Spreewaldtod von Christiane Dieckerhoff

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 bei Ullstein.

  • Berlin: Ullstein, 2017. ISBN: 978-3-548-28761-4. 334 Seiten.

'Spreewaldtod' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Ein Toter im Fließ stellt Kommissarin Klaudia Wagner vor eine neue Herausforderung. Dabei ist sie nach ihrem letzten spektakulären Fall noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenzuarbeiten. Erste Spuren führen die beiden zu einem scheinbar korrupten Gurkenbauern, schließlich war der Tote ein Erntehelfer aus Rumänien. Aber bald gibt es weitere Tote. Wer will diese Menschen aus dem Weg räumen? Klaudia droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen …

Ihre Meinung zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod«

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dorli zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 21.11.2017
Lübbenau. Im Fließ wird ein Toter gefunden. Kommissarin Klaudia Wagner erkennt in ihm den jungen Mann, der am Abend vorher in eine Schlägerei auf dem Hechtfest verwickelt war. Schnell steht die Identität des Mannes fest: Vlad Albu. Der 24-jährige Rumäne war als Saisonarbeiter bei einem bekannten Gurkenbauern angestellt. Eine Tat mit ausländerfeindlichem Hintergrund? Als kurze Zeit später eine junge Frau erschossen wird, muss Klaudia erkennen, dass die Spuren in eine ganz andere Richtung weisen…

„Spreewaldtod“ ist bereits der zweite Fall für die aus dem Ruhrgebiet stammende Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, bin ich gut im Geschehen gelandet, muss aber zugeben, dass mir die eine oder andere Information über die vorhergehenden Ereignisse gefehlt hat. Es gibt zwar im Verlauf der Handlung zahlreiche Anspielungen auf das frühere Geschehen, so dass man eine Ahnung bekommt, was damals passiert ist, aber um die Probleme, die Klaudia aktuell immer noch sehr zu schaffen machen, verstehen und nachvollziehen zu können, wäre das vorherige Lesen des ersten Bandes von Vorteil gewesen. Für das Verständnis des jetzigen Falls ist das Wissen um die Ereignisse aus „Spreewaldgrab“ allerdings nicht unbedingt von Nöten.

Die Ermittlungen im Fall Vlad Albu gestalten sich recht schwierig. Und das liegt nicht nur daran, dass es mehrere Verdächtige gibt, von denen jeder ein Alibi zu haben scheint. Neben ihren persönlichen Befindlichkeiten und privaten Angelegenheiten hat Klaudia auch mit dem schlechten Arbeitsklima im Team zu kämpfen. Aufgrund von Personalmangel muss sie mit dem verhassten Kollegen Demel zusammenarbeiten und auch die Staatsanwältin lässt Klaudia die Ermittlungen nicht so führen, wie sie es für richtig hält.

Christiane Dieckerhoff kann mit einer großen Portion Lokalkolorit punkten. Die Handlungsorte werden von der Autorin detailliert beschrieben, so dass man sich ein gutes Bild von den Schauplätzen machen kann. Besonders die schwere Arbeit der Gurkenbauern im Spreewald wird interessant dargestellt.

Insgesamt hat mir „Spreewaldtod“ gut gefallen. Der Fall war knifflig, so dass ich gut über Täter, Motiv und Hintergründe miträtseln und mitgrübeln konnte. Nur Klaudias persönliche Probleme haben mir manchmal zu viel Raum eingenommen, die stets gedrückte Stimmung geht zu Lasten der Spannung. (3,5*)
claudi-1963 zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 13.04.2017
Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner ist nach ihrem letzten Fall immer noch nicht ganz die alte. Schließlich waren es einschneidende Ereignisse, die dazu führten das sie ihren Kollegen Joachim Schreiber (genannt Joe) töten musste. Aber auch ihr Kollege Uwe, der Silke seine Ehefrau dabei verlor, muss weiter um den Zusammenhalt der Familie bangen. Doch dazu haben sie wenig Zeit, den es gibt schon wieder einen Toten. Ein rumänischer Erntehelfer wurde tot in der Fließ gefunden. Da Thang krankheitsbedingt ausfällt und PH auf einer Fortbildung ist, muss Klaudia ausgerechnet mit Demel ermitteln. Dass sie dazu noch den Toten von einem Streit am Abend zuvor kannte, macht ganze nicht einfacher. Den ihr Verdacht fällt sofort auch auf den Gegner, bei dem sie jedoch von der Staatsanwältin ausgebremst wird. Vielleicht hatte auch der Gurkenbauer ein Problem mit seinem Erntehelfer? Oder hat der rumänische Kollege Dorin die Tat begangen? Nachdem der nächste Mord passiert und Dorins Schwester verschwindet, beginnt die Suche und führt Klaudia an den Ort ihres Grauens zurück. Können Klaudia und Demel diesen intriganten Fall alleine lösen?

