Der Totschläger von Chris Carter

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 unter dem Titel One by one, deutsche Ausgabe erstmals 2014 bei Ullstein.
Folge 5 der Robert-Hunter-Serie.

  • London: Simon & Schuster, 2013 unter dem Titel One by one. 400 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2014. Übersetzt von Sybille Uplegger. ISBN: 978-3-548-28576-4. 400 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2014. Gesprochen von Uve Teschner. 6 CDs.

'Der Totschläger' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Er sagt, du hast keine Wahl. Er sagt, du kannst nur zusehen. Es liegt nicht in deiner Macht, seine Taten zu verhindern. Aber es gibt immer Wege. Und du wirst jeden einzelnen gehen. Bis du ihn gefunden hast.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Killer – brutal, clever, gnadenlos« 80°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

In seinem Büro erhält Detective Robert Hunter einen Anruf, der ihn in einen echten Horror-Fall führt. Er wird aufgefordert, eine Internet-Seite aufzurufen, und dort über die Todesart für eine gefangene Person zu entscheiden. Die Hoffnung, es handele sich um eine geschickte Fälschung, zerschlägt sich. Der Mörder versucht Hunter und seinen Partner zu manipulieren, und die Ermittler sind nach dem Vorfall recht schnell ebenso ratlos wie verzweifelt. Schon bald wird deutlich, dass der Killer ebenso brutal wie clever ist. Über das Internet lässt sich seine Spur nicht zurückverfolgen, selbst das FBI, mit dem die Polizei von Los Angeles – zunächst widerwillig – zusammenarbeitet, stößt hier an seine Grenzen. Als die Leiche des grausam ermordeten Mannes gefunden wird, ist den Detectives endgültig klar, dass sie es hier mit einem gefährlichen Psychopathen zu tun haben. Robert Hunter und sein Team suchen fieberhaft nach dem Killer und seinem Motiv, bis plötzlich wieder das Telefon klingelt. Ein weiterer Mord wird live im Internet zelebriert – und jetzt sind schon mehr Menschen an der gruseligen Abstimmung beteiligt. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, denn es wird deutlich, dass der Mörder weitermachen wird – offenbar verfolgt er eine Mission.

Carter hält sich nicht mit Vorgeplänkel auf

Um es vorweg zu sagen: Der Totschläger von Chris Carter ist ziemlich heftiger Lesestoff, ein Thriller der härteren Art. Wer gedrechselte Wortakrobatik oder einen literarisch anspruchsvollen Kriminalroman lesen möchte, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Wer dagegen atemlose Spannung bevorzugt, und dabei nicht unbedingt darüber nachdenken möchte, wie wahrscheinlich die ganze Geschichte am Ende tatsächlich ist, wird von diesem Roman bestens unterhalten. Durch den dynamischen Beginn wird der Leser hier sofort von der Handlung gefesselt, Chris Carter hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf. Gleich der erste Mord macht überaus deutlich, dass es Robert Hunter und seine Mitstreiter mit einem perfiden Killer zu tun haben, der sich dabei auch noch über die Ermittler lustig macht. Es gibt hier zwar kaum Zweifel in Bezug auf die Überlebenschancen der Opfer, aber die Spannung wird durch ganz andere Faktoren erzeugt und ständig hoch gehalten. Man kann nie voraus ahnen, wann und wie der Mörder wieder zuschlägt. Oder ob die Ermittler ihm bis zum nächsten Opfer bereits näher kommen. Die Schilderung der Tötungsakte rückt den Roman ziemlich nahe an das Genre Horror heran, aber es bleibt in meinen Augen doch ein Thriller, der dem Bereich Spannungsliteratur zuzuordnen ist.

