Wolfsfährte von Craig Russell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Brother Grimm, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1990 - heute.
Folge 2 der Jan-Fabel-Serie.

  • London: Hutchinson, 2006 unter dem Titel Brother Grimm. 400 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2007. ISBN: 978-3-431-03697-8. 400 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007. Gesprochen von David Nathan. ISBN: 3-7857-3213-9. 6 CDs.

'Wolfsfährte' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Mysteriöse Verbrechen beunruhigen die Hamburger Bevölkerung, und nur eines scheint die Opfer miteinander zu verbinden: Bei allen finden sich Hinweise darauf, dass der Täter sich gezielt an den Märchen der Gebrüder Grimm orientiert. Hauptkommissar Jan Fabel versucht verzweifelt, hinter das Motiv des Täters zu kommen. Zeitgleich sorgt ein Buch für Furore, in dem der Autor die Behauptung aufstellt, einer der Gebrüder Grimm sei ein Serienmörder gewesen, der nach Motiven der von ihm und seinem Bruder gesammelten Märchen Gewaltverbrechen begangen habe. Konfrontiert mit realen Verbrechen, zugleich aber auch überzeugt von der Kraft der Mythen und Märchen, müssen Jan Fabel und sein Team nach allen Regeln der Kriminalistik vorgehen, um dem raffinierten Täter das Handwerk zu legen.

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Detlev W. zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 10.01.2010
Einfach Super. Die Beschreibungen der einzelnen Darsteller, die verschiedenen Lebensumstände. In jedem Fall noch eine Steigerung zum ersten Buch, welches aber auf jeden Fall zuvor gelesen sein sollte. Teile des zweiten Buches lassen immer mal eine Rückblende auf Buch 1 zu.
Wer sich in den beschriebenen Gegenden auskennt, bzw. um die vorhandenen beschriebenen Örtlichkeiten weiß, wird sich dort zukünftig vielleicht etwas vorsichtiger bewegen...
Rapunzel zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 13.09.2009
Ein feiner Krimi. Das Lesevergnügen gestaltet sich wie eine Sprirale. Am Anfang des Krimis ist alles noch im Lot, die Geschichte dümpelt entspannt dahin, man fragt sich unweigerlich, wohin das ganze noch führen wird. Dann steigert sich das Geschehen immer mehr.

Die Handlung wird zur Achterbahnfahrt und zum Schluß konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Interessante Gebr. Grimm Perspektiven und deren "Urdeutschen Märchen" von einem Schotten, der über Hamburg schreibt und mich zwischendurch doch sehr zum Schmunzeln bringt, ob seiner durchschimmernden britischen Denkweise.
Mich hat diese Erzählweise mitgerissen und ich werde mir auch die anderen Bücher von C.R. noch reinziehen.
Michelle zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 22.10.2008
Das Buch ist zwar hinreichend spannend und die Morde sind auch plastisch dargestellt, aber es fehlt das "Herz". Die Beschreibungen von Hamburg und Umgebung lesen sich so steril und trocken wie in einem Reiseführer und Charakterzeichnungen finden nur sehr rudimentär statt. Das Ganze wirkt irgendwie leblos. So als wäre dieses Hamburg, was Russell beschreibt nicht von dieser Welt. Positiv zu bewerten sind immerhin der flüssige Schreibstil und die kurzen knackigen Kapitel. Logiklöscher vermag auch Russell nicht zu vermeiden. So wird letzten Endes nicht jeder Handlungsstrang befriedigend aufgedröselt.