Meine Meinung:
Nach Spreewaldgrab war dies mein zweites Buch der Autorin und wieder hat es mich gut unterhalten. Allerdings war es gut die Vorgeschichte des ersten Bandes schon zu kennen, da sie doch recht viel in diesem Buch aufgriff. Die Ermittlerin, die nach wie vor nicht einfach ist, gefiel mir jedoch besser als in ersten Teil. Auch das Ermittlerteam fügt sich langsam zusammen, trotzdem gibt noch genug Probleme zu lösen, für weitere Bände. Der Schreibstil war sehr gut und ich hatte diesmal auch keine Schwierigkeiten ins Buch zu kommen. Die Autorin versteht es ihren Charakteren treu zu bleiben, aber sich auch weiter zu entwickeln. So kam Klaudia Wagner diesmal weitaus herzlicher herüber als beim letzten Teil. Wieder fühlte ich mich durch das Buch mitgenommen in die Idyllen des Spreewalds und auch das Cover zeigt einige Details davon. Für mich bekommt dieser Regionalkrimi 4 von 5 Sterne und ich freue mich schon auf Band drei.
HexeLilli zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 22.03.2017
19.03.2017 – 15:43
Von hexelilli
Hier nun der zweite Fall für die Ermittlerin Klaudia Wagner. Nach Spreewaldgrab nun Spreewaldtod. Das Cover passt sehr gut zum Buch und
der Klappentext verspricht einen tollen Krimi. Der Schreibstiel der Autorin
ist klar und verständlich. Trotzdem konnte mich das Buch wie auch der erste
Teil nicht wirklich überzeugen. Zu viele Nebensächlichkeiten und Hinweise
auf den ersten Fall. Die Spannung blieb teilweise auf der Strecke. Auch mit dem Motiv am Schluss konnte ich mich absolut nicht anfreunden. Und dann der Unfall, für mich vollkommen überflüssig.
Zwei tote rumänische Erntehelfer im beschaulichen Spreewald. Kommissarin Klaudia Wagner wird gefordert, obwohl von ihrem ersten Fall noch psychisch sehr angeschlagen, muss sie jetzt mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenarbeiten. Die Gurkenbauern machen ihr das Leben schwer.
Alles in allem ein Krimi für Leser die es nicht so blutrünstig mögen.
Leselottchen zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 07.03.2017
Geheimnisvoller Spreewald
Die Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner ermittel in ihrem zweiten Fall, dieses Mal im Umfeld der Gurkenbauern am Ort. Ein Erntehelfer aus Rumänien kam zu Tode und bald wird einem klar, dass im idyllischen Spreewald einiges im Verborgenen liegt. Geheimnisse und Intrigen erschweren die Ermittlungen gehörig. Und zu allem Überfluss wird ihr auch noch, aus Mangel an Alternativen, ihr verhasster Kollege Peter Demel als Partner zugeteilt.
Von ihrem ersten Fall in der neuen Umgebung psychisch und emotional stark angeschlagen lässt sich Klaudia Wagner nicht davon abbringen, energisch nach dem Täter zu suchen.
Auch privat versucht die Polizistin aus dem Ruhrgebiet sich mit ihrer neuen Heimat anzufreunden.

Vor einigen Wochen habe ich den vorherigen Fall gelesen. Somit ist es für mich mit meinem Hintergrundwissen einfach der Story zu folgen. Natürlich finde ich es auch sehr interessant zu erfahren, wie die Dinge sich entwickeln. Bei dieser Reihe ist er sehr empfehlenswert das erste Buch zu kennen. Erst dann kann man die ganzen Begebenheiten und den emotionalen Tiefgang dieser Geschichte erkennen und den Kriminalroman im Ganzen genießen. Die Autorin schafft es wunderbar, eine ganz besondere Spreewald-Atmosphäre bei mir aufzubauen. Manchmal recht derb, aber dann wieder sehr gefühlvoll wird der Umgang der Personen im Roman gekonnt eingesetzt. Auf seine ganz eigene Weise trägt die Geschichte eine Spannung in sich. Man will nicht nur wissen, wie sich der Fall löst, sondern auch wie sich Klaudia Wagner privat entfaltet.
Die Personen und auch die Gegend sind sehr realistisch beschrieben, so befindet man sich beim Lesen mitten im geheimnisvollen Spreewald.
Das Cover und der Titel tun ihr übriges.
Flüssig und emotionsvoll geschrieben war für mich das Buch ein besonderes Lesevergnügen. Ich bin auf jeden Fall als Leser dabei, wenn Klaudia Wagner wieder im Spreewald ermittelt.
Der kleine Cliffhanger ganz am Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter...
janaka zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 01.03.2017
spannender Fall, taffe Ermittlerin, die gegen ihr Trauma gegenankämpft

