnen ein schreckliches Bild: Eine junge Frau wurde umgebracht und grausam verstümmelt – und sie soll nicht das einzige Opfer des mysteriösen Mörders bleiben. Die beiden Ermittler arbeiten auf Hochtouren, um den Täter zu entlarven, doch dann wird ihr Hauptverdächtiger auf die gleiche brutale Art und Weise getötet wie alle anderen …

Das meint Krimi-Couch.de: »Spannend bis zum Ende« 84°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Inspector Gemma James und ihr Lebensgefährte Duncan Kincaid haben sich soeben ein Haus angeschaut, das sie gemeinsam beziehen wollen, als die Idylle durch einen Anruf gestört wird. Die junge, hübsche Dawn, Frau des wesentlich älteren Antiquitätenhändlers Karl Arrowood, wurde erstochen in der Auffahrt ihres Hauses aufgefunden, und zwar von ihrem Mann. Duncan begleitet seine Lebensgefährtin zum Tatort, wohlwissend, dass das nicht ohne Brisanz ist. Erstens weiß noch nicht jeder von ihrer Beziehung und zweitens war Gemma seine frühere Assistentin. Er will daher auch nicht den Eindruck erwecken, dass er ihr ihre neue Aufgabe nicht zutraue. Am Fundort der Leiche angekommen, erkennt er Parallelen zwischen dem Mord an Dawn und einen ungeklärten Fall, in dem er in der Vergangenheit ermittelte.

Karl Arrowood verdient sein Geld nicht nur mit Antiquitäten, das stellt sich nach einiger Zeit heraus, und er ist skrupellos und zu allem fähig. Hat er herausbekommen, dass seine Frau ein Verhältnis mit Alex Dunn hatte? Am Tage ihres Todes hat sie erfahren, dass sie schwanger ist, und da sich Karl hat sterilisieren lassen, kommt eigentlich nur Alex als Vater des Kindes in Frage, auch wenn Karl die Möglichkeit eines unzuverlässigen Eingriffs bei ihm nicht rigoros ausgeschlossen hat. Zumindest schien er überrascht, als er davon erfahren hat. Auch seine beiden Söhne aus erster Ehe stehen unter Verdacht, da ihr Vater gerade sein Testament geändert hatte und seine junge Frau zur Alleinerbin ernannte.

Duncan befasst sich derweil noch einmal mit der alten Spur und besucht die Tochter des ersten Opfers, doch er kann einfach keine Beziehung zwischen den Taten herstellen. Nach und nach haben er und Gemma zumindest genügend Verdächtige. Auch Alex gehört dazu, obwohl er sehr verstört auf den Tod seiner Geliebten reagiert hat. Und was hat der Tierarzt Gavin zu verbergen, dessen Interesse an Dawn mehr als nur geschäftlicher Natur war?

Deborah Crombie hat nun inzwischen das achte Abenteuer von Gemma James und Duncan Kincaid vorgelegt. Wer Gemma bisher nur die Assistentin, so steht sie in diesem Band mehr im Vordergrund und die Dinge werden aus ihrer Sicht geschildert. Der Leser begleitet sie bei den Ermittlungen und Duncan hat dieses Mal den geringeren Part. Auch privat erfährt man einiges Neues von den beiden, was den Roman so beschaulich macht. Gemmas Schwangerschaft, das gemeinsame Haus, der Umzug von Duncans Sohn Kit aus erster Ehe, all das wird recht detailliert beschrieben. Auch die beiden Ermittler suchen die Nähe zu den Verdächtigen mehr als in anderen Krimis, so dass auch die anderen Figuren sehr gut charakterisiert werden. Eben diese Details machen den Roman zu dem, was er ist. Kein knallharter Thriller, kein Action-Krimi, sondern ein typisch englischer Whodunit-Plot, bei dem die Nebenhandlung nicht unerheblich für den Lesespaß ist. Man möchte glatt eine Tasse Tee aufbrühen und die beiden zu sich einladen. Auch die einleitenden Worte bei jedem Kapitel, die das Portobello der 60er Jahre schildern, tragen zu dieser Atmosphäre bei. Umso verwunderlicher ist es, wenn man hört, dass Deborah Crombie Amerikanerin ist. Ihre Krimis sind auf jeden Fall »very british«.

