Wolfsfährte von Craig Russell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Brother Grimm, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1990 - 2009.
Folge 2 der Jan-Fabel-Serie.

  • London: Hutchinson, 2006 unter dem Titel Brother Grimm. 400 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2007. ISBN: 978-3-431-03697-8. 400 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2008. ISBN: 978-3-404-15895-9. 397 Seiten.
  • Hamburg: Hamburger Abendblatt, 2010. ISBN: 978-3939716877. 388 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2010. ISBN: 978-3-404-27004-0. 397 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007. Gesprochen von David Nathan. ISBN: 3-7857-3213-9. 6 CDs.

'Wolfsfährte' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Mysteriöse Verbrechen beunruhigen die Hamburger Bevölkerung, und nur eines scheint die Opfer miteinander zu verbinden: Bei allen finden sich Hinweise darauf, dass der Täter sich gezielt an den Märchen der Gebrüder Grimm orientiert. Hauptkommissar Jan Fabel versucht verzweifelt, hinter das Motiv des Täters zu kommen. Zeitgleich sorgt ein Buch für Furore, in dem der Autor die Behauptung aufstellt, einer der Gebrüder Grimm sei ein Serienmörder gewesen, der nach Motiven der von ihm und seinem Bruder gesammelten Märchen Gewaltverbrechen begangen habe. Konfrontiert mit realen Verbrechen, zugleich aber auch überzeugt von der Kraft der Mythen und Märchen, müssen Jan Fabel und sein Team nach allen Regeln der Kriminalistik vorgehen, um dem raffinierten Täter das Handwerk zu legen.

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Mike zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 10.09.2017
Hamburg als Schauplatz - das war schon mal toll, denn leider kommt diese Stadt in der modernen Romanliteratur viel zu selten vor. Die Ortsbeschreibungen waren sehr genau, das ist ein großer Pluspunkt. Allerdings finde ich auch, daß aus den Menschen in dieser Stadt mehr heraus zu holen ist - da kam zu wenig norddeutsch-hanseatisches, besser hamburgisches rüber. Daß so etwas geht, beweist Connelly stets bei allen Bosch-Romanen, in denen er die Seele von Los Angeles durch die Figuren leben läßt. Der Plot von "Wolfsfährte" ist in sich stimmig, die Handlungsstränge werden logisch und nahtlos aneinandergefügt. Etwas weit her geholt schien mir gelegentlich die Motivbasis - vielleicht sehe ich das als Germanist etwas anders als andere; natürlich ermöglicht interpretatorische Freiheit die im Roman ausgebreitete Deutung Grimm´scher Arbeit. Aber in der Wissenschaft findet man dafür keine wirklichen Belege. So "negativ" sieht man die Arbeit der Gebrüder Grimm dort nicht, im Gegenteil, die Bearbeitung der Sammlung wird weitestgehend als Bereinigung der mündlichen Überlieferungen gewertet (beispielsweise von häufigen sexuell sehr anrüchigen Anspielungen). Wie dem auch sei, die Einordnung der Motivlage muß jeder Leser für sich selbst entscheiden, aber ganz sicher ist die Idee originell und tatsächlich mal was ganz anderes - sie unterscheidet sich doch sehr grundlegend von den sonst üblichen Mordmotiven in Krimis. Insgesamt ein sehr bemerkenswertes Buch, die Detailkenntnis polizeilicher Kleinarbeit verblüfft zusätzlich (im positiven Sinne).
Beelzebub zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 17.03.2013
Also das positive zuerst. Die 394 Seiten lassen sich zügig und ohne Probleme lesen.
Die Figuren wirken stimmig. Was ich leider eher schade finde. ist die Tatsache, d. in diesem Werk eine Menge Schleichwerbung plaziert wird. Wohlbemekt, ich habe nichts gegen die namentliche Benennung von Marken. Aber müssen diese auch noch kursiv und von der Schriftgröße abweichen? Dies hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Hamburg wurde gut in Szene gesetzt. Aber mal ehrlich wer spricht seinen Vorgesetzten stets mit seinem vollem Dienstgrad an ?

