Freu dich des Lebens von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1979
unter dem Titel The Luck runs out,
deutsche Ausgabe erstmals 1987
bei DuMont.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Massachusetts, 1970 - 1989.
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Garden City, N.Y.: Doubleday, 1979 unter dem Titel The Luck runs out.
ISBN:
038515562X. 192 Seiten.
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Köln: DuMont, 1987.
Übersetzt von Sascha Mantscheff.
ISBN:
3-7701-1888-X. 209 Seiten. -
Köln: DuMont, 2000.
Übersetzt von Sascha Mantscheff.
ISBN:
3-7701-5392-8. 209 Seiten. -
Köln: DuMont, 2005.
Übersetzt von Sascha Mantscheff.
ISBN:
3832183493. 268 Seiten.
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[Hörbuch] Frechen: Delta Music, 2007.
Gesprochen von Karlheinz Tafel.
ISBN:
3865386687. 4 CDs.
'Freu dich des Lebens' ist erschienen als
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Das altehrwürdige Landwirtschaftscollege von Balaclava Junction steht kopf.! Belinda von Balaclava, erklärter Liebling der Universität, ist spurlos verschwunden. Merkwürdige Anrufe und finstere Botschaften in Form von Eisbein in Aspik, Schweineschnitzel, etc., lassen das Schlimmste befürchten. Wo kann die hochträchtige und immerhin 853 Pfund schwere Schweinedame nur stecken? Handelt es sich um einen mißglückten Studentenulk oder einen gemeinen Racheakt der »Militanten Vegetarier«? Als Miß Flackley, die Hufschmiedin, mit durchschnittener Kehle in Belindas Futtertrog gefunden wird, muss die Polizei gerufen werden. Die überforderten Gesetzeshüter inhaftieren prompt Prof. Stott, Fachmann für Schweinezucht, als Hauptverdächtigen.
Doch da haben sie ihre Rechnung ohne Prof. Shandy gemacht. Der Lehrer für Rübenzucht und talentierte Amateurdetektiv denkt nicht daran, seinen Kollegen in der Tinte, bzw. im Gefängnis sitzen zu lassen. Notgedrungen entschliesst er sich, den Fall selbst aufzuklären. Dabei stösst er zunächst auf noch mehr Fragen als Antworten:
- Wer hat alle Hufeisen an den Pferdeboxen umgedreht und damit Unheil über das College gebracht? (Originaltitel »The Luck runs out«)
- Warum verbarrikadiert sich Studentin Birgit in ihrem Zimmer?
- Wer hat die benachbarte Silber- Manufaktur überfallen?
- Und wo steckt die Beute? Zentnerschweres Edelmetall im Wert von einer halben Million?
- Wer verübte das schändliche Attentat auf den altertümlichen Planwagen der Uni ?
Fragen über Fragen!
Mit Hilfe seiner belesenen Frau Helen und »Jane Eyre« kommt unserer cleverer Professor der Lösung und den Tätern auf die Spur. Gemeinsam mit dem grimmigen Universitätsdekan Svensson zieht er in die entscheidende Schlacht, um die gemeinen Verbrecher zu fangen und den tadellosen Ruf des Colleges wiederherzustellen …
Bisher habe ich alle in Deutsch erschienenen Krimis von Charlotte MacLeod mit Genuss verschlungen. Ein grösseres Kompliment kann ich der Autorin kaum machen. Ich schätze ihren unverwechselbaren Stil, ihre Fähigkeit Spannung und Humor erfolgreich zu kombinieren.Ihr gelegentlicher Hang zum Skurrilen gefällt mir und sie überspannt den Bogen nie. Ganz nebenbei erhält der Leser interessante Einblicke ins amerikanische Collegewesen und die eher konservative Lebensart in Neuengland. Wer den klassischen old-fashioned Krimi nach englischem Vorbild schätzt, der trifft mit Charlotte MacLeod eine ausgezeichnete Wahl. Nicht von ungefähr wird sie häufig die letzte Vertreterin des klassischen Detektivromans genannt.
Auch in ihrem 2. Krimi führt uns Charlotte MacLeod auf den Campus vom Balaclava Agricultural College in Neu-England. Diese Hochschule und ihre nähere Umgebung bieten etliche reizvolle Tatorte für die fiktiven Verbrechen der Autorin. Wir treffen liebe alte Bekannte wieder, wie Thorkjeld Svensson, den Wikingernachfahren, der mit blossen Händen eine schwere Eichenhaustür aus den Angeln hebt. Aber auch neue Akteure lernen wir kennen. Iduna, die liebreizende Kutschpeitschenerbin oder Charlotte MacSpee, fleischgewordener Putzteufel mit Hang zu Salmiak.
Die Handlung entwickelt sich zügig. Wie in allen Krimis MacLeods spielt das eigentliche Verbrechen eine wichtige, aber nicht die allein dominierende Rolle. Sprachwitz, Originalität und etliche amüsante Ausschmückungen tragen ebenso zum hohen Unterhaltungswert des Krimis bei. Die Spannung bleibt dabei nicht auf der Strecke. Auch kann der Leser eine durchaus logische Auflösung erwarten und bekommt sie auch. Wer allerdings einen blutrünstigen Thriller erwartet, der Gänsehaut und Schlaflosigkeit auslöst, wird enttäuscht. Wer dagegen Phantasie, Wortgewandheit, Humor und Sinn für das Skurrile schätzt, der kommt hier voll auf seine Kosten.
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| Batti zu »Charlotte Macleod: Freu dich des Lebens« | 05.05.2008 |
|---|---|
| marina zu »Charlotte Macleod: Freu dich des Lebens« | 15.12.2006 |
| Marion zu »Charlotte Macleod: Freu dich des Lebens« | 03.11.2003 |




