Walküre von Craig Russell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The Valkyrie Song, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Ehrenwirth.

  • London: Hutchinson, 2009 unter dem Titel The Valkyrie Song. ISBN: 978-0091921446. 401 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2010. Übersetzt von Bernd Rullkötter. ISBN: 978-3-431-03795-1. 445 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2012. Übersetzt von Bernd Rullkötter. ISBN: 978-3-404-16690-9. 445 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2010. Gesprochen von David Nathan. ISBN: 3-7857-4160-X. 6 CDs.

'Walküre' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Im Hamburger Rotlichtviertel wird ein britischer Popstar tot aufgefunden, von Messerstichenzerfetzt. Hat der Engel von St.Pauli wieder zugeschlagen, ein Serienkiller, der vor zehn Jahren seine blutige Spur durch hamburg zog – und der nie gefasst wurde? Hauptkommissar Jan Fabel hat seine Zweifel. Denn es scheint, dass dieser Fall mit anderen Dingen in Zusammenhang steht, die scheinbar gar nichts damit zu tun haben. Dem Tod eines serbischen Gangsters. Der Ermordung eines Journalisten in Norwegen. Und einer Legende aus der Zeit des Kalten Krieges. Drei junge Frauen, die zu professionellen Killern ausgebildet wurden. Man nannte sie die Walküren, nach den Kriegsmaiden der nordischen Sage. Damals kämpften sie für die Stasi. Heute töten sie für Geld. Und aus Rache.

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M.Reinsch zu »Craig Russell: Walküre« 14.05.2015
In Hamburg scheint ein Serienkiller mit dem Namen „Der Engel von St. Pauli“ sein Handwerk wieder aufgenommen zu haben. Gleichzeitig geschehen mehrere dubiose Selbstmorde und ein dänischer Kollege der Hauptkommissar Fabel um Hilfe bitte erleidet einen Herzstillstand… Da sein Team auseinanderfällt, reagiert Fabel über Als sich der Verdacht erhebt, Alles hänge mit einer in der ehemaligen DDR aufgestellten Killerelite namens Walküre zusammen wird Hamburg zu einem Tollhaus in dem ein Wettlauf zwischen Polizei, Killern und der Presse stattfindet…
Craigh Russel greift ein brisantes Thema auf – die Machenschaften der Staatssicherheit der ehemaligen DDR. Dass dieses Ministerium nicht nur zur Spionage der eigenen Leute sondern auch für Auslandsspionage zuständig war ist hinlänglich bekannt. Aber ein Killerteam auf zu bauen, das den Westen infiltriert hat? Die Story ist sehr gut geschrieben, liefert erstaunlich viel Hintergrundmaterial zu den aufgegriffenen Themen und hat einen fortlaufenden Spannungsbogen. Leider demontiert Mr. Russel die, dem Leser bekannte, Gruppe um Fabel und beschwört neue Probleme herauf, die der gut arbeitenden Hamburger-Mordkommission ziemlich schadet. Auch sind dieses Mal sehr viele lose Fäden, die erst sehr spät zusammenfinden zu verfolgen, so dass es beim Lesen recht verwirrend wird mit dermaßen vielen Namen und Geschehnissen zu jonglieren. Fabel selbst bekommt erneut mehr Tiefe und man beleuchtet ein Stück seiner Vergangenheit, was den Halbschotten noch sympathischer macht! Ob das teilweise offene Ende gewollt war, wird wohl erst der nächste Roman klären…
Fazit: Spannend, gut geschrieben und mit extrem viel Hintergrundmaterial gespickt ist das ein Krimi den man nicht so leicht verdaut…
Esther P. zu »Craig Russell: Walküre« 04.01.2012
nach wolfsfährte und blutadler mein dritter russel, und bisher der, der mich am wenigsten begeistert hat.
die geschichte selber ist wieder unglaublich spannend erzählt, sie wirkt so "echt" und die mitwirkenden wirken ebenfalls echt.
was mich ein wenig irritiert hat waren die endlosen dialoge die ich aus den ersten beiden büchern nicht kannte, und die viel zu langatmig wirkten und mich ein wenig schläfrig machten .
das wissen, welches russel über die arbeit der polizei, spurensicherung und gerichtsmedizin hat muß lobend erwähnt werden.
alles in allem wieder ein gelungenes buch. von mir, wegen der endlosen dialoge, trotzdem nur 70%.
goldtoepfchen zu »Craig Russell: Walküre« 10.10.2011
Als Hörbuch war es anstrengend der Geschichte und den Handlungssträngen zu folgen, aber man kann ja auch nochmal zurück "spulen".
Ich mag den Autor und seine Art verschiedene Handlungen nachher in einer zu vereinigen. Dies finde ich auch bei Arne Dahl, den ich als Autor sehr schätze. Leider ist sein "Held" Jan Fabel manchmal etwas zu Begriffstutzig angelegt. Da möchte ich am liebsten schreien: Mensch denk doch besser nach...!
ALexander zu »Craig Russell: Walküre« 17.01.2011
Endlich der Roman von Craig Russell, der sich mit der DDR und der Staatsicherheit befasst. Ich fand ihn richtig gut. Russell in gewohnter Qualität eben. Ein kleiner Recherchefehler in Sachen Sachsen störte das Lesevegnügen nur geringfügig. Ich bin ja mal gespannt, ob es noch einen sechsten Jan- Fabel- Roman gibt. Den fünften bewerte ich ebenfalls mit 85 Grad.
rolandreis zu »Craig Russell: Walküre« 28.12.2010
Der mittlerweile fünfte Fall des Jan Fabel ist ein Thriller mit mehreren Handlungssträngen, die sich erst nach und nach verbinden. Ich hatte diese Geschichte diesmal als Hörbuch aus der Bücherei und es war mir nicht immer leicht gefallen, der Story genau zu folgen. Wahrscheinlich ist das beim selbst lesen etwas besser. Ansonsten muss ich sagen wieder ein spannender Fall mit etlichen Toten und auch einem sehr gutem Finale. in Summe von mir 85 Punkte.
HelgaR zu »Craig Russell: Walküre« 26.08.2010
Ein Popstar wird auf der Reeperbahn von einer Frau erstochen, kann aber noch mitteilen, dass es „der Engel“ war. Somit tauchen wieder Parallelen zu einem weiblichen Serienkiller auf, der bereits vor 10 Jahren gemordet hat und „der Engel von St. Pauli“ genannt wurde. Gleichzeitig wird bekannt, dass Margarethe Paulus, die vor 13 Jahren drei Männer ermordete und danach in die Psychiatrie eingeliefert wurde, vor drei Tagen ausgebrochen ist.

