Der Vollstrecker von Chris Carter

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel The Executioner, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Ullstein.

  • London: Simon & Schuster, 2010 unter dem Titel The Executioner. 480 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2011. Übersetzt von Sybille Uplegger. ISBN: 978-3-548-28110-0. 512 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2011. Gesprochen von Achim Buch. ISBN: 3869090642. 4 CDs.

'Der Vollstrecker' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt. Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus. Eine weitere wird an den Füßen aufgehängt und in ihrer eigenen Badewanne ertränkt. Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer. Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten.

Ihre Meinung zu »Chris Carter: Der Vollstrecker«

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Esad zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 13.03.2012
Ein Thriller lebt von einem exzellenten Storykosntrukt. Einige Elemente, wie der Spannungsbogen über die ganze Geschichte hindurch, ausschweifungslose und spannende Art zu schreiben, Dynamik in der Handlung und dreidimensionale Charaktere sind hierbei wesentlich. Carters "Der Vollstrecker" beinhaltet all diese Elemente, außer den Charakteren. Diese schwächen die an und für sich sehr gut konstruierte Geschichte erheblich. Dieses Buch hat keine Charaktere, höchtens jedoch Figuren, die sich ausschließlich im Rahmen des Stereotypen bewegen. Die Hauptfigur Hunter ist somit ein unfehlbarer Superheld, der darüber hinaus ein schlaues Köpfchen ist. Sein Partner Garcia hat nur die Rolle des Fragenstellenden, damit dem Leser das kriminalpolizeiliches Fachchinesisch erläutert wird. Diese Erläuterungen werden dann selbstredend vom allwissenden Superhelden Hunter vorgenommen. Obwohl Nebenfiguren grundsätzlich sehr wichtig sind für JEDE Story eines jeden Genres, weil sie u.a. der Hauptfigur Tiefe geben sollen, grenzt die "Charakterisierung" der Figur Garcia fast an Schwachsinn. Seine Handlungen und Fragen sind fast schon debil und man kauft ihm nicht ab, dass er ein Detective ist. Das nervt und hindert den Leser massiv daran, sich in die Geschichte einzulassen. Die Figur der neuen Chefin, Ms Blake, ist auch ein stereotyper Boss, der fast immer schreit, seine Autorität durch den Superhelden Hunter untergraben sieht und mit Soap Opera Floskeln um sich wirft. Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben ein Buch gelesen, das dermaßen schlechte Figuren beinhaltete. Durch dieses Buch und die extreme Schwäche der Handelnden ist mir erst richtig bewusst geworden, wie wichtig die Figurgestaltung ist! Hätte sich Carter mehr mit seinen Figuren beschäftigt und ihnen eine gewisse Dreidimensionalität und Wirklichkeitsnähe verliehen, dann wäre das ein echt gelungener Thriller. So aber leidet die sehr gut konstruierte Story erheblich an der Oberflächlichkeit und extremer Schwäche der Figuren. Insgesamt daher eher nicht zu empfehlen.
anyways zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 08.02.2012
Ihr zweiter Fall bringt Detective Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia wieder mit dem Abschaum menschlichen Lebens zusammen. Ein unheimlich sadistischer Mörder tötet anscheinend wahllos Personen die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber nicht nur dies , sind doch auch die Tötungsmethoden jedes Mal gänzlich anders. Nur eins haben sie gemeinsam, sie sind brutal, widerwärtig und wurden so in der Öffentlichkeit noch nie praktiziert. Stutzig machen beide Ermittler, dass das erste Opfer von genauso einem Tod wieder und wieder geträumt hat. Doch wer hat davon gewusst? Auch die Tagebücher des Toten helfen nicht weiter und dann geschieht der zweite Mord, und der ist fast noch grausamer als der erste. Hunter und Garcia läuft die Zeit davon, die Öffentlichkeit, ihre neue Vorgesetzte und der Bürgermeister verlangen baldige Aufklärung. Unverhofft bekommen sie Hilfe, von einem Medium…eine Hilfe die beide im ersten Augenblick mehr als skeptisch gegenüber stehen. Kann die junge Frau ihnen helfen oder lockt sie sie sogar auf eine falsche Fährte?



