Verfolgung von David Lagercrantz

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 unter dem Titel Mannen som sökte sin skugga , deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Skandinavien; Schweden, 2010 - heute.
Folge 5 der Lisbeth-Salander-Serie.

  • Stockholm: Norstedt, 2017 unter dem Titel Mannen som sökte sin skugga . 406 Seiten.
  • München: Heyne, 2017. Übersetzt von Ursel Allenstein. ISBN: 978-3-453-27099-2. 450 Seiten.

'Verfolgung' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?

Ihre Meinung zu »David Lagercrantz: Verfolgung«

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manni zu »David Lagercrantz: Verfolgung« 13.11.2017
Eine spannende, fünfte Fortsetzung der Salander/Bloomquvist Geschichte. Salander steht nicht unbedingt im Mittelpunkt, aber die Mosaiksteine aus ihrer traurigen Vergangenheit verdichten sich durch die Schicksale ebenfalls damaliger Betroffener. Sehr raffiniert gestrickt, ich habe den Krimi in einem Rutsch durchggelesen. Zum Ende hin hatte ich einen dicken Klos im Hals stecken und ich bin sehr gespannt wie das alles weiter geht. 80°!
PMelittaM zu »David Lagercrantz: Verfolgung« 01.10.2017
Lisbeth Salander muss auf Grund einiger Ereignisse des letzten Bandes eine kurze Haftstrafe verbüßen. Eigentlich will sie einfach nur ihre Zeit absitzen, kann dann aber doch nicht anders, als sich in gewisse Ereignisse einzumischen und den Zorn Benito Anderssons, die sich zur diktatorischen Anführerin der Gefangenen aufgeschwungen hat, auf sich zu ziehen.Ein Besuch Holger Palmgrens bringt sie zudem auf eine neue Spur in ihre eigene Vergangenheit, der sie mit Hilfe Mikael Blomkvists nachgehen möchte. Doch die Recherchen sind nicht ganz ungefährlich …Nach dem ersten Roman David Lagercrantz', der die Millenium-Reihe Sven Larssons nach dessen Tod fortsetzt, war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt weitere Bände lesen würde, denn dieser hatte mich nicht überzeugt. Letztlich war ich doch neugierig, vor allem, da Lisbeth im zweiten Band des Autors eine größere Rolle zu spielen schien.Vielleicht habe ich nun genug Abstand zu Larsson, vielleicht hat sich aber auch Lagercrantz in die Reihe eingefunden – mich konnte er jedenfalls mit diesem Band überzeugen, Lisbeth und Mikael scheinen wieder sie selbst zu sein und die Geschichte hat mich schnell gepackt und ist sehr spannend.Die Charaktere, die neben Lisbeth und Mikael den Roman bevölkern, haben größtenteils ihre ganz eigene Geschichte, die dem Leser nach und nach offenbart wird, und die teilweise, wie schon in den vergangenen Millenium-Bänden, schockieren, allein ein „Register für menschliche Erblehre und Eugenik“ sagt schon viel aus! Auch von Lisbeths Vergangenheit erfahren wir wieder ein Stück mehr. Wer die Vorgängerbände kennt, wird einige alte Bekannte wiedertreffen.Erzählt wird mit vielen Perspektivewechseln und damit auch Cliffhangern, so dass man den Roman kaum aus der Hand legen mag. Das Thema, um das es hier geht, ist interessant und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Mit vielen der Charaktere kann man gut mitfühlen, andere dagegen sind sehr abstoßend charakterisiert, Schwarz-Weiß-Zeichnung gibt es hier durchaus, macht aber auch einen Teil der Spannung aus. Dafür gibt es auch einige Charaktere, die man erst mit der Zeit richtig einordnen kann, und es warten auch Überraschungen auf den Leser.Wer die Wege der Charaktere nachvollziehen möchte, findet drei Karten vor: Schweden, Großraum Stockholm und Stockholm, ich selbst habe sie nicht benötigt.Mir hat dieser fünfte Millenium-Roman sehr gut gefallen, ich bin froh, ihn gelesen zu haben und freue mich nun auf weitere Romane der Reihe. Wer mit Band 4 gehadert hat, sollte dem Autor noch eine Chance geben! 86°
walli007 zu »David Lagercrantz: Verfolgung« 17.09.2017
Palmgren

Für kurze Zeit muss Lisbeth Salander ins Gefängnis. Da man befürchtet, sie könnte in Gefahr sein, bringt man sie im Sicherheitstrakt unter. Schnell durchschaut sie die Vorgänge dort und was sie sieht, gefällt ihr nicht. Eine junge Mitgefangene scheint unterdrückt und misshandelt zu werden. Eine andere dagegen scheint sogar die Wärter in der Hand zu haben. Da muss man doch etwas unternehmen können. Während ihrer Gefangenschaft bekommt Lisbeth auch Besuch von ihrem ehemaligen Vormund Holger Palmgren. Ihn hatte sie gebeten, noch einmal nachzuforschen, ob es in Lisbeths Vergangenheit nicht noch neue Informationen gibt, mit denen sie ihren damaligen Folterknechten auf die Spur kommen kann.

Aus dem Gefängnis heraus kann Lisbeth nicht alles selbst machen und so bittet sie ihren befreundeten Journalisten Mikael Blomkvist ihr bei der Suche nach weiteren Informationen behilflich zu sein. Sie hat nur ein ungutes Gefühl und dieses deutet darauf hin, dass der Hintergrund des reichen Geschäftsmannes Leo Mannheimer genauer untersucht werden sollte. Eine Maschinerie aus Ermittlungen und Nachforschungen beginnt zu laufen, durch die etwas zutage gefördert wird, aus dem für Mikael und seine Zeitschrift „Milleninum“ eine ganz heiße Story werden könnte. Anscheinend ist Lisbeth mit ihrem Schicksal nicht so alleine wie sie immer gedacht hat.

Mal wieder eines der Bücher, bei denen man gebannt an den Seiten klebt und sich mehr als einmal fragt, wie so etwas zustande kommen kann. Forschung ist ja schön und gut, aber eine Forschung, die das Wohl vieler Beteiligter völlig außer acht lässt? Eine Forschung, bei der es mehr um Stromlinienförmigkeit geht als um eine gesunde Entwicklung? Nicht zum ersten Mal möchte man an gewissen Forschenden verzweifeln, die ihrem Namen überhaupt keine Ehre machen. Und wie so oft bleibt der Gedanke, ob nicht etwas dran sein könnte. Schließlich kennt man Geschichten von Experimenten, die man aus der Nachschau betrachtet, besser nicht erst gestartet hätte. Wo bleiben manchmal Moral und Ethik, wenn es um vermeintlichen Fortschritt geht? David Lagercrantz hat mit seinem zweiten Buch um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist einen packenden Thriller geschaffen, der unterschiedlichste Personen und ihre Themen zusammenführt. Ein Buch, das Denkanstöße geben kann und möglicherweise den Wunsch weckt, wenigstens zu versuchen, es besser zu machen.
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