Realistischer als man sich wünschen möchte

Der Leser hält öfter mal den Atem an, der Fortgang der Handlung ist nicht wirklich zu erahnen – jedenfalls nicht in den Einzelheiten. Die Unterteilung in kurze, knackige Kapitel führt in meinen Augen dazu, dass man kaum das Lesen unterbrechen möchte. Manche zunächst losen Fäden werden im letzten Drittel des Romans geschickt miteinander verknüpft, und man bekommt langsam einen Überblick über die gesamten Zusammenhänge. Chris Carter macht seinen Lesern nachhaltig deutlich, wie überaus grausam Menschen mit einem entsprechenden Motiv werden können. Dabei geht es nicht nur um einen abseitigen Psychopathen, sondern auch die Nutzer der modernen Kommunikationsmedien, die ohne irgendwelche Skrupel, ohne nachzudenken, an einer Abstimmung über die Tötungsart für einen offensichtlich hilflosen Menschen teilnehmen oder sich an dessen unendlichem Leid ergötzen. Ich fürchte, diese Aspekte kommen der Realität näher, als wir alle es uns vielleicht wünschen mögen.

Eine gesellschaftskritische Note

Das Finale wird aus Gründen, die ich hier natürlich nicht verraten werde, nochmals dramatischer. Der Leser hat schon einige Überraschungen erlebt, aber das wird durchaus noch getoppt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Meinungen über diesen Roman, wie schon bei anderen Werken von Chris Carter, durchaus geteilt sein werden. Deshalb nochmal: Wer mit hoher Spannung unterhalten werden möchte, liegt hier richtig. Literaturwissenschaftler mögen das Buch in die Ecke feuern – aber das ist ja nun mal nicht der Maßstab. Und die in den Roman deutlich spürbar eingeflochtene Kritik an der zuweilen hirnlosen Nutzung des Internets gibt der Geschichte auch noch eine gesellschaftskritische Note – wenn man das denn registrieren möchte. Ich habe das Buch jedenfalls mit großem Genuss gelesen, und es wird nicht das letzte von Chris Carter gewesen sein.

Andreas Kurth, September 2014

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Thrillerfan zu »Chris Carter: Der Totschläger« 08.09.2016
er Klappentext gibt eine gute Einleitung.
Er sagt, du hast keine Wahl. Er sagt, du kannst nur zusehen. Es liegt nicht in deiner Macht, die Morde zu verhindern.

Detective Robert Hunter erhält einen Anruf. Spiel mit mir, sagt die anonyme Stimme. Doch Mord ist für Hunter kein Spaß - Zug um Zug wird er zum echten Spielverderber.

Mit diesem Anruf beginnt das Grauen, denn nach Information des Anrufers soll sich Hunter im Internet eine Seite aufrufen. Und nach Öffnen der Seite muss er ein Video ansehen, in dem zu sehen ist, wie ein Mensch grausam ermordet wird. Garcia, der Partner von Hunter, wird einbezogen um schnellstens den Ort des Verbrechens zu finden und damit Erkenntnisse zu bekommen, wer der Verbrecher ist.
Aber es wird schwer und undurchsichtig. Und noch schlimmer, das Morden geht weiter und Hunter und sein Partner sind über Video dabei und können nicht helfen.
Es müssen noch viele andere Organisationen bei den Ermittlungen einbezogen werden. Aber trotzdem läuft alles ins Leere. Erst sehr sehr spät werden Hinweise gewonnen, wer dahinter stecken könnte.
Und nun wird es auch noch gefährlich für die Hunter und Garcia persönlich. Die Zeit läuft.

Ein außergewöhnlicher Thriller, der zwar sehr genau die Verbrechen darstellt, aber durch gute Schreibweise die Spannung bis zur letzten Seite hält. Man möchte das Buch eigentlich in einem Zug fertiglesen.
Aber für schwache Nerven ist das Buch nicht geeignet. Ein Thriller ist eben kein Liebesroman.

