Amaranta von David Lindsey

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1988 unter dem Titel In the Lake of the Moon, deutsche Ausgabe erstmals 1991 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Texas / Houston, 1970 - 1989.

  • New York: Atheneum, 1988 unter dem Titel In the Lake of the Moon. 341 Seiten.
  • München: Goldmann, 1991. Übersetzt von Friedrich A. Hofschuster. ISBN: 3-442-41214-5. 349 Seiten.

'Amaranta' ist erschienen als Taschenbuch

Ihre Meinung zu »David Lindsey: Amaranta«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Nadir36 zu »David Lindsey: Amaranta« 13.01.2010
ACHTUNG DIESER KOMMENTAR ENTHÄLT POTENZIELLE SPOILERGEFAHR!
Wie wohl bei den Stuart Haydon-Krimis keine echte Gefahr besteht, denn es handelt sich ja nicht um Whodummits, sondern mit geradezu zuverlässiger
Regelmäßigkeit um Duelle zwischen dem musterhaften Ermittler mit dem Heile-Welt-Heim und der idealen Ehefrau und einem perversen Miesling aus Lateinamrerika. Saturnino heißt der arme Schuft dieses mal, hält sich für einen entrechteten Halbbruder von Haydon und kommt nach Houston, um das Glückskind mittels ein paar Briefen an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Und damit das Bedrohungspotenzial so richtig deutlich wird, quält der Verfasser die armen Leser erst einmal mit 50 Seiten von Stuart Haydons häuslicher Idylle. Nur die Aussicht auf eine Beförderung trübt das Glück des Ermittlers, der eigentich gar nicht arbeiten muss. Doch Stuart will lieber weiterhin in seinem Jaguar auf Verbrecherjagd gehen, statt als Lieutenant vom Schreibtisch aus die Aufsicht zu führen. Nach einer langen Beschattungsschicht im Jaguar (keine Ahnung, warum das der mörderischen Witwe nicht auffällt) bekommt Stuart den ersten Umschlag, ein Jugendbildnis seines Vaters aus den 1030ern, weitere Bilder folgen, darunter die historische Nacktaufnahme ein wunderschönen Unbekannten und ein frisches Bild von Stuart, das dieser als Morddrohung deutet. Doch der irre Saturnino ermordet statt dessen seinen Privatdetektiv, der ihn mit sämtlichem Infos über Haydon beliefert hat (1. Mord Seite 107) und fliegt, samt seinen sechs Leguanen, mit denen er anstandslos ein- und ausreisen kann, zurück nach Mexiko. Dort soll der Showdown mit Halbbruder Stuart über die Bühne gehen.
Haydon, der einfach nicht darüber hinweg kommt, dass sein ach so vorbildlicher Vater einen Teil seines Lebens vor seinem Sohn verborgen haben soll, fliegt nach Mexiko-City und alle alten Freunde seines Vaters sind von ihm begeistert, weil er seinem ach so vortrefflichen Papa so ähnlich sieht, Saturnino, der lieber seinen Leguanen bei der Paarung zuschaut, schlachtet indessen zum Zeitvertreib seine Geliebte (241), reißt ihr das noch schlagende Herz heraus und oofert es einer mexikanischen Gottheit, über die er mal eine Doktorarbeit verbrochen hat. Einen Kultraum hat er auch noch in seinem Apartment, wie Stuart und Isabela heraus finden. Isabela ist die Tocher der rätselhaften Frau auf dem Foto, sieht ihr ebenso zum verwechseln ähnlich wie Stuart seinem Vater, beide fühlen sich natürlich magisch zueinander hingezogen, aber Lindsey führt seinen vorbildlichen Helden an einer sehr kurzen Leine durch Mexiko-City. Auf den letzten 50 Seiten zieht er das Tempo wenigstens etwas an, eine mörderische Auto-Verfolgungsjagd durch die Slums und der finale Showdown erhöhen die Leichenquote auf sechs Menschen und einen Maulesel. Aber man muss schon ziemlich stur sein, um überhaupt so weit zu kommen. Und damit nur kein falscher Verdacht aufkommt: Stuarts vorbidlicher Vater hatte nach seiner Heirat keine Chance mehr den bösen Saturnino im Schoß der wunderschönen Amaranta abzulegen. Der vortreffliche Hätschelhans Stuart bleibt also Einzelkind und fliegt am Ende, mit einem leichten Anflug des Bedauerns, zu seiner Innenarchitektin nach Houston zurück. Die Zeile, in der die Leser über seine Beförderung informiert werden, bliebt wohl teuflisch vorbehalten.
Nachdem ich drei Bände der Stuart-Haydon-Reihe gelesen habe, frage ich mich ernsthaft, wer denn der warhe Verfasser von Dunkles Leuchten ist.
Frank zu »David Lindsey: Amaranta« 14.06.2009
Ja...nun.
Ein Thriller ist es nicht unbedingt. Eher eine Familiengeschichte mit Krimielementen.
Das ganze recht gut geschrieben, aber ohne grössere Spannung. Da waren Romane des Autoren wie zB "Abgründig" weitaus interessanter zu lesen.
Ach ja...die Handlung.
Mann (Polizist) bekommt eigenartige Photos seines verstorbenen Vaters zugeschickt. Diese zeigen einen Lebensabschnitt des Vaters den der Sohn nicht kennt + verweisen auf die (Titel) ominöse "Amaranta"- eine geheimnisvolle Frau. Nach und nach stellen die Mitteilungen (also die Photos) eine Bedrohlichkeit dar.
Der Protagonist macht sich auf, das Geheimnis zu lüften und Licht in die Vergangenheit zu bringen.
Ganz unterhaltsam halt, aber kein "Muss".
65%.
Ihr Kommentar zu Amaranta

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: