Der Knochenbrecher von Chris Carter

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel The night stalker, deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Ullstein.

  • London: Simon & Schuster, 2011 unter dem Titel The night stalker. 464 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2012. Übersetzt von Sibylle Uplegger. ISBN: 978-3-548-28421-7. 450 Seiten.

'Der Knochenbrecher' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Wenn es Nacht wird in Los Angeles gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Er ist ein kaltblütiger Killer. Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo ersuchen muss. Die Jagd hat längst begonnen. Schlaf schön, L.A.!

Ihre Meinung zu »Chris Carter: Der Knochenbrecher«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Nilpferd zu »Chris Carter: Der Knochenbrecher« 24.05.2012
Thriller mit HochspannungZum Inhalt:
Durch einen anonymen Anruf findet die Polizei von LA eine nicht identifizierbare Frauenleiche. Sie wurde vom Mörder auf eine erschreckende Weise behandelt, die sich durch das Ganze Buch zeiht. Bei der Obduktion wird ein merkwürdiger Gegenstand in der Leiche entdeckt, kurz darauf gibt es eine Explosion, bei der die beiden Männer in der Pathologie sterben.Robert Hunter und Carlos Garcia nehme die Ermittlungen auf und tappen zunächst im Dunkeln. Durch seine ganz eigene Art der Tatortanalyse entdeckt Hunter einen Hinweis in der Fleischerei, in der die Leiche gefunden wurde. Der Hinweis war aber nicht für die Polizei, sondern für das Opfer selbst gedacht. Auch bei den nächsten Opfern findet sich dieselbe Botschaft. In allen Fällen geht der Serientäter sehr extrem und pervers vor.
Hunter ermittelt in verschiedene Richtungen und kommt dem Täter auf die Spur, indem er seine Vergangenheit genau unter die Lupe nimmt.Meine Meinung:
Das Buch ist wieder sehr spannend und blutig geschrieben. Freunde unblutiger Krimis sollten das Buch lieber nicht lesen. An vielen Stellen werden Einzelheiten genau beschrieben und das perverse Vorgehen des Killers hat mich mehrfach an die Grenzen des Ekels gebracht.
Carter schreibt in kurzen Kapiteln mit sehr vielen Cliffhängern. Dabei baut er eine große Spannung auf, die über weite Teile des Buches gehalten wird.
Alle Figuren wirken authentisch und sind sehr interessant angelegt.Ein absolut empfehlenswerter Thriller für alle, die nicht zu zart besaitet sind.
Ich hoffe, dass noch viele Bücher von Carter erscheinen werden.Die deutsche Titelauswahl passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Buch und ich habe mich bei allen Opfern gefragt, ob ich etwas überlesen habe...
Schade, dass hier nicht gut nachgedacht wurde.
€nigma zu »Chris Carter: Der Knochenbrecher« 15.05.2012
Inhalt

In Los Angeles werden grausam zugerichtete Frauenleichen aufgefunden: den Frauen wurden die Lippen und die Schamlippen zugenäht, nachdem ihnen zuvor Dinge in die Vagina eingeführt wurden, die ihnen einen extrem schmerzhaften Tod bereiteten. Robert Hunter und sein Kollege Garcia erkennen bald einige Gemeinsamkeiten der Mordopfer: die Frauen waren 30 Jahre alt, im künstlerischen Bereich (Malerei, Musik) erfolgreich und sahen sich sehr ähnlich. Hunter und Garcia sind zunächst ratlos, ihre Ermittlungen bekommen aber Aufwind, als Hunter in der Wohnung eines der Mordopfer auf die Privatdetektivin Whitney Myers trifft, die einen Vermisstenfall untersucht - die Vermisste passt ins Beuteschema des night stalkers.

Aufbau

Beim Aufbau seines Thrillers hält sich Chris Carter an das bewährte Schema seiner ersten beiden Hunter-Bände: in 115 vergleichsweise kurzen Kapiteln treibt er die Handlung auf einen nicht ganz glaubwürdigen, aber fulminantem Showdown zu. Dabei erhält er durchgehend eine hohe Spannung, dies erreicht er wie in den Vorgängerbänden dadurch, dass fast jedes Kapitel mit einem Extra-Cliffhanger endet. Das macht es nahezu unmöglich, das Buch wegzulegen.

Sprache

Der Sprachstil (der englischen Originalausgabe) ist einfach gehalten, verwendet viele Bausteine der Thrillerliteratur und lässt sich, dem inhaltlichen Aufbau entsprechend, sehr schnell und flüssig lesen.

Beurteilung

Wie schon bei den ersten beiden Büchern der Reihe ist auch hier Robert Hunter etwas zu sehr der "Superman", der immer den sechsten Sinn hat. Um seine Besonderheit herauszustreichen, gibt es Rückblicke in Hunters Kindheit. Die Charakterisierung Hunters als Kind und als Erwachsener ist meiner Meinung nach nicht realisitsch, auch seine übermenschlichen Fähigkeiten (andauernde Höchstleistungen bei extremem Schlafentzug) sind nicht glaubwürdig. Umso erfreulicher ist es, dass in diesem Roman auch der Kollege Garcia seine Erfolgserlebnisse hat!

Auch wenn "The night stalker" nach bewährtem Thriller-Rezept verfasst ist und nur in Bezug auf immer originellere Mordmethoden Neuland beschreitet, bietet das Buch unbestreitbar rasante Unterhaltung. Leser, die spannende Unterhaltung bei nicht allzu großem Anspruch suchen, sind mit diesem Buch gut beraten. Ich fühlte mich kurzweilig unterhalten und werde mir auch weitere Bücher des Autors anschaffen.
Ihr Kommentar zu Der Knochenbrecher

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: