Inferno von Dan Brown

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 unter dem Titel Inferno, deutsche Ausgabe erstmals 2013 bei Bastei Lübbe.
Folge 4 der Robert-Langdon-Serie.

  • New York: Doubleday, 2013 unter dem Titel Inferno. 480 Seiten.
  • Köln: Bastei Lübbe, 2013. Übersetzt von Axel Merz & Rainer Schumacher. ISBN: 978-3-7857-2480-4. 698 Seiten.

'Inferno' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Der Symbolforscher aus Harvard wird in Italien mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes »Göttlicher Komödie«. Und je intensiver Robert Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält.

Das meint Krimi-Couch.de: »Un Fait accompli« 65°

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

Professor Robert Langdon, Kunsthistoriker und Symbolforscher, Dan Browns mannhafter Held bei seinem vierten Auftritt, erwacht in den frühen Morgenstunden eines Montags aus einem dämonengeschwängerten Albtraum. Mit Entsetzen muss er feststellen, dass er sich in einem Krankenzimmer befindet, an allerlei medizinisches Gerät angeschlossen. Er hat keinen blassen Schimmer, wie er dort hingekommen ist. Zwei freundliche Ärzte erklären ihm, dass er sich in Florenz befinde und in der Nacht am Kopf blutend und leicht desorientiert zu ihnen ins Krankenhaus gekommen sei. Langdons Verwirrung steigert sich. In seiner letzten Erinnerung sieht er sich samstags auf dem Campus der Harvard-University auf dem Weg zu einer Vorlesungsreihe – danach Finsternis. Bevor es noch zu weiteren erhellenden Erläuterungen kommen kann, stürmt eine martialisch wirkende Gestalt in schwarzer Lederkluft wild um sich schießend den Krankenhausflur. Ihr Ziel scheint Robert Langdon zu sein. Der italienische Arzt Marconi wird tödlich getroffen. Seine englische Kollegin Sienna Brooks rafft schnell Langdons Kleidung zusammen und flieht mit ihm durch die angrenzenden Sanitäranlagen. Kaum auf der Straße in ein Taxi gerettet, werden sie schon wieder von ihrer hartnäckigen Verfolgerin attackiert.

Ein Auftakt nach Maß. Da kann man nicht meckern. Der Held mit partieller Amnesie, eine geheimnisvolle Frau, eine lebensbedrohliche Situation und reichlich Action. Dieses anfängliche Feuerwerk verglüht leider viel zu schnell hinter den ehrwürdigen Mauern der Toskana-Metropole.

Wie zu erwarten schickt Dan Brown seine Protagonisten auf die obligatorische »Schnitzeljagd«. Im Saum von Langdons Tweed-Jacket finden sie einen kleinen Zylinder, der sich als Mini-Projektor entpuppt, dessen einziges Bild Sandro Botticellis »Mappa dell’Inferno« zeigt. Dieses Gemälde, inspiriert durch Dante Alighieris Beschreibung der Hölle in seiner berühmten »Göttlichen Komödie«, ist aber von unbekannter Hand manipuliert worden. Aus dieser Veränderung ergibt sich ein Hinweis auf ein großes Wandgemälde, der nächsten Station auf Langdons Weg zu einem ihm noch unbekannten Ziel. So hetzen denn der wackere Professor und seine höchstintelligente Begleiterin (IQ von 208) von einem kunsthistorischen Highlight zum nächsten. Stets gilt es, ein Rätsel zu lösen und den Verfolgern einen Schritt voraus zu sein. Auch wenn die sich ständig wiederholenden Szenen sattsam bekannt sind und deshalb der Spannung entbehren, wären sie doch wenigstens unterhaltsam, wenn Brown sich nicht in ausufernde Beschreibungen des historischen Florenz verstiege. In einem Thriller ist es sogar kontraproduktiv, zu jedem Gebäude, jeder Skulptur oder jedem Gemälde eine Expertise zu verfassen. Man bekommt zwar Lust, den nächsten Urlaub in Florenz zu verbringen, aber das sollte doch eher die Aufgabe eines Reiseführers sein und nicht der Schwerpunkt eines Thrillers. Bei allem Respekt vor den florentinischen Kunstschätzen – hier erzeugt der Autor nur unnützes Volumen. Es mag seinem Faible für die Kunst geschuldet sein, aber es drängt sich der Verdacht auf, dass Brown nur von der Schlichtheit seiner dramaturgischen Mittel ablenken will.