Im Großen und Ganzen ein netter Krimi.
Solitaire zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 04.07.2012
Auch ich habe "Wolfsfährte" nach "Brandmal" gelesen und muss sagen, dass es ein flüssig geschriebener Thriller mit gut recherchiertem Inhalt ist, der einfach beim Lesen Spaß macht und den man regelrecht verschlingen kann.

An Jan Fabel und sein Team kann sich der Leser gut gewöhnen, der wahre Protagonist ist wie auch im ersten Jan-Fabel-Krimi nach wie vor Hamburg.
myra zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 29.02.2012
Superspannender Thriller. Der Täter ist von den Grimmschen Märchen besessen.
Er musste sie als KInd auswendig lernen und wurde für den kleinsten Fehler aufs schwerste bestraft.
Er bringt seine Opfer in Bezug zu den Märchen.
Doch wer ist der grausame Täter?
Jan Fabel und seine Kollegen tappen lange im Dunkeln.
Und das Finale toppt noch mal alles, es ist sehr grausam.
Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und es hat uns allen gut gefallen.
Esther P. zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 01.01.2012
für dieses buch habe ich ganze zwei tage gebraucht, ich hab es nach dem blutadler gelesen, und muß sagen daß es mir deutlich besser gefallen hat.
die internen kenntnisse des autoren was polizeiarbeit und gerichtsmedizin angehen merkt man hier nur all zu deutlich. die handlung liest sich sehr fließend, langeweile kommt keine auf, dialoge sind weder zu lang noch wirken die mitwirkenden unglaubwürdig.
die morde im bezug zu den grimm'schen märchen sind mal eine abwechslung im vergleich zu den sonst ewig wiederkehrenden mordmotiven wie eifersucht, gier oder sexualverbrechen. das ende des buches hat zwar die ein oder andere frage noch offen gelassen, aber das ist okay, denn so kann sich der leser auf seine art nochmal mit dem buch befassen und sich die ein oder andere antwort selber geben.
85% von mir für dieses buch.
M.Reinsch zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 08.12.2010
Da ich sein erstes Buch "Blutadler" verschlungen hatte, setzte ich mich sofort mit dem zweiten Buch in meine "Schmökerecke"...
Wieder ist der Kenntnisreichtum des Autors in Sachen Hamburg und Polizeiarbeit sehr hervor zu heben!
Diesmal ist die Story leider etwas undurchsichtiger und der Handlungstrang (bzw. die Beteiligten) nicht mehr ganz so klar ausgefeilt. (Gut vielleicht habe ich mich zuviel auf die Paralellität zu den Märchen gefreut und auf mehr Details zu den Hauptpersonen).
Der Thriller ist sehr lesenswert und zieht einen schnell in seinen Bann, hat aber nicht das Potential des Ersten.
Leider geht der Autor nun nur noch stark auf den Hauptermittler ein (Tiefgang), da fehlt mir etwas die wunderbare (aus dem ersten Buch) Vielschichtigkeit des gesamten Ermittlerteams.
Der Story fehlt irgendwie das "geheimnisvolle/unheimliche" von Blutadler, zu schnell sind Täter bei der Hand - wobei der Plot hervorragend ist!
Aber wie beschrieben, hinkt dieses Buch (für mich) etwas hinter Blutadler her...
Zum Inhalt selbst will ich wiederum nichts schreiben, einen Thriller will man selbst genießen und "Wolfsfährte" kann mann wirklich genießen!
Ich für meinen Teil freue mich auf "Brandmal" Mr.Russels 3tes Werk...
Alexander zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 20.09.2010
Ich fand den zweiten Roman aus der Jan-Fabel- Reihe ebenfalls ziemlich gut. Mr. Russell beherrscht sein Handwerk eben. Der Roman hatte ein interessantes Thema und war wie der erste Jan Fabel auch spannend bis zum Schluss. Der Mörder hat mir eher Leid getan als Angst eingeflößt, obwohl die Morde teilweise
