Psychopathenpolka von Christine Sylvester

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Sutton.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Sachsen / Dresden, 2010 - heute.
Folge 4 der Lale-Petersen-Serie.

  • Erfurt: Sutton, 2014. ISBN: 978-3954003204. 400 Seiten.

'Psychopathenpolka' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Montagmorgen und die Woche will schon wieder kein Ende nehmen. Erst stößt Kommissarin Lale Petersen mit einem Radfahrer zusammen, aber wenigstens fehlt dem jungen Mann nichts. Dann soll sie mit ihren Kollegen vom Dresdner Morddezernat die Schutzpolizei auf der Jagd nach Perversen in den Elbauen unterstützen. Und schließlich erfährt sie ausgerechnet von ihrem Exmann, dem Schnösel von Staatsanwalt, dass der Radfahrer sie wegen Unfallflucht angezeigt hat! Als Lale und ihre Kollegin Mandy Schneider den Burschen an seinem Arbeitsplatz zur Rede stellen wollen, ist er kalt, still – und tot. Geschockt und voller Zweifel, ob der Unfall nicht doch die Ursache für Ronny Hummels Tod war, beginnt Lale nachzuforschen: An was für merkwürdigen geheimen Daten, die nicht einmal sein Ausbilder sehen durfte, arbeitete Ronny da in der IT-Firma? Was hat der Staatssekretär damit zu tun? Und warum nehmen Ronnys Eltern die Nachricht von seinem Tod so regungslos zur Kenntnis?

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SusanneL. zu »Christine Sylvester: Psychopathenpolka« 13.07.2014
Inhaltsangabe:

Die Dresdner Kommissarin Lale Petersen ist mal wieder im Stress: auf der Fahrt ins Büro rammt sie versehentlich einen Radfahrer, Ronny Hummel. Der scheint genauso in Eile zu sein, denn nachdem beide feststellen, dass ihm außer einem Schrecken nichts weiter passiert ist, radelt er weiter. Allerdings überrascht er Lale kurz darauf mit einer Anzeige, was diese natürlich ärgert. Sie will Ronny Hummel deswegen zur Rede stellen und sucht ihn an seinem Arbeitsplatz in einer IT-Firma auf – aber da ist er bereits tot. Das bringt Lale in Gewissensnöte – hatte sie ihn bei dem Unfall doch schwerer verletzt, als es zunächst aussah und ist sie damit schuld an seinem Tod? Allerdings stellt sich auch heraus, dass Ronny Hummel an einem geheimen Projekt mitgearbeitet hat, über das nicht einmal sein Ausbilder Bescheid wusste. War es vielleicht ein Mord?

Bei der Geschichte handelt es sich um den vierten Band der Reihe um Kommissarin Lale Petersen.

Der erste Satz:

„Mist, verflucht!“

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, es hat mir eine sehr vergnügliche Zeit beschert.

Obwohl ich die Vorgängerbücher nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Es wurde schnell klar, wie die verschiedenen Personen zueinander stehen und ich konnte mich auf die Geschichte und die skurrilen Charaktere konzentrieren.

Die Kriminalfälle sind in diesem Buch fast Nebensache, denn die Figuren und all ihre Eigenarten stehen im Vordergrund. Doch nicht so weit, dass die Fälle keine Rolle spielen würden, sie werden am Ende zufriedenstellend aufgelöst. Es ist nur so, dass sie eher die Bühne bilden, auf der sich die Figuren austoben dürfen.

Und austoben tun sie sich, allen voran Lale und ihre schlagkräftige und schlagfertige Kollegin Mandy Schneider. Aber auch Lales blonder Ex-Mann Jobst, für den Mandy eine große Schwäche hat, und die Kollegen Kroko, Dr. Kowalski, Gerste und IT-Martin spielen ihre Rollen bestens. Nicht zu vergessen das bunte Umfeld wie Nachbarin Brigitte, Ärztin-Patientin Lucy Nebel und Journalistin Natascha – alle zusammen ergeben eine quirlige Truppe, die sich bei den Ermittlungen gegenseitig unterstützen.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, besonders Mandys schlagfertige Bemerkungen brachten mich zum Lachen. Witzig fand ich vor allem die Haustiernamen: die Wellensittich-Dame „Gräfin Cosel“ und der Hund „Pit Bull“.

Wer Dresden ein bisschen kennt, wird sich auch an einige Schauplätze erinnern- und vor allem an die berühmten Eierschecken, die auch in diesem Buch gerne und oft verzehrt werden. Achtung, beim Lesen können Hungergefühle auftreten. ;-)
leseratte1310 zu »Christine Sylvester: Psychopathenpolka« 09.07.2014
Hauptkommissarin Lale Petersen fährt einen Radfahrer an, weil sie spät dran ist. Sie drückt dem Radfahrer ihre Visitenkarte in die Hand und er macht sich davon, denn es scheint nichts passiert zu sein. Kurz darauf erfährt sie von ihrem Ex, Staatsanwalt Jobst Petersen, dass der Radfahrer sie angezeigt hat. Als sie den zusammen mit Mandy, ihrer Kollegin, zur Rede stellen will, findet sie ihn tot an seinem Arbeitsplatz. Da sie Nachwirkungen des Unfalls befürchtet, lässt sie ihn zur Obduktion bringen und beginnt zu ermitteln. Der Tote scheint ein ziemliches Ekel gewesen zu sein. Nicht nur sein Ausbilder, auch seine Familie sind nicht sonderlich bestürzt.
Wegen Personalnotstand müssen Lale und ihre Kollegin Mandy auch noch die Überfälle auf Frauen aufklären.
Da geht es dann recht chaotisch zu. Auch Polizeipressesprecher Winter trägt mit seinen Aktionen nicht unbedingt dazu bei, dass die Ermittlungen geordneter laufen, denn er verordnet, dass eine Journalistin den Kommissarinnen zur Seite stehen soll. Gut, dass die Ermittlerinnen da noch das verkannte Genie Kroko zur Unterstützung haben. Die Ermittlungen verlaufen doch recht eigenwillig und Staatsanwalt Petersen geht seiner Ex auch noch gehörig auf die Nerven.
Die Protagonisten sind teilweise sehr skurril. Lale ist chaotisch und sieht rot, wenn sie ihren Ex sieht. Auch ist sie nicht auf den Mund gefallen, was ihrem Chef nicht so gefällt. Jobst ist überall, wo man ihn nicht erwartet, kommt bei seiner Ex aber nicht zu Wort. Pit, der Sohn der beiden, ist Schüler und Musiker und treibt mit seiner Band Mutter und Nachbarn in den Wahnsinn. Das Mutter-Sohn-Verhältnis ist sehr locker und verständnisvoll. Kroko dokumentiert auf farbigen Zetteln, jeder Wochentag hat eine andere Farbe. Mandy würde jedes Tourenwagen-Rennen gewinnen und ist recht schlagkräftig. Aber auch alle Nebenfiguren sind gut und detailliert beschrieben.
Der Schreibstil ist locker leicht und lebendig, die Dialoge schlagfertig und voll trockenem Witz.
Wer einen spannenden Krimi erwartet, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Die Geschichte lebt von den Eigenheiten der sympathisch chaotischen Protagonisten. Die Ermittlungen sind so chaotisch und eigenwillig wie die Protagonisten. Am Ende ist man verblüfft, dass bei allen Pannen doch noch eine Lösung zustande kommt.
Das Cover ist interessant und passt blendend zur Story.
Ein Krimikomödie mit wenig Krimi und viel Komödie, die aber viel Sonne in den grauen Alltag bringt.
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