Robert Langdon geht die Suche ziemlich ahnungslos an. Er weiß nicht genau, worum es eigentlich geht. Was er da sucht. Wer ihn beauftragt oder gebeten hat. Nur das schemenhafte Gesicht einer älteren Frau und die Aufforderung: »Suche und du wirst finden« sind ihm aus seiner Erinnerungslücke haften geblieben.

Da ergeht es dem Leser besser. Er wird schon früher über die Hintergründe informiert, welche Organisationen involviert sind und wer der eigentliche Verursacher des aufziehenden Spektakels ist. Bertrand Zobrist ist ein schweizerischer Genetiker, der mit einigen Patenten so viel Geld verdient hat, dass er sich ganz der privaten Forschung hingeben kann. Seine größte Sorge gilt der Überbevölkerung der Erde. Scheuklappenblind als überzeugter Transhumanist fühlt er sich auserkoren, die Welt zu retten. Was er aus seinen Augen zum Wohle der Menschheit plant, ist aus anderer Sicht ein Sakrileg.

Die Überbevölkerung der Erde ist das große Thema des Romans, das von einigen Protagonisten offen diskutiert wird, aber auch hinter allerlei Verbrämungen (Dante, Pest) hervorlugt. Um es direkt zu sagen, das Thema ist bei Dan Brown in den falschen Händen. Zu verkürzt, zu einseitig und gefährlich naiv wird die Problematik abgehandelt. Der – wenn auch überzogene – transhumanistische Lösungsansatz, der hier propagiert wird, löst zwar allgemeines Entsetzen aus, erfährt aber so gut wie keine Widerrede. Ob Dan Brown dem Transhumanismus oder der Genmanipulation das Wort redet oder ob er beides noch zur Diskussion stellt, muss ein jeder potenzielle Leser für sich entscheiden.

Dem Rezensenten hat das Ende des Thrillers Angst und Bange gemacht. Un Fait accompli.

Die heißesten Plätze in der Hölle sind für jene reserviert, die in Zeiten einer moralischen Krise ihre Neutralität aufrecht erhalten.

Dies ist eins von vielen Dante-Zitaten im Gesamtwerk, über das Dan Brown seinen Professor im Epilog sinnieren lässt: dass Untätigkeit und Verleugnung in Krisenzeiten eine große Sünde seien. Dem kann man vorbehaltlos zustimmen, aber zu Verleugnung gehört auch der Glaube, dass Wissenschaft und Technik alle Probleme lösen können.

Inferno ist Mitte Mai des Jahres unter großem Getöse (Buchereignis des Jahres) zeitgleich in aller Welt veröffentlicht worden. Über die näheren Umstände ist schon so viel geschrieben worden, da erübrigt sich jeder weitere Satz. Die publizistischen Leitmedien haben sich seiner meist wohlwollend angenommen und Inferno ist dort gelandet, wo man es zu sehen erwartete, an den Spitzen sämtlicher Buch-Charts. Schließlich ist Dan Brown ein Markenprodukt, was jetzt nicht als eine Aussage über die Qualität gewertet werden sollte. Nach einem Monat regen Abverkaufs und fleißiger Lektüre kursieren reichlich Rezensionen und Leserkommentare im Netz. Die Bandbreite der Reaktionen reicht von »genial wie immer« bis »unterirdisch«. Was konnte man denn von Dan Brown anderes erwarten als die Fortsetzung (Wiederholung) seines Erfolgsrezeptes?

Nur diesmal hat er sein ge(be)liebtes Grundkonzept mit kunsthistorischem Ballast überfrachtet, wie oben schon erläutert. Auch gelingt es ihm nicht, Dantes »Göttliche Komödie« eine diskussionswürdige Plattform zu geben. Die Zitate und Browns Interpretationen taugen allein dazu, seinen Helden von A nach B zu befördern. Der anfänglich noch gradlinige Handlungsablauf entwickelt sich besonders im letzten Drittel des Romans durch zahlreiche Wendungen und Seitenwechsel zu einem schwer überschaubaren Chaos. Es fällt nicht leicht, Freund von Feind zu unterscheiden. Dabei kommt es auch zu Logikfehlern, die hier nicht näher erörtert werden können. Darunter fällt die zentrale Frage: Warum hat der Mann all die Spuren gelegt?

