Tiefsee von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1984
unter dem Titel Deep Six,
deutsche Ausgabe erstmals 1985
bei Goldmann.
Folge 7 der Dirk-Pitt-Serie.
- New York: Simon & Schuster, 1984 unter dem Titel Deep Six. 432 Seiten.
-
München: Goldmann, 1985.
Übersetzt von Willy Thaler.
ISBN:
3-442-30043-6. 480 Seiten. -
München: Goldmann, 1987.
Übersetzt von Willy Thaler.
ISBN:
3-442-08631-0. 476 Seiten. - München: Goldmann, 2005. Übersetzt von Willy Thaler. 476 Seiten.
'Tiefsee' ist erschienen als
![]()
In Kürze:
Ein rätselhaftes Gift tötet vor der Küste Alaskas jegliches Leben. Als man begreift, dass sich eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes anbahnt, wird Dirk Pitt von der Meeresbehörde NUMA beauftragt, die Ursachen zu ergründen und das Schlimmste zu verhindern. Dabei stößt er auf eine weltweit operierende kriminelle Organisation, die keinerlei Skrupel kennt …
Das meint Krimi-Couch.de: »Trivialliteratur von der besten Sorte«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
In der Cook Meerenge in Alaska kreuzt die Catawaba, ein Kutter der Küstenwache und fängt einen SOS-Ruf des Schiffes »Amie Marie« auf. Das Schiff ist schnell geortet und gefunden, doch es scheint ein Geisterschiff zu sein. Die gesamte Besatzung ist mausetot. Der Doktor der Catawaba und einige Männer setzen auf das Schiff über, aber es dauert nur kurze Zeit, und auch sie sterben eines plötzlichen Todes.
Ursache dieser plötzlichen Seuche scheint ein biologischer Kampfstoff zu sein, der auf dem Frachter »Pilottown« transportiert worden war, bis das Schiff mit Mann und Maus unterging. Irgendwie ist im Laufe der Jahre eines der Fässer mit dem Giftgas leck geworden und die Mitarbeiter der Meeresbehörde NUMA werden beauftragt, die Gefahr zu bannen und so machen sich Dirk Pitt und Al Giordino sofort an die Arbeit.
Zur gleichen Zeit lädt der Präsident der Vereinigten Staaten den Vizepräsidenten und die beiden wichtigsten Minister auf seine Jacht zu einer Arbeitsbesprechung. Bewacht von zahlreichen Agenten verschwindet die Jacht völlig unerklärlich in einer Nebelbank und taucht nicht wieder auf. Die vier wichtigsten Männer des Staates sind spurlos verschwunden und auch hier braucht man dringend Dirk Pitt, um bei der Suche zu helfen.
Was Dirk Pitt allerdings noch nicht weiß, ist die Tatsache, dass der Untergang der »Pilottown« und das Verschwinden des Präsidenten ein Zusammenhang besteht, denn die Organisation der geheimnisvollen Koreanerin Min Korjo Bougainville hat gemeinsam mit dem russischen KGB einen teuflischen Plan ausgeheckt …
Clive Cussler zeigt sich in seinem siebten Abenteuerthriller »Tiefsee« rund um das NUMA-Team mit Admiral Sandecker, Al Giordino und Dirk Pitt von der besten erzählerischen Seite. Auch wenn Cusslers Helden schon fast gottgleich sämtlichen Gefahren trotzen und alle Hindernisse mit Bravour aus dem Weg räumen, so überzeugt vor allem die einfallsreiche Handlung. Wie der Autor seine Verschwörungspläne gegenüber dem ach so guten Amerika ausheckt und dabei mit schöner Regelmäßigkeit den Kalten Krieg mit der UdSSR als übermächtige Bedrohung in den Raum stellt, ist eine Klasse für sich, die diese Art von Literatur zu einem leichten Lesevergnügen macht.
Cusslers Figuren haben nicht umsonst Kultstatus erlangt und der Autor weiß, wie er seine Fangemeinde treffsicher mit genau dem Stoff versorgt, den sie von ihm erwarten. Untergegangene Schiffe, Bergungsaktionen, Explosionen und Tod rund um die Uhr, und mittendrin die beiden Haudegen Pitt und Giordino, die mit Tauchanzug und coolen Sprüchen die westliche Welt vor dem drohenden Untergang retten. Das Happyend ist auf jeden Fall garantiert. Bis es aber so weit kommt, springt Cussler zwischen Vergangenheit und Gegenwart gekonnt hin und her und bietet ein gelungen konstruiertes Verwirrspiel nach bewährtem Rezept. Wer an einem Roman des Schriftstellers und Ex-Air-Force-Piloten Clive Cussler Gefallen gefunden hat, der wird auch dieses Buch mögen.
»Tiefsee« ist Trivialliteratur von der besten Sorte, bei der sich der Leser richtig entspannen kann, denn über irgendeinen höheren Sinn braucht man sich keine Gedanken zu machen. Hier wird Unterhaltungsliteratur in erzählerischer Dichte präsentiert, ohne dabei anspruchslos zu werden. Es macht einfach Spaß, den Männern der NUMA über die Schulter zu gucken und selbst im Augenblick der äußersten Gefahr noch einen Dialog voller Galgenhumor zwischen Pitt und Giordino zu lesen. Für leichte Literatur in dieser Qualität kann man jederzeit eine Empfehlung abgeben und der Goldmann-Verlag bemüht sich momentan auch ordentlich um seine Kunden, denn er veröffentlicht zur Zeit Doppelbände der älteren Abenteuer, die schon um acht Euro in den Buchhandlungen zu finden sind und langes Lesevergnügen garantieren.
Ihre Meinung zu »Clive Cussler: Tiefsee«
Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!
| Frank zu »Clive Cussler: Tiefsee« | 12.12.2009 |
|---|---|
| Doris Herrmann zu »Clive Cussler: Tiefsee« | 08.12.2009 |
| silverfox zu »Clive Cussler: Tiefsee« | 07.05.2008 |
| Rolf.P zu »Clive Cussler: Tiefsee« | 26.02.2008 |
| MacVi zu »Clive Cussler: Tiefsee« | 25.06.2005 |

