Die Nacht hat tausend Augen von Cornell Woolrich

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1945 unter dem Titel Night has a Thousand Eyes, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Diogenes. 407 Seiten. ISBN-10: 3-257-21720-X, ISBN-13: 978-3-257-21720-9. Übersetzt von Irene Holicki.

'Die Nacht hat tausend Augen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Er war ein merkwürdiger alter Mann, der am liebsten schwieg, denn was er sagte, traf mit erschreckender Gewißheit ein. Harlan Reid, Witwer und erfolgreicher Geschäftsmann, war ganz versessen auf seine Worte, und auch seine einzige Tochter Jean hörte auf seine Ratschläge. Bis eine letzte entsetzliche Prophezeiung alle zu Tode erschreckte: Reids unmittelbar bevorstehender Tod im Rachen eines Löwen.

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flubow zu »Cornell Woolrich: Die Nacht hat tausend Augen« 01.04.2012
'Die Nacht hat tausend Augen‘ gilt (zu Recht) als Woolrichs Meisterwerk. Harlan Reid, Witwer und erfolgreicher Geschäftsmann, wird in wenigen Wochen sterben – dies sagt zumindest ein schrulliger, älterer Mann voraus, Jeremiah Tompkins, dessen Prophezeiungen bisher immer eingetroffen sind und Reid auch oft geholfen haben –, und zwar zu einem exakt vorausgesagten Zeitpunkt im Rachen eines Löwens! Als die angekündete Todesstunde immer näher rückt, beginnt Reids Persönlichkeit zu zerfallen. Dies geht seiner Tochter Jean dermassen nahe, dass sie Selbstmord begehen will. Der junge Polizist Tom Shawn kann sie davon abhalten, worauf sie ihm den Grund für ihren Seelenschmerz verrät.
Shawn und sein Vorgesetzter Lieutenant McManus, die beide nicht an Prophezeiungen glauben, mobilisieren nun den Polizeiapparat, um Tompkins und seinen mutmasslichen Hintermännern das Handwerk zu legen und Harlan Reids Leben zu retten, doch dieser scheint den Tod bereits in sich zu tragen. Aus diesem Rohmaterial baut Woolrich, „der Magier der Finsternis“, eine faszinierende, unter die Haut gehende Geschichte, in der die Figuren (wie meistens bei Woolrich) hilflos ihrem Schicksal ausgeliefert sind in einer düsteren und bedrohlichen Welt voller Fallen, Seltsamkeiten und Intrigen.
RolfWamers zu »Cornell Woolrich: Die Nacht hat tausend Augen« 22.10.2006
Für mich Woolrichs bestes Buch. Vielleicht auch deshalb, weil die Filmfassung ( natürlich in schwarz-weiß) mit Edward G. Robinson so gut ist.Und was gibt es Beeindruckenderes und zugleich Unheimlicheres als einen Wahrsager, dessen Prophezeiungen eintreten und der trotzdem das Schicksal nicht wenden kann ?
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Anja S. zu »Cornell Woolrich: Die Nacht hat tausend Augen« 10.01.2005
Ein spannend geschriebener Roman mit uebersinnlichen Elementen (ein Wahrsager, dessen Prophezeiungen immer eintreffen), was ich persoenlich nicht so besonders mag. Dennoch ist das Buch weit ueberdurchschnittlich und es ist wirklich schade, dass Woolrich's Krimis fast vergessen sind.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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