Chris Carter beweist auch mit seinem zweiten Buch wahre Thriller Qualitäten. Ein Pageturner der nichts für schwache Nerven ist. Denn eins haben die Werke des Autors gemeinsam sie sind brutal, blutig und eigentlich auch abscheulich. Man muss diese Art von Lektüre schon mögen. Eine Story die gut verpackt ist, deren Spannungsbögen an der richtigen Stelle sitzen und die verschiedene, nicht alle sind leicht vorherzusehen, Wendungen aufweist. Warnhinweis:“ Nicht vorm Schlafengehen lesen“.
Mel.E zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 26.01.2012
DER STOFF AUS DEM (ALP) TRÄUME GEMACHT WERDEN!

Ich schreibe am besten gleich von Anfang an, daß dieses Buch wirklich nur für Hartgesottene ist. Ich zähle mich da normalerweise nicht zu, aber hier fiel es mir wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen und ins Bett zu gehen. Dort verfolgten mich dann die Bilder und Gerüche dermaßen, daß ich echt Angst hatte einzuschlafen. Jeder von uns hat Ängste und hier wird sie für einige Menschen zu ihrem ganz privaten Alptraum, denn der Vollstrecker hat dein Leben genaustens beobachtet und wenn dein Alptraum dich einholt, dann steht er daneben und sieht dir beim Sterben zu. Für jeden der Menschen, an denen er Rache nimmt hat er sich etwas ganz besonderes ausgedacht und das ist so grausam, so schrecklich und so widerlich, daß es dich selbst in deinen Alpträumen beschäftigen könnte. Der Tathergang, die verstümmelten, wirklich schlimm zugerichteten Menschen werden so anschaulich dargestellt, daß du nicht vergessen solltest zu atmen oder vielleicht solltest du dir lieber die Nase zuhalten, denn auch auf die wirklich unangenehmen Gerüche wird bis ins kleinste Detail eingegangen. Da dreht sich einem echt der Magen um! Dennoch kann ich sagen, daß dieses Buch bisher alles gelesene von mir übertroffen hat und mich wirklich gefangen genommen hat in meinen schlimmsten Alptraum, denn auch ich habe Angst vor Feuer (zumindest darin zu verbrennen!), vor Ratten (da sind die Tiere, die uns unsere Katze öfters mal auf die Fußmatte legt und ich solange warte bis jemand sie wegräumt, denn ich selbst kann es nicht, weil ich mich so sehr ekel davor!) oder auch vor dem Ertrinken, wobei ich da eher Angst davor habe, daß eins meiner Kinder in den Gartenteich des Nachbars fällt. Der Vollstrecker macht sich diese Ängste zunutze um dich wirklich zu quälen und weidet sich an deinem Schmerz. Um deinen Ängsten näher zu sein, isst er auch ein Stück von dir oder trinkt dein Blut. Ihr seht, hier wird nichts ausgelassen und wer solch schreckliche Taten nicht lesen kann, ohne davon Alpträume zu bekommen sollte es vielleicht lassen, denn es wird blutig, beängstigend, sehr, sehr spannend, aber auch richtig widerlich! Wer damit umgehen kann, findet in diesem Thriller ein Buch, was alles ausfüllt und wirklich mehr als Lesenswert ist!
Bloodymary86 zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 23.01.2012
Einfach nur genial!

"Ich weiß wovor du Todesangst hast" ...

Ich konnte dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Zeile gefesselt.

Der Kruzifix-Killer war schon so unglaublich spannend, aber der Vollstrecker setzt an Genialität und Spannung definitiv noch einen drauf.

Ich kann es kaum erwarten, bis endlich der dritte Teil in Deutschland erscheint!
Frostkoeddel zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 07.12.2011
Interessante Morde, gute Spannung, von Anfang an. Ich mußte nicht erst 300 Seiten lesen, bis der erste Mord geschieht.
Ich fand dieses Buch sogar noch besser, als das Erste. Und besonders gut finde ich, das der Autor im zweiten Buch keine Wiederholungen aus dem ersten Buch schreibt. Kurze Kapitel. Lässt sich sehr gut lesen, einfacher Schreibstil.
Ich kann es kaum erwarten, bis im Mai der dritte Teil von Hunter und Garcia in Deutschland erscheint.
Ticva zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 18.10.2011
Der Killer hat es auf bestimmte Ängste seiner Opfer abgesehen und scheint etwas ganz Besonderes dabei zu bezwecken.