*Inhalt*
Hochsommer im Spreewald, die Gurkenernte läuft auf Hochtouren, auf einem Dorffest in Lübbenau kommt es zu Spannung zwischen einem Einheimischen und einem rumänischen Erntehelfer. Am nächsten Morgen wird dieser Erntehelfer Vlad tot in einem Fließ gefunden. Ein neuer Fall für die Kommissarin Klaudia Wagner, die noch etwas angeschlagen von ihrem letzten Fall ist. Leider fällt ihr Kollege Thang aus und sie muss mit dem Kollegen Peter Demel zusammenarbeiten. Seit dem letzten Fall herrscht eine negative Spannung zwischen ihnen. Erst scheint es so, als ob die Ermittlungen nicht voran schreiten, entweder schweigen die Menschen oder sie lügen, dann wird eine weitere Person aus den Reihen der Erntehelfer erschossen …

*Meine Meinung*
"Spreewaldtod" von Christiane Dieckerhoff ist bereits der zweite Band um die Kommissarin Klaudia Wagner und da das Privatleben und die Anspielung zu dem letzten Fall reichlich sind, empfehle ich zuerst Band 1 "Spreewaldgrab" zu lesen. Der Schreibstil ist gut zu lesen und spannend, gleich mit den ersten Worten bin ich in die Geschichte eingetaucht. Die düstere Atmosphäre in der doch sehr schönen Landschaft wird mit wunderschönen Worten beschrieben, so dass mein Kopfkino beim Lesen die ganze Zeit läuft. Ich liebe diese Landschaft und die Atmosphäre und möchte dort unbedingt mal Urlaub machen.

Die Charaktere entwickeln sich weiter, Klaudia hat zwar immer noch mit ihren Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen, trotzdem habe ich das Gefühl, dass sie sich langsam in Lübben einlebt. Auch die Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen Demel klappt besser als gedacht.
Die Geschichte um Uwe und seiner Tochter Annalene wird weitererzählt, die kleine Maus leidet sehr unter den Tod ihrer Mutter, mehr als ihre jüngere Schwester. Diese Situation wird sehr einfühlsam beschrieben und ich habe mit dieser kleinen Familie sehr mitgelitten.

*Fazit*
Diese gelungene Fortsetzung kann ich bedenkenlos empfehlen, man sollte nur die Reihenfolge einhalten. Von mir gibt es 5 Sterne.
MissMarple64 zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 28.02.2017
Mörderischer Spreewald Teil 2