Als weiteren Pluspunkt kann man den gelungenen Spannungsaufbau bezeichnen. Nicht nur, dass etliche Verdächtige präsentiert werden, nein, erst nach und nach werden die Zusammenhänge enthüllt. Natürlich weiß der geneigte Leser, dass es eine Verbindung zwischen den Einschüben aus der Vergangenheit und der laufenden Handlung geben muss, doch erstens kristallisiert sich diese nicht zu früh heraus und zweitens wird der Täter erst ganz am Ende enthüllt; vom Leser wahrscheinlich einen Augenblick früher als von der Polizei, schließlich ist man schlau und hat seine Augen überall.

Leicht und flüssig zu lesen und spannend bis zum Ende ist dieser beschauliche Krimi am besten mit einer Tasse Tee und einer Decke auf der Couch zu genießen. »Der Rache kaltes Schwert« übertrifft den Vorgängerroman um Längen und kann ohne Zögern zu den Highlights der Serie gezählt werden. Wer allerdings Krimis von Martha Grimes und Elizabeth George rigoros ablehnt, sollte auch dieses Buch im Regal lassen …

Ihre Meinung zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert«

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Vaclav zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 18.12.2012
Im Vergleich zu dem ersten Teil ("Das Hotel im Moor") ist das hier schon eine ganze andere Kajüte! Der Debütkrimi von Crombie war passabel, weil er eine gewisse Spannung aufrecht zu halten wusste. Das Geschehen in diesem nunmehr achten Teil der Reihe ist dagegen über die Schmerzgrenze hinaus ausgewalzt und langgezogen. Teilweise schweift Crombie in ganz tief in das Privat- und Familienleben der Protagonistin ab, wodurch die Schilderung stellenweise wirklich nur ganz schwer durchzuhalten ist! Ich hatte beim Lesen mehrmals Lust bekommen das Buch einfach unter's Bett zu legen und es endgültig gut sein zu lassen, so dröge und gewollt langatmig war der Lese"spaß".
Im Grunde finde ich behäbige und gediegene Kriminalgeschichten völlig in Ordnung, nur bleibt bei diesem Roman die Handlung und v.a. die Spannung völlig auf der Strecke! Ich kann nur abraten und gebe 3 von 10 möglichen Punkten.
Kom_Ombo zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 04.05.2011
Dies ist mein erstes Buch, was ich von Deborah Crombie gelesen habe und ich fand es sehr langatmig. Kurzzeitig habe ich schon überlegt, es zur Seite zu legen, aber das ist nicht meine Art ... also habe ich Seite für Seite weitergelesen.

Die Charaktere und auch die Story waren eigentlich ganz gut, aber Crombie zog es meines Erachtens zu sehr in die Länge. Der Schluss dann wurde etwas zügiger und las sich auch leichter und die Auflösung überraschte mich dann doch.