Jan Fabel, Hauptkommissar bei der Hamburger Mordkommission, nimmt die Ermittlungen auf und wühlt in alten Akten. Nachdem weitere Morde geschehen, stößt er dann auf eine Spur, die ihn 24 Jahre zurückführt in die Zeit des ostdeutschen Geheimdienstes, der Stasi. Da gab es eine kleine Gruppe von sehr jungen Frauen, welche unter dem Codenamen „Walküre“ zu Auftragsmördern ausgebildet wurden. Ist eine dieser Walküren nun in Hamburg tätig?

Kaum zu glauben, dass es noch eine Steigerung in dieser Serie gibt, aber es ist so, dieser fünfte Fall schlägt alle bisherigen. Ich finde auch, dass er ganz anders und mit den Vorgängern überhaupt nicht zu vergleichen ist. Der Inhalt ist mehr als kompakt und hier alle Fäden zusammenzuhalten bzw. zusammenzuführen, da ist dem Autor schon ein kleines Kunststück gelungen. Daher ist es auch nicht sinnvoll, beim Lesen zu lange Pausen einzulegen, da man sonst ganz schnell den Faden verliert und bei den vielen Toten, kann es dann auch ganz leicht passieren, dass man einen übersieht, was man aber auf keinen Fall sollte.

Über den Inhalt möchte ich nicht mehr erzählen, weil der so weitläufig und versponnen ist, dass ich da nicht mehr verraten möchte. Trotz dieses Verwirrspieles, das seinesgleichen sucht, lässt sich das Buch sehr locker lesen. In den Buchdeckeln findet man die schon vertraute Hamburgkarte, die Überschriften mit Datums- und Ortsangaben wurden diesmal weggelassen, das wäre auch bei der Vielfalt von Szenenwechsel zu unübersichtlich geworden.