Man sollte sich den Erwerb des Buches reiflich überlegen. 26 € sind kein Pappenstiel und es gibt nicht einmal ein Lesebändchen, was der Rezensent schmerzlich vermisst hat. Vielleicht doch besser auf die Taschenbuch-Ausgabe warten? Um zu den »Early Adopters« gezählt zu werden, ist es eh zu spät.

Jürgen Priester, Juni 2013

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Krimisofa.com zu »Dan Brown: Inferno« 02.03.2017
Bei Dan Brown ist es wie bei Coldplay: kennst du eines, kennst du alle; aber trotzdem macht es immer wieder Laune, Coldplay zu hören bzw. Brown zu lesen, wenngleich das Grundgerüst stets dasselbe ist – Robert Langdon jagt mit einer hübschen Frau durch Europa und löst diverseste Rätsel. Ähnlich repetitiv ist es bei Glenn Meade, der ein grandioser Thrillerautor ist, nur genügt es bei ihm tatsächlich, lediglich ein Buch zu lesen.

Browns Asset ist sein historisches und künstlerisches Wissen, das nicht nur exzellent recherchiert ist, sondern so aufbereitet wird, dass es selbst für Leser ohne überbordendem Kunstinteresse ein Genuss ist, diverse geschichtliche/künstlerische Fakten zu lesen. Diesen Spagat zwischen Unterhaltungsliteratur und Wissenschaft gelingt Dan Brown bei Imperium abermals - wären da nicht ein paar Schönheitsfehler und ein, für meine Begriffe, riesiges Manko.

Wir wachen also, wie oben beschrieben in einem Krankenhaus auf, vor uns steht ein älterer Arzt, der kurz darauf vor unseren Augen erschossen wird. Dann beginnt die Action, wir flüchten mit der jungen, bildhübschen Ärztin Sienna Brooks und werden daraufhin von einer Horde Soldaten verfolgt, wissen aber gar nicht, warum. Alles was wir wissen, ist, dass wir Kopfschmerzen haben und dass wir die immer gleiche Vision haben. Irgendwann relativ am Anfang erfahren wir, dass unsere Begleiterin einen IQ von 208 hat. Und da fängt man als Leser an zu stutzen. Die meisten von uns kennen wohl Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory - dieser hat einen IQ von 187 und hat dadurch so viele Zwänge, dass er weit entfernt ist von einem Menschen, den man gemeinhin als normal bezeichnen würde. Bei Brooks erkennt man solche Abnormalitäten nicht mal im Ansatz - das wird im späteren Verlauf zwar versucht zu erklären, greift mir aber viel zu kurz. Generell fragt man sich bei Brooks nach einer Zeit: Warum begleitet sie Langdon überhaupt? Sie könnte genauso gut sagen „hier bist du eine Weile sicher, ich fahr‘ dann mal Heim“. Nach über 500 Seiten erfährt man den Grund, und ab da wird die Geschichte ad absurdum geführt.

Denn ab dann lässt Brown sein Ensemble ein Schmierentheater aufführen, das ich so noch nicht erlebt habe. Am Ende geht es dann zwar wieder bergauf, aber bis dahin passieren so viele Twists, dass einem vor Schwindel fast schlecht wird - und irgendwie war ich nach dem Ende nicht signifikant schlauer als zu Beginn, was die Charaktere betrifft. Außerdem geizt Brown nicht mit Vorhersehbarkeit, Logikfehlern und Zufällen. Das Ende des Buches lässt er offen, was zwar keine Katastrophe ist, aber doch einen faden Beigeschmack hinterlässt - hoffen wir, dass er die Geschichte in Origin zu Ende bringt.

Die Thematik, die Brown behandelt, ist allerdings - um am Ende dieser Rezension doch wieder positiv zu werden - sehr interessant. Mit Transhumanismus schlägt er eine philosophische Richtung ein, und mir persönlich war dieses Themengebiet bis dahin völlig fremd. Das regt jedenfalls zum Recherchieren an; nicht zum ersten Mal übrigens - bei Illuminati hat er mich bereits für das Konklave begeistert. Seitdem verfolge ich jede Papstwahl mit allergrößtem Interesse.