Die schöne Urlaubsidylle des Spreewalds ist schnell vorbei, als im Fließ ein toter rumänischer Saisonarbeiter gefunden wird. Bald stellt sich für Klaudia Wagner, die leitende Ermittlerin der Mordkommission, die Frage, ob es ein ausländerfeindliches Motiv gibt. Erste Spuren führen sie zu einem ortsansässigen Gurkenbauern. Stecken Erpressung oder Spielschulden hinter der Tat?
Klaudia, die selbst körperlich und seelisch noch von ihrem ersten Fall im Spreewald gezeichnet ist, findet sich alsbald in einem Wirrnis von Möglichkeiten wieder, besonders als eine zweite Töte zu beklagen ist. Immer gefährlicher werden auch ihre Ermittlungen.
Es ist zu empfehlen, den ersten Teil der Reihe zu kennen, denn nur so erhält der Leser ein vollständiges Bild von Klaudia, die neben ihren eigenen Problemen, auch ganz nah am Schicksal ihres Vermieters und Kollegen Uwe und dessen Familie mitträgt und nicht frei von Schuldgefühlen ist. Sie zeigt sich auch im aktuellen Fall als eine Polizistin, die sich in einem Fall festbeißen kann, bis sie ihn gelöst hat, ohne auf sich selbst Rücksicht zu nehmen.
Wieder werden von der Autorin viele Fäden gesponnen, die sie am Schluss noch nicht zusammen bringt und der Leser hofft, dass er bald wieder mit Klaudia, ihren Kollegen Demel und Joe (der in diesem Teil wegen Krankheit nur am Rande mitspielte) und dem alten Schiebschick durch den Spreewald schippern kann.
Maren Richter zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 21.02.2017
Ich kannte bereits den Vorgänger "Spreewaldgrab" um die Ermittlerin Klaudia Wagner. Daher viel es mir nicht schwer mit den ganzen Rückblicken in den Vorgängerroman klar zukommen.
Allerdings fehlte es mir etwas an Spannung bei diesem Roman. Christiane Dieckerhoff hat zwar eine sehr angenehme Schreibweise, aber teilweise enthielt das Buch zuviel Nebensächlichkeiten.
Ein junger Rumäne, der als Erntehelfer arbeitet, wird nach einer Feier tot im Flies aufgefunden. Klaudia und ihr Team ermitteln in verschiedene Richtungen. Doch erst als noch jemand grausam ermordet wird, kommt der Durchbruch.
Ein solider Krimi mit Potential nach oben. Denke ich werde mich trotzdem über ein weiteres Wiedersehen mit Klaudia Wagner freuen und auch diesen Roman wieder zur Hand nehmen.
tigerbea zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 21.02.2017
Der rumänische Erntehelfer Vlad wird nach einem Dorffest, bei dem er in eine Schlägerei verwickelt wurde, erschlagen in einem Fließ im Spreewald aufgefunden. Grund für die Schlägerei war ein Tanz mit einem deutschen Mädchen. Klaudia Wagner, die auch auf diesem Fest war, wird zu diesem Fall hinzugezogen. Zusammen mit ihrem Kollegen Demel, mit dem sie im Vorfeld massive Probleme hatte, muß sie zwischen Gurkenbauern und Erntehelfern ermitteln. Und das ist nicht einfach, denn sowohl die Bauern als auch die Helfer halten jeweils zusammen und verschweigen einiges.

"Spreewaldtod" ist der zweite Teil einer Krimiserie aus dem Spreewald. Dies merkt man leider sehr deutlich, denn es wird immens viel Bezug auf den Vorgängerband genommen. Leider allerdings immer nur mit Andeutungen, erklärt wird nichts, so daß man mit diesem Buch Probleme bekommt, wenn man mit diesem Band in die Serie einsteigen möchte. Ich persönlich habe mir aus diesem Grund auch noch "Spreewaldgrab" zugelegt, denn ich habe schnell gemerkt, daß ich hier so einiges nicht verstehen werde, wenn ich keine Vorkenntnisse habe. Aber das Buch war es mir wert, denn schon nach wenigen Seiten hatte es mich gepackt. Die Handlung ist von Beginn an sehr spannend, so daß ich das Buch sehr gerne lesen und ihm gerecht werden wollte. Die Charaktere sind durchweg sympathisch und es ist interessant zu erleben, wie aus der Feindschaft Wagner - Demel doch noch eine kleine Gemeinschaft wird und beide miteinander leben und arbeiten können. Auch die Gurkenbauern und Erntehelfer sind super beschrieben. Jede Gruppe wird mit ihren Eigenarten sehr authentisch dargestellt. Der Schreibstil ist einfach nur gut. Man kann hier in einem durchlesen und wird an keiner Stelle festhängen.