Die anderen Romane von Carter werde ich bestimmt lesen.
Kerstin zu »Chris Carter: Der Totschläger« 27.08.2015
Teil 5 der Serie um die beiden Detectivs Robert Hunter und Carlos Garcia. Auch dieser Teil ist wieder brutal, genial durchdacht und hat ein super Ende. Hunter wird angerufen und soll entscheiden auf welche Weise ein Mord verübt werden soll. Verbrennen oder Ertrinken… und so verläuft das Buch weiter, natürlich werden mehrere Morde auf eine noch brutalerer Weise geschehen. Aber ich möchte hier an dieser Stelle dann doch nicht zu viel verraten. Schließlich soll die Spannung nicht genommen werden. Bei seinen Büchern oder speziell in diesem Buch ist ja nicht nur die spannende Frage wer ist der Mörder, Tatverdächtige tauchen ja genügend während des Buches auf, sondern wie werden die weiteren Morde verübt und die ganze Entwicklung. Auch geht es wieder ein bisschen in das privat Leben der beiden, was mir aber persönlich langsam zu extrem wird. Obwohl ich ihre „Macken“ gegenüber anderen Kommissaren noch sehr harmlos finde. Trotzdem wird das Schicksal oder eher das „Glück“ der beiden immer wieder rausgefordert.
Man kann wirklich sagen, er schafft es klasse eine Spannung über das komplette Buch aufzubauen. Es wird an keiner einzigen Stelle langweilig. Es passiert ständig etwas und irgendwelche neuen Verwicklungen tauchen auf. Wir lernen zu dem Leute vom FBI kennen denen wir bestimmt auch in einem der nächsten Teile begegnen werden. Weil trotz des Endes hoffe ich auf weitere gute Bücher von ihm die mich über Tage fesseln und mich das Buch einfach nicht zur Seite legen lassen. Wenn man fertig ist und weiß wer der Mörder ist, könnte man fast sagen man ist enttäuscht, da man nicht weiterlesen kann bzw darf.
Nicht zu empfehlen ist dieses Buch für Leute die es nicht brutal und ekelig mögen. Er beschreibt die Sterberituale sehr genau und geht auf viele, leereiche, Einzelheiten ein. Persönlich mag ich dies sehr gern sollte aber bei der Wahl des Buches beachtet werden.
Im Großen und Ganzen wieder ein sehr gutes Buch, und der Autor kann damit gut an seine Vorgänge anknüpfen.
Tom Wilder zu »Chris Carter: Der Totschläger« 15.03.2015
Ich bin enttäuscht von Chris Carter - diese Geschichte hat er schlichtweg geklaut und sich nicht einmal sonderlich viel Mühe gegeben viel zu verändern. Im Grunde ist "Der Totschläger" ein Plagiat zu dem Film "Untraceable" von 2008 mit Diane Lane als FBI Agentin, geschrieben von den Drehbuchautoren Mark Brinker, Allison Burnett und Robert Fyvolent.

