Lügen im Dunklen von Dan Fesperman

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Lie in the dark, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei List.
Ort & Zeit der Handlung: Bosnien-Herzegowina / Sarajevo, 1990 - 2009.

  • New York: First Vintage Crime / Black Lizard Edition, 2000 unter dem Titel Lie in the dark. 282 Seiten.
  • München: List, 2000. Übersetzt von Andree Hesse. ISBN: 3-612-65043-2. 415 Seiten.
  • München: Ullstein, 2002. Übersetzt von Andree Hesse. ISBN: 3-548-25301-6. 415 Seiten.

'Lügen im Dunklen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Sarajevo im Krieg. Nächtliche Ausgangssperre und ständige Angst vor Heckenschützen bestimmen das Leben der Menschen. Vlado Petric, Kommissar bei der Mordkommission, stellt sich immer wieder die Frage: Ist es in den grausamen Kriegszeiten überhaupt sinnvoll, nach einzelnen Tätern und ihren Motiven zu forschen? Da wird Esmir Vitas, der Chef der Geheimpolizei, ermordet. Steht dieser Mord in der Stadt des Todes in Verbindung mit der Mafia? Vlados Ermittlungen im Sumpf der politischen Machenschaften werden von vielen Seiten behindert – und er begibt sich in Lebensgefahr.

Das meinen andere:

»Ein menschliches und bewegendes Buch, ein großartiger Kriegsroman, ein großartiger Krimi« (Ian Rankin)

»Ein außergewöhnlicher Kriminalroman. Höchst authentisch erzählt.« (FOCUS)

Ihre Meinung zu »Dan Fesperman: Lügen im Dunklen«

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Günter Höfelmann zu »Dan Fesperman: Lügen im Dunklen« 10.02.2012
Sehr lesenswerter Kriminalroman mit grundlegenden Fragen: Lohnt es sich angesichts des Krieges überhaupt noch Verbrechen zu verfolgen?
Die Situation des belagerten Sarajewo schafft eine bedrückende Atmosphäre für den Fall, den der Kommissar Petric aufzuklären versucht. Es gibt eine ganze Reihe überraschender Wendungen, die von einem kreativen Schluss noch übertroffen werden. Auch die handelnden Personen sind in ihren Zwängen und in ihrem Umfeld eindrucksvoll dargestellt. Man spürt ständig, dass der Autor weiß, worüber er schreibt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Edin M. zu »Dan Fesperman: Lügen im Dunklen« 02.04.2009
Ich habe das Buch gelesen, und fand es von Anfang an sehr gut geschrieben, und vor allem sehr gut recherchiert. Da ich selbst aus Bosnien stamme, und den Krieg "live" miterlebt habe, konnte ich viele Szenen, die in dem Buch beschrieben werden, sehr gut nachvollziehen. Das Buch beschreibt den Kriegsalltag ziemlich genau, so dass der Leser den Hunger, die Angst, und die Hoffnungslosigkeit der Menschen in Sarajevo während des Krieges gut mitfühlen kann.
Es ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Buch.
Helmut Weil zu »Dan Fesperman: Lügen im Dunklen« 03.01.2007
Kein Pressebericht, keine schockierenden Bilder der Jahre 1990-95 haben mich so beeindruckt wie die Schilderung des ganz normalen Alltags in Dan Vespermanns Buch. Mich hat beim Lesen das mulmige Gefühl beschlichen, in jenen Jahren nur gut eine Tagesreise von Sarajevo entfernt mich vorwiegend mit meinen eigenen "gigantischen" Problemchen beschäftigt zu haben. Das Klischee von den bestialischen Serben wird hier nachhaltig zerpflückt und man erkennt wieder mal, dass es keine grundsätzlich bösen Menschen gibt und wie der Krieg die Gesellschaft verändert. Wie konnte so etwas nur vor unserer Haustür passieren?

Neben der packenden Schilderung des Korruptions-Sumpfes und der gut recherchierten Kriminal-Story ein Werk, welches die Antennen schärft für andere gegenwärtige Konfliktherde (Irak, Afghanistan, Somalia) und was geradezu animiert, die Geschichte der Balkankrieges anhand anderer Sachbücher zu studieren.
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Anja S. zu »Dan Fesperman: Lügen im Dunklen« 02.10.2005
Ein wirklich ungewoehnlicher, spannender, dichter Krimi!!! Der Autor vermittelt ein genaues Bild einer Stadt im Krieg und kann die Atmosphaere gut einfangen. Sehr kluger Plot mit einer originellen Idee.
Ich hoffe auf weitere Buecher von Dan Fesperman!!!
I. Laskarin zu »Dan Fesperman: Lügen im Dunklen« 31.01.2005
Ich komme aus dem ehemaligen Jugoslawien und habe dieses Buch gelesen. Ich wuesste nicht, wie man die Geschichte besser haette erzaehlen koennen. Ich konnte mich richtig in die einzelnen Szenen und vor allem Charakteren hineinversetzen. Dieser Autor hat ins Schwarze getroffen.
Respekt.
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