Dies Buch bekommt von mir eine klare Empfehlung, man muß allerdings unbedingt vorher "Spreewaldgrab" lesen!
anyways zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 21.02.2017
Eine unschöne Trennung von ihrem Mann und Arbeitskollegen sorgte dafür, dass es Kommissarin Klaudia Wagner vom Ruhrpott in den Spreewald verschlug. Noch kann sie sich mit ihrem neuen Umfeld nicht so ganz anfreunden. Der erste Fall, den sie hier bearbeitete, war hochdramatisch und einhergehend mit unauslöschlichen Veränderungen für ihren Kollegen und Vermieter Uwe. Starke Zweifel hat sie deshalb, ob sie in der beliebten Urlaubsregion wirklich sesshaft werden möchte. Ihre neue Arbeitskollegin Wibke von der „Spusi“ versucht sie immer wieder etwas rauszulocken, und so gehen beide Frauen auf das „Hechtfest“ in Lübbenau und versuchen den Alltagstrott etwas hinter sich zu lassen. Eine Schlägerei gehört auf solchen Festen, wo jeder jeden kennt, ja immer wieder mal dazu und so werden Klaudia und Wibke auch Zeuginnen eines solchen Vorfalls. Ein rumänischer Erntehelfer wird von einem mutmaßlichen Neonazi übel verprügelt, selbst als Klaudia dazwischen geht, lässt der Ungehobelte von dem inzwischen am Boden Liegendem nicht ab. Durch ihr mutiges Einschreiten bewahrt sie den Rumänen zwar von Schlimmeren, sich selber macht sie sich damit keinen Gefallen, denn den Schläger hat sie sich jetzt zum Feind gemacht. Am nächsten Morgen entdeckt ein Paddler im Fließ einen Toten. Die Kommissarin macht sich zusammen mit ihrem Kollegen Demel auf den Weg. Beim Eintreffen stellt sie fest, dass der Tote der junge Rumäne ist, der am Abend zuvor so übel attackiert wurde.

Dies ist mein zweites Buch von Christiane Dieckerhoff mit ihrer Protagonistin Klaudia und ich stelle fest, dass mir ihre Kriminalreihe sehr gefällt. Zwar wirkt ihre Hauptfigur auf mich etwas spröde, unnahbar und dezent unsympathisch, ihre Kriminalfälle sind jedoch sehr spannend und entwickeln sich immer zu einem richtig fesselnden Finale. Speziell gefallen mir ihr flüssiger Schreibstil und im Besonderen die zahlreichen Beschreibungen der Lebens- und Arbeitswelt in dieser für mich persönlich so idyllischen Oberlausitz.
Ich bemängele oft an Krimis/ Thrillern eine gewisse Nachlässigkeit in Bezug auf die Recherche im medizinischen Bereich. Als gelernte Kinderkrankenschwester hat die Autorin vielen anderen ihrer Zunft einiges zum Glück voraus. Da wird zum Beispiel bei der Autopsie darauf geachtet, dass die Kriminalisten, die der Leicheneröffnung beiwohnen, sich komplett die Schutzkleidung anlegen. Etwas was ich sehr oft vermisse in diversen anderen Büchern.
Das für mich interessante an Kriminalreihen ist, das man mit jedem Buch die Geschichte der Protagonisten weiterverfolgen kann. Ich hoffe dass die Autorin dies tut, denn ich bin schon sehr gespannt auf eine Fortsetzung.
AnjaIris zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldtod« 20.02.2017
Cover: Das Cover ist wunderbar mystisch gestaltet, sehr passend mit dem Boot vor dem kleinen Häuschen. Es ist sofort zu erkennen,daß es zu "Spreewaldgrab" gehört.

Klappentext: Ein Toter im Fließ stellt Kommissarin Klaudia Wagner vor eine neue Herausforderung. Dabei ist sie nach ihrem letzten spektakulären Fall noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenzuarbeiten. Erste Spuren führen die beiden zu einem scheinbar korrupten Gurkenbauern, schließlich war der Tote ein Erntehelfer aus Rumänien. Aber bald gibt es eine weitere Leiche. Wer will diese Menschen aus dem Weg räumen? Klaudia droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen ...

Bewertung:
Ich kann nur sagen: Wow! Spreewaldtod ist eine wirklich gelungene Fortsetzung von Spreewaldgrab. Es ist ein wunderbares Wiedersehen mit Schiebschick, Wibke, Uwe, Bhanu und den anderen liebgewonnen Figuren aus dem ersten Teil. Das Buch läßt sich sehr angenehm lesen, was dem guten Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Die Spannung baut sich schon auf den ersten Seiten langsam auf, es bleibt spannend bis zum Schluß. Man erlebt erlebt die Ermittlungsarbeit von Klaudia und Demel mit, und kann von Ermittlungerfolg zu Ermittlungserfolg schön miträtseln. Es ist super spannend geschrieben. Man findet sich durch Rückblicke und Erklärungen auch dann im Buch zurecht, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, weil es unterschiedliche, in sich abgeschlossene Fälle sind. Nach den Andeutungen am Schluß freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Teil. Ich kann das Buch jedem Krimi- Fan, und besonders den Fans von Regionalkrimis sehr empfehlen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil es so spannend war.
Mir hat das Buch Lust auf einen Urlaub im Spreewald gemacht.

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