Das Moskau-Komplott von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2008
unter dem Titel Moscow Rules,
deutsche Ausgabe erstmals 2010
bei Pendo.
Folge 8 der Gabriel-Allon-Serie.
- New York: G.P. Putnam's Sons, 2008 unter dem Titel Moscow Rules. 433 Seiten.
-
München; Zürich: Pendo, 2010.
Übersetzt von Reiner Pfleiderer.
ISBN:
978-3866122482. 473 Seiten. -
München; Zürich: Piper, 2011.
Übersetzt von Reiner Pfleiderer.
ISBN:
978-3-492-27217-9. 480 Seiten.
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[Hörbuch] Hamburg: Osterwold Audio, 2010.
Gesprochen von Achim Buch.
ISBN:
3869520337. 6 CDs. -
[Hörbuch] Hamburg: Osterwold Audio, 2011.
Gesprochen von Achim Buch.
ISBN:
3869520787. 6 CDs.
'Das Moskau-Komplott' ist erschienen als
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In Kürze:
Der Mord an einem russischen Journalisten. Ein obskurer Milliardär namens Charkow. Die schmutzigen Geschäfte des neuen Russland. Und ein gefälschtes Gemälde, das Gabriel Allon auf die Spur eines Waffendeals ungeahnten Ausmaßes führt. Rasant und stark: der neue Thriller von Bestsellerautor Daniel Silva.Wissen ist Macht und manchmal tödlich. Als im Wintersportort Courchevel ein russischer Journalist ermordet wird, befindet sich Geheimagent Gabriel Allon mitten in den Flitterwochen. Als kurz darauf ein zweiter Mord passiert, ahnt Allon, dass etwas vertuscht werden soll und er seine Frau so schnell nicht wiedersehen wird. Doch erst als es ihn ins glitzernde Zentrum der neuen russischen Macht mit ihren Abgründen an Gier, Korruption und alten Seilschaften verschlägt, wird Allon klar, dass es nicht nur gilt, das Geheimnis um den Russen Iwan Charkow zu lüften: Er muss die Welt vor einem Anschlag von den Ausmaßen des 11. September retten.
Das meint Krimi-Couch.de: »Aus dem Arbeitsalltag eines Agenten«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
Der israelische Topagent Gabriel Allon befindet sich mit seiner jüngst angetrauten Frau Chiara in den Flitterwochen in Umbrien, wo er als Kunstrestaurator ein wertvolles Gemälde des Papstes auf Vordermann bringen soll. Doch die Urlaubsfreude wehrt nur kurz, denn nachdem im mondänen Wintersportort Courchevel ein russischer Journalist ermordet wurde, wendet sich dessen Vorgesetzter Boris Ostrowskij an den Mossad. Er verfüge über Informationen über eine große Bedrohung für Israel und die westlichen Staaten, möchte hierüber aber nur mit Allon sprechen. Dieser willigt letztlich ein und so wird über Umwege ein Treffen im Petersdom in Rom vereinbart. Trotz aufwendiger Sicherheitsvorkehrungen und einer Beschattung durch Spezialist Eli Lavon, stirbt der Journalist kurz vor dem vereinbarten Treffen an einer Vergiftung.
Nach dem Tod der beiden Journalisten steigt Olga Suchowa zur kommissarischen Chefredakteurin der unabhängigen Zeitung Moskowskij Gaseta auf. Allon erklärt sich bereit, diese in Moskau zu treffen, da sie das vermeintliche Geheimnis kennen muss. Unter höchst erschwerten Bedingungen kommt es zu einer Verabredung, die kurz vor der Wohnungstür der Suchowa mit einem Überfall durch zwei Bewaffnete endet. In letzter Not gelingt es Allon, die beiden Attentäter zu erschießen und da daraufhin seine Verhaftung unmittelbar bevor steht, gelingt es Suchowa nur noch, ihm ihre Quelle zu nennen: Elena.
