Lennox von Craig Russell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Lennox, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Glasgow, 1950 - 1969.
Folge 1 der Lennox-Serie.

  • London: Quercus, 2009 unter dem Titel Lennox. ISBN: 978-1847249661. 329 Seiten.
  • Bergisch-Gladbach: Lübbe, 2010. ISBN: 978-3-404-16448-6. 379 Seiten.

'Lennox' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Glasgow 1953.Die Zeiten sind hart. Lennox ist härter. Chicago war gestern. Der Krieg ist vorbei. Doch in Glasgow hat die Schlacht gerade erst begonnen. Drei Gangsterbosse haben die Stadt unter sich aufgeteilt. Tam McGahern, ein aufstrebender Rivale, wird auf offener Straße erschossen. Sein Bruder Frankie will Privatdetektiv Lennox anheuern, um den Mord aufzuklären. Doch der ist dafür viel zu gerissen. Einen Tag später ist Frankie tot. Die Polizei versucht Lennox den Mord anzuhängen. Um seine Haut zu retten, muss Lennox sich mit Leuten anlegen, die tödlicher sind als alle Gangster von Glasgow.

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Alfred zu »Craig Russell: Lennox« 08.06.2014
Mein zweiter "Lennox" harrt noch der Lektüre, aber ich finde die Verbeugung von Russell vor den guten alten "noir" Autoren schon jetzt klasse, extrem witzig, sehr ironisch und auch wirklich spannend (natürlich auch etwas "overdrived", aber was solls...). Nur alles nicht zu ernst nehmen, allerdigs war ich vor langer Zeit öfter in Glasgow, da war es echt nicht wirklich schön...
M.Reinsch zu »Craig Russell: Lennox« 24.08.2012
Glasgow 1953.
Die Stadt ist aufgeteilt unter drei Gangsterbossen, "den Königen". Privatdetektiv Lennox arbeitet neben seinen normalen Fällen auch sehr viel für diese drei Herren. Die Zwillingsbrüder McGahern versuchen sich ein Stück des großen Kuchen Glasgow abzuschneiden, doch dabei wird einer erschossen. Sein Bruder will Lennox den Fall aufklären lassen, doch der lehnt ab, nur um im nächsten Tag von der Polizei einkassiert zu werden, weil er angeblich den zweiten Zwilling getötet haben soll. Nur mit Glück kommt er auf freien Fuß und fängt selber an, den beiden Morden auf die Spur zu kommen und verwickelt sich in eine Geschichte, mit der er nur geringe Chancen hat zu überleben ...

Das Craigh Russel Krimis schreiben kann, hat er schon mit seiner "Jan Fabel-Reihe" bewiesen, aber hier zieht er wesentlich härtere Seiten auf! In Anlehnung ­andie guten alten "Hard Boiled Detektivgeschichten" hat er einen Helden erschaffen, der durch Zynismus und Härte auffällt. Um etwas Abwechslung zu bringen, hat er die Handlung in seien Heimat (Schottland) verlegt, aber der "Grundtenor" bleibt, der alt bekannte: Einsamer Wolf, harte Jungs, schöne Frauen und Action bis zum Abwinken.
Geschickt wird der Leser fast na das Ende der Geschichte gesetzt, wenn er beginnt, den Roman zu lesen. So berichtet Lennox in erster Person seien Eindrücke, nach dem "Showdown" um dann die ganze Geschichte zu erzählen.
Viele Ideen sind aus andern guten Romanen entlehnt, aber auf geniale Weise neu gemischt worden, sodass man beim Lesen durch diesen Roman gejagt wird. Einige Figuren sind schon fast Karikaturen und benehmen sich auch so, aber es macht einfach riesigen Spaß, neben der ganzen Aktion auch ein paar Lacher zu erhalten...
Fazit: Ein Noire Krimi, der eines Mickey Spillane oder Max Allen Collins würdig wäre ! 95°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
S1ght zu »Craig Russell: Lennox« 06.10.2010
Dieses Buch ist wirklich eloquent geschrieben - das kann man gar nicht anders sagen. Nicht zu brutal; dafür so verwirrend, dass man aufmerksam lesen muss, um nicht etwa Charaktere zu verwechseln.
Ich habe herzhaft gelacht, da die Aussagen von Lennox vor Sarkasmus nur so triefen und werde nun der zweiten Teil auch lesen.
Ich bin kein Krimileser, aber dieser schien mir für den (für meinen) Anfang recht gut.
ich zu »Craig Russell: Lennox« 02.09.2010
Lieber Thomas71. Es ist alles genau, wie du es sagst. Nur umgekehrt. Unscharf ist allenfalls dein Blick auf das Werk. Lennox ist keine Kopie, sondern ein neues Original. Etwas vom Besten dieser Art. Noch stärker sind nur die Geschichte um das Duo Kenzie/Gennaro von Dennis Lehane. Also, Lennox unbedingt lesen.
Thomas71 zu »Craig Russell: Lennox« 07.07.2010
Nachdem ich ein großer Fan der Jan-Fabel-Reihe Russells bin, war es für mich klar, dass ich mir auch "Lennox" zulegen würde, den ersten Band um den gleichnamigen Privatdetektiv, der im Glasgow der 50er ermittelt. Leider hat das Buch nicht das gehalten, was ich mir davon versprochen habe. Lennox selbst wirkt für mich wie eine unscharf geratene Kopie Philip Marlowes oder eines seiner gängigen Klischee-Kollegen, man erfährt von ihm nur, dass er nach dem Krieg in Glasgow hängen geblieben ist (Lennox ist eigentlich Kanadier) und dass er die Person, die er geworden ist, nicht mag. Zu einem klassischen Private-Eye der schwarzen Serie fehlt im allerdings die lässige Coolness, für einen echten Hard-boiled Ermittler ist er nicht tough genug. Dazu kommt eine überkonstruierte, recht verwirrende Geschichte um Erpressung, Pornographie, Mord und drei Gangsterbosse, denen er sich wie weiland Sanjuro Kuwabatake aus "Yojimbo" andient, um als Diener dreier Herrn herauszufinden, wer Tam und Frank MacGahern getötet hat und warum...
Letztendlich ein Buch, das einige gute Ansätze zeigt und nicht gleich alle Chancen verspielt. Um mich wirklich von der neuen Serie zu überzeugen, sollte Craig Russell im bereits angekündigten 2. Teil die Personen glaubwürdiger gestalten und die Geschichte stringenter und spannender erzählen. So kommt das Buch gerade mal auf knappe 60°...
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