70 Punkte sind allemal drin.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Katharina zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 13.07.2008
Ich habe das Buch mit der Erwartung, dass es spannend und packend sein würde, gelesen. Allerdings finde ich im Nachhinein, dass es eher öde und nicht wirklich ausgearbeitet war. Ich habe bereits viele Bücher gelesen, die mit einer schwächeren Idee durch die Ausarbeitung glänzen konnten, aber bei "Wolfsfährte" war leider das Gegenteil der Fall: Aus dieser Idee hätte man ein großartiges Buch machen können, doch es ist bei einer schnöden, kleinen Story geblieben, die nicht wirklich unter die Haut geht und packt. Selbst mit meinen sechzehn Jahren musste ich bei dem Buch gähnen und mich zum weiterlesen zwingen, daher verstehe ich auch leider nicht, wie Erwachsene das Buch packend finden konnten... Fazit: Wenn man eine Unterhaltungsstory braucht, dann hat man hier etwas. Wenn man etwas gutes lesen möchte, dann bitte weitersuchen.
buchblock.com zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 17.03.2008
Erinnern Sie sich noch an die Grimm’schen Märchen? „Schneewittchen”, „Hänsel und Gretel”, „Dornröschen” und wie sie alle heißen. Irgendwie waren sie ja schon unheimlich, oder?
Nachdem Sie „Wolfsfährte” gelesen haben, werden Sie sie noch unheimlicher finden - versprochen!

Wir begleiten Jan Fabel und seine Truppe bei ihrem zweiten großen Fall. Die Geschichte beginnt, als die Leiche eines Teenagers am Blankeneser-Strand gefunden wird. In der Hand des Mädchens finden die Ermittler einen Zettel mit einem Namen darauf. Der Name der Leiche?

Nachdem immer mehr Morde passieren, wird klar, dass es sich - wie schon bei „Blutadler - um einen Serienmörder handelt. Bei jeder Leiche findet man ein Stück Papier mit einer Nachricht darauf.

Just zur selben Zeit, als die Morde beginnen, kommt ein Buch heraus, worin es um Jakob Grimm geht. Er lässt seine Märchen Wahrheit werden und geht auf Menschenjagd.

Im Team von Fabel finden einige personelle Wechsel statt und es beginnt zu menscheln. Auch in Fabels Privatleben ist nicht alles so wie es sein soll. Seine Mutter erleidet einen Herzinfarkt, doch neben dem Fall findet er nur wenig Zeit, sich um sie zu kümmern. Außerdem will er endlich seine Beziehung mit Susanne vertiefen, doch auch hier gibt es Komplikationen.

„Wolfsfährte” (Orininaltitel übrigens „Brother Grimm”, welchen man ruhig so ins deutsche Übersetzen hätte können) ist, im Gegensatz zu „Blutadler”, schon um einiges strukturierter.

Was positiv auffällt ist, wie umfangreich der Leser über die Märchen der Gebrüder Grimm informiert wird. Hierzu liest man einige Monologe von Herrn Weiss, einer Figur in dem Buch, die jedoch alles andere als langweilig ist. Auch erfährt man, was aus dem Blutadler-Mörder passiert ist und wie die einzelnen Personen vom Fabel-Team damit umgehen.

Auffallend ist, dass sich die Sprache etwas geändert hat. Sie ist zunehmend vulgär und nicht selten liest man das F-Wort. Was man davon halten soll, sei allerdings jedem selbst überlassen.

Schon im Blutadler hat man gemerkt, dass Russel öfter auf die Geschichte Deutschlands eingeht. Das ist zwar bei „Wolfsfährte” nicht so oft der Fall, aber dennoch. So kommt beispielsweise ein aggressiver Hund namens „Adolf” vor. Vielleicht sollte sich der Autor wesentlicher auf die Hauptgeschichte konzentrieren, denn irgendwann ziehen auch die Nazis nicht mehr. Unbedingt besser wird der Plot durch die ständige Erwähnung dieser ohnehin nicht.

Was aber durchaus gefällt, ist die Erwähnung aktueller Themen. So wird Bezug auf den Kannibalen von Rothenburg und den U-Bahn-Schubser genommen. Man erkennt also, dass der britische Autor sich immer noch mit Deutschland beschäftigt. In seinem Dankesschreiben steht auch, dass er regelmäßig deutsche Zeitungen liest.