Wie die Journalistin Allon bereits vorab mitteilen konnte, gibt es Hinweise auf einen vom Kreml gedeckten Waffenhändler der gefährliche Flugabwehrraketen verkaufen soll. Womöglich an Al-Qaida oder einen seiner Ableger. Nachdem Allon eher zufällig vom russischen FSB, dem Innensicherheitsdienst, ins Ausland abgeschoben wird, klärt sich kurz darauf die Identität von Elena. Sie ist die Frau des berüchtigten Waffenhändlers Iwan Charkow. Durch das Abhören von dessen Telefonaten erfährt der israelische Geheimdienst von der Vorliebe Elenas für eine bestimmte Malerin. Da sich ein Gemälde dieser Malerin im Besitz eines ehemaligen britischen Militärangehörigen befindet, lädt man über ein bekanntes Auktionshaus Elena zu einer Besichtigung des Bildes auf einem abgelegenen Landgut ein, um dort mit ihr Kontakt aufnehmen zu können. Doch zu dem Treffen erscheinen nicht nur Elena und ihre unvermeidlichen Leibwächter, sondern auch ein Gast, der eigentlich im entfernten London an einer Besprechung teilnehmen sollte: Iwan Charkow…
Spiel nach den Moskauer Regeln, und vergiss nicht das Elfte Gebot. Du sollst dich nicht erwischen lassen.
Der Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja im Oktober 2006 hat den Autor offensichtlich ebenso beeinflusst wie einige andere reale Ereignisse anfangs des neuen Jahrzehnts. Unterdrückung der Pressefreiheit und illegale Waffengeschäfte mit Rückendeckung des Kremls sind die Grundlagen der im vorliegenden Roman aufgegriffenen Vergehen. Dabei stößt Gabriel Allon auf eine Bedrohung die weit gefährlicher ist als der Anschlag vom 11. September.
Das Moskau-Komplott ist eine mehr als gelungene Fortsetzung der Gabriel-Allon-Reihe, dessen Protagonist eigentlich nur seine Ruhe genießen möchte. Urlaub auf unbestimmte Zeit haben ihm seine Vorgesetzten versprochen, aber gegen ein kleines informelles Gespräch kann doch niemand etwas einzuwenden haben. Nur Allons Frau Chiara wittert den Braten, schließlich arbeitet sie selbst schon seit Jahren für den Dienst. So nimmt mit der Ermordung des Journalisten Ostrowskij die Geschichte langsam, aber sicher Fahrt auf und grenzt sich dennoch zumeist wohltuend von den üblichen 08/15-Agententhrillern ab.
Natürlich geben sich die Geheimdienste (Israels, Englands, Frankreichs und Amerikas) die sprichwörtliche Klinke in die Hand, allerdings liegt hier eben die Stärke von Daniel Silvas Roman. Denn anders als im Mainstream des Genres üblich, legt Silva seinen Schwerpunkt auf die Darstellung der Zusammenarbeit der Dienste untereinander. Wie funktioniert die internationale Kooperation im Kampf gegen einen der einflussreichsten Waffenhändler, der offenbar von Moskau unterstützt wird? Dies wird, auf Kosten der einen oder anderen Actionsequenz, sehr detailliert beschrieben. Auch den sonst üblichen High-Tech-Firlefanz sucht man hier meist vergeblich, sieht man davon ab, dass es offenbar problemlos möglich ist, das Telefonnetz eines Moskauer Stadtteils bei Bedarf komplett lahm zu legen. So einfach kann das manchmal sein.
Der Spannungsbogen ist ordentlich und trotz zahlreicher genannter Gruppierungen wie dem »Schwert Allahs« oder den »Pfeilen Allahs« konzentriert sich der Plot nahezu ausschließlich auf das Duell zwischen den Geheimdiensten und dem Waffenschieber Charkow. Lediglich beim Finale muss man einen deutlichen Punktabzug geben, da hier etwas überraschend »Kommissar Zufall« bemüht wird (wenngleich im Nachhinein mit nachvollziehbarer Erklärung) und das Finale selbst etwas zu schnell abgespult wird.
Jörg Kijanski, April 2010
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| lenchen_196 zu »Daniel Silva: Das Moskau-Komplott« | 03.11.2010 |
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| charlotte_30 zu »Daniel Silva: Das Moskau-Komplott« | 03.06.2010 |
| ggraaz zu »Daniel Silva: Das Moskau-Komplott« | 16.05.2010 |
| Bellexr zu »Daniel Silva: Das Moskau-Komplott« | 01.05.2010 |
| subechto zu »Daniel Silva: Das Moskau-Komplott« | 06.04.2010 |




