Sog der Gewalt von David Lindsey

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1984 unter dem Titel Heat from Another Sun, deutsche Ausgabe erstmals 1990 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Texas / Houston, 1970 - 1989.

  • New York: Harper & Row, 1984 unter dem Titel Heat from Another Sun. 296 Seiten.
  • München: Goldmann, 1990. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-442-09765-7. 365 Seiten.
  • München: Goldmann, 1999. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-442-44463-2. 365 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-442-55262-1. 365 Seiten.

'Sog der Gewalt' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Dem Sog der Gewalt ist der mächtige Geschäftsmann Josef Rueg verfallen. Gefilmte Grausamkeit ist seine Leidenschaft, und eiskalt setzt er den ganzen Apparat seines riesigen Imperiums ein, um diese Lust zu befriedigen. Sein langer Arm reicht bis zu den Kriegsschauplätzen der Welt, wo für ihn gefilmt wird, oder den Slums von Houston, wo neue Opfer gesucht werden. Aber eine Serie von Morden, deren Opfer alle aus der Welt der Medien kommen, bringt das scheinbar sichere Gebäude ins Wanken …

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Armin zu »David Lindsey: Sog der Gewalt« 12.09.2006
Der Sog des Grauens findet erst gar nicht statt, weil man ja von Anfang an weiß, wer dahinter
steckt. Der Klappentext ist der SPOILER schlechthin, möglicherweise steckt da ein militanter Brechtianer dahinter, der unsere Blicke weg vom banalen WAS?, auf das die Feinheiten des WIE lenken möchten. WIEder einmal zu viel geballte Langeweile, solange Stuart Haydons Luxushäuslichkeit das Thema ist, dafür mehr gelungene Charakterstudien unter den Opfern als im Vorgänger, samt Dialogen, die einem echt zu Herzen gehen. Dabei dürfte der Titel kalter Amok eher zum Finale von Lindseys OPUS zwei passen. Leider verhudelt, dafür fordert der Verfasser eine Engelsgeduld von seinen Lesern, wenn es, z.B. um S.H.s Gartenkünste geht oder die regelmäßige Tränkung seines alten Collie mit Weißwein. Die oben erwähnte grausame Wirkung der eher unterkühlten und erfrischend knappen Gewaltszenen beruht überwiegend auf dem starken Kontrast zu viel zu vielen irrelevanten Schilderungen aus dem Privatleben eines reichen Erben, der es sich leisten kann für die Polizei zu arbeiten, oder auch nicht.
Tanja zu »David Lindsey: Sog der Gewalt« 09.06.2006
Ich kann mich B.Neumann nur anschliessen! Ich habe auch am anfang "gekämpft" aber das lag an den vielen Nebensächlickeiten. Sicher ist es schlimm was in dem Dorf passiert ist aber ich sehe auch nicht die Gewalt in dem Buch als erstes sondern auch die Ursache und natürlich die Perversion der Menschen die soetwas gutheissen bzw. wie es dazu kommen konnte. Ich vergebe 80 Punkte weil es wie oben beschrieben doch viele Punkte gibt die meiner Meinung nach nicht so ausführlich behandelt werden mussten. Trotzdem würde ich das Buch empfehlen!
morus64 zu »David Lindsey: Sog der Gewalt« 11.06.2005
Immer auf der Krimi-Spur von Anja S. nun mit mehreren Langzeitpausen "Sog der Gewalt" vollendent.
Menschenverachtend, krank und schwer nachvollziehbar (auch ohne A.I.-Mitgliedschaft). Trotz allem ein Krimi, der - bei allem Respekt gegenüber Anja S.- nicht nach 60 Seiten in die Tonne gekloppt werden muß (so richtig heftig und übel wird es ohnehin erst auf den letzten 30 Seiten, ehrlich!).
Denn was da an Gedanken unter hoffentlich authentischer Zuhilfenahme wissenschaftlicher Studien von Freud und Lorenz entwickelt wird, erscheint bei verhaltensgestörten Menschen durchaus Quelle zu sein für grenzenloses Ergötzen am Massakker und ungeahnter Brutalität.
FAZIT: der Nachname ROEG wir lebenslang negativ besetzt bleiben, aber das Kriminalistenteam um HAYDON ist einfach Klasse!
>>>> 81 GRAD (nicht wegen der Brutalität, sondern der Ursachenforschung nach Lust an der visuellen Gewalt)
PS.P.S.: es erwartet mich A- Kurkow's: "Picknick auf dem Eis" - lesen wir mal!!
Anja S. zu »David Lindsey: Sog der Gewalt« 25.04.2005
Das hier ist bisher das einzige Buch, das ich nach ca 60 Seiten abgebrochen habe, weil ich so dermassen brutale Szenen wie in dem Indiodorf nicht ertragen konnte, insbesondere da ich Amnesty International Mitglied bin und daher auf Menschenrechtsverletzungen besonders empfindlich reagiere. Es ist nun inzwischen 10 Jahre her, dass ich dieses Buch in die Muelltonne geschmissen habe, und ich kann mich immer noch mit Entsetzen an besagte Szene erinnern...
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