Trotz der umfangreichen Geschichte, erfährt man auch wieder sehr viel von Hamburg und auch Privates von Jan Fabel und seinem Team wurde gut dosiert eingebaut. Die einzelnen Personen sind alle sehr gut dargestellt und obwohl es wirklich sehr viele sind, ist keiner davon auf der Strecke geblieben. Eine sehr rasante und äußerst interessante Geschichte, die mich sofort gefesselt hat und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall.
Bellexr zu »Craig Russell: Walküre« 25.05.2010
Auf der Herbertstraße in Hamburg wird ein bekannter Rockstar ermordet. Bevor er stirbt, kann er noch mitteilen, dass er von dem Engel erstochen wurde. Der Verdacht fällt sofort auf den „Engel von St. Pauli“, die vor rund 10 Jahren mehrere Männer ermordet hat. Allerdings spricht nur die Präzision des Mordes dafür, der Modus Operandi ist ein anderer. Deswegen zweifelt Hauptkommissar Jan Fabel auch daran, dass es sich hier um dieselbe Täterin handelt. Kurz darauf nimmt ein dänischer Kommissar Verbindung mit Kommissar Fabel auf, um Hinweise in Bezug auf den Mord des Sängers mit ihm auszutauschen. Doch bevor es zu einem Treffen kommt, stirbt dieser unter ungeklärten Umständen. Als weitere Morde geschehen fällt der Verdacht auf eine kleine Gruppe speziell ausgebildeter Auftragsmörderinnen, die zu Zeiten der DDR aktiv waren. Anscheinend ist eine dieser Frauen für die Morde verantwortlich. Allerdings ist nicht klar, ob sie aus eigenem Antrieb mordet oder einen Auftraggeber hat. Und wenn es sich bei der Mörderin um eine der Walküren handelt, wer ist sie? Denn die Stasi hat geschickt die Identitäten der Walküren vertuscht.

Neben dem Mord an dem Rockstar hat Jan Fabel auch noch interne Probleme. Seine Kollegin Maria Klee befindet sich immer noch in psychiatrischer Behandlung und Kommissarin Anna Wolf bereitet ihm massive Probleme. Denn Anna wiedersetzt sich seinen Anweisungen und ihre unkontrollierbare Aggressivität ist nach Meinung von Fabel nicht mehr tragbar. Da er jedoch für die Aufklärung jeden in seinem Team benötigt, setzt er ihr noch einmal eine Frist. Zusätzlich erhält er Unterstützung von Kommissarin Karin Vestergaard, die aus Dänemark angereist ist, um in den ungeklärten Todesfall ihres Kollegen zu ermitteln.

Craig Russel konzentriert sich bei seinem neuesten Thriller verstärkt auf die reine Ermittlungsarbeit von Jan Fabel und seinem Team. Somit ist zwar die Spannung nicht immer auf hohem Niveau, durch die ständig neuen Wendungen in dem Fall und durch weitere Morde ist sie jedoch in einem gewissen Maß kontinuierlich vorhanden und der flüssige Schreibstil von Craig Russel sorgt dafür, dass es niemals langatmig wird.

Schnell ist klar, dass es sich hierbei wieder um einen äußerst komplexen Fall handelt, der mehrere Handlungsstränge umfasst, die sich erst im Lauf des Buches zu einer äußerst interessanten Geschichte verknüpfen. Geschickt legt der Autor falsche Fährten aus und scheinbar Unwichtiges tritt plötzlich in den Vordergrund. Nach gut 2/3 des Buches wird ersichtlich, wie die Erzählstränge in Verbindung stehen und so nimmt zumindest das Motiv langsam Gestalt an. Und hier zieht der Thriller in Sachen Spannung richtig an und kann zum Schluss sogar noch mit einer Überraschung aufwarten. Allerdings bleiben einige Fragen am Ende offen, sodass mit einem nächsten Band zu rechnen ist.

Seinen Protagonisten Jan Fabel beschreibt Craig Russel dieses Mal anfangs ein wenig sehr unterkühlt und autoritär – gerade in Bezug auf Anna Wolf. Erst langsam lässt er einen hinter die kühle hanseatische Fassade von Fabel blicken und dann entdeckt man doch einen sehr nachdenklichen, mitfühlenden Mann. Seine Beziehung zur Psychologin Susanne wird hier dieses Mal nur angerissen.

Einziger Charakter des Teams, der noch etwas heraussticht, ist Anna Wolf. Diese rebellische, nicht auf den Mund gefallene junge Kommissarin reizt Fabel ein ums andere Mal, doch ihre kriminalistische Arbeit weiß er zu schätzen und tritt ihr eher meist väterlich autoritär gegenüber auf. Die Figur der Kommissarin Karin Vestergaard ist auch für eine Überraschung gut und ihr anfangs unterkühltes, nordisches Auftreten legt sich im Lauf des Thrillers. Alle anderen Charaktere bleiben undurchsichtig, nicht einschätzbar, sodass ihre Rolle in dem Thriller schwer vorhersehbar ist, was der Spannung natürlich zugutekommt.

Fazit: Ein gewohnt guter Thriller mit einer komplexen, interessanten Story, der jedoch einige Fragen offen lässt.
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