schon ziemlich grausam waren. Auch wie der Autor quasi mit dem Thema Grimm´s Märchen gesspielt hat, fand ich ziemlich bemerkenswert. Störend waren nur die Melancholieanfälle von Fabel und das der Autor zu glauben meint, jeder Deutsche hätte wegen der Zeit von 1933 bis 1945 irgendwelche Komplexe. Gut diese Zeit war nicht die ruhmreichste in der deutschen Geschichte, doch wie der Autor manchen Protagonisten Ballast deswegen aufläd, fand ich zu dick aufgetragen. Meine Bewertung: 75 Grad.
felinette zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 07.06.2010
Origineller Plot, sympathischer Ermittler, zwielichtige Verdächtige – die „Wolfsfährte“ hat ohne Zweifel ihr Potenzial, zumal sie auch noch im wunderschönen Hamburg spielt. Und da muss ich dann leider doch ein paar Minuspunkte verteilen – der Lokalkolorit kommt meines Erachtens einfach nicht rüber, auch die Figuren bleiben letztlich etwas zu blass. Da wäre, denke ich, mehr zu holen gewesen. Der packendste und emotionalste Moment ist dem Autor mit dem Selbstmord drogenabhängigen „Rabenmutter“ gelungen: Da war die Verzweiflung so spürbar, dass sie sich dem Leser mitgeteilt hat. Ich hätte mir mehrere solcher „dichten“ Momente gewünscht.
Steve zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 22.04.2010
Habe das Buch nun durch...naja, eine Woche hab ich (neben Arbeit etc) dran gelesen. Keine Bestleistung, aber es zeigt wohl, daß es keine Langeweile aufkommen ließ.So muß ich sagen, daß ich das erste Buch als nicht so spannend empfand. Dazu ist es dem Übersetzer wie ich finde gelungen, fesselnder vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen. Im ersten Buch hinkte das ein wenig. Die Tatorte und die Szenen wurden wieder sehr gut beschrieben, die Geschichte an sich enthält auch viel Einfallsreichtum.Lediglich die ständigen Anspielungen (im ersten Buch noch penetranter) auf die deutsche Geschichte öden echt an. Daß der Name "Adolf" für den Hund schon recht dämlich gewählt wurde merkte ja bereits jemand an. Daß eine Hexe nun "speziell jüdische Züge" auf gewissen Karikaturen zu haben scheint, und daß dies das grauenhafteste Bild seien soll, was Fabel jemals sah, ist schon ziemlich einfältig.Dazu kamen die beiden neuen Akteure, Henk und der Klatt. Letzterem fehlt ab Hälfte des Buches son bissl die Erwähnung. Herangezogen wurde er ja zur Hilfe, er spielt aber irgendwie keine Rolle mehr.Zum Ende hin ist auch son bissl ne Schwachstelle zu finden. Das "Meisterwerk" des Bösewichts entpuppt sich dann doch als relativ einfallslos und vorhersehbar, fand ich...Nichtsdestotrotz ein starkes Buch, besser als das erste (was trotz der "tollen" Kritik hier auf dem Portal soo schlecht nun auch wieder nicht war), mehr Spannungsmomente, in sich geschlossener.Ein toller Fabel-Krimi. "Brandmal" wird geordert, soviel steht fest.
realsatiriker zu »Craig Russell: Wolfsfährte« 04.04.2010
Craig Russell kommt bei der Krimi Couch insgesamt ja eher nicht so gut weg, allerdings frage ich mich nach dem Studium von "Wolfsfährte": warum ?

Der Plot ist gut durchdacht, Kommissar Fabel ein sypathischer Ermittler und noch dazu spielt die Geschichte in einer der schönsten Städte der Welt.

Einziges subjektives Manko war, dass der Versuch Hinweise auf den Täter eher subtil wirken zu lassen leider fehlgeschlagen ist. Ab Mitte des Buches wusste man worauf es hinausläuft...

Sicherlich kein Meisterwerk, aber ein gut zu lesender Krimi.

KC: 78 °

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