Der Engländer von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2002
unter dem Titel The English assassin,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Piper.
Folge 2 der Gabriel-Allon-Serie.
- New York: G. P. Putnams Sons, 2002 unter dem Titel The English assassin. 386 Seiten.
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München; Zürich: Piper, 2003.
Übersetzt von Wulf Bergner.
ISBN:
3-492-04469-7. 429 Seiten. -
München; Zürich: Piper, 2005.
Übersetzt von Wulf Bergner.
ISBN:
3-492-24307-X. 429 Seiten. -
München; Zürich: Piper, 2010.
Übersetzt von Wulf Bergner.
ISBN:
978-3-492-26229-3. 429 Seiten.
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[Hörbuch] München: audio media, 2008.
Gesprochen von Axel Wostry.
ISBN:
3868044701. 6 CDs.
'Der Engländer' ist erschienen als
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In Kürze:
Gabriel Allon glaubt, alles über Verrat und Tod zu wissen. Als der Ex-Geheimagent die Villa des Schweizer Bankiers und Kunstsammlers Rolfe betritt, ist der Tod schon da – Auguste Rolfe liegt ermordet vor ihm. und Allon begreift schlagartig, dass er nicht als einziger Rolfes Tarnung gelüftet hat und daß nun sein eigenes Leben auf dem Spiel steht. Der Verrat, den er begangen hat, führt Gabriel Allon zurück in eine dunkle, gewissenlose Vergangenheit …
Wenn Gabriel Allon mal wieder ein Gemälde restaurieren soll, liegen Verbrechen, Verrat, Mord und Totschlag nicht weit. Denn Allon ist kein gewöhnlicher, stiller und penibler Künstler, der mit den Techniken der alten Meister vertraut ist und beschädigten Schätzen vergangener Jahrhunderte wieder zu voller Pracht verhilft. Allon ist oder vielmehr war berüchtigter Agent des israelischen Geheimdienstes, wobei sein ausgefallener Beruf ihm ein ums andere mal eine perfekte Tarnung bot, um in einem fremden Land, in einer fremden Stadt Station zu beziehen.
Einmal Agent, immer Agent. Allon bekommt einen mysteriösen Auftrag, für den er nach Zürich reisen soll. Als er die Villa seines Auftraggebers betritt, liegt dieser tot vor dem großen Gemälde von Rafael, das restauriert werden sollte. Allon flüchtet vom Tatort, wird aber kurz später von der Kantonspolizei am Bahnhof Zürich verhaftet. Nur auf diplomatischen Druck Israels kommt er schnell wieder auf freien Fuß. Erst dann erfährt er pikante Details …
Der Tote ist der Bankier Augustus Rolfe, der Kontakt zum israelischen Geheimdienst gesucht hatte, um Informationen zu übergeben. Da er Kunstliebhaber war, schickte man ihm Allon. Offenbar hatte jemand starkes Interesse, dass einerseits Rolfe jene Informationen auf jeden Fall für sich behält und andererseits – um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – den Mord auch noch dem israelischen Agenten in die Schuhe zu schieben. Das wertet Allon jedoch persönlich, sein Instinkt ist geweckt und er wird wieder als Agent aktiv. Sein erster Weg führt ihn dabei nach Portugal, wo Rolfes einzige Tochter, eine international erfolgreiche Violinistin, ein Anwesen nahe einem kleinen Dorf bewohnt.
Natürlich fühlt sich Gabriel zu der viel jüngeren Frau hingezogen; sein ausgeprägter Beschützerinstinkt ist dem ganzen nicht undienlich. Den Kitschfaktor »Lovestory« kann man zu diesem Zeitpunkt aber schon entschuldigen, denn Silva bewegt seine Figuren durch Europa wie kaum ein anderer Amerikaner. Er schildert die Orte plastisch und lebendig, kann zudem mit geschichtlichem Detailwissen aus der »alten Welt« glänzen. Hier zeigt sich die investigative Routine des ehemaligen CNN-Reporters Silva, der sich offenbar sehr für die Geschichte Europas interessiert und es versteht, die Fakten in wenigen, verständlichen Sätzen wiederzugeben. Paris, Zürich, London. Er weiß, auf welcher Autobahn man von München nach Wien gelangt und wie man sich durch die Kanäle Venedigs windet.
»Der Engländer« ist ein über weite Strecken fesselnder Roman und er verfügt über gründlich herausgearbeitete Charaktere. Es ist ein hervorragender Agentenroman, bis – ja bis schließlich kurz vor dem erwarteten Höhepunkt, auf den Silva gründlich vorbereitet, einer seiner Charaktere eine 180-Grad-Wende einlegt und etwas macht, was in keinster Weise von ihm zu erwarten gewesen wäre. An dieser Stelle geht dem Roman spürbar die Luft aus. Zwar versucht Silva danach noch einmal Spannung zu erzeugen, aber mit einem weiteren Charakter, der plötzlich durch sein Handeln unglaubwürdig wird, misslingt ihm auch das.
Bitter, wie ein so gründlich, begeisternd und glaubwürdig aufgebauter Roman ein verhunztes Ende bekommen kann. Silva hat hier nicht nur angedeutet, dass er Agentenromane schreiben kann, eigentlich hat er es über mehr als drei Viertel des Buches eindrucksvoll und fesselnd bewiesen. Dann scheitert er jedoch an überraschender Ideenlosigkeit. Protagonist Gabriel Allon benötigt viel Zeit um Gemälde zu restaurieren. Wenn er seine Arbeiten mit wenigen, hastigen Pinselstrichen beenden wollte, wäre auch er nicht der Meister seines Faches, zu dem Silva ihn erklärt …
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| Karl Rühmann zu »Daniel Silva: Der Engländer« | 02.02.2009 |
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| silverfox zu »Daniel Silva: Der Engländer« | 05.05.2008 |
| Luca zu »Daniel Silva: Der Engländer« | 19.04.2008 |
| grabwurm zu »Daniel Silva: Der Engländer« | 08.01.2007 |