Es ist kurz vor Weihnachten, als Hunter und sein Partner Garcia zu einem Tatort gerufen werden, bei dem einem das Blut in den Adern gefrieren könnte.
Alles deutet auf einen Ritualmord hin, denn es handelt sich bei dem Opfer um einen geköpften Priester. Sein Leichnam wurde in seinem eigenen Blut regelrecht in Pose gelegt.
Kurz darauf gibt es eine neue Leiche und die Annahme, dass es sich bei beiden Fällen um einen Mörder handelt, wird durch eine Kleinigkeit bei dem zweiten Leichnam bekräftigt. Trotz total unterschiedlicher Tötungsweisen gab es eine Winzigkeit, die sie gemeinsam haben.

Hunter und Garcia begannen mit den kleinsten Anhaltspunkten und arbeiteten rund um die Uhr. Denn sie bekamen neben den Medien auch noch Druck von ihrem neuen Boss, Captain Blake und vom Bürgermeister persönlich, was ihre Arbeit etwas beeinträchtigte.
Erst als sie Hilfe von einer außen stehenden Person bekamen, kamen sie dem Täter immer näher. Doch mit dieser Person arbeiteten sie nicht immer regelkonform zusammen, was einige Spannungen mit dem Captain nach sich zog und Konsequenzen hatte.
Dazu gab es noch eine Reporterin, die durch diesen Mörder ganz groß rauskommen möchte. Dass sie dadurch allerdings die Ermittler und eine Zeugin in große Gefahr bringt, schien ihr egal zu sein ...

Der Roman ist ein atemberaubender Thriller, der dem ersten Teil "Der Kruzifix-Killer" in nichts nachsteht!
Die Spannung war von Anfang an zum Greifen präsent. Es gab viele dramatische Szenen, die mir eine Gänsehaut bescherten. Für zartbesaitete ist der Roman definitiv nichts, da die Taten sehr genau geschildert wurden. Es fließt viel Blut und auch die Entstellungen der Opfer wurden sehr detailreich beschrieben.

Parallel zur Sicht der leitenden Ermittler wurde mir auch noch die des Täters gezeigt, was mir den Rundumblick in der Geschichte gab.
Alle Figuren wurden gut dargestellt, die wichtigsten Ereignisse waren fast bildhaft beschrieben.
Auch das Privatleben der zwei Detectives wurde am Rande immer wieder mit einigen Worten erwähnt, was den Roman meiner Meinung nach abrundete.

Herausragende Situationen und Sätze wurden kursiv dargestellt. Ebenso Rückblicke von einzelnen Figuren. Diese Einblicke gaben mir zu den allgemeinen Beschreibungen der Protagonisten zusätzliche Erkenntnisse von ihrer Vergangenheit.
Die Kapitel waren sehr kurz gehalten und hatten häufig einen Cliffhanger, wodurch ich gezwungen war, immer weiter zu lesen. Somit hatte ich das Buch in wenigen Tagen durch.
Nun freue ich mich darauf, wenn es wieder heißt, die Detektives Hunter und Garcia ermitteln wieder.

Fazit:
Ein fantastischer Roman, der alles beinhaltet, was ich mir von einem guten blutigen Thriller wünsche!
Ich vergebe die volle Punktzahl: fünf Sterne.