Fazit: Inferno ist eine rasante Schnitzeljagd, gespickt mit einigen historischen und künstlerischen Fakten, aber auch einigen Schönheitsfehlern, die die Geschichte gegen Ende fast zerstört.
Tatjana Eibl zu »Dan Brown: Inferno« 15.09.2015
Alle, die hier so uninformiert kritisieren, denen sei die über zweistündige Doku: "NWO-Die beste Doku zur NWO" ans Herz gelegt.
So gut wie alle bisherigen Dan Brown Bücher finden sich in dem gigantischen Komplott der Mächtigen und Reichen der Erde wieder.
Es benötigt einige Zeit, diese geballten Informationen aufzunehmen. Wer die nicht aufbringen will, soll die ca. ersten 30 Minuten und den Schluß weglassen. Im größten Mittelteil wird von der größten größten Sauerei der Menschheitsgeschichte berichtet (mit Belegen). Dan Brown deutet mit allen seinen Büchern darauf hin, aber das thumbe Volk kapiert es wie meist nicht. Er dürfte die Wahrheit nicht anders unters Volk bringen, ohne um sein Leben fürchten zu müssen.
wampy zu »Dan Brown: Inferno« 12.07.2015
Buchmeinung zu Dan Brown – Inferno

„Inferno“ ist ein Krimi von Dan Brown, der 2013 bei Bastei Lübbe erschienen ist. Meine Rezension bezieht sich auf die gekürzte Lesung durch Wolfgang Pampel, die 2013 auf 6 CD bei Lübbe Audio erschienen ist.

Klappentext:
Der Symbolforscher aus Harvard wird in Italien mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes »Göttlicher Komödie«. Und je intensiver Robert Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält.

Meine Meinung:
Im nunmehr vierten Teil der Serie um den Symbolforscher Robert Langdon wird wieder ein sehr verschachteltes Szenario aufgeworfen. Die übliche unterstützende Frau an seiner Seite ist diesmal eine italienische Ärztin mit erstaunlichen Talenten und Fähigkeiten. Um die Sache noch etwas schwieriger zu gestalten, leidet der Professor an Gedächtnisverlust. Und da sind wir bei dem Punkt, der mich an diesem Buch so stört. Alles ist analog zu den Vorgängern – nur noch ein wenig überdrehter. Für mich war es zuviel. Zwar versteht es Dan Brown, die Handlung spannend und durchaus interessant zu gestalten, doch dagegen läuft die Erkenntnis, dass es alles schon mal bei diesem Autor gab. Die Unterschiede zu den Vorgängern sind nicht wirklich zu erkennen. Auch der Abschluß konnte mich nicht überzeugen.
Zum Sprecher:
Wolfgang Pampel hat eine überzeugende Leistung geboten. Er versteht es, den einzelnen Figuren ein Gesicht zu geben.