Möglich, dass ich irgendwann mal wieder ein Buch von ihr lese, aber im Moment ist mein Bedarf gedeckt.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bell zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 21.08.2009
"Der Rache kaltes Schwert" habe ich nach über 100 Seiten abgebrochen. Der Roman ist langweilig, mich interessiert weder der Fall noch sind die Charaktere auch nur halbwegs interessant, sodass ich wegen ihnen weiterlesen wollte. Anfangs empfand ich die Gemächlichkeit, die herrscht als angenehm und mir gefiel auch, dass die Ermittler ganz normale Menschen mit Alltagsproblemen sind (aber nicht auf die nervtötende Art wie bei Wallander & Co.!) - aber mehr positives kann ich zu dem Roman leider nicht sagen.
3 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
avenarius zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 16.08.2009
Auch ich bin mit diesem Buch in die Welt von Deborah Crombie und Gemma und Duncan eingestiegen und war begeistert. Mittlerweile habe ich alle gelesen und dieses ist eines der Besten. Die Mischung aus Spannung, Romantik, Persönlichem und Ermittlung ist einfach gut und ideal aufgebaut. Ein Buch, dass man schwer aus der Hand legen kann und das fesselt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sabrina13582 zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 27.05.2009
Der für mich bis jetzt beste Deborah Crombie von allen!!! Nach der Enttäuschung des Vorgängers "Von Fremder Hand" war ich mehr als begeistert von "Der Rache kaltes Schwert". Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen so gespannt war ich wer denn jetzt der Mörder ist. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite und ich konnte trotz vielen Verdächtigungen den Mörder bis zum Schluss nicht erraten. Das einzige was mich etwas gestört hat, war die doch sehr unglaubwürdige Tatsache, dass sich Gemma mit einigen der Mordverdächtigen so gut angefreundet hat. Ansonsten ein überaus spannender und sehr zu empfehlender Roman!!!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
sue82 zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 08.02.2009
Wieder ein sehr schönes und spannendes Buch über Kincaid und James. Diesmal müssen sie sich mit einem Fall auseinandersetzen, der sie in die tiefen Abgründen der Menschen blicken lässt. Nichts ist so wie es scheint.
Von der ersten bis zur letzten Seite schafft es die Autorin einen zu fesseln. Sie legt ständig falsche Fährte und als Leser fällt man auch direkt rein, so ist das Ende dann auch umso überraschender.
Auch Privat tut sich bei den Ermittlern einiges. So geschehen Schöne wie auch Schlechte Dinge, mit denen sie sich auseinander setzen müssen.
Alles in allem wieder ein sehr lesenswertes Buch für trübe und graue Tage. 85°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Emamju zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 09.08.2008
Dies ist ein wirklich schönes Buch.
Und es ist nicht nur für Crombie-Fans geeignet.

Das Buch hat alles was es braucht: Spannung, Charakter, Seele & natürlich ein gelungenes Ende.

Die Steigerung im Vergleich zu den Vorgänger-Werken der Kincaid/James-Reihe ist deutlich zu erkennen.
Weiter so, Frau Crombie!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
CharlyDD zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 19.07.2008
"Der Rache kaltes Schwert" ist sehr gut geeignet zum wegschmökern:-D

Crombie liefert uns einen übersichtlichen Verdächtigenkreis, einen interessanten Fall den es zu lösen gibt und neue Entwicklungen im Privatleben von Kincaid und James.

Allein das Ende des Buches hat den Leser dran erinnert, das es auch Schattenseiten im Leben gibt, die man überstehen muss.
1 von 51 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
frolleinvomamt zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 20.04.2007
Einer meiner Lieblingskrimis!
Crombie hat sich von Buch zu Buch gesteigert. ("Nur wenn du mir vertraust" war ein Ausreißer, eher schwach.)
Die Mischung aus Privatleben und Ermittlung macht die Romane absolut frauenkompatibel.
"Denn nie bist du allein" liegt noch auf meinem SUB, und ich schleiche drumrum und spare ihn mir auf für schlechte Zeiten ;-)
Mina zu »Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert« 20.04.2007
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen haben, spannend bis zur letzten Seite! Was mir noch sehr gut gefallen hat außer der Handlung ist, wie sich die Situation zwischen Duncan und Gemma entwickelt.
Das Ende ist sehr unerwartet, man weiß bis am Ende nicht wer der Täter ist.
Wenn man Krimi mag, muss man es unbedingt lesen.
Wenn es nicht das Beste von D.C. ist, dann ist es eins der besten.
Wirklich empfelhenswert!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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