Hunter & Garcia:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
koepper zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 11.09.2011
Gäbe es einen Wettbewerb, wer die abartigsten, grausamsten Hinrichtungaarten beschreibt, wäre Chris Carter mit seinem "Vollstrecker" ganz weit vorne. Alleine das macht noch keine Qualität. Über weite Strecken fand ich die Beschreibung der Ermittlungsarbeit ziemlich langweilig, dauernd werden Fotos betrachtet, es zieht sich dahin. Auch das Abtrifften ins Mystische ist nicht mein Ding. Gegen Ende des Thrillers wirds tatsächlich spannend. Das entschädigt nicht vollständig für die Schwächend es Buches.
Giorgio zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 09.09.2011
Von der 1. Seite weg war ich voll im Bann dieses Buches. Zum Teil waren die Morde derart grausam und detailliert beschrieben, dass ich zwischendurch Pause machen musste.
Spannung pur, vor allem zu Beginn und am Schluss.
Einzige Kritik: Wieso muss immer wieder zu mysischen, übersichtlichen Themen zurückgegriffen werden? Geht es nicht auch ohne, dass solche Kräfte zur Lösung des Falls beitragen? Ähnliches fand ich schon beim kürzlich gelesenen "Augensammler" von Fitzek. Einfach nur unrealistisch und schade. Es gibt noch weitere Beispiele dieser lachhafter Beispiele aber das nimmt man in Kauf. Das Buch ist spannend und wirklich blutig und brutal.
noskinnybitch zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 21.08.2011
Auch schon der Vorgänger von "Der Vollstrecker" hat mich extrem geschockt, aber in guter Hinsicht. Ich bin ein sehr großer Fan von spannenden und ekligen Büchern. Und genau das hat "Der Vollstrecker" hiermit erfüllt. Man muss "Der Kruzifix-Killer" übrigens vor dem zweiten Buch nicht gelesen haben!


In diesem Buch geht es um einen kranken Killer, der die Ängste seiner Opfer auf die Probe stellt, sie damit quält, so dass sie schließlich zu Tode geängstigt bzw gequält werden. Man wird als Leser durch jeden einzelnen Akt durchgeschleift und erfährt sehr viel Angst, Blut und Schrecken. Alles wird sehr genau und detalliert beschrieben, damit man es bildlich vor Augen hat. Und genau das fesselte mich beim Lesen und brachte mich dazu, das Buch erst gar nicht aus der Hand zu legen.

Kurzum, ich empfehle das Buch jedem, der auf genau diesen Schreibstil und auf blutige Thriller steht.
zahnfee zu »Chris Carter: Der Vollstrecker« 14.08.2011
Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt. Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus.
Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer. Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten, denn er kennt ihre Phobien !
Und er nummeriert seine Opfer. Robert Hunter und Garcia sind ständig auf der Jagd nach den Hintergründen, denn die Opfer hatten keinerlei Berührungspunkte.
Erst als die Ermittler ganz weit in die Vergangenheit gehen finden sie Gemeinsamkeiten und fiese Geheimnisse.

Ein packender Thriller, den man nicht aus der Hand legen kann. Schon der Vorgänger, " Der Kruzifix - Mörder " hatte mich sehr beeindruckt und so freute ich mich, den aktuellen Band von meiner Arbeitskollegin leihen zu dürfen.
Herrlich unaufgeregte Ermittler OHNE Probleme ermitteln mit Herz und Köpfchen in einer sehr detailliert ausgearbeiteten Geschichte. Hunter und Garcia gefallen mir ganz wunderbar als Ermittlerteam, jenseits vom Mainstream mit problembeladenen abhängigen heuntergekommen Wracks wo die Krimihandlung vor lauter Problemen in den Hintergrund gerät. Robert Hunter ist hochintelligent und liest sehr viel. Nun ja manchmal hat mich das ein wenig genervt...Er könnte ja manche Sachen wenigstens mal googeln müssen, dann kommt man als Leser ein bisschen besser hinter seinen Gedankensprüngen hinterher.
Der Täter lässt den Leser zeitweise teilhaben an seinen perfiden Ideen und Plänen aber ich habe ihn bis zum Ende nicht erkannt. Gut gemacht Herr Carter. Auch der Plot ist gut strukturiert und durchdacht die Geschichte hat keine Stolperstellen. Die Jugendliche Monica fügt sich ganz gut in die Geschichte ein und bildet einen starken Kontrast zum absolut kühl vorgehenden Killer. Sprachlich ist der Roman schnörkellos flüssig zu lesen und ohne überflüssigen Schnick - Schnack. Ein sehr straighter "Who dunnit" eigentlich ein klassischer Krimi, der allerdings durch die beschriebenen Grausamkeiten nur als Thriller deklariert werden kann.

Wer jetzt noch kein Chris Carter Fan ist wird es nach diesem Pageturner sein !
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