Ich hoffe, dass ich beim nächsten Hunter-Roman mal wieder etwas selbst entwickeltes von Chris Carter serviert bekomme.
Judith_2107 zu »Chris Carter: Der Totschläger« 27.11.2014
Einer der besten Thriller, die ich jemals gelesen hab. Spannend ab der ersten Seite und bis zur letzten Zeile. Dieses Buch hat von Wut über Angst bis hin zu Trauer wirklich alle Emotionen in mir ausgelöst. Sogar ein Tränchen musste ich verdrücken. So muss ein Thriller sein. Weltklasse. Chris Carter ist für mich einer der besten, wenn nicht DER beste Thriller-Autor...einfach FESSELND!
rolandreis zu »Chris Carter: Der Totschläger« 21.11.2014
Auch der fünfte Band aus der Hunter & Garcia Reihe steht seinen Vorgängern in nichts nach. Wer den Autor kennt, weiß auch, dass die Todesarten und die Beschreibung oft sehr detailliert und hart sind. In diesem neuen Fall nun bekommen die Ermittler schonungslos vor Augen geführt, in was für einer verkommenen Welt wir leben. Im Internet wird ein Mensch ermordet und die Welt sieht zu, sie stimmt sogar noch ab wie dieser sterben soll. Doch so weit hergeholt ist diese Theorie gar nicht, auf YouTube kann man schon heute so etliches an Videos sehen. Letztendlich ist Carter hier wieder ein Thriller gelungen, der sehr spannend ist, aber nichts für Leser mit schwachen Nerven.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ralf zu »Chris Carter: Der Totschläger« 27.10.2014
Ich habe das Buch zufällig beim Einkaufen mitgenommen ohne vorher Kritiken zu lesen. Durch dieses Buch habe ich das Lesen wieder für mich entdeckt. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Man muss einfach weiterlesen. Habe lange kein Buch mehr gelesen das so spannend ist. Absolute Lese-Empfehlung!! Top-Thriller!! Allerdings nix für schwache Nerven, da sehr detailliert beschrieben wird. Das Buch ist wie ein Magnet und selten habe ich ein Buch verschlungen wie dieses. Nachdem ich es gelesen habe, habe ich mir die anderen Teile der Robert Hunter Reihe bestellt.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Carina zu »Chris Carter: Der Totschläger« 21.10.2014
Das Buch fesselt einen ab der ersten Seite und lässt einen auch nach dem Lesen nicht mehr los! Ehe man sich versieht, hat man es auch schon durchgelesen, weil man einfach nicht anders kann als weiterzulesen. Allerdings ist es auch sehr brutal und nichts fur schwache Nerven- an einigen Stellen hab ich unbemerkt das Gesicht verzogen, sodass ich gefragt wirde ob alles gut sei!
Für mich das spannendste Buch das ich je gelesen habe
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Oldman zu »Chris Carter: Der Totschläger« 14.09.2014
Das ist ein geradezu klassischer Serienkillerkrimi, den ich bei 30 Grad im Schatten im Urlaub gelesen habe. Dabei konnte ich die Abkühlung durch einige Gänsehautattacken genießen bei den sehr detailliert geschilderten unterschiedlichen Arten, die der Täter ausgewählt hat, um seine Opfer zu eliminieren. Das ist wirklich der perfideste Killer der letzten Jahre ! Spannende Geschichte, sympathische Ermittler, ein weitgehend logisches Ende. Carter bleibt seinem Stil und seiner Qualität treu. Ist nun ganz nah bei den TOP Five meiner Lieblings-Krimiautoren.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tilia-Cell zu »Chris Carter: Der Totschläger« 11.09.2014
Ich lese soeben das dritte Buch von Carter. Es sind spannende und blutrünstige Psychothriller. Ich mag das grundsätzlich. Keine anspruchsvolle Lyrik, kein all zu grosser Tiefgang. Was wiederum ein wenig enttäuschend ist, ist der Autor doch selbst studierter Psychologe. Wie bereits meine Vorredner schreiben, ist es Massenware für blutrünstiges Publikum mit einem angenehmen Spannungsbogen. Die Bücher sind zweifellos Pageturner und man liest rasch, zügig und ohne grossartige Verständnisprobleme. Die Bücher liessen sich bestimmt prima verfilmen. Nach dem dritten Buch allerdings ist die Luft dann auch eindeutig raus, man kennt die Vorgehensweise, jede Geschichte folgt dem gleichen Muster. Fazit: gute Ferienlektüre und das neuste Buch, der Totschläger, hat mir doch am besten gefallen. Die Morde sind kreativ und das gefällt.
Gianna zu »Chris Carter: Der Totschläger« 24.08.2014
Ich hab gerade den dritten Mord gelesen und brauch erstmal eine Pause. Sehr Brutal, aber auf jeden Fall lesenswert. Liebes das Buch jetzt schon, wie auch alle anderen von Chris Carter. Das zeigt auch wirklich mal wie Komplex das inet ist. Das man, wenn man sich einigermaßen auskennt, alles mögliche machen kann um anonym zu bleiben. Andererseits aber auch zu was die Gesetzeshüter imstande sind dagegen zu tun. Find es unglaublich spannend und bin wirklich ,,gespannt'' darauf, was für ein geisteskranker ,,mensch" zu so etwas fähig ist.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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