Fazit:
Dieser vierte Teil ist nach meiner Ansicht der schwächste der gesamten Reihe. Es fehlt etwas neues im immergleichen Rezept – es schmeckt mittlerweile fad. Mehr als 2 von 5 Sternen oder 50 von 100 Punkten sind nicht drin. Trotzdem kann das Buch für Neueinsteiger durchaus interessant sein.
Bluemarlin zu »Dan Brown: Inferno« 27.12.2014
Also mir hat der der Roman Inferno von Dan Brown vor allem wegen den vielen kunsthistorischen Fakten und der detaillierten Beschreibungen der historischen Gebäude und Museen sehr gut gefallen.
Ich fand diese Mischung absolut hinreißend. Am liebsten würde ich sofort wieder nach Florenz Reisen und mir an den Originalschauplätzen die Geschichte nochmals durch den Kopf gehen lassen.
Oberleher zu »Dan Brown: Inferno« 27.11.2014
@kjz: Ich kann mir vorstellen, dass Sie als wahrscheinlich erfahrener "BILD-Leser" sehr schlecht mit den vielen kunsthistorischen Fakten umgehen können.
Warten Sie doch das nächste mal auf den Kinofilm. Der wird auch einem etwas schlichter gepohltem Publikum gerecht werden. Ich wünsche noch einen angenehmen Tag. *kopfschüttel*
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kjz zu »Dan Brown: Inferno« 25.11.2014
Leider immer wieder die Variation eines Themas: Robert Langdon auf Schnitzeljagd in Paris, Rom, Washington und nun halt in Florenz, Venedig und Instanbul. Dazu dann ausschweifende kunsthistorische Abhandlungen wie in einem Kunstreiseführer, dazu dann noch die literarische Abhandlung über Dantes Inferno. Nein, hier ist voll der Lehrer in Dan Brown durchgedrungen. Mir kam es vor wie ein als Thriller maskierter Besinnungsroman über eine Klassenfahrt.
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Thüringer zu »Dan Brown: Inferno« 12.10.2014
Nun, über dieses Buch kann man trefflich streiten... Mir persönlich haben - wiedermal - die kulturhistorischen Infos gefallen, auch wenn es manch anderen zuviel des Guten sein mag. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Allerdings, die Logik des Handlungsablaufs stößt auch mir unangenehm auf. Zum Ende hin war also auch ich eher "verwirrt"... da bleiben einige Fragen offen, die sich sicher auch beim Zweitlesen nicht erschließen (können).
Alles in allem fand ich es jedoch spannend und meiner Meinung nach ist der große Pluspunkt des Buches die Thematisierung eines - bisher reichlich unbeachteten, wahrscheinlich sogar ignorierten - Problems unserer Entwicklung.Mehr kann ein Buch wohl nicht leisten, es macht aufmerksam und macht nachdenklich.
Über das "Wie" kann man natürlich unterschiedlicher Meinung und somit auch etwas enttäuscht sein...
Nach dem für mich enttäuschenden "Symbol" fand ich es jedoch - trotz aller Abstriche - besser.
madu zu »Dan Brown: Inferno« 28.08.2014
@ MiraMinze & Flo78: Bitte die unsäglichen Spoiler betr. Wirkung des Pathogens löschen!! Wollt ihr allen die Spannung nehmen? Ist ja unfassbar...

Ich fand den Roman durchaus sehr gut, sogar eher besser als der Vorgänger. Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und hält sich bis zum Ende durch, auch wenn es zwischendurch einige Längen gibt in den von Dan Brown gewohnten detailreichen historischen Hintergründen. Natürlich ist es Mainstream und natürlich ist es erneut eine Schnitzeljagd mit irgendwelchen Symbol-Rätseln durch Museen und historische Artefakten in Italien, aber das ist bei einem Robert Langdon Roman eigentlich zu erwarten, wenn nicht gar gewünscht.

Zu den genannten Logikfehlern ist zu sagen, dass zwar nach der überraschenden Wendung erst mal vieles sehr irritierend und unlogisch erscheint, wenn man dann aber die entsprechenden Stellen nochmals nachliesst, zeigt sich, dass eigentlich alles richtig ist und man, wie der Protagonist auch, in die Irre geleitet wurde. Der ganze Ablauf - und somit die Logik - passt aber tatsächlich schon. ;-)
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MiraMinze zu »Dan Brown: Inferno« 22.08.2014
Super spannend mit dem Blick auf ein weltweites Problem. Ich verstehe nicht warum dieser Mann gejagt wurde. ER hatte die geniale Idee,die Weltbevölkerung zu minimieren ohne Tod und Verderben. Die Idee, die Menschheit größtenteils unfruchtbar zu machen ist/war eine DER BESTEN IDEEN, die wir heute wirklich brauchen. Ich hätten diesen Mann eine Medaille verliehen oder sogar geholfen. Denn dieses Thema ( Überbevölkerung) wird einfach zu wenig angesprochen von unseren großen Leuten, die unser Land "regieren". Auch die geschichtlichen Fakten im diesen Buch, waren mal wieder sehr faszinierend. Ich liebe seine Bücher
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Nikolas Ritscher zu »Dan Brown: Inferno« 28.07.2014
Illuminati und Sakrileg in meinen Augen grandios, dann geht es bergab. Mit Inferno ist Dan Brown im Tal gelandet. Flache Story, fehlende Logik, schlechtes Ende. Ich hatte mir einen guten Thriller erhofft, wie gewohnt von Dan Brown, doch ich wurde maßlos enttäuscht. Robert Langdon wird alt, die Story auch!
Trotz dessen konnte ich es gut lesen, aber es war von der Spannung und der Thematik nicht ansatzweise so gut wie Illuminati oder Sakrileg. Wirklich schade!
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