Fazit: Lesbar ist es, auch wenn man nie wirklich daran hängen bleibt. Eine Steigerung zu „Blutadler” ist vorhanden, jedoch eine überschaubare.
Alina zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 29.02.2008
Hallo,
ich habe gerade das Buch aus der Hand gelegt. Es war super spannend und hat mich so gefesselt, dass es nur schwer aus der Hand zulegen war.
Da ich auch in Hamburg wohne, war es natuerlich nochmal ne Nummer spannender solch einen Thriller zu lesen, weil man mit vielen dieser Orte doch vertraut ist.
Mein Fazit ist, dass es aufjedenfall ein grossartiges Buch ist, was man unbedingt mal lesen sollte..:)
Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und es ist selbst auf den letzen 20 Seiten noch so spannend, dass man es nicht aus den Haenden legt.
Viele liebe Gruesse und noch viel Spass beim Lesen!
Krimifan zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 22.05.2007
Hallo,
ich kann nur zustimmen, dieser neue Fall war super spannend und thematisch sehr interssant, da ja eigentlich jeder diese Märchen selber in der Kindheit gelesen hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Insgesamt viel besser als das erste Buch von Craig Russell!

LG
HelgaR zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 04.05.2007
Was soll ich sagen, es ist kaum zu glauben, aber mir hat dieser zweite Fall noch viel besser gefallen. Sehr schön finde ich, dass, wie schon im ersten Fall, auch hier die Karten von Hamburg in den Buchdeckeln und die übersichtlichen Überschriften der einzelen Kapiteln beibehalten wurde, das ist einfach unglaublich hilfreich.

Eine hervorragende Idee und eine unglaublich fantastische Umsetzung der Märchen, noch dazu wo ein Märchen bzw. Mord mit dem nächsten in Verbindung steht. Ein sehr guter Aufbau vom Anfang bis zum Ende, mit vielen Verzweigungen, vielen Möglichkeiten, aber immer übersichtlich und flüssig.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass zwischendurch immer wieder Reales mit einfließt, vor allem auch über Hamburg, was ich sehr informativ finde. Auch die Beschreibung von Städten, Häusern und Räumen wird schön beschrieben, ohne den Lesefluss zu stören.

Die einzelnen Personen sind charakterlich auch sehr gut dargestellt, ebenso das Team um Jan Fabel, welches mir schon sehr ans Herz gewachsen ist. Auch die persönliche Seite von Jan Fabel kommt dabei nicht zu kurz. Die Geschichte ist einfach spannend bis zum Schluß, das Team hat alle Hände voll damit zu tun, um diese Morde aufzuklären und trotz der vielen Wendungen fließt alles wunderbar ineinander.
Fu zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 26.03.2007
Halli Hallo,
ich hab die englische Version von Wolfsfährt ("Brother Grimm") gelesen und muss sagen, dass das Buch mich wirklich gepackt hat. Ich bin nicht so der Fan von Büchern, aber dieses war echt super. Leider muss ich sagen, dass ich mir die Verknüpfung zum wahren Serienmörder etwas komplexer gewünscht hätte, doch ansonster bin ich ganz zufrieden.
Zur englischen Version wäre noch zu sagen, dass es relativ leicht zu verstehen war - für einen Schüler der 12. Klasse - und kann das Buch zur Übung für ein englisches Sprachgefühl empfehlen.

Bin nun auch am überlegen, mir "Blutadler" zuzulegen.

Gruß
Sunny zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 19.01.2007
So jetzt bin ich es nochmal. Inzwischen hab ich auch das Buch "Wolfsfährte" durch und muss sagen, total klasse Buch, genauso wie "Blutadler" auch. Nur was mich ein bisschen stört ist, dass man bei dem Buch "Wolfsfährte" nicht erfahrt, was denn nun mit der verschwunden "Paula Ehlers" passiert ist... Wird sie noch gefunden, wird sie nicht gefunden in der geheimen Beckerei? Das hätte man noch weiter schreiben können, aber ansonsten, echt klasse Buch
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