Celia Fremlin

Celia Fremlin, eigentlich Celia Margret Goller, wurde am 20. Juni 1914 als Tochter eines Arztes in Kingsbury (heute London) geboren. Der Nuklear-Physiker John H. Fremlin (1913-1995) war ihr Bruder.
Am Somerset College der Universität Oxford studierte sie Klassische Philologie und Philosophie. Nach dem frühen Tod der Mutter 1931 musste sie sich um ihren Vater kümmern und arbeitete mangels Alternativen als Hausangestellte, Verkäuferin, Putzfrau und Kellnerin; eine Erfahrung, die sie in ihrem ersten Buch »The seven chars of Chelsea« (1940) verarbeitete.
Während des Zweiten Weltkriegs war sie für das Mass Observation Project tätig, das sich anhand von Befragungen mit der Stimmungslage der englischen Bevölkerung befasste. Dessen Ergebnisse veröffentlichte sie 1943 in Zusammenarbeit mit Tom Harrison.
In den 50er-Jahren schrieb sie neben Hausarbeit und Kindererziehung Kurzgeschichten für Frauenzeitschriften. Ihr erster Roman »The hours before dawn« erschien 1958 und wurde 1960 mit dem renommierten Edgar Award ausgezeichnet. Ihre meisterhaften psychologischen Kriminalromane sind am ehesten mit den Werken von Barbara Vine (d.i. Ruth Rendell) vergleichbar.
In ihren späteren Lebensjahren trat Celia Fremlin vor allem als vehemente Verfechterin der Sterbehilfe auf.
Celia Fremlin war zweimal verheiratet. Aus erster Ehe mit dem Arzt Elia Goller (gest. 1968) stammten zwei Töchter und ein Sohn. 1985 heiratete sie den Übersetzer Leslie-Minchin (gest. 1985), mit dessen Hilfe sie ihre jahrelange Schreibblockade nach dem Tod ihres ersten Mannes und ihrer Tochter überwand.
Celia Fremlin lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Hampstead, später in Bristol, und starb kurz vor ihrem 95. Geburtstag am 16. Juni 2009 in Bournemouth.

Krimis von Celia Fremlin

  • Sonstiges:
    • (1940) The seven chars of Chelsea
    • (1943) War Factory (zus. mit Tom Harrison)
    • (1994) Duet in Verse. Some occasional poems (mit Leslie Minchin)

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