Das Blutmal von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001
unter dem Titel Every Wickedness,
deutsche Ausgabe erstmals 2004
bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: USA / San Francisco, 1990 - 2009.
- Toronto: Doubleday, 2001 unter dem Titel Every Wickedness. 293 Seiten.
-
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2004.
Übersetzt von Martin Hildebrand.
ISBN:
3-404-15129-1. 381 Seiten.
'Das Blutmal' ist erschienen als
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In Kürze:
Die Bewohner von San Francisco leben in Angst, denn ein Serientäter treibt sein Unwesen. Junge, gut aussehende Frauen sind seine Opfer. Und alle sterben einen langsamen, qualvollen Tod: Sie verbluten. Eingeritzt auf ihren Handgelenken hinterlässt der Täter immer das gleiche Symbol: das uralte Chi-Rho-Zeichen. Als es Beth Wells Mitbewohnerin erwischt, bekommt auch Beth es langsam mit der Angst zu tun. Vor allem, als sie mysteriöse Drohbriefe erhält. Sollte sie das nächste Opfer sein?
Beth Wells ist eine junge, hübsche, dynamische, erfolgreiche Innenausstatterin in San Francisco, mit zahlreichen Kunden aus der Schickeria der Stadt, in der gerade ein Serienkiller sein Unwesen treibt, der seinen Opfern blutverdünnende Mittel verabreicht und sie dann langsam verbluten lässt, nicht ohne ihnen ein makabres Symbol als Markenzeichen in die Haut zu schneiden.
Lieutenant Jim Kearns ist der leitende Ermittler der Sonderkommission. Von den Depressionen geplagt, kämpft er nicht nur gegen einen Mörder, der keinerlei Spuren verwertbare Spuren hinterlässt, sondern auch gegen die Buh-Rufe von Presse und Fernsehen und die Erfolg fordernden Stimmen von Bürgermeister und Polizeichef.
Das letzte bekannte Opfer war eine Untermieterin von Beth Wells. Und auch Beth selbst scheint auf der Liste des Unholds zu stehen, wenn man den Drohbriefen glauben darf, die man ihr unter der Wohnungstür durchschiebt. Vorerst lässt sich Beth aber nicht unterkriegen und lernt einen jungen Piloten kennen, in den sie sich verliebt. Jim Kearns zerpflügt das Vorleben des Mannes und glaubt, in ihm einen Verdächtigen zu sehen, der praktisch zu allen Tatzeiten vor Ort war und auch zumindest zwei der Ermordeten persönlich kannte. Er warnt Beth und diese wird misstrauisch und versucht eigenhändig in die Vergangenheit ihres Liebhabers einzudringen.
Cathy Vasas-Brown bedient sich in ihrem Erstling »Das Blutmal« dem beliebten Serienmördergenre, das sicherlich bei Krimiautoren ganz im Vordergrund steht, lassen sich doch Handlung und Spannung von Mord zu Mord strecken. Dazu kommt die gegenwärtige Schreibmode, dass Ermittler stets hochgradig depressiv veranlagt sind und selbst einen Psychoanalytiker brauchen.
Trotz dieser bereits hinlänglich durchgekauten Autorenstilmittel ziert den im Vorjahr erschienenen 380-Seiten-Taschenbuchschmöker aus dem Bastei-Lübbe-Verlag der Hinweis: "Ein atemberaubender Thriller – so fesselnd wie Das Schweigen der Lämmer
Cathy Vasas-Brown versteht es auf jeden Fall, sprachlich zu bestehen, und auch an der Übersetzung von Martin Hillebrand ist nichts negativ zu vermerken. Das Buch baut konsequent Spannung auf, wobei die Autorin zwar zeitlich reichlich oft in die Vergangenheit zurück hüpft und das beileibe nicht chronologisch, dabei aber nie den Faden verliert. Der mitratende Leser wird ziemlich oft in die Irre geführt, wenn er den Täter schon gefunden zu haben glaubt. Das trotzdem nicht ganz überraschende Ende wirkt stellenweise an den Autorinnenhaaren herbei gezogen, ist aber dennoch stimmig und schließt die notwendige Brutalität, die sich durch den ganzen Roman zieht, erfolgreich ab.
Mit Ausnahme der Charakterisierung des neurotischen Polizisten Jim Kearns gelingt Frau Vasas-Brown die Darstellung ihrer Personen durchaus überzeugend. Lediglich der erwähnte Polizeihaudegen vermittelt so viele Depressivklischees, dass man sich fragt, ob es nicht auch anders gegangen wäre.
Kann dieses Buch also den Superlativen des zitierten Thrillers gerecht werden? Das muss man mit einem klaren Nein beantworten. Frau Vasas-Brown hat zwar versucht sämtliche gebräuchlichen Krimielemente neu anzuordnen, sie verfügt auch über einen flott lesbaren Schreibstil, aber so wirklich haarsträubend und Gänsehaut erzeugend ist ihr Ergebnis keineswegs. Übrig bleibt ein unterhaltender Durchschnittsthriller, der dem Fan des Genres sicherlich ein paar angenehme Lesestunden bereitet, aber ein Muss für den Krimifreund ist dieses Buch mit Sicherheit nicht.
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| Belinda zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 02.09.2010 |
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| Annabella zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 09.05.2009 |
| Bio-Fan zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 06.04.2008 |
| Heaven23 zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 21.01.2008 |
| Tobi zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 22.12.2005 |
| darky zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 14.12.2005 |
| Janin zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 14.06.2005 |
| HelgaR zu »Cathy Vasas-Brown: Das Blutmal« | 04.05.2005 |
